Freitag, 28. August 2015

*Buchrezension* Liebe auf den zweiten Blick ... Die vegane Kochschule

Hust hust, ähm ja, es ist schon echt einige Zeit her, seit ich das Kochbuch von Sebastian Copien angekündigt habe und es tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass ich die Rezension erst jetzt veröffentliche. Dabei ist das Buch sooo toll! Und mein Beitrag eigentlich auch schon seit Wochen fertig, aber dann war da dieses Fest, das zuerst zu planen und natürlich letztendlich zu feiern war, und dieser Halbmarathon und das Training dafür und die Läufe danach und dann, jetzt vor ein paar Wochen meine Tollpatschigkeit beim Canyoning... Aber ich möchte euch das Buch nicht länger vorenthalten:

Auf den ersten Blick sieht das neue Werk, "Die vegane Kochschule" von Sebastian Copien aus wie alle anderen veganen Kochbücher – ein hübsches, schönes, veganes Kochbuch eben. Auf den zweiten, dritten, vierten, fünften... Blick verliebt man sich immer mehr in dieses Buch, denn es offenbart beim Duchblättern, Lesen, Lernen und natürlich nicht zuletzt beim Kochen seine ganzen Feinheiten. Warum? Das möchte ich zumindest versuchen, zu erklären.
Auf den zweiten Blick schon wird deutlich, dass der Anspruch an dieses Buch von seinem Autor höher ist als bei manch anderen seiner Art – der Buchumschlag ist ein sehr hochwertiger Druck und schon allein damit zeigt sich (für mich), dass hier nachgedacht wurde (und dass man für den Preis von 29,99 Euro etwas erwarten kann).

Wer aber ist der Autor? Hat er ein Restaurant? Fährt er als Veganer Porsche mit Ledersitzen oder verkleidet sich als Gangster? Weder noch. Man hört eigentlich kaum etwas von diesem sympatischen Koch. Hier in München hat er eine Showküche, in der er zu Kochkursen und Seminaren für die pflanzliche Küche einlädt. Vegan_and_happy hatte bereits das Glück, an einem dieser Kochkurse teilzunehmen und war begeistert: Sebastian Copien ist kein penetranter Veganer, der Nicht-Veganer missionieren möchte. Deswegen würde sie auch jederzeit wieder einen Kochkurs von ihm besuchen. Er ist zudem auch noch total sympatisch - leider musste sie am Ende des Kurses erfahren, dass er schon vergeben ist: "einen veganen Koch als Freund, der dann auch noch selbst anbaut, kann nie verkeht sein..." Zumindest bleibt uns allen sein Kochbuch und ich selbst werde auch in absehbarer Zeit endlich einen seiner Kochkurse erleben dürfen! :-D

In seinem neuen Kochbuch hat er nicht nur über 200 saisonale Rezepte verpackt, sondern auch ganz ganz ganz viele Tipps zum veganen Kochen gegeben – deswegen natürlich auch der Buchtitel "Kochschule". Und diesem Titel wird das Buch allemal gerecht. Ich wusste zunächst gar nicht, wo ich anfangen soll. Am liebsten hätte ich alles gleichzeitig in mich aufgesogen. Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Warenkunde und Küchenpraxis (gute 50 Seiten). Hier kann man lernen, wie man welche Lebensmittel lagert, haltbar macht oder welche Grundausstattung man als Veganer haben sollte. Einiges weiß ein langjähriger Veganer vielleicht schon, aber ich hab viel Neues erfahren und mit tut es auch immer wieder gut, an manche Sachen erinnert zu werden.


Im Anschluss folgen Basic-Rezepte, also Saucen, Klassiker, Frühstücksmöglichkeiten etc. Und hier habe ich schon mein Herz das drittte Mal vergeben. Die Saucen sind sooo lecker! Als erstes hatte ich mich an der Sauce Hollandaise probiert – ich muss zugeben, den allerersten Versuch habe ich noch ziemlich "geschummelt", denn ich hatte gefühlt nur die Hälfte der Zutaten zuhause und nur ein Drittel der notwendigen Schritte befolgt. Die Herstellung der Sauce kam mir einfach zu aufwendig vor (man braucht sogar eine Sauteuse dazu...). Aber dann dachte ich mir, dass ich eigentlich noch nie eine "richtige" Sauce zubereitet habe und versuchte es erneut (okay, die hilfreichen Tipps von Sebastian Copien himself via Instagram und Facebook haben mich auch dazu bewegt!). Und wie gesagt - ich bin begeistert!
Nach den Basics folgt der Hauptteil, das Herzstück des Buches - 120 Seiten mit Rezepten, geordnet nach den Jahreszeiten. Die wunderschönen Bilder wurden übrigens vom Fotografen Hansi Heckmair gemacht und lassen einem das Wasser im Mund zerfließen...

 

Jedes Kapitel wird eingeführt mit Wissenswertem zu wichtigen Gemüse- oder Obstsorten aus der jeweiligen Jahreszeit. So werden im Frühling natürlich Spargel und Bärlauch und im Sommer Zucchini und Gurke vorgestellt. Dazu gibt es beispielsweise im Sommer Rezepte für den Biergarten und die Grillparty. Summasumarum: Dieser Kauf lohnt sich auf alle Fälle! Bei allen Rezepten bin ich bisher nicht enttäuscht worden. Manche klingen beim ersten Lesen aufwendig, teils sind viele Zutaten notwendig, aber am Ende kommt immer etwas sehr leckeres heraus!

Fazit: Absolute Kaufempfehlung (oder Tipp für ein Geschenk) von mir!!! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...