Montag, 15. September 2014

*Buchrezension* Das Ox-Kochbuch 5

Das fünfte Ox-Kochbuch von den Kochen ohne Knochen-Machern war ebenfalls eins meiner ersten Kochbücher, weil es mir mehrfach von anderen veganen Bloggern empfohlen wurde und weil es super Rezensionen hat. Die Besonderheit an dieser Ausgabe (weswegen ich mich auch für sie entschieden habe): Alle Rezepte sind vegan. Soweit ich weiß, sind in den vorherigen Kochbüchern auch vegetarische Rezepte enthalten, aber 100% sicher bin ich mir da nicht. In dieser Ausgabe jedenfalls ist alles vegan.


1. Rezepte 
Dieses knallige Kochbuch ist voll bepackt mit über 200 veganen "Punk-Rezepten" - da wird deutlich, aus welcher Zeit die Autoren Uschi Herzer und Joachim Hiller stammen. Die Rezepte sind unterteilt in Salate, Suppen, Snacks, Hauptgerichte, Nachgebautes, Aufstriche und Süßes. Am Anfang gibt es noch eine Einleitung, wie und warum man vegan leben kann und anschließend ein knappes Einmaleins der veganen Ernährung - also Vitamin B12, Jod, Powerpaket Nuss etc. Die Erklärungen sind nicht umständlich lang, sondern bringen es auf den Punkt. Wer das sowieso schon alles weiß, kann diese vier Seiten schnell überblättern.

2. Design/Bildgestaltung
Als Zwischenseiten zur Ankündigung des nächsten Kapitels tauchen immer wieder Zeichnungen mit kleinen, witzigen Männchen auf. Das spiegelt auch das gesamte Buch wieder - sowohl die Gestaltung, als auch die Rezepte sind locker (geschrieben). Hier wurde auf jeden Fall kein Platz geschenkt. Wer Weiß-Ästhet ist, dem wird das Buch wohl nicht gefallen, weil teilweise bis zu vier Rezepten auf einer Doppelseite abgebildet sind. Die wenigsten Rezepte haben leider ein Bild. Ich muss ja sagen, dass ich ein Fan davon bin, ein Bild vor mir zu haben, um mich inspirieren zu lassen.

3. Alltagstauglichkeit
Was mir ein wenig fehlt sind Zeitangaben. Damit ich ein Gefühl habe, ob ich das Gericht nach Feierabend schnell kochen kann oder ob ich mir dafür lieber am Wochenende ausreichend Zeit nehme. Aber ansonsten schließt sich dieses Buch an Sarah's an, denn sämtliche Zutaten sind bekannt und einfach zu beschaffen (zumindest in einer Großstadt mit Biomarkt, nehme ich an).

4. Geschmack
Ich habe schon einige Rezepte aus dem Buch nachgekocht, aber irgendwie komme ich mit den Berichten darüber gar nicht nach. Eines meiner ersten war auf jeden Fall die Pasta mit karamellisierten Maronen und Rosenkohl - ein Traum! Ich bin ja eigentlich überhaupt gar kein Fan von Rosenkohl, aber seitdem kann ich mit mit dem grünen Mini-Kohl anfreunden. Mein langzeithighlight ist der lecker-schmecker-Schokokuchen aus dem Buch - denn das Rezept ist so ähnlich wie das Schokokuchenrezept von meiner Mama und weckt somit ganz viele schöne Kindheitserinnerungen. Mittlerweile habe ich das Rezept noch etwas abgewandelt und mache auch Muffins draus - die Rezepte sind also lecker und gleichzeitig flexibel.

5. Umsetzung
Die Rezepte sind meist total witzig-cool geschrieben. Da geht es los, dass man das Popeln einstellen und sich die Hände waschen muss und auch die "echten" Zubereitungsschritte sind verständlich und einfach erklärt. Leider muss man auch hier bei einigen Rezepten umblättern beim Kochen, aber dafür sind es eben auch über 200 Rezepte geworden auf 185 Seiten.

6. Preis/Leistungsverhältnis
Das Buch mit den über 200 Rezepten (!) kostet nur 9,90 Euro. Ich finde dieses Verhältnis ideal - da brauch ich auch nicht ein Foto von jedem Rezept und Blätter gern auch mal beim Kochen um. Denn die Zubereitungsschritte sind so einfach erklärt, dass man meist kein Foto braucht, um sich die Speise auf dem Teller vorzustellen.

Mein Fazit:
Die Rezepte sind toll, es sind vor allem kreative Hausmannsgerichte mit einem kleinen Twist, würde ich sagen. Die knapp 10 Euro kann man als Anfänger gern investieren, weil man mit diesem Kochbuch einfach gleich eine Riesenladung an leckeren und einfachen Rezepten erhält.

Freitag, 12. September 2014

VeganMoFo, Vegan Wednesday ähm Thursday…

Mein Vegan Wednesday ist mal wieder ein Vegan Thursday geworden - obwohl ich Mittwoch ganz gut startete und Frühstück und Mittag fotografisch festhielt. Allerdings hab ich dann beim Inder am Abend kurz vor dem ersten Löffel gedacht "Irgendwas vergisst du grad" aber dann war die Schale mit Kichererbsen Masala ratzfatz leer und auf dem Heimweg mit kugelrundem Bauch ist es mir dann eingefallen, WAS ich vergessen habe… nun ja.
Nächster Tag neuer Versuch und somit zeige ich euch heute meinen gestrigen Vegan Donnerstag. Gesammelt wird übrigens auf internationalem Boden heute - und zwar bei der zauberhaften Cookies. Sie fragt sich, ob wir alle auch schon fleissig Kürbis mampfen. Ich muss gestehen, dass bei mir noch kein Kürbis im Einkaufskorb landete, weil ich aber auch "Dank" meiner #burgersandbooks-Aktion für den VeganMofo nicht wirklich zum Kochen komme…

So, nun hier aber zu meinem Donnerstag: Morgens begann ich mit einer Runde bloggen für den VeganMofo und einer Schale VeganPlus Müsli mit Banane, Sojagurt, Hanfnüssen und getrockneten Sauerkirschen.


Im Laufe des Vormittags schlürfte ich im Büro einen Schoko-Bananen-Shake mit Datteln und Sojaprotein.


Donnerstags ist ja bei uns in der Nähe immer Wochenmarkt und da gibt es so einen tollen Stand mit total leckeren Brötchen - dieses Mal holte ich mir eins mit getrockneten Tomaten. Dazu habe ich entdeckt, dass direkt daneben ein neuer Stand steht, der alles vegan anbietet! Beispielsweise Wraps. Aber da hatte ich mein Brötchen schon. Aber ich hab dann noch einen Paprika-Grünkern-Aufstrich gekauft und das ganze mit Rucola und eingelegten Tomaten (die von Alnatura liebe ich gerade) getoppt und fertig war das Mittagssandwich.


Am Abend gab es zum Brot mal wieder unseren Salat - also einmal alles was der Kühlschrank an Gemüse hergibt in ein Schälchen, dazu Sonnenblumen- und Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten und mit Sojasauce abgelöscht drüber. Ganz neu ist der Grill- und Fonduesenf von Byodo, den ich schon seit Wochen im Biomarkt gesucht habe seitdem del1c10us auf instagram so sehr davon schwärmt. Gestern hat mein Freund den Senf endlich in einem Basic gefunden und schwups landete er als Dressing im Salat. Ebenfalls neu ist der Meeresalgensalat, der drunter gemischt wurde. Ich hoffe mal, dass ich damit dann fit bin für den Womensrun am Samstag! oh oh da habe ich mir ja was eingebrockt... Aber die 5km werden ja zu schaffen sein :-D Und heute Abend gibt's zur Stärkung zum Glück auch ne Pastaparty!


Donnerstag, 11. September 2014

*Buchrezension* Vegan Guerilla - Die Revolution beginnt in der Küche

Das erste Kochbuch von der Bloggerin Sarah Kaufmann (Vegan Guerilla) war auch das erste Zugeständnis meines Freundes, zu meiner veganen Lebensweise, könnte man sagen. Damals habe ich hin und her überlegt, ob ich den Schritt nach 14 Jahren als Vegetarier zu einem veganen Leben probieren sollte. Mein Freund ernährte sich damals omnivor und war nicht gerade begeistert. Aber trotzdem lag an Heiligabend dann dieses Kochbuch "Vegan Guerilla - die Revolution beginnt in der Küche" unter dem Weihnachtsbaum und darüber habe ich mich riesig gefreut - und die Rezepte sind bisher übrigens auch alle gelungen!


1. Rezepte 
In dem Buch von Sarah finden sich Salatrezepte, Suppen, ganz viele Hauptspeisen und Süßes - insgesamt sind es 43 Rezepte. Dazu gibt es immer noch einen persönlichen Tipp von Sarah.

2. Design/Bildgestaltung
Mir gefällt das Layout sehr gut - es ist übersichtlich, klar und aufgeräumt. Keine Seite wirkt gequetscht. Jedes Rezept hat eine Doppelseite und ein schönes Foto, so dass man weiß, wie es am Ende aussehen könnte ;-) Auch ist bei jedem Rezept schnell ersichtlich, wie viel Zubereitungszeit man einrechnen muss und für wie viele Personen das Gericht konzipiert ist. Obwohl die Gerichte in Sarahs eigener Küche zubereitet und anschließend im Wohnzimmer fotografiert wurde, wirken die Fotos richtig professionell und sehen einfach lecker aus!

3. Alltagstauglichkeit
In Sarah's Kochbuch gibt es keine total ausgefahrenen Zutaten, die man nur in einem spezial-spezial-Laden kaufen könnte - sämtliche Zutaten sind eigentlich im Bioladen oder eben über den online-Vegan-Versand erhältlich. Die Zubereitungsdauer ist korrekt angegeben - ich habe nie länger gebraucht als ihre Schätzung und generell ist alles super erklärt.

4. Geschmack
Bevor ich das Buch geschenkt bekam, habe ich ja schon einige Rezepte von ihrem Blog erfocht - wie die Rouladen oder Tofubällchen. Und auch aus ihrem Buch konnte ich schon einiges verkosten - wie eines der geilsten Gerichte überhaupt: Quinoa-Mango-Seitan-Salat. Beim Tofu-Rosso-Auflauf konnte ich krankheitsbedingt nur zugucken, aber zum Glück hatten meine Kopfschmerzen nicht meine Geschmacksnerven beeinflusst, denn sonst hätte ich was verpasst.

5. Umsetzung
Den Tofu-Rosso-Auflauf hat ja eine Freundin von mir gekocht und auch sie fand die Zubereitung gut erklärt und nicht umständlich - und so sind sämtliche Rezepte von Sarah (sowohl im Buch als auch auf dem Blog).

6. Preis/Leistungsverhältnis
Ich hab das Buch ja zum Glück damals geschenkt bekommen. Bei Buch7 (ich nenne den Onlineversand mal, weil ich die Idee super finde: 75 Prozent ihres Gewinns gehen in soziale, kulturelle oder ökologische Projekte) Jedenfalls kann man "Vegan Guerilla" derzeit für 17,90 Euro bestellen. Das Buch ist damit natürlich etwas günstiger als vegane Kochbücher von "großen" Veganköchen, aber auch nicht so günstig wie die bisher vorgestellten. Ich finde, dass die Rezepte ausgefallen sind und man die knapp 18 Euro in dieses Buch gut investiert, wenn man eine asiatische Fusionküche mag.

Mein Fazit:
Sarah bietet eine kunterbunte Küche und jetzt, da sie ja ein Jahr in Brasilien verbracht hat, wird diese Fusion-Küche bestimmt noch internationaler - ich bin jedenfalls super gespannt! Wer sich nicht sicher ist, ob er die 18 Euro investieren möchte, kann ja erst einmal auf ihrem Blog stöbern und ein paar Rezepte davon kochen (und sich dann ihr Buch zum Geburtstag wünschen) ;-)

Montag, 8. September 2014

*Burger* in der Hamburgerei #veganmofo

In der Hamburgerei waren wir für den VeganMofo das erste Mal, dabei gibt es diese Burgerbude schon seit anderthalb Jahren in München. Aber erst seit etwa vier Wochen gibt es spezielle vegane und vegetarische Burger auf der Karte. Das sympathische Team von der Hamburgerei hat für die beiden veganen Patties scheinbar lange experimentiert und dieses Experimentieren hat sich nach unserem gestrigen Test wirklich gelohnt.


Was steht auf der Karte? 
In der Hamburgerei gibt es - natürlich - Hamburger. Und zwar ganz ganz viele davon. Dazu gibt es noch zwei Suppen (Chili und Tomatensuppe), Pommes, Salat und ein paar süße Sachen. That's it. Der Fokus liegt also ganz eindeutig auf den Brötchen mit Bratlingen dazwischen. Und diese Hamburger sind ganz international - da gibt es den Mexikaner mit Tortilla Chips, den Inder mit Papadam und Bananenchips, den Franzosen und natürlich den Bayern sowie den klassischen Hamburger.

Wie sieht die vegane Auswahl aus?
Der Restaurantführer »Vegan essen, reisen, einkaufen« verlieh der Hamburgerei die Auszeichnung »veganfreundliches Restaurant« - und das zurecht! Es stehen insgesamt fünf vegane Burger auf der Karte, dazu eine vegane Suppe und alle Beilagen sowie ein paar der Saucen und Chutneys sind vegan. Die veganen Burger wie den Mexikaner, den Perser oder den Inder gibt es entweder mit Gemüsebratling oder Linsenküchlein.

Wie teuer sind Burger und Pommes? 
Die veganen Burger kosten zwischen 7,90 Euro und 8,70 Euro. Pommes kosten 2,70 Euro, die Süßkartoffelpommes 4,30 Euro. Also auch preisliche Mittelklasse.

Geschmacksurteil: 
Wir waren zusammen mit guten Freunden in der Hamburgerei (beide auch Veganer) und uns allen hat es geschmeckt. Wir hatten vier verschiedene Burger: den klassischen Hamburger mit Senf-Gurke-Chutney, Tomate, karamellisierten Zwiebeln, Salatmix und Gemüsebratling, den Perser mit Sweet-Chili-Erdnuss-Ingwer-Koriander-Chutney (abgefahren, oder!?), Humus, karamellisierten Zwiebeln, Petersilie, Salatmix und Linsenküchlein (so etwas wie Falafel), den Texaner mit BBQ-Mais-Bohnen-Chutney, Tomate, karamellisierten Zwiebeln, Salatmix und Gemüsebratling und last but not least den Mexikaner (Achtung - tatsächlich scharf!) mit sehr geiler Guacamole, Tomate, Jalapenos, Tortilla Chips, Salatmix und Gemüsebratling. Letzteren Burger hatte ich selbst, dazu sehr leckere, knackige Pommes und ich muss sagen - im aktuellen Geschmackstest liegen die Burger aus der Hamburgerei ganz weit vorne!

Hamburgerei
Briennerstraße 49
80333 München

PS: Nach nunmehr drei Burgerbuden-Tests muss ich mit meiner VeganMofo #booksandburgers Liste etwas zurück rudern. Soooo viele Burger und Pommes kann ich allein im Monat September doch nicht essen. Deswegen habe ich die Liste überarbeitet und mich entschieden, nur diejenigen Burgerbuden in München zu besuchen, bei denen die veganen Optionen auch als solche gekennzeichnet werden. Wer mich unterstützen möchte, kann gern die anderen Läden besuchen und einen Gastbeitrag hier veröffentlichen - sprecht mich einfach an unter muc(Punkt)veg(ät)gmail(Punkt)com!

Samstag, 6. September 2014

Vegan Wednesday während des VeganMofo

Trotz des #veganmofo findet natürlich unser allwöchentlicher Vegan Wednesday statt! Diese Woche sammelt die liebe Petzi auf ihrem Blog. Ich zeige euch (mal wieder) meinen Donnerstag - dieses Mal aus zwei Gründen: Ich habe das Frühstück vergessen zu fotografieren und abends war ich dann (ausnahmsweise mal) nicht Burger essen nach dem Yoga, sondern Sushi. Und dort war es leider viel zu dunkel, so dass aus den Bildern nix geworden ist. Aber davon ließ ich mich natürlich nicht abhalten und habe an euch am Donnerstag gedacht!


Nach einer morgendlichen Laufrunde nahm ich mir mein bereits am Abend zuvor vorbereitete Müsli mit zur Arbeit fürs Frühstück. Darin geschichtet sind Sojagurt Vanille, VeganPlus-Müsli mit Nüssen (Rosengarten), Ananas, Brombeeren, Gojis und Schokoladengojis. yum yum

Am Donnerstag ist ja immer Markttag bei uns im Büro um die Ecke und da ist ein ganz toller Bäcker mit sehr leckeren (aber auch ziemlich kostspieligen) Brötchen. Pardon, Semmeln. Wir sind ja hier in Bavaria und da heißen diese Teigwaren so. Also, meine Semmel am Donnerstag enthielt getrocknete Tomaten. Das wurde dann belegt mit eingelegtem Tofu und frischen Tomaten.

Am Abend gab es dann unseren Spezial-Salat mit ganz viel Jemüse - eben alles, was der Kühlschrank hergibt. Getoppt wurde das Salätchen mit einer Tomate aus eigenem Balkonanbau. Und anschließend ging es mit einem Gläschen Holunderblütenprosecco auf die Couch. Da hab ich mir dann den Rest vom perfekten veganen Dinner angeschaut und hab mehrfach den Kopf geschüttelt, als ein Herr A. H. seine Meinung äusserte. Warum ist der überhaupt mit dabei? Ich denk die fünf Kandidaten könnten allein viel besser zeigen, wie einfach, toll und lecker vegan kochen sein kann. Da braucht man keinen selbstverliebten "Vegan-Experten", der Gelatine in Säften nicht so ernst nimmt, sich bei Gesprächen über Ledergürtel regelmäßig ausklinkt und sowieso der Meinung ist, dass nächste Woche Hollywood anruft... ähm egal. Wo waren wir? Ach ja beim Vegan Wednesday. Also ich finde ja, dass die Bilder hier von allen viel besser die vegane Vielfalt und Alltagstauglichkeit zeigen als die bisherige Woche auf VOX oder was meint ihr?
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