Posts mit dem Label Nachhaltigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nachhaltigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Dezember 2014

www.gruener-advent.de - Sinnlich. Sinnvoll. Weihnachten.

Tja, warum war es hier die letzten Wochen, nein wenn ich ehrlich bin sogar Monate, wohl so still? Trotz guter Vorsätze und stetem Bemühen, sind neue Rezepte hier doch recht rar geworden, muss ich gestehen. Umso mehr freut es mich, dass ich immer noch einige regelmäßige Leser und Kommentatoren habe und freue mich sehr über diesen Austausch! Das Ergebnis meiner Abwesenheit könnt ihr nun hier anschauen: www.gruener-advent.de.

Was dahinter steckt: Ich hatte mich im Oktober letzten Jahres entschlossen, mal etwas sinnvolles zu machen. Und da fiel mein Auge auf den berufsbegleitenden Studiengang "Nachhaltigkeit und Journalismus" der Leuphana Universität Lüneburg. Kurzer Hand konnte ich noch im Studiengang aufgenommen werden und so tuckelte ich ein bis zwei Mal im Monat in die pittoreske Kleinstadt Lüneburgs. Gemeinsam mit elf weiteren Mitstreitern aus ganz Deutschland (eigentlich aus der ganzen Welt) nächtigte ich in der dortigen Jugendherberge und lernte ganz viel über Nachhaltigkeit und ganz viel auch über mich selbst.


Unser gemeinsames Abschlussprojekt ist dieser Online-Adventskalender, bei dem sich jeden Tag ein Türchen mit einer spannenden, manchmal lustigen, manchmal aber auch traurigen Story öffnet: www.gruener-advent.de. Schaut doch einfach mal rein - ich würde mich freuen!


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Klima sparen - Das Klimasparbuch *Buchrezension*

Wie kann ich gut leben, ohne zu verzichten und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun? Manchen erscheint dies eine schwierige Frage. Natürlich könnten Veganer jetzt sagen, dass sie allein durch ihre Ernährung bereits so viel CO2 einsparen, dass sie Porsche fahren könnten (natürlich ohne Ledersitze). Aber damit ist es ja eigentlich noch nicht getan.
Unserem Klima geht's nicht gut. Es gibt zwar auch weitere dramatische, wichtige Themen, welche mich derzeit bewegen, wie den Konflikt in der Ukraine und die Flüchtlingsdebatte, aber für das Klima kann ich wenigstens selbst etwas tun. Nämlich Klima sparen. Dabei soll das »Klimasparbuch« helfen. Dieses kleine Ratgeber- und Gutscheinbuch im Handtaschenformat wird bereits seit 2010 vom oekom Verlag jährlich herausgegeben. Der oekom Verlag hat mir freundlicherweise die aktuelle Ausgabe des Klimasparbuchs München 2014 zur Verfügung gestellt, so dass ich es euch vorstellen kann. Das Buch enthält in dem ersten Teil, dem Ratgeberteil, praktische Klimatipps für verschiedene Bereiche - beispielsweise Essen (gehen), Konsum, Reisen, Wohnen und Bauen/Renovieren. Auf  knapp 60 Seiten wird den Lesern auf sympathische und verständliche Weise erklärt, wie man CO2 und gleichzeitig Geld sparen kann. Darunter sind ganz einfache Tipps - wie biologisch einkaufen, zu einem echten Ökostromanbieter wechseln oder statt der Stand-by-Taste an Elektrogeräten diese ganz abzuschalten.
Der zweite Teil des Buches umfasst 40 Seiten und enthält viele Gutscheine für umweltfreundliche Alternativen - beispielsweise sind zwei Gutscheine für je ein Viertel Sonne von der Hofpfisterei enthalten. Aber auch für Armed Angels oder Glore erhält man einen Gutschein.


Fazit: Das Klimasparbuch ist ein kleines, schön gemachtes Büchlein, welches es allen einfacher machen sollte, etwas nachhaltiger zu leben. Aktuell ist es für acht Städte/Regionen erhältlich, aber ich hoffe doch sehr, dass es bald viele mehr geben wird. Es kostet zudem nur knapp 5 Euro und mit einigen Gutscheinen hat man den Einkaufspreis schnell wieder in der Tasche.
Interessant für die Münchner Leser: Die München-Ausgabe 2015 erscheint im Dezember - ist also ein ideales Weihnachtsgeschenk - und wird einige vegane Gutscheinangebote enthalten!

Samstag, 1. Dezember 2012

Alles neu macht der ... Dezember

Im Dezember gibt es gleich drei vegane Neueröffnungen hier in München! Wohoo!

Boonian - Der vegane Stand eröffnet am 1. Dezember in der Schrannenhalle und will damit beweisen, dass die Schranne auch vegan kann. Zuerst soll ein kleines, mit der Zeit aber immer größeres rein pflanzliches Angebot zur Auswahl stehen - hausgemachte Eintöpfe, Sandwiches, Salate sowie Soja- und Seitanprodukte und vegane Saucen, Dips und Chutneys - alles auch zum mitnehmen. Nach dem veganen Restaurant Zerwirk ist dies das neue Projekt von Michi Kern (Besitzer des Pacha, Yoga-Lehrer und Co-Herausgeber des deutschen Yoga Journals...) und ich freue mich schon darauf, es auszuprobieren - go boonian!

Gratitude - Das wohl bekannteste vegane Rohkost-Café Kaliforniens kommt nach München! Am 8. Dezember feiert das Café Gratitude Eröffnung in der Türkenstraße 55. Die vier Gründer sagen über sich selbst, dass sie "leidenschaftlich, neugierig und offen" die Welt bereisen und dabei das Original in Kalifornien entdeckten und eben nun nach Deutschland holen wollen. In der "Organic Eatery" soll es vor allem "rein pflanzlich und verführerisch schmackhaft" werden - ich bin gespannt!

Dear Goods #2 - Nach dem neu eröffneten Store in Berlin (beim veganz in der Schivelbeiner Straße 35) im Oktober, wächst das Team um die Dear Goods-Gründer am 1. Dezember ein weiteres Mal: Hier in München wird ein zweites Dear Goods seine Pforten mit Animal-, Human- und Ecofriendly Produkten öffnen. Neben dem Hauptstore in der Baldestraße 13 werden ab heute auch in der Baaderstrasse 65 (direkt an der U-Bahn Haltestelle Fraunhoferstraße) vegane (und fairtrade) Klamotten, Accessoires, Taschen, Schuhe und weitere Lifestyleprodukte wie Kochbücher, Düfte etc. verkauft. Shoppingalarm!

Das sind doch mal richtig gute Eröffnungen für den Abschluss diesen Jahres, die gleichzeitig auch positive Aussichten auf 2013 geben! Das Vegetaria (ursprünglich in Pähl) müsste ja hoffentlich auch bald seine Türen in München neu eröffnen...

Mittwoch, 4. Juli 2012

Taste the Waste im TV - 5. Juli auf WDR

Ich habe ja bereits über die Dokumentation "Taste the Waste" berichtet. Wer die beeindruckende (und schockierende) Doku über unseren Konsum, unseren Müll und unseren Verschwendungswahn im Kino verpasst hat, bekommt jetzt eine zweite Chance: Der Film läuft am Donnerstag, den 5. Juli auf dem WDR - leider zu einer recht unchristlichen Zeit - 23.15 Uhr bis 00:45 Uhr (Ich selbst habe die Aufnahme der Doku bereits einprogrammiert, weil mir einerseits die Ausstrahlungsuhrzeit etwas zu spät ist und andererseits man durch die Aufnahme die Doku gleich für andere Interessierte hat...).
Neben dem mahnenden Fingerzeig beweist die Doku aber auch, wie man mit kleinen Schritten viel bewirken kann - die Videokassette oder der späte Schlaf lohnen sich also!

Weitere Infos gibts hier.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Konfitüren-Laboratorium

Last but not least (zumindest vorläufig) möchte ich euch noch ein kleines "Labor" auf Elba vorstellen. Bei unserer Erkundungstour durch Marciana Alta haben wir dieses kleine Laboratorium zufällig entdeckt: Il Capepe.
Unter uraltem Gewöblegemäuer verbirgt sich eine kleine, aber äußerst kreative Küche, in der Konfitüren, Marmeladen und Chutneys der unterschiedlichsten Zusammenstellungen zusammengebraut werden. Eine ungewöhnliche Atmosphäre für so eine Küche... Wir waren froh, als uns Renato, der Besitzer, herein ließ und uns anbot, sämtliche Marmeladen, die uns interessierten, zu probieren. Da Renato kaum Englisch (geschweige denn Deutsch) und wir noch weniger Italienisch sprechen, war das Rätselraten um die Sorten groß, aber wir haben es geschafft (glaube ich zumindest...).

Von den für Elba typischen Zitronen, über Feigen und Melone bis hin zu roten Zwiebeln, werden die diversesten Obstsorten mit Gewürzen wie Ingwer, Fenchel oder Zimt kombiniert.
Die Zutaten für diese handgemachten Konfitüren stammen alle von der Insel Elba. In der kleinen, atelierartigen Küche werden die frischen Früchte und Gewürze direkt verarbeitet und landen darauf folgend sofort im kühlenden Gewölbe.
Wir entschieden uns nach einigen Geschmacksproben, zwei dieser Sorten mit nach Hause zu nehmen: Confettura di Pesche e Aleatico sowie Confettura die Susine e Cannella.


Dienstag, 8. Mai 2012

i'm in love...

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass man Vegelangelo und Max Pett (meine persönlichen Favoriten hier in München) kulinarisch noch toppen kann. Aber es ist passiert. Ich bin überwältigt. Meine Sinne berauscht. Ich bin glücklich.

Doch von Anfang an.

Ende letzten Jahres habe ich bei einem bekannten Rabatt-Anbieter einen Gutschein für ein vier-Gänge-Menü für zwei Personen im vegetaria gekauft. Vergangenen Sonntag machten wir uns endlich auf den Weg gen Süden. Knapp 30 Minuten von München (ca. zehn Minuten hinter Starnberg) weist ein kleines Schild auf das versteckte Gut Kerschlach. Hier grasen idyllisch Kühe und Pferde und Kaninchen auf dem Hof, der Verkehrslärm scheint meilenweit entfernt. Und hier versteckt sich seit drei Jahren auch das kleine vegetarische Restaurant "vegetaria" von Oliver und Nina Beisert.

Eigentlich müsste sich das vegetaria gar nicht verstecken, denn das, was einem dort auf dem Teller geboten wird, ist Sterne-Niveau in meinen Augen.
Das Menü für unseren Gutschein ist vom Team des vegetaria festgelegt und klingt - bis auf die Vorspeise mit der Herausforderung in Form eines Roquefort-Dressings - verlockend. Mein Freund wählt dazu die Saftbegleitung mit Säften der Bio-Kelterei Perger, ich zwei Gläser Weißwein für Vorspeise und Hauptgericht. Vorweg erhalten wir einen Aperitif mit Prosecco und (natürlich) selbstgemachten Rhabarber-, bzw. Ananas-Sorbet. Ich war nie Fan von Rhabarber, aber dieses prickelnde, süßliche und nur ganz leicht säuerliche Sorbet ist ein Traum.

Und dann geht es los. Der Gruß aus der Küche - eine kleine, weiße Espressotasse auf einem schwarzen Unterteller birgt eine grüne, asiatische Suppe mit Banane, Chili und Soyasauce. Süßlich durch die Banane, scharf durch das Chili und salzig durch die Soyasauce. Mein Freund und ich sind nicht ganz einer Meinung - für mich ist der Bananengeschmack sehr dominant (wahrscheinlich, weil ich keine mag) und er schmeckte sehr stark die Soyasoße heraus. Dennoch ist es eine kleine Geschmacksexplosion im Mund und ein gelungener Auftakt für das Menü in meinen Augen.

Der eigentliche erste Gang hatte uns vorher etwas Bedenken gemacht: In Akazienhonig karamellisierter Radicchio mit Roquefort-Dressing und gerösteten Pinienkernen. Grund unserer Bedenken: Das Roquefort-Dressing, denn Blauschimmelkäse schmeckt uns beiden eigentlich überhaupt nicht. Aber die herzliche Bedienung ermutigt uns - alles was hier gekocht wird, würde schmecken. Okay, wir geben dem Roquefort eine Chance. Und tatsächlich - ohne Begleitung würde ich das Dressing nicht essen, aber es ergänzt den süßlich-karamellisierten Radicchio durch seine markant-bittere Note.


Als dritter Gang erreicht uns nach einer kurzen Pause ein Kunstwerk mit dem klangvollen Namen: "Grüner und weißer Spargel mit Trüffeldressing an Tobinambur-Mousse serviert mit gebratenen Risotto-Quadraten". Es wird sogleich fachmännisch und fast liebevoll vom Koch Oliver Beisert selbst erklärt. Das Besondere an diesem Gang: die Risottowürfel sind noch warm, während der knackige Spargel sowie die leichte Mousse kalt sind - beim ersten Bissen noch gewöhnungsbedürftig, aber bereits beim dritten Bissen ein aufregender Genuss. 


Als kleine Erfrischung zwischendurch serviert uns die sympathische Bedienung mein persönliches Highlight: Basilikum-Zitronen-Sorbet. Das tiefgrüne Sorbet duftet extrem nach Basilikum, geschmacklich dominiert aber die Zitrone - himmlisch!

Dann folgt der Hauptgang: Gratin vom grünen Spargel, geschichtet mit ofengerösteten Strauchtomaten und Kartoffelscheiben unter eine Haube von Semmelbröseln mit frischem Thymian an Senf-Sahne Sauce. Das Gratin ist kunstvoll angerichtet, denn ein Teller ist für Oliver Beisert, Koch und Besitzer des vegetaria, ein Bild. Das wird hier einmal mehr deutlich. Zum Geschmack des Gratins fehlen mir die Worte. Wer es wissen möchte, sollte sich auf den Weg ins vegetaria machen - aber schnell, denn leider müssen die beiden Besitzer am 31. Juli* 2012 ihre Türen schließen. Eine Nachricht, die etwas auf den Magen schlägt, aber uns nach einem kurzem Moment des Schocks umso mehr genießen lässt.


Nina & Oliver Beisert, Quelle: vegetaria

Oliver Beisert lebt selbst seit einigen Jahren als Vegetarier - eine Selbstverständlichkeit für ihn, um kreative, genussvolle vegetarische Gerichte zu kreieren. Inspiration findet er in Kochbüchern. Nach den bisherigen Gängen ist bereits deutlich: Er versteht das kulinarische Wechselspiel zwischen süß und sauer, scharf und salzig, warm und kalt. Und auch die SZ krönte Beiserts Gerichte zu "optisch wie geschmacklich unvergesslichen Wunderwerke(n)" - zu Recht.
Seine Frau und er legen zudem großen Wert auf beste saisonale und regionale Zutaten mit biologischer und demeter-Qualität. Mikrowelle, Tiefkühlprodukte und Geschmacksverstärker sind ein Tabu in ihrer Küche. Und, wie der Name bereits vermuten lässt - hier kommen ausschließlich vegetarische (und vegane) Gerichte auf den Tisch.

Nach einem weiteren Überraschungsgang (fruchtig-frisches Ananassorbet) folgt der krönende Abschluss des Menüs: Eine Reise von heiß bis kalt - hausgemachtes, warmes Rhabarber-Krustentörtchen mit glasierten Pekannüssen und Ingwer-Streuseln führt über Ingwer-Rhabarbersirup und frischer Sahne zum Rhabarbersorbet. Ganz ehrlich, ich wusste nicht, was ich zuerst genießen möchte. Der Rhabarber im Törtchen süßlich-säuerlich, eine dezente Ingwernote in den Streuseln und das Sorbet lobte ich ja bereits beim Aperitif. Was für ein Abschluss.

Gerahmt wird diese kulinarische Vollendung übrigens von einem stilvollen, klaren Ambiente. In einigen Kritiken über das vegetaria las ich, dass es den Besuchern zu kühl ist. Genau das war nicht mein Eindruck - das Interieur ist klar strukturiert und "clean", aber nicht steril, sondern modern-puristisch eingerichtet. So wird das Auge auf die Teller gelenkt und nicht ab-gelenkt. Der elegant eingerichtete Raum erhält durch die rubinrote Tapette und die verteilten Dekoelemente wie Orchideen, Blumen und Kerzen etwas Wärme. Der Blick durch die Fenster erinnert an ein Natur-Gemälde. Ein großes, rechteckiges Fenster in der anderen Richtung gewährt Einblick in die Küche. Dass der Spaß und die Leidenschaft in der Küche nicht zu kurz kommt, das verrät die silbern-glänzende Diskokugel über dem Herd.


Vielleicht ist es doch gut, dass das vegetaria (noch) versteckt ist und als Geheimtipp gilt - ich hoffe sehr, dass Nina und Oliver Beisert eine schöne Location in München finden, in der sie auch tatsächlich langfristig bleiben können. Uns als Stammkunden haben sie auf jeden Fall schon gewonnen. Und bevor das vegetaria am 31.7. im Gut Kerschlach seine Türen schließt, werden wir garantiert noch einmal dort vorbei schauen.

* Wer mehr darüber erfahren möchte, warum das vegetaria am 31.7.2012 schließt, kann das in der SZ nachlesen.

Mittwoch, 25. April 2012

KarmaKonsum Konferenz 2012 - 31. Mai und 1. Juni, Frankfurt

"Gemeinwohl - ein Paradigmenwechsel in Ökonomie und Gesellschaft" lautet das Motto der diesjährigen 6. KarmaKonsum Konferenz. Am 31. Mai und 1. Juni findet diese Networking-Veranstaltung für verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltige, gesunde Lebensstile (Lifestly of Health and Sustainability = LOHAS) samt der gleichzeitigen Fachtagung in Frankfurt statt.



Bei der Fachtagung am 31. Mai diskutieren Referenten aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Kultur über die aktuellen sozialen und kulturellen Nachhaltigkeitsströmungen - und welchen Einfluss sie auf die Ökonomie, die Unternehmen und die Konsumenten haben.
Am Abend wird der diesjährige Gründer-Award verliehen

Am 1. Juni findet das GreenCamp statt. Bei der innovativen Ideen- und Networking-Börse sollen Gleichgesinnte zusammengeführt werden, um ihre nachhaltigen Ideen umsetzen zu können.

Parallel präsentieren an beiden Tagen Aussteller Alternativen für Nachhaltiges Wirtschaften und Leben auf der Expo. Die Aussteller reichen von Bioprodukten über ökologische Kosmetik bis hin zu nachhaltigen Druckereien, klimaneutrale Immobilien und nachhaltigen Krediten.

KarmaKonsum Konferenz 2012
31. Mai und 1. Juni 2012
IHK Frankfurt
Kongressticket (31. Mai): 499 Euro
GreenCamp-Ticket (1. Juni): 10 Euro
Award-Ticket: 20 Euro

Donnerstag, 19. April 2012

Food Revolution Day am 19. Mai

Am 19. Mai findet der "Food Revolution Day" statt - eine Initiative von Jamie Oliver's Food Revolution. Das Gemeinsame Erleben von (gesundem, natürlichen) Essen in der Gemeinde/Region soll dabei im Fokus stehen und so werden Events in Schulen, Restaurants, lokalen Geschäften und auf Märkten weltweit gesucht mit Leuten, die inspirieren und vor allem etwas verändern möchten an dem recht ungesund gewordenen Essverhalten.
Quelle: www.jamieoliver.com

Warum Jamie Oliver einen solchen Tag organisiert? Weltweit zeigen Statistiken, dass sich das Übergewicht seit 1980 verdoppelt hat und jährlich über 5 Millionen Menschen daran sterben. Und daran möchte der britische TV-Koch etwas ändern und hat die Food Revolution gestartet. Sein Ziel ist es, dass die Menschen sich wieder mehr darüber bewusst werden, was sie konsumieren und woher ihre Lebensgrundlage kommt. "We need to get back to basics and start thinking about where our food comes from" schreibt er auf der Website.

Die Food Revolution wollte Jamie Oliver in dem kleinen amerikanischen Ort Huntington (West Virginia) starten. Dies aufgrund einer aktuellen amerikanischen Statistik, welche besagt, dass der Ort Huntington die höchste Rate an übergewichtigen Menschen in den USA (und damit weltweit) hat - und eine enorm hohe Sterbensrate. Und da das amerikanische Vorbild immer wieder nach Europa und in den Rest der Welt schwappt, müsste dieses Essverhalten geändert werden, bevor es auch in Europa nur noch Fast Food in der Schule und der heimischen Küche gibt, dachte sich wahrscheinlich Jamie Oliver, als er sich das ambitionierte Ziel setzte, das amerikanische Essverhalten zu revolutionieren. Damit lief er erst einmal eiskalt gegen sture Wände, wie man in den Folgen aus Youtube sehen kann (leider alles auf Englisch, aber trotzdem sehr informativ und empfehlenswert!).

Wer am 19. Mai teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden:


Und wer die Food Revolution Petition einfach nur unterzeichnen und damit befürworten möchte, kann das hier tun:



(Yogi-Anmerkung: Was mir beim Anschauen der Folgen immer wieder durch den Kopf wanderte, war das astrologische Zeitalter des Wassermanns, worüber ich im Joga Journal gelesen hatte. Dabei geht es darum, dass die Welt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zeichen des Wassermanns steht (wobei sich die verschiedenen Astrologen und Esoteriker wohl über den exakten Termin uneinig sind). Das Interessanteste dabei (wobei ich mich nun eigentlich gar nicht für Esoterik & Co. interessiere): Der Wassermann steht für schnelle und tiefgreifende Veränderungen und vor allem für den Rückzug des Menschen auf sich selbst (Selbstfindung, Orientierung). Damit unterscheidet sich das Wassermannzeitalter von dem vorhergehnenden Fischezeitalter, wo Informationssuche der Mittelpunkt des Daseins war. Nun, im Wassermannzeitalter, sagen die Yogis, dass man alles Wissen erreicht hat und sich nun die Gesellschaft auf ihren Teamgeist besinnen wird. Wie passend also, dass eine solche Revolution jetzt gestartet wird... Nun, hoffen wir, dass dies Jamie Oliver in seinem Projekt unterstützt...)

Sonntag, 18. März 2012

Love(this)Chock

"Vegane Schokolade? Bähhh"... war der erste Kommentar von meinem totaltoleranten Freund. "Es reicht ja schon, wenn du Bio-Vegetarier bist". Öhm. Schon klar Keule... Nun ja, Auslöser dieser Reaktion war die neue Lovechock, die schon allein von der Verpackung her sich von den gängigen Schokitafeln absetzt: ein 100% umweltfreundlicher, brauner, länglicher Pappkarton, der mit schlichtem Stempeldruck "happiness inside" verspricht. Die Innenseite der Verpackung ist überraschend bunt-fröhlich gemustert und verbirgt neben dem Schokoriegel (in Folie aus Holzzellstoff gehüllt - die sogar laut Website über den Biomüll entsorgt werden kann) eine weitere kleine Notiz: "Liebe ist die unerschöpfliche Quelle des Universums."

Doch nun zum Wichtigsten - der Schokolade! Kosten konnte ich (zusammen mit meinem Freund, seinen und meinen Eltern) die Sorten "Pure" (Bitterschokolade mit knusprigen Kakaosplittern), "Goji-Orange" und "Mandel-Feige". Am beliebtesten war dabei die pure, schlichte Variante mit den Kakaosplittern. Insgesamt sind alle Sorten typisch Bitterschokolade nicht zu süß, so dass man nicht zu viel davon auf einmal essen kann - und regelrecht zum Genießen aufgefordert ist. Mein persönlicher Favorit ist aktuell die Mandel-Feigen-Version - da die Nüsse und Trockenfeigen sehr gut zur Bitterschokolade harmonieren.

Insgesamt ist die Lovechock liebevoll durchdacht gestaltet. Die Bio-Qualität der Zutaten und Herstellung lässt einen bewusst nachhaltig und mit "ruhigem" Gewissen genießen - bitte mehr dieser Produkte! Ach ja, und mein Freund nascht die Lovechock mittlerweile auch ohne jeglichen Kommentar...


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Last minute ein gutes Geschenk notwendig?

Wem Weihnachten zu kommerzialisiert erscheint oder wer noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Geschenk ist (und das nicht von der Tanke sein sollte) könnte hier fündig werden - es gibt zahlreiche Möglichkeiten für nachhaltig wertvolle Aufmerksamkeiten, über die sich nicht nur der Beschenkte, sondern auch andere (künftige Generationen) freuen kann.

Ich habe bereits einmal hier darüber berichtet - die Website Save the Children bietet die Möglichkeit, "Glück" zu schenken. Das funktioniert recht einfach. Man wählt das Geschenk - beispielsweise ein Satz Schulbücher, 25 Hühner, ein Ferkel oder zwei Ziegen -  online aus. Der Beschenkte bekommt eine Karte sowie einen Beleg und ein Kind bekommt das ausgewählte Präsent. Fünf Hühner kosten zum Beispiel nur fünf Euro!

Wer etwas für den Naturschutz tun möchte, dem bietet der WWF ebenfalls mehrere Last-Minute-Geschenke. So kann man ein Stück Tigerland verschenken oder mit seiner Spende die Orang-Utans schützen. Die Urkunde über die Spende geht als Geschenk an den Bedachten und gleichzeitig wird ein Stück des Zuhauses der Tropenbewohner gerettet.

Ein ganz "grünes" Geschenk ist ein Baum - selbst online gepflant über I plant a tree. Mit diesem Geschenk schlägt man gleich drei Fliegen mit einer Klappe - man hat ein nachhaltiges Geschenk, tut etwas für den Umwelt- und Naturschutz. Für die Aufforstungsfläche Berlin Friedrichshagen kostet ein Baum drei Euro. Gutscheine sind zwischen ein und 500 Bäumen (oder in einem bestimmten Wert) erhältlich. Auch ein Baum-Abo ist möglich - mit ein oder mehreren Bäumen pro Tag.

Wem der Tierschutz besonders am Herzen liegt, kann eine elektronische Helpcard von Peta Last-Minute verschenken. Einfach das gewünschte Motiv auswählen (beispielsweise eine Robbe, ein Elefant oder Pamela Anderson...), einen Betrag festlegen und einen eigenen Text eingeben und die card online bestellen. Der Beschenkte kann sich dann selbst ein Projekt aussuchen, für das er oder sie spendet.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Und weil's so gut tut - gleich noch ein Bäumchen...

Durch die "Mein Blog ist CO2-neutral"-Aktion bin ich auf die Website von i plant a tree aufmerksam geworden - hier kann man schon ab 2€ einen Baum pflanzen lassen (wenn man beispielsweise selbst keinen Garten hat).
Die Computerfirma ITSH spendet pro Blogeintrag einen Baum an i plant a tree - da mache ich doch glatt auch gleich mit!

Ab jetzt: Mein Blog ist CO2-neutral

Mehrfach habe ich das grüne Siegel schon auf Blogs gesehen und mich immer gefragt, was das eigentlich ist (und wie viel es kosten würde, einen Blog CO2-neutral zu gestalten)... und jetzt habe ich endlich mal drauf geklickt und bin schlauer! 


Dabei handelt es sich um eine Aktion von kaufDa und hier ist alles ganz genau beschrieben. Das Wichtigste: Pro angemeldeten Blog (kostenlos) wird ein Baum gepflanzt. Und so wurden mittlerweile fast 60.000 Bäume gepflanzt. Wohoo!

Freitag, 9. September 2011

Jetzt im Kino: Taste the Waste

Leider werden wirklich gute Filme nur in ganz kleinen, alten Kinos gezeigt... so auch der auf dem Buch "Die Essens-Vernichter"-basierende Film "Taste the Waste".

In München wird der Film aktuell nur im Atelier (Sonnenstraße 12) gezeigt (täglich 14:30 Uhr und 18:45 Uhr).
Dabei handelt es sich um eine Dokumentation über die Verschwendungskultur, in der wir mittlerweile leben - jeder zweiter Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot landen im Müll. Und das häufig bevor wir diese Lebensmittel überhaupt erst auf unserem Teller begrüßen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überhaupt noch nicht überschritten ist.
Welche Folgen dieser Lebensstil hat veranschaulicht "Taste the Waste" deutlich. Und nicht nur das: Dass es auch zahlreiche Menschen weltweit gibt, denen dieser verschwenderische Konsum und die Wegwerf-Mentalität nicht recht sind und dass ein Umdenken stattfindet, wird ebenfalls gezeigt und regt damit zum Weiterdenken und Mitmachen an.

Hier gehts zum Trailer.
Und hier zur Reservierung der Kinokarten in München.

Mittwoch, 3. August 2011

Nachhaltigkeit im Web2.0

Mittlerweile gibt es zahlreiche Blogs, Websites etc. zum Thema Nachhaltigkeit, Ökologie, Aktionismus etc. - Hier kommt jetzt also mal eine kleine Sammlung zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie im Web:

Die "jüngste" Website ist Bioheld. Auf der Seite sollen Aktionen & Events kommuniziert werden wie beispielsweise das Projekt pfandgeben.de. Weitere Rubriken von bioheld.de sind Design, Digitales, Essen & Trinken, Kosmetik, Mode und Umwelt. Ein Besuch der Site lohnt sich eigentlich immer, da die interessanten Meldungen meist auch noch witzig verpackt sind.


Eine "ältere" Website ist utopia, die sich mittlerweile zu einer anschaulichen Community gemausert hat. Gemeinsam wollen sie einen "globalen Turnaround" erwirken und kommunizieren dafür kräftig News und Infos rund um das Thema Nachhaltigkeit - für Einkauf, Studium, Reisen... Ein weiterer Aspekt dieser Website ist die Zusammenarbeit mit Firmen, die sich zur Nachhaltigkeit bereiterklärt haben und am Changemaker teilnehmen - beispielsweise Krombacher, tegut oder memo. Dabei arbeiten die Unternehmen zusammen mit utopia Unternehmensziele aus, die bindend sind. Beide Daumen hoch für so viel Aktionismus!

Wie man Unternehmen auch ohne direkte Zusammenarbeit beeinflussen kann zeigen die Macher von carrotmob (Die Website ist momentan unter Bearbeitung): Mit organisiertem Einkauf können die Einkäufer etwas bewirken, wie dieser Trickfilm schön veranschaulicht.

Betterplace.org ist eine gemeinnützige Plattform für soziale Projekte, die es ermöglichen möchte, dass weltweit jeder Menschen mit einem Hilfsprojekt unterstützt werden kann. Das Ziel dieser Plattform ist es, die Menschen miteinander zu verbinden die entweder Unterstützung brauchen oder jene, die besondere Projekte unterstützen und dabei sicher sein möchten, dass alles tatsächlich dort ankommt, wo es notwendig ist.

Ein ähnliches Ziel hat der save the children-Wunschzettel - Hier geht die Hilfe direkt an diejenigen, die unsere Zukunft gestalten werden: Kinder. Man kann auf der Website u.a. Geschenke für seine Lieben online bestellen und damit gleichzeitig etwas Gutes tun - beispielsweise verschenkt man "etwas zu essen für eine Woche", "25 Hühner" oder "Saatgut".

Dienstag, 3. Mai 2011

Deutschland isst... interessante Doku über den deutschen Fleischkonsum

Gestern abend lief in der ARD eine recht realistische TV-Dokumenation über den deutschen Fleischkonsum: Die Reihe "Deutschland isst... mit Tim Mälzer". (Hier kostenlos online in der ARD-Mediathek anzuschauen).
Ich war erstaunt, wie ehrlich z.B. der Fleischhersteller Wiesenhof ihre Türen in die Produktionshallen der Bräthühnchen öffneten und die art-un-gerechte Tierhaltung fast schamlos präsentierten. Begründung für keinen Auslauf? Die vielen Raubvögel. Begründung für den wenigen Platz? Die Tiere wollen nicht mehr Platz. Und so weiter... Wer möchte denn wirklich etwas essen, was nie das Tageslicht gesehen hat oder auf einem Fließband umher kullern musste?!?
Mutig fand ich zunächst den Entschluss einer vierköpfigen Familie aus München, die sich bereiterklärte, für einen Monat auf den Fleischkonsum zu verzichten. Wobei ich mich echt frage, warum dann Schrimps und Lachs als Ausgleich dienen mussten... es geht den Fischen schließlich nicht viel besser in der Massenproduktion als den Säugetieren. Aber vielleicht wurden der Familie auch keine guten Ausgleichsmöglichkeiten vorgestellt - denn die wenigen Veggie-Produkte, die in der Sendung vorgestellt wurden, fielen im "Tim Mälzer-Test" fast alle durch. Dabei gibt es tatsächlich leckere Produkte und Gerichte! Vegetarisch + lecker = möglich! Außerdem war der Abschlusstest der Eltern doch wirklich fraglich - bereits nach vier Wochen Vegetarismus (mit gleichzeitigem Fisch-Konsum) sollen die beiden Mangelerscheinungen haben?! Da wurde definitiv nicht ausreichend beraten (warum schickte man die Familie nicht in eins der vielen vegetarischen Restaurants hier in München??? Statt dessen sollten sie auf die Wiesn...). Vor allem wurde nur ganz kurz erwähnt, dass sich die eigentlichen Risikenanzeichen (überhöhte Harnsäure beim Mann) verbessert haben durch den Fleischverzicht!
Ein sehr positives Beispiel wurde mit dem Bio-Wirt Herrmannsdorfer vorgestellt, bei dem die Tiere die Natur erleben und ein echtes Leben leben (und nicht wie die Wiesenhofhühner nur 35 Tage bis zur automatischen Schlachtung...).
Wer sich traut, bitte unbedingt die Sendung anschauen! Aber ich gebe keine Garantie dafür, dass man danach umdenkt und evt. auf Fleisch öfter mal verzichtet, auf Bio-Produkte umsteigt (wie mein Freund es nun will) oder ganz auf Fleisch verzichtet...
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...