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Montag, 20. Oktober 2014

Ink not Mink - Veganes Tattoostudio in Berlin

Nachdem es sich hier im September und zum VeganMoFo "nur" noch um veganes Essen und vegane Kochbücher drehte, möchte ich euch jetzt etwas zu veganen Tattos schreiben - und vor allem von einem rein veganen Tattoostudio in Berlin berichten: Little Bird Tattoo (Türrschmidtstr. 20, Berlin) von der zauberhaften Carly.

»Warum ist das jetzt berichtenswert?« Mögen sich manche fragen. Fangen wir mal von vorne an. Ein Tattoo wird natürlich mit Tinte gestochen. Und genau da kann das unvegane Problem liegen, denn nicht alle Tätowiertinten sind vegan. Tinte besteht aus unterschiedlichen Farbpigmenten (neben Lösungs- und Bindemitteln) und diese Pigmente können tierischen Ursprungssein - beispielsweise Schellack, der von Lackschildläusen gewonnen wird oder schwarze Tinte enthält oft Knochenkohle. Und auch die Pflege des Tattoos danach kann oft Panthenol (Wollwachs) enthalten und ist damit nicht vegan. Peta hat eine Liste zusammengestellt mit Farben, die gemäß der britischen Vegan Society vegan sind (die Liste findet ihr unten). Wer noch mehr zu Tätowierungen wissen möchte, schaut am besten bei Erbse vorbei.

Klar, es gibt viele vertrauenswürdige Studios, die einem (zum Glück) bei der Suche nach veganer Farbe und dem Hilfsmaterial weiterhelfen, aber rein vegane Studios, wo einem auch noch Kaffee mit Sojamilch angeboten wird, gibt es kaum in Deutschland. Und genau deswegen bin ich so happy über Little Bird Tattoo. Immer, wenn wir in die Heimat nach Norddeutschland fahren, ist ein Zwischenstopp in Berlin und ein damit verbundener Besuch im veganz oder in einem der zahlreichen geilen veganen Restaurants und Imbisse Pflichtprogramm. Zum Leidwesen meiner Eltern wird jetzt der ein oder andere Tattoostop bei Carly noch dazu kommen… ;-)

Damit ihr von ihr und ihrem Tattoostudio einen kleinen Eindruck bekommen könnt, habe ich euch ein paar Fotos mitgebracht und ein paar Fragen an Carly gestellt:


So, nun aber zu Carly. Im August besuchte ich ihr frisches Studio und war schon vom Interieur begeistert. Ich habe bereits drei kleine Tattoos bei ihr stechen lassen und fühlte mich gut aufgehoben. Deswegen habe ich der zierlichen, süßen Australierin ein paar Fragen gestellt (und mich natürlich wieder stechen lassen):

Es gibt ja das Vorurteil, alle Tätowierer lernen auf Schweinehaut, zu tätowieren - wie war das bei dir?
»Actually I never used pig skin. There are so many altrnatives made of plastic or rubber. I personally think its unnecessary to use pig skin, as its also different from Human skin, skin from a dead animal can't say ouch or move like a human can. In my first apprenticeship they supllied me with plastic skin to get started.«

Du warst früher als Stewardess weltweit unterwegs – wie und wo hast du deine Liebe zu Tattoos entdeckt? 
»Well I always was doing art during school and studying. I thought it was cool becoming a stewardess til Im figuring out what I really want in my life. Later I discovered, that Tattooing is an artform too and it all grew from there.«

Wie leicht (oder schwer) fiel dir die Entscheidung, eine Tätowierausbildung zu machen und wie lange hat es gedauert?
»Hm that's a tricky question. I was drawing a lot before I got an Ausbildung, so I could have a good portfolio and find a place to work and learn. I did my Ausbildung in two parts. Firstly in Australia, where I learned all the basics. Machine building, setup application in a really great environment. The second part I did here in Germany in a studio, after I moved back to my husband. Unfortunately it wasn't a great place to work, If I wasn't being ignored I was being made fun of and basically most of what I learnt, I had to taught myself.. So yeah, it was hard, really hard.«

Was ist das Besondere am Tätowieren für dich? 
»I don't know I just love it. I couldnt even imagine doing something else.«

Warum hast du deinen eigenen Laden aufgemacht? 
»It wasn't something that I initially planned. Things weren't working out at the Studio were I was at the time and I decided to leave. I really wanted to work in a place that allowed me, to embrace vegan tattooing. That was something that I really wanted to explore. There was nothing really out there, yes vegan tattooers but not a vegan shop, where I thought about products in the bathroom, fair trade tea and coffee & plant based milks having second hand or up-cycled furniture, so I just decided I'd create it.«  

Seit wann und warum lebst du vegan? 
»It took me a long time to transition from vegetarian to vegan. Purely plant based Im living for a well over now.«

Welche Farben verwendest du beim Tätowieren? 
»Red, blue and pink, actually there is even a grey that I love using. For my colors I'm using eternal ink and intense ink. for my black and grey im using silverback. high qualitiy and vegan.«

Und was stichst du am liebsten? 
»I love cute stuff like cat or dog portraits. And everything from flowers, girls, animals and comicy stuff. But there isn't much I won't do, if someone comes to me with an idea, I just try and think how to make it work.«

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? 
»Fancy Neo Traditional«


Danke, liebe Carly für deine Antworten und deine großartige Idee, ein eigenes, rein veganes Tattoostudio zu eröffnen! Wer mehr von ihrer Arbeit sehen möchte, besucht sie entweder auf Facebook oder Instagram und wer sich vegan stechen lassen möchte, schreibt ihr am besten eine Mail (carly@littlebirdberlin.com) oder ruft an (030-52285546).




Peta-Liste mit veganen Farben: 
Classic Colour Systems
Dermaglo
Electric Ink
Eternal Inks
Intenze
SilverBack Ink
Skin Candy – Bloodline & Skin Candy Farbtöne
Stable Colour
Waverly Color

Außerdem (wahrscheinlich) vegan: 
Alla Prima
Bloodline
Fusion
Good Color
Haut Cutür
Pelikan black
Starbrite alle außer "black" sind vegan
Unique (Permapro)
WEFA (allerdings hat Claudi 2011 dort angefragt und sie nutzen Schelllack - also eigentlich nicht wirklich vegan diese Farbe)
Quelle: http://www.peta2.de/veganetattoos

Vegane Tattoostudios in Deutschland: 

Little Bird Tattoo, Berlin
Tentakelink, Dieburg
Studio 23 Tattoo, Frankfurt
Charly M., München
Farbenwelt, Völklingen
Healing Ink Tattoo, Schwetzingen

Falls ihr noch mehr kennt - die Liste kann ich gern erweitern!

Montag, 21. April 2014

Vegan & Lucky in Berlin

Das Osterwochenende haben wir mit guten Freunden und meinen Eltern in Berlin verbracht. Neben dem obligatorischen Sightseeing (ich wusste gar nicht, dass man auf die Siegessäule hinauf gehen kann - aber der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, denn die Sicht ist toll!) wurde natürlich viel geschoppt, Berliner Weiße mit Himbeere getrunken und auch gut & vegan gegessen.

Da meine Mama so ein riesengroßer Mexikanisches-Essen-Fan ist mussten wir unbedingt "zu so einem Taco-Laden" meinte sie und führte unsere Truppe zum "Taco-Laden". Ich war erst semibegeistert (obwohl ich ja eigentlich auch Tex-Mex-Essen liebe), denn wir hatten für den Abend einen Tisch im Lucky Leek reserviert (welches ENDLICH offen war, wenn wir mal in Berlin sind!), aber als ich das Dolores-Schild  (Rosa-Luxemburg-Str. 7) sah begann es in meinem Kopf zu rattern. Irgendwo hatte ich davon schon einmal gelesen... Und als ich auf die Karte blickte fiel mir auch gleich auf, dass vegane Speisen mit einem Herz sehr schön kenntlich gemacht wurden! Jippie! Da musste ich also doch was probieren und teilte mir mit meinem Freund einen "Vegan Lover" Burrito. Drin versteckten sich für schlappe 6,50 Euro Smoky Soy Meat, Guacamole, Smoky Peanut Salsa, Mexican Super Rice, Black Beans, Fajita Veggies und Eisbergsalat. Nach der Hälfte war ich echt gut gesättigt - da konnten wir ordentlich weiter durch Berlin ziehen!


So kamen wir dann auch an dem erst am 14. Februar 2014 eröffneten Løv Organic Tee Atelier (Münzstraße 7-10) vorbei. Es ist ein süßer, niedlicher Teeladen geworden, bei dem man ganz viel schnuppern und natürlich auch Tee degustieren darf. Wir haben gleich mal zwei Teesorten mitgenommen und beim nächsten Mal wandert vielleicht so eine süße Teekanne in den Einkaufskorb...



Am Abend ging es dann endlich ins Lucky Leek (Kollwitzstraße 54). Wir waren ja schon ein paar Mal in Berlin und jedes Mal nahmen wir uns vor, ins Lucky Leek zu gehen, aber jedes Mal war es aus irgendeinem Grund (Ruhetag, Renovierung, Urlaub...) geschlossen. Und so war ich total aufgeregt, dass es nun so weit sein würde.
Die Einrichtung ist modern-edel-schlicht mit viel Holz, einem leichten asiatischen Touch und wunderbar-gemütlich. Aktuell gibt es zwei Menükarten: Ein Spargel- und ein Ostermenü. Wir bestellten durcheinander aus beiden Menüs.
Vorab bekamen wir Popcorn mit Curry (?) bestreut.



Ich selbst wählte Tomaten Quiche mit Kaffee, Auberginensalat, Rucola und Weiße Bohnen Hummus als Vorspeise.


Als Hauptgang durfte ich die Spargel Ravioli mit Limetten-Hollandaise, grünen Spargelspitzen, Spitzkohl, Preiselbeeren und Knusperschnitzel genießen und beides war ein kulinarischer Traum! Da fällt mir wirklich nur #veganfoodporn ein.


Mein Freund hatte die Spargelcrèmesuppe mit Tomatenbällchen, Walnusscrostini und Petersilienöl als Vorspeise gewählt. Ich durfte probieren und war total von den aromatischen, knusprigen Tomatenbällchen angetan.


Als Hauptgang wählte mein Freund (und auch unsere Freunde) Seitan Klopse mit Thymian-Pfeffer Rahmsauce, Möhrenroulade, Kartoffelspätzle und Schmorgurken. Bei allen Gerichten muss ich sagen, dass so viele, leckere Komponenten auf dem Teller zusammen gestellt wurden, dass man von einem Bissen zum nächsten wieder ganz neue Geschmäcker erlebt.


Zum Abschluss teilten wir uns noch das Dessert: Kokosnuss-Nougat Törtchen mit Schoko Praline und Pfeffer-Kirsch Eis. Was soll ich sagen - zum Glück war die Fastenzeit vorbei! ;-)


Montag, 7. Oktober 2013

Mio Matto, die Zweite

Passend zum 23. Tag der Deutschen Einheiten pendelten wir von München nach Berlin - vorbei am Berliner Bären neben der Allianzarena, überflogen wir die alte innerdeutsche Grenze bei Hof, zischten am Fernsehturm vorbei, schnurstracks zur Warschauer Brücke, geparkt und ab mit einer lieben Freundin zum Brunch-Buffet in Björn Moschinski's Mio Matto. Denn nach meinem Besuch bei der Eröffnungsfeier wollte ich natürlich endlich auch mal das Essen richtig probieren dort.


Wir bekamen einen sonnigen Platz mit Aussicht auf die Brücke - perfekt um am Feiertag (oder auch mal Sonntags - das Brunch-Büfett gibt es im Mio Matto immer Sonntags, von 9 bis 16.30 Uhr) zu relaxen. Das Büfett war auf der Durchreichen zwischen Gästeraum und Küche aufgebaut und sehr vielfältig - es gab richtige "Frühstückssachen" wie Brot und Aufschnitt, Müsli und Früchte - und es gab natürlich "richtiges" Essen - angefangen bei Antipasti und diversen Salaten, über Kartoffelgratin, Gnocchi, Lasagne, Reis ... bis hin zu süßem Risotto und Früchten fürs Dessert.

Erste Runde:
Die kalte Gurkensuppe war schön aromatisch-würzig-gurkig. Die gebratenen Pilze überhaupt nicht matschig. Der rote Pfeffer obenauf war nicht zu penetrant und passte wunderbar dazu. Aber ich glaub man muss ein Kalte-Suppe-Fan sein.
Die Tomaten-Paprika-Soße mit Würstchen habe ich mal als Soljanka interpretiert, wobei das ja nicht italienisch wäre... aber es schmeckte in etwa so. Richtig toll waren die Kartoffelbällchen - sie waren halb cremig, halb schön fluffig. Dazu die karamellisierte Karotte... seeeehr lecker.
Den BBQ-Salat habe ich mir noch rauchiger vorgestellt, er war aber auch schön würzig.

Zweiter Gang:
Beim zweiten Gang wollte ich mir eigentlich das Gratin holen, aber das wurde gerade aufgefüllt. Also kamen die Gnocchi auf meinen Teller, da meine Freundin total davon geschwärmt hatte und ein paar der Salate.
Die Gnocchi waren auch total überaschend im Geschmack! Von der Konsistenz fast wie Kaiserschmarren, waren sie mit Birnen angemacht. So war es ein süßlich-herzhaftes Gericht. Der Gurken- und Tomatensalat schmeckte wie Zuhaus und der Linsensalat mit Sprossen war mal was anderes - ich konnte aber nicht ganz heraus schmecken, das da alles drin ist. Könnte sein, dass auch noch Kerne drin waren (oder die Linsen waren halt etwas fester...).



Dritter Gang (nach welchem ich dann auch glücklich und zufrieden platzte..):
Da war dann endlich wieder das Kartoffelgratin da und die Gnocchi waren mit dieser unglaublichen Lasagne ersetzt. Obwohl ich echt schon pappsatt war, musste ich bei beidem noch zugreifen. Zum Glück half mein Freund mir dann bei der Lasagne... Sie war auch superlecker - schön cremig und aromatisch war sie gefüllt mit Pilzen, roten und grünen Bohnen, Wurst und natürlich Soßen und Nudelplatten geschichtet.
Das Kartoffelgratin war zwar simpel (da es ja quasi "nur" Kartoffeln, Sahne und Käse war), aber schmeckte total würzig! Danach hatte ich nur leider leider keinen Platz mehr für Dessert... Dann beim nächsten Mal! :)


ddddd

Donnerstag, 12. September 2013

Berlin! Berlin! Ich fahre nach Berlin! Oder: Eröffnungsfeier im MioMatto

Ich muss sagen, dass ich Großes erwartet habe. Nach siebenstündiger Busfahrt - inklusive Polizeidurchsuchung auf einem Autohof und meinem nächtlichen Streifzug vom Berliner ZOB zum Motel am Tiergarten - hatte ich das auch verdient, finde ich. Die Nachtfahrt wurde jedenfalls bereits durch einen fabelhaften Ausblick auf den morgendlichen Fernsehturm ein wenig belohnt:


Aber fangen wir von vorne an. Und zwar am 27. August. An diesem Tag fand ich eine Email in meinem elektronischen Postfach mit dem Betreff "Einladung Eröffnungsfeier MioMatto". Ich wusste zwar, dass das neue Restaurantprojekt vom Veganheadchef himself - Björn Moschinski - im September eröffnet werden sollte, aber dazu eingeladen? Damit hätte ich nicht gerechnet! Umso mehr freute ich mich! Und nach einigem Hin und Her-Überlegen, wie ich am besten die 597 km zwischen meiner Haustür und den Pforten zum MioMatto zurücklegen kann, entschied ich mich für den Fernbus. Wie durch eine glückliche Fügung hatten meine Eltern genau am gleichen Wochenende vor, die Hauptstadt zu besuchen und so wurde es auch noch eine kleine Familien-Reunion.

Nach einem ausgiebigem Shoopingsamstag machten wir uns also zu Dritt auf den Weg zur Warschauer Brücke. Zusammen mit gefühlten tausend anderen jungen Menschen pilgerten wir also nach Friedrichshain - die Lage an der Warschauer Str. 33, direkt über dem veganz und neben avesu ist also schon einmal optimal für das MioMatto, bzw. für die Berliner Partygänger, um sich vorher im MioMatto zu stärken und warm zu feiern.

Gefeiert wurde an diesem Samstag im MioMatto auch. Es waren bestimmt 200 Gäste oder so dort und die Atmosphäre war entspannt-aufgeregt-gemütlich. Wir wurden mit einem Glas Sekt und drei VIP-Armbändchen empfangen. Letztere befähigten uns für kostenlose Getränke den gesamten Abend über!

Die Räumlichkeiten spiegeln einen Mix aus offenem, lichtdurchfluteten Raum und hartem Beton wieder - kombiniert mit traditionell-italienischen und modernen Elementen. Mir fiel als erstes die rot-karierte Decke auf, die mich direkt an die italienischen Tischdecken erinnerte. Wie wir später in der Begrüßungsrede von Björn erfuhren, ist dies auch Sinn und Zweck der Decke, da das Restaurant im ersten Stock liegt und somit der Blick der vorbeilaufenden Menge wahrscheinlich zunächst auf die rot-weiße Decke mit den Kronleuchtern und Industrielampen fallen wird. Das Spiel zwischen Neu und Alt wird im gesamten Restaurant beibehalten - die Tische gefliest, die Regale und Zwischenwände mit Holz, Glas und Metall. Urban und doch traditionell. Partystimmung und trotzdem ein entspanntes Ambiente.

In seiner Rede stellte Björn natürlich auch den Chefkoch des MioMatto vor: René Grun. Denn Björn wird in dieser Küche nicht kochen - er ist Gastronom des MioMatto. Und wir waren natürlich gespannt darauf, diese Küche zu kosten. Den gesamten Abend über wurden Appetizer gereicht - diverse Vorspeisen wie Auberginen-Caponata mit Maiswaffel, glasierte Oliven mit Rosmarin-Foccacia und einen mediterranen Spieß an Tomatenduft (suuuper leckerer Schaum).


Es wurden auch Hauptspeisen zum Probieren angeboten: Ravioli gefüllt mit Artischocken und Petersilien-Pistou. Ich mag ja eigentlich keine Artischocken, aber diese Ravioli waren der Hammer! Dann war ich natürlich total gespannt auf die Pizzen - genau wie alle anderen Gäste leider auch! So dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis meine Eltern und ich uns irgendwann zwei der heiß begehrten Pizzastücke ergattern konnten. Die drei, vier Bissen, die wir da alle jeweils hatten, reichen definitiv nicht aus, für einen echten Geschmackstest - also muss es wohl ganz bald wieder nach Berlin ins MioMatto gehen! Ausserdem steht auf der Speisekarte eine Calzone-Bolognese, die ich mir verdammt lecker vorstelle...


Dessertproben wurden ebenfalls herum gereicht: Schokomousse mit Pfefferkirschen (die Pfefferkirschen kannte ich schon aus dem Koops) und Küchlein mit Creme und Johannisbeeren - beide suuuperlecker und definitiv zu klein ;-)


Unser gemeinsames Familien-Fazit: Ein wunderschönes Restaurant mit authentischer Atmosphäre und köstlicher, veganer, italienischer Küche. Und mein persönlicher Eindruck: Die sieben Stunden Fahrt hin, bzw. neun Stunden Fahrt zurück waren es definitiv wert!
Aber beim nächsten Besuch wird auf jeden Fall mehr gegessen! Und dann gibt es auch schönere Fotos vom Innenraum! :)

Donnerstag, 15. August 2013

Burger zum Abschied

Nach dem gesunden Frühstück und dem wahrscheinlich leckersten veganen Kuchen Berlins konnten wir den Tag natürlich nur mit Burger abschließen. Gerne wäre ich ja viiiiel lieber in die neue urbane Trattoria von Björn Moschinski gegangen, aber die befindet sich leider leider noch im Aufbau... Aaaaaber Berlin hat natürlich ganz viel zu bieten - und vor allem auch Burger! Wie ich bereits erwähnte, hielten wir uns ja im Berliner Norden auf und im Prenzlauer Berg, quasi direkt um die Ecke, wurde uns die Vego Foodworld angezeigt.

Mein Freund wählte den Vegetable Burger mit Pommes und ich nach langem hin und her (ich wusste nicht, ob ich Pizza oder Burger nehmen sollte) den Sumatra Cheese Burger - ebenfalls mit Pommes weil der Hunger groß war (ich sah später die Pizza und war aufgrund meines Hungers recht froh, den Burger gewählt zu haben...).

Irgendwie war der ganze Laden ein bisschen schmuddelig, so dass ich mein Glas Wasser dann doch nicht anrührte und mir eine Flasche Bio Zisch bestellte. Aber so ist das eventuell halt in Berliner Burger-Buden. Die Burger und Pommes, die dann geliefert wurden, sahen auf jeden Fall saftig aus und dufteten verlockend. Auf die Erdnuss-Soße hatte ich mich sehr gefreut - davon war auf dem ersten Blick auch mehr als reichlich auf dem Burger. Allerdings schmeckte sie nur ganz leicht nach Erdnuss, was ein bisschen schade war. Mein Bratling war ein saftiger Soja-Bratling - nicht mehr und nicht weniger. Mein Freund hingegen hatte frittiertes Gemüse auf dem Burger.

Sein bzw. unser gemeinsames Fazit: ganz lecker, aber eher normal und nicht spektakulär. Da haben wir definitiv schon bessere Burger (aber auch schon schlechtere!) gegessen (beispielsweise im Ihlanis in Augsburg und vor allem im Why so serious in Essen), aber es gibt bestimmt auch richtig gute Burger-Buden irgendwo in Berlin - die finden wir dann bei unserem nächsten Besuch in der Hauptstadt...

Mittwoch, 14. August 2013

Sommersprossen mit Kuchen

Wir haben in der Hauptstadt natürlich nicht nur gefrühstückt und zu Abend gegessen sondern gönnten uns auch Kuchen. Wir waren nämlich bei der frisch-gewordenen Mami  (die vor einigen Monaten die Baby-Cupcakes von mir erhalten hatte) zum Nachmittagsplausch mit ihr und dem neunwöchigen Sprössling eingeladen und wollten dafür den leckersten veganen Kuchen, den Berlins Café-Szene zu bieten hat, mitbringen.

Es gibt ja mittlerweile ganz viele Listen, die einem einen Überblick über vegetarisch-vegane Lokalitäten vor Ort geben - beispielsweise die Restaurant-Liste auf peta.de oder auch bei happy cow und dem vebu. Zudem gibt es von den letzten beiden sogar jeweils eine App. Da gibt es überall aber nur teilweise Bewertungen, also fragte ich eine bekannte Berliner Bloggerin - Franziska von Veggie Love, wo es denn in Berlin den besten veganen Kuchen gäbe. Ihre schnelle Antwort: Freckles oder Café Vux. Da wir uns ja eher im Berliner Norden aufhielten, fiel die Wahl auf das Freckles in Berlin Kreuzberg (Nostitzstr. 33).
Nach einer gefühlten Odysee mit S- und U-Bahn vom Prenzlauer Berg in den charmanten Bergmannkiez fiel mir sofort das liebevolle Logo mit dem oldschool-Handrührer auf. Vor der Eingangstür wurde uns bereits mitgeteilt, was uns innen erwarten würde: Das freckles bietet Kaffee, Kuchen, Quiche & Co - alles vegan, teilweise auch gluten-, Nuss oder Sojafrei. Das Café ist liebevoll und warm eingerichtet und lädt regelrecht zum gemütlichen Kaffeetrunk ein.

Im Kuchenregal standen vier Sorten zur Auswahl: Blaubeer- und Schoko-Tarte sowie Schokokuchen und Nougattorte. Wir entschieden uns spontan, trotz ausgiebigem Frühstück sofort ein Stück der Blaubeer-Tarte zu probieren. Der Boden war genau richtig - gaaaanz leicht gnatschig, nicht zu trocken und kein markanter Getreidegeschmack. Die Blaubeer-Füllung war schön fruchtig-frisch, nicht zu süß, aber dafür cremig-leicht. So war der Kuchenteller ratzfatz leer geputzt, wie das Video hier beweist.

Von der Blaubeer-Tarte und vom Schokokuchen nahmen wir dann auch gleich jeweils zwei Stück für die Kaffeerunde mit Baby mit.
Und die Auswahl war genau richtig - sowohl uns als auch den beiden Mamis (und der einen kleinen Maus) haben die veganen Torten geschmeckt. Der Schokokuchen war total schokoladig und ganz schön mächtig - es war also optimal, dass wir ebenfalls Blaubeer-Tarte dabei hatten, so dass man Hälfte-Hälfte machen konnte :)



Montag, 12. August 2013

Yoga zum Frühstück

Passend zur Gewinnverlosung der Yoga-Gutscheine von yogaeasy noch ein kurzer Bericht von meiner persönlichen Yogaerfahrung letzte Woche: Nach unserem Festschmaus im La Mano Verde und dem leckeren Essen in Leipzig's Symbiose brauchte ich etwas Bewegung. Unser "Ferienzimmer" lag in Prenzlberg und quasi fast um die Ecke war das Jivamukti Studio in Mitte. So besuchte ich das erste Mal seit gefühlten zehn Wochen (sehr wahrscheinlich waren es eher vier Wochen Yoga-Pause) einen Yoga-Kurs: die Open-Stunde.
Nach schweißtreibenden 95 Minuten und frisch geduscht traf ich mich mit meinem Freund im veganen Jivamukti Café zum gemeinsamen Frühstück. Neben einem grünen Smoothie gab es Oatmeal und belegte Finnbrötchen - eine perfekte Grundlage für unsere weiteren Tagespläne.



Samstag, 10. August 2013

Vier Gänge mit Jean & Emma in Berlin

Von Leipzig ging es weiter Richtung Norden - ins zweite Vegan-Mekka Deutschlands, nämlich Berlin. Dieses Mal wollten wir aber nur komplett unbekannte Locations ausprobieren. Da mein Freund mir ja das Kochbuch "Vegan Genial" von seiner letzten Fahrt über Berlin (veganz) mitgebracht hatte, wollten wir eigentlich ins Lucky Leek. Aber die haben ja leider nur Mittwochs bis Sonntag geöffnet. Und wir waren Montagabend bis Mittwochmittag in Berlin. Aaaaaaber es gibt ja noch viele andere Lokalitäten! Also reservierten wir (noch in Leipzig) einen Tisch für Zwei im La Mano Verde.


Auf der Hinfahrt hatten wir schon ein bisschen auf der Homepage recherchiert und wollten eigentlich das Degustations-Menü nehmen. Das gibt es aber irgendwie nicht (mehr?) und so wählten wir einfach mal die Gänge selbst. Mein Freund bestellte sich für den ersten Gang die Asian Consommé und ich das Cremige Limetten-Mandel-Gazpacho. Da waren wir schon eine Runde umgehauen. Das Gazpacho schön kühl, etwas dünnflüssiger als die Gazpacho die ich bisher kennenlernen durfte, aber extrem limettig! Die Consommé war nicht ganz so mein Fall (weil ich Pilze nicht sooooo sehr mag), aber dafür mag mein Freund Pilze umso mehr und mochte vor allem diese Suppe!



Als Hauptgang wählte er entsprechend das Gourmet Pilz Risotto mit Arborio Reis mit frischen Austernpilzen, Champignons, Kräutern, Weißweinsauce und Kerbel Pesto und war endgültig hin und weg. Ich glaube am liebsten hätte er noch eine Portion - zumindest von der Schaumsauce - bestellt! Aber auch ich war von meinem Hauptgang total begeistert: Tortelli del Estate - Hausgemachte Spinat-Ravioli mit pikanter Ricotta und Estragon-Füllung, serviert mit einem Gemüse-Jus, Mangold Blätter und Pinienkern-Parmesan... mmmhhh... göttlich, sag ich da nur!

Ausreichend gesättigt durch Vorspeise und Hauptgang fragten wir uns dennoch, ob das Dessert bei diesen Köstlichkeiten mithalten kann und bestellten eine exotische Crème Brûlée mit Maracuja und als Tipp der Kellnerin den "Schokoladigsten Schokokuchen aller Schokokuchenzeiten". Und was soll ich dazu sagen... wir haben das dazugehörige Kochbuch "Vegan für Genießer" erstanden und bereits erste Zutaten plus Flambierer gekauft, um die Rezepte nachzukochen!


Der vierte Gang - eigentlich kein "echter" - war ein sehr nettes Gespräch mit dem Gründer und Besitzer des La Mano Verde - Jean-Christian Jury. Es ist echt erstaunlich, wie viele Köche bei ihm gelernt haben! Natürlich signierte er noch unser neues Kochbuch (mit einem Tipp für den nächsten Trip nach Thailand) und tobte anschließend mit seiner Boxer-Hündin Emma, während wir uns glückselig auf den Heimweg machten...


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