Dienstag, 21. April 2015

*Rezension* Pink Elephant Cooking

Schon vor einigen Monaten hat mir Katja (Ashtanga Yoga München) von einem befreundeten Yogi-Paar erzählt, das unverschämt gut kocht und bei Yoga-Seminaren die Teilnehmer bestens versorgt. Immer wieder schwärmte Katja mir von ihrem Essen und der guten Laune der beiden kochenden Yogis vor und so war ich ganz gespannt darauf, ihr erstes Kochbuch in den Händen zu halten: "Pink Elephant Cooking" - Ein veganes Kochbuch von Yogis - nicht nur für Yogis.

Ich hatte mir durch Katjas Erzählungen von dem Essen und der Art der beiden Autoren Heather Donaldson und Martin Riedel eine gewisse Erwartung an das Kochbuch - konnte es aber selbst nicht wirklich in Worte fassen, bzw. selbst so richtig greifen...
Und als ich dann durch die Seiten blätterte sah ich genau diese Erwartung in Bildern, Farben, Schriften gefasst. Dieses Kochbuch von Heather und Martin ist etwas ganz anderes: so ein buntes, fröhliches Buch habe ich noch nicht gesehen und ich finde es transportiert ganz viel Freude, Liebe und Genuss. Da merkt man dass die beiden Autoren - beides eingeVleischte Yogis im Ashtanga - mit Leidenschaft leben, kochen, essen und Yoga praktizieren.



Apropos Ashtangayoga - Katja und Franz haben am 30. April große Eröffnungsfeier in ihrem eigenen neuen Studio in der Lindwurmstraße 7 (direkt am Sendlinger Tor).

So und nun zum bereits bekannten Teil meiner Kochbuch-Rezensionen: Das Buch umfasst, wie gesagt, nicht nur (vegane) Rezepte, sondern die beiden Autoren geben viel von sich und ihrer Küche preis. So geht es zu Beginn des Buches erst einmal um den Zusammenhang zwischen Yoga und veganer Ernährung und was die Küchen-Must-Haves sind.

1. Rezepte 
Die Rezepte teilen sich unter Yogi Breakfast - darunter beispielsweise grüne Smoothies, Shakes aber teils auch Gerichte, die auch als Mittagsmahlzeit durchgehen würden wie die Reisschüssel Bali Goreng. Weitere Kapitel sind "Yogi on the Road" - praktische Rezepte zum Mitnehmen - und "Raw Foods / Salate". Den Abschluss bilden Rezepte für Freunde ("Mahlzeit!") und "Götterspeisen".

2. Design/Bildgestaltung
Wie bereits angedeutet, finde ich das Layout klasse - es ist bunt aber nicht schrill, es ist modern, es hat viele stylistische Eigenheiten und gibt den Rezepten dennoch genug Raum. Es ist eben auch einfach nur schön Anzuschauen und die kleinen, gut verteilten Tipps, Anekdoten und Yogi-Weisheiten zu lesen.

3. Alltagstauglichkeit
Die Zutatenlisten sind immer recht lang - das liegt aber auch daran, dass die Rezepte mit vielen frischen Zutaten und vielen Gewürzen arbeiten. Was natürlich toll ist, aber das muss man erst einmal im Gewürzschrank oder Kühlschrank alles haben... Oft sind Zutaten gefragt, die man wahrscheinlich nur in speziellen Läden (Asiamarkt etc.) erhält. Da muss ich mich noch genauer einlesen.

4. Geschmack
Ich habe ehrlich gesagt erst ein Gericht aus dem Buch gekocht: Spagbol. Spaghetti Bolognese. Die Bolognese wird nicht mit Tofu oder nur Gemüse gekocht, sondern basiert auf Sonnenblumenkernen. Und das finde ich eine super Idee - und dazu hat es wahnsinnig gut geschmeckt. Wir haben die Sauce noch mit Rotwein gepimpt und würden dies das nächste Mal wieder tun (und ein paar Schritte früher im Kochvorgang einsetzen), aber dafür sind Kochbücher ja da, nämlich dass man seine eigene Note einbringt. Die anderen Rezepte machen auch ganz viel Lust aufs Kochen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit momentan...

5. Umsetzung
Die Spagbol ist einfach erklärt und gut angeleitet. Was mir bei allen Rezepten ein wenig fehlt ist eine genaue Anzahl an Portionen - man weiß fast immer nicht, für wie viele Personen die Rezepte gedacht sind (okay, je nach Portionsgröße und ob mit Vor- und Nachspeisen oder Beilagensalat variiert das, aber so ein Richtwert wäre nett). Und mir fehlt auch eine große Zeitschätzung, wie lange etwas braucht.

6. Preis/Leistungsverhältnis
Das Buch kostet knapp 20 Euro und die sind damit ganz gut investiert. Ich finde es super, dass Heather und Martin auch so viele Tipps geben - beispielsweise auch, welche Sprossen man selbst easy ziehen kann. Soooo wahnsinnig viele Rezepte sind in dem Buch allerdings nicht - vor allem kaum Rezepte, die man als Hauptmahlzeit kochen kann. Die Vielzahl an Rezepten sind kleinere Speisen bzw. Snacks. Diese kann man aber bestimmt gut zusammen kombinieren, so dass man eine Art Büffet hat.

Mein Fazit:
Von der Optik her verliebte ich mich total in dieses Buch. Aufgrund der Zutaten ist es mir momentan etwas zu "anstrengend" daraus viel zu kochen, aber die Zeiten werden sich ändern und dann geht die Kochaction los! Einziger Wermutstropfen: In einigen Rezepten wird Honig verwendet und ich habe mich entschieden, als Veganer keinen zu verwenden. Aber man kann ihn ja easy mit Agavendicksaft oder ähnliches ersetzen.

Übrigens kann man auch Workshops bei Heather und Martin buchen!

Kommentare:

  1. Gut zu wissen, daß es bald ein neues Yogastudio am Sendlinger Tor gibt!

    LG Martina

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  2. Oh ja, Bolognese Soße mit Sonnenblumenkernen hab ich auch schon gekocht und die Variante schmeckt mir mit am besten!

    LG
    Jessi

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