Montag, 10. Februar 2014

RAWRRRRR Cheesecake

Angetan von dem rohen Käsekuchen im SuperNatural auf Phuket wollte ich das Zuhause natürlich auch ausprobieren - so einen Kuchen muss man doch irgendwie hinbekommen (haben die ja schließlich auch...)! Gesagt getan durchforstete ich meine Back- und Kochbücher und fand ein Rezept für einen rohen Cheesecake auf Cashewbasis mit Himbeersauce im "Vegan für Genießer" von Jean-Christian Jury. Es war übrigens der zweite Härtetest für meinen Mixer...

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen (und der Mixer mixt immer noch)!
Hauptzutat für die "Käse"creme sind pürierte Cashews (mit Mandelmilch, Agavendicksaft, Zitronensaft, Vanille und Kokosfett). Der Boden besteht hauptsächlich aus Mandelkrümeln und Datteln. Laut Rezept muss der Kuchen zwei Stunden in den Kühlschrank, aber ich würde sagen, dass er erst nach einer kühlen Nacht perfekte Konsistenz hatte. Beim nächsten Mal würde ich auch nicht alle Himbeeren zu einer Sauce pürieren, sondern welche zur Deko lassen :)

Sonntag, 9. Februar 2014

Gruezi!

huch, ja wie ist denn das passiert? Nach einem starkem Auftakt im Januar hat mein bloggen mal wieder ganz schön auf sich warten lassen... ich bitte dies zu entschuldigen! Dafür komme ich mit einigen News!
Nach Singapur, Phuket, Bodhis und Lüneburg ging es direkt in die Alpen ins Brixental auf einen Bauernhof - der lang erarbeitete Urlaub muss auch ordentlich ausgenutzt werden, findet ihr nicht auch? :) Im Brixental wohnten wir in einer Ferienwohnung auf einem Bauernhof - samt Speckalm.

Das morgendliche Frühstück sah eigentlich fast so aus wie immer bei uns - Brötchen mit verschiedenen Belägen. Neu dabei war allerdings der Creamy-Frischkäse von Violife (vielen Dank an dieser Stelle an veganic für das Testen-Lassen!). Veganic hat mir netter weise sechs Sorten zur Verfügung gestellt - mehr dazu ganz bald! Wir haben die Tage meinen Eltern auch den grünen "Eier"-Salat vorgestellt (Avocado mit Kala Namak) - und auch sie waren begeistert! Und zwar so, dass sie den Wirten gleich am Abend diesen veganen Eiersalatohneei zeigen wollten! Die waren zwar etwas skeptisch, aber überzeugt vom Geschmack.


Mittags in den Jausenstationen war es etwas schwieriger mit der veganen Stärkung - einmal gab es vegane Tomatensuppe, aber meist nur Pommes mit Ketchup. Oder ich hab mir morgens ein Brötchen geschmiert. Energieriegel und Chorizo waren zudem auch immer in der Jackentasche :)
Abends kochten wir uns dann etwas - so gab es die Tage Pizza, Pilzrisotto, Pasta Bolognese, Zucchinirisotto und natürliches grünes Thaicurry.


Im örtlichen Spar entdeckte ich sogar vegane Produkte - habe sie aber nicht getestet weil wir alles mitgenommen hatten. Wer hätte denn auch ahnen können, dass es dort so interessante Sachen gibt ;-) Aber beim nächsten Mal werde ich davon was testen!



Wie macht ihr das so im Urlaub? Ferienwohnung und Selbstverpflegung oder Veggiehotel?

Montag, 27. Januar 2014

Rohkost-Kuchen auf Phuket

Last but not least habe ich noch einen Bericht für euch in der Tasche über Phuket. Denn dort haben wir auch etwas vegane Rohkoste genießen können - und ich sage euch - so einen geilen Cheesecake habe ich echt noch nie gegessen!

Aber von Beginn an... Dank des world wide web und der veganen Blogosphäre liest man ja viele Berichte über vegane Möglichkeiten. So habe ich auf Rika's Blog Vegan Miam vom SuperNatural gelesen und da es quasi direkt um die Ecke von Becky's Little Yoga Room war, rollten wir mit unserem Scooter nach einer Ashtanga-Session dorthin. Das SuperNatural liegt im Friendship Beach-Resort  (Ostküste, Höhe Chalong) - einem Resort für Yoga und Ayurveda - und bietet wohl deswegen auch vegetarische, vegane und eben Rohkost. Alles schön markiert und kenntlich gemacht auf der Speisekarte.


SuperNatural
Im SuperNatural haben wir dann auch veganes Pad Thai bekommen, was sehr lecker war (aber ich muss zugeben, dass mir selbst noch die selbstgekochte Variante irgendwie am besten schmeckt, ich bekomme nur die Reisnudeln nicht so gut hin. Bei mir verkleben die irgendwie...). Vorab gönnten wir uns noch Smoothies - ich bestellte den Green Dragon Cooler und Thomas frischgepressten Apfelsaft.
Zum Abschluss bestellte Thomas noch den Raw Cheesecake. Optisch machte er nicht viel her, da hatte ich fast schon Mitleid mit ihm, aber als er meinte, dass ich den Kuchen unbedingt kosten müsse, vertraute ich ihm natürlich und war hin und weg. Dieser Kuchen war soooo schön cremig, fluffig und samtig! So einen veganen Cheesecake habe ich bisher noch nirgends gegessen. Wir fragten auch gleich nach dem Rezept, aber scheinbar wird das Restaurant mit dem Kuchen beliefert. Von wo wusste die Bedienung leider nicht.



Atsumi Raw Café
Als wir dann vom SuperNatural weiter südlich fuhren Richtung Promthep Cape, kamen wir am Atsumi Raw Café vorbei - als wir das Schild lasen, dachten wir, dass der Cheesecake ganz bestimmt von dort kommen musste und machten auf dem Rückweg (den wir dafür natürlich extra umplanten) dort Halt.
Das Café bietet neben diversen Rohkost-Gerichten wie Suppe, Salat, Pizza und beispielsweise auf Wraps auch Kuchen. So hatten sie an diesem Tag Appletarte und Cheesecake im Angebot, was wir beides bestellten. Beides glich mehr einer Eistorte. Die Kuchen waren zwar lecker, aber leider nicht so toll wie der Cheesecake im SuperNatural. Auf unsere Nachfrage hin verneinten die Betreiber auch eine Belieferung von Hotels. Also, wenn jemand mal auf Phuket und im SuperNatural ist und herausfindet, von wo dieser Cheesecake stammt, der möge mir bitte Bescheid (und am besten gleich das Rezept) geben :-)

Sonntag, 26. Januar 2014

Genug mit der Lobhudelei!

Jetzt wird es mal Zeit für die harten Fakten. Ich war in den vergangenen zwei Wochen tatsächlich bereits drei Mal im Bodhis speisen (zuletzt gestern Abend mit guten Freunden). Das ist mir bei einem veganen Restaurant in München noch nie passiert. Und dank der drei Check-Ins bei Foursquare bin ich dadurch dort jetzt Mayor. Fakt 1 also.

Fakt 2. Der Koch des Bodhi, Serkan Tunca, wurde vor nicht ganz vier Jahren zum Veganer. Er kochte noch ein halbes Jahr "normal" weiter, bis er das nicht mehr schaffte und ins Max Pett (Gottseidank) wechselte. Dort stand er zwei Jahre hinter den Töpfen bevor es ihn in Deutschlands vegan-Metropole Berlin zog. Jetzt ist er ja wieder zurück - Glück für uns :-)

Fakt 3. Die Gerichte werden saisonal angepasst, damit man keine Zutaten von weit her schiffen muss. So wanderten vier neue Gerichte am vergangenen Montag auf die Speisekarte - eine neue Suppe (Rote Beete), zwei Hauptgerichte (Hirserisotto und Penne) sowie ein Dessert (Kaiserschmarren - den man übrigens auch ohne Rosinen bestellen darf).

Fakt 4. Die Bedienungen sind alle supernett und beantworten mit bestem Wissen und Gewissen sämtliche Fragen - ich finde sie weitaus besser informiert als in manch anderen veganen Restaurants, in denen der Service meist leider keine Ahnung von den Inhaltsstoffen hat.

Fakt 5. Das Essen ist genial:


Ich hatte gestern den Bodhi-Cheeseburger mit diesem obergeilen Knofi-Dip. Da könnte ich mich glatt reinlegen. Dazu gibts nen knackigen Beilagensalat mit leckerem Nussdressing (?). Nach so einer Portion bin ich aber auch pappsatt.


Mein Freund wählte eins der neuen Gerichte: Hirserisotto mit Rote Beete und Topinambur. Schöne Farbe und ich muss feststellen, dass meine Handykamera diesem Essen absolut nicht gewachsen ist. Ich muss mal meine "Große" mitnehmen und das Essen auch in schön fotografieren...


Auch das zweite neue Hauptgericht wurde von uns bestellt: Penne mit Koriander-Cranberry-Pesto und Lauchstroh. Crazy Pesto sag ich dazu nur! Das übrige Öl im Teller haben die Jungs noch versucht zu löffeln, so lecker war das...


Katja und ich konnten gar nicht so schnell gucken, da hatten unsere Jungs schon Dessert bestellt - Apfel-Schoko-Kuchen mit Puddingcreme.


Da mussten wir natürlich mithalten und haben den Kaiserschmarren mit Apfelkompott - OHNE Rosinen - bestellt. Obwohl er superlecker (beide Desserts waren zum Glück nicht so süß) war, haben wir es nicht geschafft...


Freitag, 24. Januar 2014

Vegan Wednesday Tage-Mix

So ganz im Rhythmus mit dem Vegan Wednesday bin ich noch nicht dieses Jahr - so habe ich es ziemlich vergeigt am Mittwoch. Da hatte ich nur mein tatsächliches Mittagsmahl, welches ich zusammen mit einer lieben Freundin einnahm, fotografiert. Wir waren Sushi essen und es gab leckere Avocado- und Kürbis-Maki und dazu noch eine Spinat-Sesam-California Roll. Vorab schnabulierten wir noch Frühlingsrollen.


Aber bevor ich es vergesse! Diese Woche sammelt Frau Schulz auf ihrem schönen Blog. Zum Frühstück gab es an diesem Mittwoch eigentlich Brötchen - aber das vergaß ich zu fotografieren. Einen Tag später, also am gestrigen Donnerstag, machte ich mir vor dem Weg zum Bikram-Yoga (mehr dazu bestimmt demnächst als Erfahrungsbericht) einen grünen Smoothie aus Postelion, Löwenzahn (von Lebe Pur), Mango, Banne, Cashews, Datteln, Wasser und Agavendicksaft. Der war aber ganz schön herb, ich glaub mit dem Löwenzahn muss ich etwas sparsamer umgehen :-) Das weiße Pulver oben auf dem Smoothie ist Erdmandelpulver.


Am Mittwochabend gab es dann eigentlich ganz normales Abendbrot - was mein Freund und ich unter der Woche am häufigsten machen - nämlich belegte Brote bzw Brötchen. Gestern Abend (wo wir ja sowieso schon am Tagemixen sind hier) hab ich dann Risotto gekocht. Eigentlich war mir abends gar nicht nach kochen zumute, ich war irgendwie kaputt vom Tag. Aber mein Freund schrieb, dass Pilzrisotto "perfekt" klänge, also schnappte ich mir das Kochbuch "Meine vegane Küche" von Surdham Göb und stellte mich an den Herd. Drei Töpfe, ein Backblech und Pürierstabeinsatz später stand dann das auf dem Tisch: Pilzrisotto an Spinat mit überbackener Tomate und Trüffelschaum. Orientiert habe ich mich an einem Rezept von Surdham, habe es aber ziemlich abgewandelt.


Pilzrisotto an Spinat mit überbackener Tomate und Trüffelschaum
Zutaten (für 2 Personen) 
Zubereitungszeit: ca. 1h
Risotto
- 125g Risottoreis
- 3 EL Öl
- 1 Karotte
- 1/2 Pastinake
- 10g getrocknete Steinpilze
- 100g frische Pilze (zB Champignons)
- 500ml Gemüsebrühe
- 50g Hefeflocken
- Petersilie
- Oregano

Spinat
- 200g Spinat
- etwas Limettensaft, Salz, Pfeffer

Überbackene Tomate
- 1 Tomate
- Rosmarin, Salz
- 1 EL Hefeflocken
- 1 EL Semmelbrösel

Trüffelschaum
- 150ml Sojamilch
- 2-3 EL Trüffelöl

Zubereitung
Den Ofen auf 250°C vorheizen. Karotte und Pastinake in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen und darin den Risottoreis, die Karotten- und Pastinakenwürfel zusammen mit den getrockneten Steinpilzen anbraten, bis der Reis glasig ist. Dann anfangen mit Gemüsebrühe abzulöschen und immer wieder rühren, bis die Gemüsebrühe verkocht ist. Für Pilzrisotto leg ich auch immer 2-3 getrocknete Pilze in die Gemüsebrühe zum ziehen. Dann nach und nach nachgießen (wie Risotto eben). In der Zwischenzeit die Champignons putzen, vierteln und dazu geben. Mit Oregano würzen.
Die Tomate waschen, halbieren und auf ein Backblech legen. Mit Salz, Hefeflocken, Semmelbrösel und Rosmarin bestreuen und etwas Öl darüber träufeln und im Ofen für 8-10 Minuten backen.
Salzwasser in einem Topf erhitzen, Spinat darin kurz blanchieren und dann abgießen. Würzen.
Für den Trüffelschaum die Sojamilch in einem kleinen Topf zusammen mit dem Trüffelöl erhitzen (nicht kochen lassen), vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab schaumig schlagen.
Wenn der Risottoreis al dente und quasi servierfertig ist, die gehackte Petersilie und Hefeflocken unterrühren.
Zum Servieren den Spinat auf den Tellern verteilen, Risotto und Tomate dazu und zum Schluss den Trüffelschaum dazu geben.
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