Seit unserem Urlaub ist mein Freund ganz scharf darauf, alles selbst zu machen. Zuerst versuchte er sich an Pizzateig (das Rezept müssen wir noch etwas verfeinern) und nun war das gesteckte Ziel, selbstgemachte Pasta herzustellen. Nachdem er sich mit dem Teig abkämpfte (und nun endlich dazu bereit war, auch ein paar Tipps und Hilfestellungen von mir anzunehmen), bereitete ich die Zucchini-"Soße" zu.
Und das Ergebnis: Die Tagliatelle sehen nicht nur selbstgemacht aus, sondern schmecken auch tatsächlich so! Die Mischung aus Zucchini, Aprikosen, gerösteten Bröseln und karamellisierten Aprikosen ist dazu eine schüchterne, aber hübsche Begleitung zur Pasta, da sie sich nicht zu "arrogant" vor den den Eigengeschmack der Bandnudeln stellt, sondern durch die frisch-süßlich-scharfe Note eine eigene, kreative Note hinzufügt.
Und unser persönliches Fazit: Teamwork funktioniert doch am besten =)
Zutaten (für 2 ganz Hungrige)
Pasta
- 200g Mehl
- 2 Eier
- 1 TL Olivenöl
- 1 TL Salz
- etwas Wasser (bei Bedarf)
Soße
- 2 EL Butter
- 2-3 EL Vollkornsemmelbrösel
- 1 EL Öl
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 200g Zucchini
- 2 TL Rohrohrzucker
- 2 Aprikosen
- Petersilie (frisch und gehackt oder TK)
- 1 Schuss Prosecco
- Salz, Pfeffer
- etwas Chiliflocken
- Muskat
- Nepetella (italienisches Wildkraut aus der Toskana - eine Mischung aus Minze und Oregano)
- Parmesan (frisch geraspelt, Menge nach Belieben)
Zubereitung
Pasta
Für den Pastateig Mehl, Eier, Öl und Salz mit den Knethacken des Handrührgerätes verarbeiten (bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen), so dass ein gleichmäßiger Teig entsteht. Anschließend auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche mit den Händen weiter kneten (ca. 15 Minuten). In Frischhaltefolie einwickeln und ruhen 30 Minuten lassen. Anschließend portionsweise den Teig ganz dünn ausrollen und zu der gewünschten Pasta formen. Für Tagliatelle (oder Bandnudeln): Den Teig dünn ausrollen und anschließend locker zu einer Rolle aufrollen. Diese in der gewünschten Breite in Streifen schneiden und die Teigstreifen anschließend vorsichtig ausbreiten.
Soße
Zucchini waschen, grob raspeln, Zwiebel und Knoblauch schälen und klein hacken. 1 EL Butter in einer Pfanne zerlassen und die Semmelbrösel darin groldbraun rösten. Beiseite stellen. Rest Butter zerlassen, etwas Rohrzucker (bei Belieben) darin karamellisieren lassen und anschließen die Aprikosenviertel darin rösten und mit etwas Nepetella würzen. Ebenfalls beiseite stellen.
In einer großen Pfanne Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten. Anschließend Zucchiniraspel hinzufügen und 2 Minuten rösten. Mit Prosecco ablöschen, Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.
Parallel Wasser in einem großen Topf für die Pasta zum Kochen bringen. Nudeln in dem Salzwasser al dente kochen lassen (ca. 2-3 Minuten, je nach Dicke und Breite). Nudeln abgießen und mit Zucchini vermengen. Petersilie und etwas Chili unterheben. Mit gerösteten Bröseln, geraspeltem Parmesan und den Aprikosenviertel garniert servieren.
Dienstag, 19. Juni 2012
Sonntag, 17. Juni 2012
Nicht nur im Sommer perfekt: Cheesecake mit Beeren
Alice im kulinarischen Wunderland sucht aktuell den Perfekten Käsekuchen - für mich ist es ganz klar eine "amerikanische" Variante mit Frischkäse, kombiniert mit frischen Früchten, die der Creme etwas süß-säuerliches verleihen... eine für mich persönlich perfekte Kombination im Sommer - nicht nur als Sonntagssüß.
Entstanden ist dieses Rezept aus verschiedenen Inspirationsquellen - dem "echten" New York Cheesecake aus der Cake Boutique in Manhattan, dem Käsekuchen-Rezept meiner Mama, den Red Velvet Cupcakes aus der legendären Magnolia Bakery, den eigenen Backversuchen an Cheesecake-Cupcakes und zahlreichen Käsekuchenrezepten aus Backbüchern wie "Süße Sünden"...
Und hier seht ihr das Resultat - mein persönlicher fast perfekter Käsekuchen! (nur "fast", weil er viel zu schnell wieder weg ist...)
Zutaten
Keksboden
- 200g Vollkornkekse
- 100g zerlassene Butter
Füllung
- 400g Frischkäse (Raumtemperatur)
- 120g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 Eier (Raumtemp.)
- 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
- 100ml Schmand (Raumtemp.)
- 200-400g frische Beeren (z.B. Himbeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren...)
Zubereitung
Den Ofen (Ober-Unter-Hitze) auf 160°C vorheizen.
Die Vollkornkekse entweder mit einem Mixer pulverisieren oder (am besten in einer Plastiktüte) mit dem Nudelholz zermahlen. Anschließend die Krümel mit der zerlassenen Butter verrühren, in eine 20cm-Springform drücken (mit Rand) und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank stellen.
Für die Füllung Frischkäse, Zucker und Salz schaumig schlagen. Die beiden Eier nach einander unterrühren und Zitronenschale sowie Schmand hinzufügen.
Den Keksboden aus dem Kühlschrank nehme und die Hälfte des Teiges darauf verteilen. Die Beeren waschen, vorsichtig trocken tupfen und die Hälfte der Beeren auf der Füllung verteilen. Die restliche Füllung vorsichtig auf die Beeren geben und die Kuchenform im vorgeheizten Ofen 30-40 Minuten backen. Damit die Oberfläche des Kuchens nicht einreisst, habe ich eine Auflaufform mit etwas Wasser gefüllt und unter dem Kuchen auf ein Rost gestellt. Das aufdampfende Wasser verhindert das Austrocknen des Kuchens, verlängert allerdings auch die Backzeit etwas.
Der Cheesecake ist fertig, wenn er am Rand etwas Farbe bekommen hat und leicht fest wirkt. Die Mitte sollte aber immernoch "wabbelig" sein. Den Kuchen auf einem Rost auf Raumtemperatur abkühlen lassen und anschließend mind. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren den Kuchen in Stücke schneiden und die restlichen Beeren darauf verteilen und vor allem: Geniessen!
Entstanden ist dieses Rezept aus verschiedenen Inspirationsquellen - dem "echten" New York Cheesecake aus der Cake Boutique in Manhattan, dem Käsekuchen-Rezept meiner Mama, den Red Velvet Cupcakes aus der legendären Magnolia Bakery, den eigenen Backversuchen an Cheesecake-Cupcakes und zahlreichen Käsekuchenrezepten aus Backbüchern wie "Süße Sünden"...
Und hier seht ihr das Resultat - mein persönlicher fast perfekter Käsekuchen! (nur "fast", weil er viel zu schnell wieder weg ist...)
Zutaten
Keksboden
- 200g Vollkornkekse
- 100g zerlassene Butter
Füllung
- 400g Frischkäse (Raumtemperatur)
- 120g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 Eier (Raumtemp.)
- 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
- 100ml Schmand (Raumtemp.)
- 200-400g frische Beeren (z.B. Himbeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren...)
Zubereitung
Den Ofen (Ober-Unter-Hitze) auf 160°C vorheizen.
Die Vollkornkekse entweder mit einem Mixer pulverisieren oder (am besten in einer Plastiktüte) mit dem Nudelholz zermahlen. Anschließend die Krümel mit der zerlassenen Butter verrühren, in eine 20cm-Springform drücken (mit Rand) und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank stellen.
Für die Füllung Frischkäse, Zucker und Salz schaumig schlagen. Die beiden Eier nach einander unterrühren und Zitronenschale sowie Schmand hinzufügen.
Den Keksboden aus dem Kühlschrank nehme und die Hälfte des Teiges darauf verteilen. Die Beeren waschen, vorsichtig trocken tupfen und die Hälfte der Beeren auf der Füllung verteilen. Die restliche Füllung vorsichtig auf die Beeren geben und die Kuchenform im vorgeheizten Ofen 30-40 Minuten backen. Damit die Oberfläche des Kuchens nicht einreisst, habe ich eine Auflaufform mit etwas Wasser gefüllt und unter dem Kuchen auf ein Rost gestellt. Das aufdampfende Wasser verhindert das Austrocknen des Kuchens, verlängert allerdings auch die Backzeit etwas.Der Cheesecake ist fertig, wenn er am Rand etwas Farbe bekommen hat und leicht fest wirkt. Die Mitte sollte aber immernoch "wabbelig" sein. Den Kuchen auf einem Rost auf Raumtemperatur abkühlen lassen und anschließend mind. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren den Kuchen in Stücke schneiden und die restlichen Beeren darauf verteilen und vor allem: Geniessen!
Samstag, 16. Juni 2012
Eins meiner Lieblingsrezepte in Köstlich Vegetarisch!
Gestern kam die erste Überraschung an - die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Köstlich Vegetarisch" lag im Briefkasten. Ich freute mich nicht nur darüber, weil ich mir unter dem Motto "Das Beste aus Italien" ganz viele Pasta-, Pizza- und / oder Risotto-Rezepte versprach, sondern weil ich auch wusste, dass eins meiner Lieblingsrezepte darin veröffentlicht wurde! Und wer Seite 59 aufschlägt, kann (natürlich meinen ganzen Stolz sehen und) die vegane "Mangold-Spinat-Rucola-Lasagne" nachkochen.
Allein das wäre schon Geschenk genug für mich, aber ich erhielt heute noch eine weitere Überraschung - und zwar ein Paket mit Bio-Ölen von Bio Planète! Darin: Avocado-, Lein-, Mohn-, Kokos-, Macadamia- und Olivenöl sowie eine Flasche Olivenöl-Balsamico! Ein Träumchen, von dessen Produkten ich bestimmt demnächst berichten werde. =)
Wer diese aktuelle Ausgabe von "Köstlich Vegetarisch" im Zeitschriftenladen seines Vertrauens nicht finden kann - kann die Ausgabe auch hier bestellen.
PS: Mangold-Spinat-Rucola klingt aufwendig, aber schmeckt zusammen wunderbar in dieser Kombination. Oft bekomme ich aber keinen frischen Mangold und so wird es dann "nur" eine Spinat-Rucola-Lasange. Man kann aber auch anderes Blattgemüse verwenden.
Donnerstag, 14. Juni 2012
Brot, Olivenöl & Gemüse
Kurz vor unserem Urlaub erfuhr ich von dem neuen Olivenöl REINEOlive - einem Öl, welches in Bioqualität von kleinen bäuerlichen Betrieben Griechenlands produziert wird. Das Besondere an diesem Öl - Claudia Braun und Thanos Mangioros gebaren aus ihrer Leidenschaft für pures, natives Olivienöl die Idee, das Öl aus der eigenen Olivenernte und anderer Kleinbetriebe direkt zu verarbeiten, es nachhaltig zu produzieren und eben auch direkt dem Endverbraucher, also uns, anzubieten - ohne den Umweg über Supermarkt und Co. - Qualität statt Quantität. In unseren von Massenkonsum und einer Überproduktion an Produkten eine super Idee, wie ich finde, die es wert ist, unterstützt zu werden!
Ich wurde eingeladen, diese neue Kreation zu testen und erhielt kurz darauf eine interessant-verpackte Kostprobe dieses Öls, welche bereits die gold-gelbene Farbe zum Ausdruck brachte. Nach unseren erst kürzlich gemachten Erfahrungen in Italien war ich natürlich sehr gespannt, wie dieses Öl schmecken würde im Vergleich zu den italienischen. Denn durch das typische Coperto, das zu jedem Mahl in Italien gereicht (und berechnet) wird, konnten wir einige Olivenölsorten kosten.
Zurück in München, machten wir also den Geschmackstest und versuchten zuerst, die Aromen und den Charakter zu erschmecken. Anschließend genossen wir das restliche Olivenöl zu frischem Baguette und Salat. Und was soll ich sagen - mir persönlich hat REINEOlive wesentlich besser geschmeckt, als die Öle in Italien... oder um mich selbst zu zitieren: "Überraschender Weise ist dieses Öl ungewohnt mild und gleichzeitig intensiv aromatisch. Es schmeckt vollmundig nach Oliven, frisch gemähtem Gras und ist dabei ganz leicht und sanft in der Kehle - ohne die sonst gewohnten Bitternoten im Abgang."
Ich wurde eingeladen, diese neue Kreation zu testen und erhielt kurz darauf eine interessant-verpackte Kostprobe dieses Öls, welche bereits die gold-gelbene Farbe zum Ausdruck brachte. Nach unseren erst kürzlich gemachten Erfahrungen in Italien war ich natürlich sehr gespannt, wie dieses Öl schmecken würde im Vergleich zu den italienischen. Denn durch das typische Coperto, das zu jedem Mahl in Italien gereicht (und berechnet) wird, konnten wir einige Olivenölsorten kosten.
Zurück in München, machten wir also den Geschmackstest und versuchten zuerst, die Aromen und den Charakter zu erschmecken. Anschließend genossen wir das restliche Olivenöl zu frischem Baguette und Salat. Und was soll ich sagen - mir persönlich hat REINEOlive wesentlich besser geschmeckt, als die Öle in Italien... oder um mich selbst zu zitieren: "Überraschender Weise ist dieses Öl ungewohnt mild und gleichzeitig intensiv aromatisch. Es schmeckt vollmundig nach Oliven, frisch gemähtem Gras und ist dabei ganz leicht und sanft in der Kehle - ohne die sonst gewohnten Bitternoten im Abgang."
Mittwoch, 13. Juni 2012
Konfitüren-Laboratorium
Last but not least (zumindest vorläufig) möchte ich euch noch ein kleines "Labor" auf Elba vorstellen. Bei unserer Erkundungstour durch Marciana Alta haben wir dieses kleine Laboratorium zufällig entdeckt: Il Capepe.
Unter uraltem Gewöblegemäuer verbirgt sich eine kleine, aber äußerst kreative Küche, in der Konfitüren, Marmeladen und Chutneys der unterschiedlichsten Zusammenstellungen zusammengebraut werden. Eine ungewöhnliche Atmosphäre für so eine Küche... Wir waren froh, als uns Renato, der Besitzer, herein ließ und uns anbot, sämtliche Marmeladen, die uns interessierten, zu probieren. Da Renato kaum Englisch (geschweige denn Deutsch) und wir noch weniger Italienisch sprechen, war das Rätselraten um die Sorten groß, aber wir haben es geschafft (glaube ich zumindest...).
Von den für Elba typischen Zitronen, über Feigen und Melone bis hin zu roten Zwiebeln, werden die diversesten Obstsorten mit Gewürzen wie Ingwer, Fenchel oder Zimt kombiniert.
Die Zutaten für diese handgemachten Konfitüren stammen alle von der Insel Elba. In der kleinen, atelierartigen Küche werden die frischen Früchte und Gewürze direkt verarbeitet und landen darauf folgend sofort im kühlenden Gewölbe.
Wir entschieden uns nach einigen Geschmacksproben, zwei dieser Sorten mit nach Hause zu nehmen: Confettura di Pesche e Aleatico sowie Confettura die Susine e Cannella.
Unter uraltem Gewöblegemäuer verbirgt sich eine kleine, aber äußerst kreative Küche, in der Konfitüren, Marmeladen und Chutneys der unterschiedlichsten Zusammenstellungen zusammengebraut werden. Eine ungewöhnliche Atmosphäre für so eine Küche... Wir waren froh, als uns Renato, der Besitzer, herein ließ und uns anbot, sämtliche Marmeladen, die uns interessierten, zu probieren. Da Renato kaum Englisch (geschweige denn Deutsch) und wir noch weniger Italienisch sprechen, war das Rätselraten um die Sorten groß, aber wir haben es geschafft (glaube ich zumindest...).
Von den für Elba typischen Zitronen, über Feigen und Melone bis hin zu roten Zwiebeln, werden die diversesten Obstsorten mit Gewürzen wie Ingwer, Fenchel oder Zimt kombiniert.
Die Zutaten für diese handgemachten Konfitüren stammen alle von der Insel Elba. In der kleinen, atelierartigen Küche werden die frischen Früchte und Gewürze direkt verarbeitet und landen darauf folgend sofort im kühlenden Gewölbe.
Wir entschieden uns nach einigen Geschmacksproben, zwei dieser Sorten mit nach Hause zu nehmen: Confettura di Pesche e Aleatico sowie Confettura die Susine e Cannella.
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