Dienstag, 25. Dezember 2012

Merry Christmas!


Nachdem ich meinen Eltern eine Postkarte mit der Aufschrift "Veganes Weihnachten für alle" schickte, gab es tatsächlich auch ein veganes Weihnachten - und dass für uns sechs Personen (na ja, zumindest zu 98%). Wenn ihr auch ein veganes Weihnachts- oder Silvestermenü habt, könnt ihr es sehr gern bei Cara von think. care. act. verlinken - im Rahmen des Vegan Wednesday werden dort bis zum 5. Januar Feiertagsmenüs gesammelt und anschließend bei Pinterest präsentiert.

Wir wollten ein paar Traditionen verknüpfen und gleichzeitig etwas ganz Neues machen, also hatten meine Mama und ich im Internet (in der Rezeptbank vom vebu fanden wir unser Dessert) und in den Kochbüchern (vor allem in dem von Björn Moschinski) recherchiert. So gab es als Hauptgang den traditionellen Kartoffelsalat, (fast) wie ihn mein Papa in seiner Kindheit immer am Heiligabend zu essen bekam. Dazu konnte jeder sein eigenes Vürstchen mitbringen (deswegen die 98% - mein Freund und ich hatten uns im veganz für die Mini Vürstchen entschieden) und außerdem gab es etwas Frisches dazu: Feldsalat mit Orangenfilets, Avocado und Walnüssen.
Vorweg aßen wir eine Rote Beete Suppe - in Anlehnung an die schlesische Tradition meiner Mama.
Und zum verspäteten Dessert gab es Bratäpfel mit einer Walnussfüllung.
Ich glaube, geschmeckt hat es allen und immer wieder wurde betont, dass beispielsweise der Kartoffelsalat "wie echt" schmeckt ;-)

Und jetzt: Frohe Weihnachtsfeiertage! 

Rote Beete Suppe
Zutaten (für 6 Personen)
- 500g Rote Beete
- 2 Karotten
- 1 Stange Porree
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 100g Alsan
- 1l Wasser (oder 0,5l Wasser und 0,5l Rote Beete Saft)
- 3 geh. TL Rote Beete-Meerettich Aufstrich
- 1 EL Kokosmilch
- Salz, Pfeffer, Thymian

Zubereitung
Das Gemüse waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Alsan in einem Topf erhitzen und anschließend die Rote Beete zusammen mit den Zwiebelwürfeln darin andünsten. Nach 5 Minuten das restliche Gemüse hinzufügen und weitere 10 Minuten dünsten. Das Wasser hinzugeben und bei niedriger Hitze leise köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (abhängig von der Größe der Würfel - ca. 15-30 Minuten). In einem Becher Kokosmilch mit dem Aufstrich verrühren, evt. etwas Wasser hinzugeben. Nun die Suppe pürieren und die Kokos-Mischung unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und ggf. Wasser nachgießen.

Kartoffelsalat
Zutaten (für 6 Personen)
- 2 kg Kartoffeln
- 300g Gewürzgurken
- 2 Zwiebeln
- 100ml Gewürzgurkenwasser
- 400g Mayonnaise
- Salz, Pfeffer
- Schnittlauch

Zubereitung
Die Kartoffeln gar kochen, pellen und in Würfel schneiden. Die Gewürzgurken ebenfalls klein würfeln. Die Zwiebeln schälen, fein hacken und in etwas Öl glasig dünsten. Die Gewürzgurken sowie die Zwiebeln, Mayonnaise und Gurkenwasser zu den Kartoffeln geben und alles verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und klein geschnittenen Schnittlauch dazu geben. Am besten am Vortag vorbereiten und über Nacht ziehen lassen und vor dem Servieren nochmals abschmecken (ggf. etwas Gurkenwasser oder Gemüsebrühe hinzugeben, damit der Salat geschmeidiger wird).

Feldsalat mit Orange und Walnuss
Zutaten (für 6 Personen)
- 1 Packung Feldsalat
- 2 Orangen
- 50g Walnüsse
- 1 Avocado
- 2 EL Zitronensaft
- 8 EL Olivenöl
- 4 EL Essig
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer
- Dill

Zubereitung
Salat waschen und trocken schütteln. Orange filetieren und Saft dabei für das Dressing auffangen. Avocado halbieren und in Würfel schneiden. Diese Würfel in Zitronensaft wenden und zusammen mit den Orangenfilets unter den Salat mischen. Für das Dressing den aufgefangenen Orangensaft mit Öl, Essig, Senf verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill hinzufügen und beim Anrichten über den Salat geben. Die Walnüsse grob hacken und vor dem Servieren über den Salat streuen.

Bratäpfel mit Walnuss-Füllung
Zutaten (für 6 Personen)
- 6 säuerliche Äpfel
- 100g Walnüsse
- 100g getr. Aprikosen
- 1 Vanillemark
- 1 TL Zimt
- 30g Zucker
- 4 cl Quittenlikör

Zubereitung
Für die Füllung die Walnüsse klein hacken und die Aprikosen klein würfeln. Mit dem Mark einer Vanilleschote, Zucker, Zimt und Likör verrühren. Die Äpfel waschen, den Deckel abschneiden und eine Mulde in die Äpfel höhlen. Die Füllung hinein geben, Deckel drauf und im Ofen bei 170°C ca. 30 Minuten backen (je nach Größe der Äpfel).


Kommentare:

  1. Ui, wie toll! Diesen Kartoffelsalat macht meine Mutter auch immer. Aber sie schnippelt noch einen kleinen Apfel dran. Sooo lecker!

    Fröhliche Weihnachten!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Linda!
      Wir wollten auch erst einen Apfel mit rein schnippeln, aber der ist dann auf dem Weihnachtsteller gelandet ;-) Beim nächsten Mal würde ich aber auch einen kleinen Apfel hinzu geben!

      Frohe Weihnachten dir!

      Löschen
  2. Hmmmm, bis vor 2 Jahren gab es bei uns IMMER Würstchen (natürlich nicht vegan) mit Kartoffelsalat (den Oma aber vegetarisch ohne Speck machte)... Dein Essen sieht wirklich sehr, sehr lecker aus - bei uns gab es auch Feldsalat :)

    Ich wünsche dir und deinen lieben weiterhin frohe Feiertage

    AntwortenLöschen
  3. Oh Mann, sieht das alles ober lecker aus!

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Regina,
    ich wünsche dir etwas verspätet noch Frohes Fest und wollte mal wieder ein Riesenkompliment für den Blog loswerden! Schaue fast täglich drauf und war dank deiner Empfehlungen neulich im Freckles Berlin und Max Pett in München... Ganz groß! :)

    AntwortenLöschen
  5. Hi Regina,

    das sieht ja alles sehr lecker aus. Ich krieg da beim Lesen immer soviel Hunger... Mann, Mann....

    Wir haben vor 2 Wochen eine grosse Portion Bratäpfel für Gäste gemacht. Kommt immer wieder gut an und ist total lecker.

    Übrigens, als säuerliche Äpfel kann man Boskop oder Ontario nehmen. Natürlich noch viel andere alte Apfelsorten, die gibts aber leider nicht mehr im Handel.

    Zu unseren Weihnachstessen gabs da noch (veganen) Apfelwein. Natürlich selbst gemacht ! :-)

    Kommt gut ins neue Jahr

    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  6. Hallo,
    sehr, sehr lecker alles! Schaut zumindest so aus, aber hat bestimmt auch so gut geschmeckt. Ich hab eine Frage zur Mayo! Kaufst du die oder machst du die selbst. Ich nenne eine feudale Küchenmaschine mein Eigen, die auch ganz fein Mayo machen kann. Ich hab aber leider nur Rezepte mit Ei :(

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Marita!
      Ich habe gekaufte Mayo benutzt, an die eigene Herstellung habe ich mich noch nicht gewagt... aber ein paar Rezepte habe ich in einigen Kochbüchern schon gesehen! Beispielsweise in dem von Björn Moschinski!

      Liebe Grüße,
      Regina

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...