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Samstag, 27. April 2013

108 Days Ashtanga! Und jetzt? Yoga!

108 Tage Ashtanga. Das sind mindestens 1.620 Minuten in denen ich auf der Yogamatte stand - wenn man davon ausgeht, dass ich jeden der 108 Tage "nur" jeweils zehn Sonnengrüße praktiziertere. Da ich aber mindestens ein Mal in der Woche in der Mysore-Stunde bei Katja war, kommen da noch einmal 1.388 Ashtanga-Minuten drauf. Und nun? Erleuchtung? Habe ich eine Veränderung bemerkt? Springe ich jetzt jeden Tag direkt auf die Matte?

Wohl eher nicht... Meine Motivation habe ich leider in diesen letzten zehn Tagen auch nicht wiedergefunden. Aber nichtsdestotrotz: Yoga macht mir weiterhin Spaß und ich möchte auch so oft wie es geht (vielleicht nicht täglich, aber mehrfach in der Woche) Yoga praktizieren. Super finde ich, dass es auch Lunch Yoga gibt - so kann man die Praxis mitten in den Tag einbauen. Allerdings habe ich in diesen 108 Tagen festgestellt, dass ich einfach Abwechslung beim Yoga brauche. Ashtanga reizt mich immer noch - die atmende Bewegung und im Fluss der Bewegung den Geist loslassen. Aber genau das kann man auch in anderen Yogastilen machen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der richtige Typ für Ashtanga - mir fehlt ein wenig die Abwechslung. Der immer gleiche Asanas-Ablauf lähmte mich irgendwie. Wisst ihr was ich meine? Ich brauche etwas Überraschung. Ich muss nicht unbedingt wissen, welche Asana als nächstes auf mich wartet. Und ich finde es gut, wenn der Fokus der Praxis immer mal wieder auf etwas anderes liegt.

Um so passender kam der Vorschlag von yogaeasy.de - eine der bekanntesten Onlineportale (in Deutschland), mit denen man sich eine abwechslungsreiche Yogapraxis nach Hause holen kann (so zumindest das Versprechen) - das Portal zu testen. Auf jeden Fall gibt es bei Yogaeasy.de zahlreiche bekannte Yogalehrer wie Dr. Ronald Steiner, Anna Trökes oder Dr. Patrick Broome, und die unterschiedlichsten Stile - da ist auf jeden Fall die Abwechslung gesichert.

Damit wir alle mal das Angebot von Yogaeasy.de testen können, hat mir das Portal liebenswerter Weise einen Gutscheinlink für einen Gratis-Monat zur Verfügung gestellt - damit können wir das Angebot der Seite für einen Monat kostenfrei testen! Auf die Matte, fertig, Los!


Bei einem ersten Hineinschnuppern sind mir gleich mehrere Videos aufgefallen - so gibt es für Ashtanga gleich sieben Videos von und mit Dr. Ronald Steiner. Die Videos von Petros Haffenrichter (Jivamukti München) werde ich auch auf jeden Fall testen - begonnen habe ich heute mit der "Guten Morgen-Klasse" und bin damit super ins Wochenende gestartet.

Welches Video wird euer erstes sein? 

Donnerstag, 18. April 2013

Die letzten 10 Ashtanga-Tage


Noch zehn Tage... Ich muss zugeben, dass die letzten Tage (eigentlich seit Ostern) recht zäh waren, was meine Yogapraxis betrifft. Die Motivation? Mmh... die hat sich wahrscheinlich irgendwo hinter der Buddah-Statue versteckt oder unter der Matte... Da wir Ostern unterwegs waren, setzte ich drei Tage mit der Challenge aus - diese werden natürlich hinten dran gehangen, damit es am Ende 108 Tage Ashtanga werden.
Aber wie sahen diese letzten Tage seit Ostern nun aus? Einmal die Woche besuchte ich die Mysore-Praxis bei Katja, aber sonst fehlte mit die Motivation zu mehr. Trotzdem kann ich sagen, dass ich jeden Morgen nach dem Aufstehen oder am Abend zumindest die Sonnengrüße A und B sowie die drei Abschlussübungen absolvierte. Aber halt auch nicht mehr.
Mal schauen, ob die Motivation für diese letzten zehn Tage jetzt noch etwas steigt... so und jetzt einatmen - ausatmen - und ab auf die Matte für die letzten zehn Tage der Challenge...


Samstag, 2. März 2013

54 Tage Ashtanga - 54 noch to go!

Obwohl ich heute - am Samstag - ausschlafen wollte, war mein Körper noch auf die wöchentliche Weckzeit um 6.30 Uhr getrimmt. Also, was am besten tun mit der frühen Wachphase? Da fiel mir ein, dass heute ja mein 54. Tag der 108 Tage Ashtanga Challenge ist. Halbzeit also. Da kann ich ja eigentlich auch an einem Samstag um halb sieben Uhr morgens auf die Matte steigen.
Zur Feier des Tages, zündete ich mir (seit langem mal wieder) eine Kerze an und schon ging es los. Einatmen Arme heben. Blick zu den Daumen. Ausatmen vorwärts beugen. Nasenspitze. Einatmen. Kopf heben, Rücken strecken. Ausatmen...
Erstaunlicherweise scheint meint Körper diese frühe Praxis mittlerweile gewohnt zu sein - wo in den ersten Tagen der Ashtanga Challenge noch alles zog und weh tat bei den Vorwärtsbeugen, funktioniert es jetzt viel besser. Fast wie "geölt". Mittlerweile kann ich die Sequenz, die ich praktiziere sogar auswendig und versuche auch, auch auf die verschiedenen Drishti - Blickrichtungen - zu achten.

Was ist sonst in diesen 54 Tagen passiert? Am Tag 40 schaffte ich es das zweite Mal am Ende der Mysore Stunde bei Katja in den Lotussitz - wenn auch nur für gefühlte zwei Sekunden.
Und heute? Probierte ich das erste Mal seit meinem "Absturz" am x. Tag wieder allein den Kopfstand - dieses Mal zog ich die Matte allerdings vorher an die Wand. Katja hatte mir zwischendurch mal dieses Video "Headstand vor Beginners" via Facebook geschickt, bei dem der Weg in den Kopfstand gut erklärt wird. Also Bandhas. Langsam. Und schon stand ich heute morgen sicher im Kopfstand! Und das allein!
Vor den drei letzten Übungen der Abschlusssequenz probierte ich noch einmal den Lotus - und wieder ließen sich meine Beine irgendwie hinein knoten! Ich konnte die Position zwar wieder nur ein paar Sekunden halten, aber das reicht ja auch erst einmal aus.


Dienstag, 19. Februar 2013

World Yoga Day 2013

Am Sonntag, den 24. Februar soll an 24 Stunden weltweit Yoga praktiziert werden: Das World Yoga Day-Team hat Yogalehrer und -schulen dazu aufgerufen, an diesem Tag zwei Stunden ihrer Zeit einer Yoga-Session zu widmen, die den Menschenrechten gewidmet ist.

Diese Yoga-Praxis (egal in welchem Yoga-Stil) soll von 11 bis 13 Uhr stattfinden - in jeder Zeitzone - was dazu führt, dass ein 24-Stunden-Yoga-Marathon um die Welt herum praktiziert wird.
Ursprungsgedanke dahinter ist, dass die Schüler, die an dieser Yogapraxis teilnehmen, so viel spenden wie sie möchten bzw. wie sie sich leisten können - es sollen auch Menschen willkommen sein, die sich sonst keine Yogastunde leisten können. Denn das Geld, das letzten Endes gespendet wird, ist zwar wichtig um den Opfern von Menschenrechtsverletzungen zu helfen, aber der Gedanke hinter diesem Event ist ebenso wichtig - vor allem dass dadurch viele miteinander verbunden werden.
Die Spenden, die bei diesem World Yoga Day 2013 gesammelt werden, sollen Fian Internation's Arbeit unterstützen. Hier könnt ihr mehr darüber lesen.

Wie ihr mitmachen könnt, lest ihr hier - und welches Yogastudio in euer Nähe teilnimmt, könnt ihr hier erfahren. Und falls ihr eure Teilnahme öffentlich machen wollt, könnt ihr euch natürlich auch beim facebook-event anmelden. einfach Yoga! hier in München beteiligt sich ebenfalls - also werde ich dort im Rahmen des World Yoga Day 2013 meine Ashtangapraxis durchführen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

30 = 108

Das war sie nun. Die 30 Tage Ashtanga Challenge. Und nun? Habe ich die Erleuchtung erlebt? Kann ich mit Hilfe meiner Bandhas fliegen? Oder gar stundenlang im Lotussitz verharren? Leider muss ich alles beneinen. Aber das ist keineswegs negativ, denn ich habe viel mehr gelernt.
Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis, die ich ja bereits ganz am Anfang meiner Yoga-Praxis in San Fransisco hörte: "Don't push it."

Ich glaube, dass ich – extrem motiviert – die erste Woche etwas zu schnell angegangen bin - zwar schaffte ich es erstmals, meine Beine irgendwie in den Lotussitz zu knoten (keine Ahnung mehr, wie ich das schaffte...), aber ich stürzte auch beim Kopfstand um und entwickelte eine schmerzliche Muskelentzündung im Nacken, so dass ich zur Halbzeit eine ungewollte Praxispause einlegen musste.
Danach ließ ich es ruhiger angehen. Machte hauptsächlich die Sonnengrüße während der Praxis daheim. Machte erst einmal keinen Kopfstand mehr. Und konzentrierte mich dafür auf die korrekte Ausrichtung des Beckens und meine Bandhas (was für mir dauerhaft total schwer fällt). Selbst im Skikurzurlaub rollte ich nach einem ausgiebigen Skitag die Travelmat in der Hütte aus und vollführte meine Praxis zwischen eicherustikalem Bett und Kleiderschrank.


Und dann war er da: Tag 30. Der Tag meiner wöchentlichen Mysore-Praxis bei Katja von einfach yoga! Es lief konditionell besser als direkt nach meiner viertägigen Auszeit. Und mir wurde zwischendurch bewusst, dass ich mittlerweile sogar die Reihenfolge der ersten Serie bis zum Boot (Navasana) auswendig kenne! Den Lotussitz schaffte ich zwar nicht, aber dafür stehe ich jetzt ziemlich sicher allein im Kopfstand. Nach der Mysore-Stunde gab es sogar eine Überraschung: Als Belohung, dass die 30 Tage geschafft sind, haben wir alle eine traditionelle Mala-Kette geschenkt bekommen - natürlich mit 108 Perlen. Wie passend, denn die 30 Tage Ashtanga Challenge wurde von allen Teilnehmern auf 108 Tage verlängert...

Durch die aufgesetzte Auszeit, achte ich jetzt mehr darauf, was mein Körper mir sagt. Und für die nächsten 76 Tage zählt das Prinzip: Just do your practice and all is coming. Früher oder später.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Vegan Wednesday #24 und endlich wieder Yoga...

"Einen wunderschönen guten Morgen!" hätte ich gestern Morgen am liebsten lauthals gerufen. Denn nicht nur, dass gestern der 24. vegan Wednesday war (und ich rechtzeitig dran gedacht habe) sondern auch, weil ich Dienstag das offizielle "go" vom Orthopäden für die Yogapraxis bekommen habe. Strike! Also ging es gestern nach vier Pausentagen beim abendlichen Yogakurs bei einfach Yoga! und damit mit meiner 30 Tage Ashtanga Challenge weiter. Erst einmal aber langsam - so auch gestern und heute morgen.
Aber zurück zum gestrigen Vegan Wednesday! Diese Woche sammelt übrigens Cara von think. care. act für den vegan Wednesday. Nachdem ich gestern also meine "Baby-Version" des Sonnengrußes absolvierte gab es genau das richtige (in meinen Augen) für danach: Einen grünen Smoothie. Die Inspiration für den heutigen Smoothie kam vor kurzem über instagram und The Fancy Sprout: Ein Smoothie aus Ananas und ganz viel Grünem halt.

Mittags koche wieder Jasmin bei uns in der Firma (sie ist übrigens selbstständige Köchin - falls ihr sie mal für ein Event engagieren oder an ihrem kulinarischen Salon teilnehmen wollt) und es gab Karotten-Orangen-Ingwer-Suppe. Die sah nicht nur farblich total toll aus, sondern schmeckte wahnsinnig aromatisch-intensiv nach den genannten Zutaten und hatte am Ende eine gewisse Schärfe... mmh...


Am Abend war ich zu Gast bei einer lieben Freundin die mir liebenswerter Weise ein neues Logo für den Blog kreiiert =D Da ihr Mann einige Intoleranzen hat, gab es eine für mich ganz ungewöhnliche Pizza - der Boden bestand aus Leinsamen, Kürbiskernen und Zucchini und roch im Ofen tooootal verlockend. Drauf kamen Aubergine, Zucchini, Tomaten und Daiya. Ich kann nichts anderes sagen - das war leider geil.
Und jetzt, wo ich an diese Pizza denke, könnte ich schon wieder reinbeißen und euch allen einen wunderschönen guten Morgen wünschen!


Ananas-Smoothie
Zutaten
- 1/2 Ananas
- 3 Handvoll Wurzelspinat
- 1 Glas Wasser
- 1 geh. Tl Gerstengras
- 1 geh. Tl Detox-Mix

(Wer es nicht so "grün" mag, kann auch einfach eine ganze Ananas nehmen, dann schmeckt der Smoothie insgesamt fruchtiger)

Pizzateig 
Zutaten
- 50g Leinsamen
- 200g Kürbiskerne
- 180g Zucchini
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Meersalz
- 1 TL Oregano

Zubereitung
Leinsamen und Kurbiskerne mahlen/schroten, Zucchini mixen und das alles mischen. (Im Original sind es geschälte Mandeln anstelle Kürbisk.).
Auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech einen Pizzaboden drücken (geht am besten wenn man Frischhaltefolie drüber legt). Sollten zwei Böden werden.
Dann 1-1,5 Std bei 180°C Umluft backen (nicht zu dunkel werden lassen, aber kross!). Danach belegen und nochmal 5-10 min in den Ofen.

Sonntag, 20. Januar 2013

Halbzeit & Auszeit

Tja, eigentlich ist heute der 16. Tag der 30 Tage-Ashtanga Challenge. Und eigentlich hätte ich fleißig am Kopfstand und am Lotussitz weiterarbeiten können. Eigentlich wollte ich gestern auch auf die Yoga Expo und den Ashtangakurs bei Roland Steiner mitmachen. Und eigentlich wollte ich heute wieder beim Ashtanga-Workshop teilnehmen... eigentlich, eigentlich.

Aber uneigentlich steht meine Yogamatte zusammengerollt seit Donnerstag in der Ecke und ich muss mit der Yogapraxis pausieren. Erst dachte ich, dass ich nur meinen Pausentag schon auf Donnerstag vorverlegen muss, aber auch am Freitag konnte ich mich nicht auf die Matte begeben. Warum? Muskelentzündung. Oder soetwas. Im Nacken. Schmerzhaft. Sehr schmerzhaft.
Begonnen hatte es schon vor ein paar Tagen - ich dachte, dass mein Nacken schmerzt, weil ich vor Silvester beim Beachvolleyball unglücklich gestürzt bin oder weil ich mich erst noch an die tägliche PC-Arbeit wieder gewöhnen muss nach der Weihnachtspause. Also nahm ich heiße Bäder, rieb Nacken, Hals und Schultern mit wärmender Salbe ein und verbrachte ganz viele Stunden umarmt von der Heizdecke. Bereits am Dienstag - als ich am Ende der Mysore-Stunde das allererste Mal im Lotussitz saß - konnte ich in den Dreiecks-Positionen schon nicht ohne Schmerzen im Nacken nach oben gucken. Aber den Rest der Einheit schmerze mein Hals-Schulter-Bereich nicht. Zuhause ging es nach dem Duschen direkt wieder auf die Heizdecke.
In der Nacht spürte ich dann erstmals einen stechenden Schmerz im Nacken - direkt zwischen oberem Halsende und Schädel - der mir den Schlaf raubte. Als ich Mittwochmorgen auf der Matte stand und mich nach dem herabschauenden Hund wieder aufrichten wollte, spürte ich wieder diesen stechenden Schmerz, kämpfte mich aber durch die zehn Sonnengrüße. Mit Schmerztabletten ausgestattet, überstand ich den Tag, aber in der Nacht konnte ich kein Auge zutun vor Schmerzen - Zum Glück hatte mir aber bereits für den nächsten Morgen einen Arzttermin vereinbart. Und da war es schnell klar: Muskelentzündung.


Und hier sitze ich nun auf der Couch. Lese die motivierten Kommentare der anderen Yogie-Challenger und überlege hin und her, wie ich fortfahre. Heute ist der vierte Tag Pause (inkl. Donnerstag als wöchentlicher Pausentag). Morgen werde ich beim Arzt sehen, wie es weitergeht. Vielleicht kann ich ja bereits morgen in die Challenge wieder einsteigen. Dann würde ich die ausgefallenen Tage einfach hinten dran hängen. Hoffentlich... Aber dafür werde ich meinen Frust durch online-Yogakonsum - wie ihn Milena Moser so schön in "Schlampenyoga" beschrieben hat - besänftigen und anschließend die Füße wieder hochlegen und den PC ruhen lassen...

Mittwoch, 16. Januar 2013

(Fast)Bergfest - Und Hallo Lotus!


Zwölf Tage der Ashtanga Yoga-Challenge liegen hinter mir (inklusive heut). Puh! An einigen Tagen, ist mir der Schritt auf die Matte extrem schwer gefallen - so gleich am allerersten Tag nach dem  Anfangsworkshop. Kurz vor neun stand ich auf der Matte, aber was war denn das?! Muskelkater! Vom Feinsten! Also absolvierte ich mehr schlecht als recht die zehn Sonnengrüße. Warum tut alles auf einmal so weh? Warum ist mein Nacken so steif? Warum bin ich noch steifer als sonst? Ganz schlimm war der Pflug - den musste ich sogar abbrechen, weil mein gesamter Rückenbereich zog.
Das stimmte mich nicht gerade optimistisch für den nächsten Morgen. Beim Workshop entschied ich mich ja, die tägliche Yogapraxis gleich am Morgen, direkt nach dem Aufstehen anzugehen. Heißt in der Praxis: Der Wecker klingelt 6.30 Uhr und ich steh 6.40 Uhr auf der Matte.

Damit es überhaupt kein Zurück gibt, habe ich mir als Vorbereitung meine Yoga-Sachen im Bad aufgehangen. Also direkt raus aus dem Schlafanzug und rein in die Yogahose. Heizung aufgedreht und Kerze an. Mein zweites Mal Yoga in der Früh fühlte sich schon viel besser an. Trotz 45 Minuten Praxis bis zum "Extremverknotungssitz" (wie in unserem Kurs Marichyasana D genannt wird) und anschließender Abschlusssequenz fühlte ich mich erfrischt und war bereit für den ersten Arbeitstag im neuen Job.
Punkt 6.40 Uhr stand ich auch die weiteren Wochentage auf der Matte. Von Tag zu Tag merkte ich, wie meine Muskeln schneller erwachten und weich wurden, so dass bereits nach drei Tagen die Sonnengrüße ohne Nackenschmerzen funktionierten.

Beim ersten abendlichen Ashtangakurs am Dienstag lernte ich von Katja den Full Vinyasa-Stil des Ashtanga kennen. Bedeutet: Sonnengrüße auch zwischen den stehenden Positionen. Uff... Das probierte ich seitdem noch zwei Mal aus. Und nachdem es mich das erste Mal noch vollkommen durcheinander brachte mit den Positionen, klappte es beim zweiten Mal, am Sonntag bereits richtig gut. So gut, dass ich euphorisch in den Kopfstand ging. Leider mit etwas zuviel Schwung... ich kippte hinten über und mein Knie machte Bekanntschaft mit dem Kerzenglas der Buddha-Figur... Autsch. Aber zum Glück war das der einzige Absturz in diesen zwölf Tagen!

Beim zweiten Mysore-Kurs mit Katja - Tag elf gestern - dann mein persönliches Highlight: In der Abschlusssequenz, konkret im Yoga Mudra, den ich sonst immer nur im Schneidersitz oder im halben Lotus zehn Atemzüge halte, probierte ich einfach mal aus, ob sich meine Beine in den Lotussitz ziehen lassen. Ich war warm dank des Full Vinyasa-Stils und die Praxis ist bis dahin super verlaufen. Also erst das rechte Bein in den halben Lotus. Da zog es schon ganz schön am Fußspann... Aber das linke Bein ließ sich einfach nicht in den Schoß ziehen... Also umgekehrt mal probieren. Erst den linken Fuß in den halben Lotus und was war das?! Der rechte Fuß ließ sich ebenfalls bewegen! Und da saß ich - total perplex. Den Knien ging es gut (Katja fragte natürlich sofort nach), nur der Fußspann zog wie verdammt auf beiden Seiten. Aber das hielt ich fünf Atemzug aus. Strike!

18 Tage liegen noch vor mir. Das mit dem Kopfstand wird am Ende (hoffentlich) auch unfallfrei klappen...und vielleicht auch noch der ein oder andere Lotussitz... Denn wie sagte Sri K. Pattabhi Jois (quasi der Begründer des Ashtanga Yoga) doch gleich? "Do your practice and all is coming."

Om.

Sonntag, 6. Januar 2013

Let the Challenge begin...

Ich habe mir zum Jahresbeginn doch so einiges vorgenommen. So sind aktuell bereits einige der 101 in 1001 Projekte in Erarbeitung: Für das Use Up Along 2013 sollte ich langsam in die Ideenfindung für neue Rezepte/Gerichte gehen, um alle gehorteten Vorräte aufzubrauchen. Morgen starte ich einen neuen Job und gestern begann die 30 Tage Ashtanga Yoga Challenge (organisiert von Katja Kirchhofer, einfach Yoga!, München).

Gestern fand der Einführungsworkshop der Ashtanga Challenge statt, bei dem wir zuerst alle zusammen mit Katja unseren eigenen Plan für die nächsten 30 Tage ausarbeiteten. Wir sollten uns beispielsweise einen Pausentag (pro Woche) überlegen - den habe ich für die nächste Woche erst einmal auf Samstag gelegt - ist ja auch traditionell in Mysore so üblich. Dann sollten wir uns überlegen, wann am Tag wir auf die Yogamatte steigen wollen - Frühaufsteher oder eher Nachtaktiv? Da ich definitiv Frühaufsteher bin und nicht weiß, wie die erste Arbeitswoche so sein wird, habe ich mich für morgens entschieden. Und so wird ab Montag, morgens halb sieben mein Wecker klingeln und ich hoffentlich auf die Yogamatte tapsen...

Nachdem dies alles er- und geklärt war, ging es an die Praxis. Genau 18 Tage sind seit meiner letzten Ashtanga-Stunde verstrichen - das war vor Weihnachten... Autsch, dachte ich mir da nur. Aber es wurde keine übliche Mysore-Stunde, sondern wir bekamen eine Einführung in die Sonnengrüße (Surya Namaskara) A und B sowie die stehenden Positionen und die ersten vier Positionen aus der ersten Serie (bis Purvottanasana). Genau das Richtige nach über zwei Wochen Yogapause! Das sind zwar weniger Asanas als ich bisher praktizierte (und vor allem keine Vinyasas), aber da wir alle Asanas doppelt ausführten - zunächst unter Anleitung und dann selbstständig - war es doppelt intensiv...

Heute ist also Tag 2 der Ashtanga Challenge. Es ist mittags und ich kann es selbst kaum glauben, dass ich heute morgen 8.50 Uhr auf die Yogamatte stieg und mit meiner Ashtanga Praxis in den Tag startete. Alles tat weh. Der Nacken schmerzte bereits bei der ersten Vorwärtsbeuge (Uttanasana). Ich entschied mich beim ersten Sonnengruß für die kleine Kobra. Die Schultern und der untere Rücken zogen, als ich mich in den herab schauenden Hund aufrichtete. Ich konnte mich kaum auf der Matte halten. Warum ist die denn auf einmal so rutschig? Nach dem dritten Sonnengruß hatte ich endlich festen Halt bei Adho Mukha Shvanasana und ich wagte mich in den intensiveren Sonnengruß - inklusive Chaturanga Dandasana und Urdhva Mukha Shvanasana. Nach den fünf Sonnengrüßen B war ich warm und fühlte mich etwas wacher, etwas beweglicher, als noch 15 Minuten zuvor.
Also machte ich weiter. Die stehenden Positionen. Und auf einmal merkte ich, wie ich diese neun Positionen sogar in der richtigen Reihe auswendig kannte! Nach Purvottanasana überlegte ich kurz, ob ich mit der ersten Serie bis Navasana, dem Boot, weitermachen sollte. Aber ganz so fit fühlte ich mich noch nicht. Also ging ich über in die Abschlusssequenz. Aber als ich aus dem Schulterstand in den Pflug überging, tat auf einmal wieder alles weh - vor allem mein oberer Rücken und der Nacken. Ich winkelte die Beine an, so ließ es sich aushalten. Als ich nach 40 Minuten in Shavasana lag, fühlte ich mich einerseits lebendig, aber auch ganz schön k.o. ...

Tag 2 ist also überstanden. Mal schauen wie das morgen, halb sieben aussieht...

Dienstag, 1. Januar 2013

Challenge accepted!

Als ich krankheits- und Terminbedingt vor kurzem mal zwei Wochen mit Yoga aussetzen musste, bemerkte ich bei meiner Rückkehr - die auch noch ausgerechnet ein Ashtanga-Workshop war - dass man ganz schnell die Routine verliert. Aber auch ganz schnell wieder rein kommt. Das ist das Schöne am Yoga - der Körper erinnert sich scheinbar schnell die Bewegungen und Verrenkungen...
Man müsste regelmäßig Yoga praktizieren. ICH müsste regelmäßiger auf die Yogamatte steigen. Hatte ich nicht schon einmal genau das Gleiche gedacht? Nun ja, meist wird es doch nur ein wöchentlicher Ausflug, obwohl ich jedes Mal merke, wie gut es mir tut.
Diese Challenge zum Jahresbeginn kommt mir da gerade recht: 30 Tage Ashtanga Yoga. Jeden Tag. Puh. Aber genau das möchte ich eigentlich - etwas für mich selbst tun. Und das regelmäßig. Und wann gibt es einen besseren Zeitpunkt als der Start ins neue Jahr? In einen neuen Job?

Am Samstag, den 5. Januar geht es mit einem Anfangsworkshop los, bei dem man zusammen mit der Yogalehrerin Katja (von einfach Yoga! in München) einen optimalen Zeitplan erarbeitet, der in den eigenen Alltag dann passen und realistisch durchzuführen sein soll - quasi ob man Yoga am Morgen oder zwischendurch oder nach der Arbeit praktiziert. Scheinbar reicht es auch, wenn man am Tag nur 15 Minuten in Yoga investiert... ich bin auf jeden Fall gespannt!

Challenge accepted!
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