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Montag, 27. April 2015

Neues Ashtanga Yoga Studio in München: AYM

München hat ein neues Yogastudio - aber nicht irgendeins. Sondern eins, dass speziell für Ashtanga Yoga ausgerichtet ist. Es ist zudem "nicht nur irgendeins", weil es das erste eigene Studio von meiner Freunin Katja und ihrem Yogapartner Franz ist. Ashtanga Yoga München hat ein neues Zuhause.


Die beiden erfüllen sich mit dem eigenen Yogastudio einen Traum - und das ziemlich zentral in München! Das neue Yoga Studio ist in der Lindwurmstraße 7 Zuhause. Durch die Platzierung direkt am Sendlinger Tor ist das Studio also ideal mit U-Bahn und Tram erreichbar.

Am kommenden Donnerstag, den 30. April (der Freitag ist der 1. Maifeiertag) wird das Yoga Studio eröffnet und Katja und Franz laden alle ein, dabei zu sein und mit ihnen zu feiern. Dies natürlich im Yogi-Style mit Sonnengrüße, grünen Smoothies und einem yogischen Gewinnspiel:

18:00 - 108 Sonnengrüße 
für alle die Lust haben (bitte anmelden) kostenlos

20:00 Party ;-) 
bring your friends and family!

win 
Katja und Franz verlosen an dem Abend:
1. Preis: 6 Monate Flat Rate
2. Preis: 1 Monat Flat Rate
3. Preis: 8er Karte

Donnerstag, 17. Juli 2014

Sonntag, 20.07.: Outdoor Spenden Yoga an der Isar

Neben dem Lululemon Yoga-Event am kommenden Samstag können sich Yogis auch am Sonntag betätigen, denn Ashtanga Yoga München veranstaltet am Sonntag, den 20. Juli ab 10 Uhr eine Yog-Stunde aus Spendenbasis statt. Alle Spenden kommen der "Schule für junge Flüchtlinge" zugute.

Nach der Yogapraxis gibt es gemütliches Beisammensein mit Kuchen. Bei schönem Wetter findet die Stunde an der Isar statt (Ort wird noch bekannt gegeben) und bei schlechtem Wetter im at peace.

Anmeldungen über facebook.

Samstag, 18. Januar 2014

Ashtanga Yoga auf Phuket

Bei all dem guten Essen kam der Sport natürlich auch nicht zu kurz. Ich hatte mir zwar fast utopisch, aber dafür ganz fest vorgenommen, jeden zweiten Tag Yoga zu machen - sei es in einem Studio oder eben einfach auf der Yogamatte im Apartment. Zuerst fand ich kein Studio, das ich ansprechend fand und wurde von Moskitos genervt, als ich ein paar Sonnengrüße auf dem Balkon absolvierte. Und dann stieß ich auf die Website von "The Little Yoga Room" in Chalong. Das waren 16 km von unserem Apartment in Patong entfernt...
Aber dieses kleine Shala reizte mich am meisten und so fuhr mich mein Freund eines Morgens für den 9 Uhr-Kurs hin. Und am Ende des zweiwöchigen Urlaubs auf Phuket war ich insgesamt sechs Mal bei Becky gewesen - inklusive einer Yoga-Stunde im Dragon Muay Thai Gym - das war mal eine Erfahrung wert: Yoga zwischen Boxsäcken und umrandet von lautem Schnaufen und Musik...

Was mir besonders an diesem Yoga Shala gefiel, war die simple Tatsache, dass hier das traditionelle Ashtanga Yoga im Mittelpunkt steht und kein großes Tamtam drumherum gemacht wird. Sehr schön fand ich zudem, dass dieses Shala (Schule) draussen war. Besonders die Stunden am Morgen waren durch den frischen Windzug sehr angenehm. Meist waren wir sogar nur zu zweit in der Stunde (das meiste waren ein Mal zehn Teilnehmer), so dass Becky super auf jeden eingehen konnte.

Becky unterrichtet traditionelles Ashtanga Yoga. Sie selbst war 2012 auch in Mysore, um es dort zu lernen. Sie verfolgt die Theorie, dass jeder Schüler seinen Körper am besten kennt und zwingt niemanden in eine bestimmte Position - so korrigiert sie ausschließlich Fehler und erinnert sanft beispielsweise an einen geraden Rücken. Nach meiner langen Yogapause im Sommer/Herbst konnte ich bei Becky gut wieder in eine regelmäßige Ashtanga-Praxis einsteigen und habe neue Motivation geschöpft. Sie hat mir auch einige neue Übungen gezeigt, die sie zusätzlich in die erste Serie eingebaut hat. Namasté, Becky!

Jedem, der auf Phuket Yoga praktizieren möchte, kann ich The Little Yoga Room wärmstens empfehlen - egal in welcher Ecke man seine Unterkunft hat! :-)





Montag, 25. November 2013

aum... und es ging weiter

Nach meiner initialen Rückkehr auf die Yogamatte wurde es zwar wieder hier etwas stiller, aber dafür nicht wieder leer auf der Matte! Nach dem "After Wiesn Ashtanga" hatte ich ja bereits angekündigt, dass ich über das Ashtanga-Wochenende noch berichten werde!

Der dreitägige Ashtanga-Workshop bei Katja (Ashtanga Yoga München, AYM) stand unter dem Sanskrit-Motto "In der Balance aus Beharrlichkeit (Abhyasa) und Gelassenheit (Vairagya) wird der Zustand des Yoga erreicht." Puh.
Freitagabend ging es los - ich flitzte von meiner Arbeit rüber ins benachbarte Yogastudie (praktischer Weise liegt es aktuell direkt in der Parallelstraße), schlüpfte in meine Yogaklamotten und war bereit, die nächsten Tage mit Mukselkater zu verbringen. Denn das hatte ich ehrlich gesagt erwartet und machte mir auch etwas Bedenken, denn drei Tage Ashtanga-Yoga - dafür war mein Körper auf jeden Fall noch nicht gedacht! Dachte ich zumindest!
Aber gleich zu Beginn nahm Katja mir diese Bedenken. Denn es geht eben nicht um Muskelkater und Überlastung beim Ashtanga. Man soll auf seinen Körper, auf seine aktuelle Situation und seine momentanen Fähigkeiten horchen und nur so weit gehen, wie man in dem Moment auch wirklich kann. Gelassenheit eben. Alles andere kann zu Verletzungen führen. Auch wenn man eigentlich trainiert ist, kann zu intensives Training jeden Tag zu Verletzungen führen (da erinnerte ich mich an meine Ashtanga-Challenge zu Beginn des Jahres, die durch die Entzündung im Nacken pausieren musste und hatte einen richtigen Aha-Effekt). Also lieber langsam und sanft praktizieren. Und wie man das machen kann, zeigte uns Katja in einer geführten Stunde.
Am nächsten Tag ging es mir wunderbar. Ich spürte, dass ich mich am Abend zuvor bewegt hatte, aber hatte keinen Muskelkater und war richtig erfrischt für den zweiten Teil des Workshops. Da ging es um eine regelmäßige Praxis - welche Positionen muss man immer machen, was kann man weglassen, wie viel Zeit sollte ich investieren und wie man beharrlich bleibt. So lernten wir alle - obwohl wir alle in unterschiedlichen "Stadien" waren viel dazu und ich denke, jeder konnte etwas mitnehmen. Und am Sonntag übten wir dann gemeinsam im traditionellen Mysore Style.
Und wisst ihr was? Seitdem schaffe ich es auch, mindestens ein Mal die Woche zum Ashtanga Yoga bei Katja (AYM) - und bin mächtig stolz darauf (und auf mich). Rückblickend muss ich sagen, dass diese beiden Workshops mir wunderbar geholfen haben, zumindest wieder eine wöchentliche Praxis zu etablieren.

Montag, 4. November 2013

Endlich wieder Yoga!

Wie ich bereits mehrfach erwähnte und wie ihr bestimmt auch mitbekommen habt, hab ich zur Zeit kaum Zeit zum Bloggen. Das hat den Grund, dass derzeit superviel auf der Arbeit zu tun ist. Und dadurch komme ich leider nicht nur nicht zum Bloggen oder geschweige denn zum ausgiebigem Kochen oder Backen (ich schaffte es doch tatsächlich, im Oktober nur sechs Beiträge zu verfassen! Wie traurig!)! Aber nicht nur das - ich kam in den letzten Monaten auch überhaupt nicht zum Yoga. So war mein letztes Mal vor über zwei Monaten tatsächlich in Berlin...

Ich merke aber, wie mir das überhaupt nicht gut tut. Mir fehlt das kochen und backen, das bloggen und natürlich auch die Bewegung und meditative Art des Yoga. Und weil mir das alles fehlt und weil sich überhaupt alles ändern soll, versuche ich gerade den ersten Schritt - eine kontinuierliche Yogapraxis wieder zu entwickeln. Den Startschuss dafür gab ein anderthalbstündiger Workshop an einem Sonntag vor zwei Wochen von Katja Kirchhofer (Ashtanga Yoga München, kurz AYM - ehemals Einfach Yoga, aber immer noch im @Peace in München): "After Wiesn Ashtanga".

Nach diesen zwei Monaten kompletter Yogapause ist die Motivationsflaute, mit der ich ja seit Mai zu kämpfen hatte, plötzlich passé. Ich möchte wieder auf die Matte und dafür war die geführte Stunde unter dem Motto "Schwitzen und Entgiften" bei Katja wunderbar. Nicht nur, dass ich mich endlich auch wieder unter Gleichgesinnten wieder fand - mir wurde auch endlich klar, wie viel ich auch schon wieder verlernt hatte. Kopfstand oder Lotussitz? Weit entfernt! Aber zum Glück lag der Fokus des After Wiesn Yoga auch nicht auf experimentellen Positionen, sondern auf dem gemeinsamen Praktizieren, dem Ashtanga Yoga-typischen Atemfluss und dem daraus resultierenden, fast meditativem Rhythmus.
Und es hat mich wieder gepackt. Nicht nur, dass ich jetzt endlich auch stolze Besitzerin einer Praxiskarte der ersten Serie von Ronald Steiner bin - damit einfach wieder ein Einstieg in eine regelmäßige Praxis geschafft ist, hatte ich mich gleich nach dem After Wiesn Workshop für ein ganzes Ashtanga Yoga Wochenende angemeldet. Und was soll ich sagen - es fand am letzten Oktoberwochenende statt und ich bin seitdem Dienstags immer brav in die Mysore-Stunde gegangen und fühle mich auf dem Weg der Besserung - körperlich und mental. Mehr zu dem Wochenende aber ein anderes Mal.

Wer nun Lust auf einen solchen Yoga-Tag hat, bekommt am Sonntag, den 17. November eine Chance! Denn am MüYoTa (Münchner Yoga Tag) kann man an vielen verschiedenen Standorten getreu dem Motto "Mia san dabei" Yoga praktizieren und dabei Gutes tun, da alle Yogaeinheiten auf Spendenbasis basieren. Sämtliche Einnahmen, die an diesem Sonntag bei AYM eingehen, fließen beispielsweise an den BISS e.V.

Montag, 24. Juni 2013

Met the Master: Ashtanga-Dr. Ron Steiner

Am 30. Mai nahm ich an einem intensiven Ashtanga-Workshop, durchgeführt von Dr. Ronald Steiner teil. "Asana Praxis & Yoga Sutra. Praktische Philiosophie"lautete der Titel dieses sechsstündigen Workshops. Wie ich ihn empfand und warum ich trotz meiner fehlenden Ashtanga-Motivation in letzter Zeit teilnahm, könnt ihr heute im Junikalender von Frau Momo lesen! 

Hier schon einmal ein paar Impressionen:





Um mögliche Muskelkrämpfe zu vermeiden habe ich mir vor dem Workshop noch einen Magnesium-Smoothie gemixt. Und er hat sogar geholfen! Keine Krämpfe im Anschluss! Deswegen hier natürlich noch das Rezept:

Magnesium-Smoothie
Zutaten: 
- 1 Banane
- 1 Apfel
- 1/2 Tasse Cashews
- 1 EL Chia-Samen
- 1 EL Erdmandel-pulver
- 1 Tasse Wasser

Cashews haben einen hohen Magnesium-Anteil (255mg auf 100g). Erdmandeln haben insgesamt ein tolles Vitalstoffprofil mit den Mineralien Chrom, Phosphor, Magnesium, Mangan, Eiser, Kupfer und Zink. Chia-Samen sind zum einen die beste Quelle an Omega-3-Fettsäuren und gleichzeitig reich an Antioxidantien - und natürlich liefern sie auch eine geballte Ladung an Mineralien (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Mangan, Kupfer, Eisen, Zink...). Bananen haben viel Kalium, aber vor allem hatte ich nur noch diese und einen Apfel an Obst Zuhaus...  ;-)

Samstag, 27. April 2013

108 Days Ashtanga! Und jetzt? Yoga!

108 Tage Ashtanga. Das sind mindestens 1.620 Minuten in denen ich auf der Yogamatte stand - wenn man davon ausgeht, dass ich jeden der 108 Tage "nur" jeweils zehn Sonnengrüße praktiziertere. Da ich aber mindestens ein Mal in der Woche in der Mysore-Stunde bei Katja war, kommen da noch einmal 1.388 Ashtanga-Minuten drauf. Und nun? Erleuchtung? Habe ich eine Veränderung bemerkt? Springe ich jetzt jeden Tag direkt auf die Matte?

Wohl eher nicht... Meine Motivation habe ich leider in diesen letzten zehn Tagen auch nicht wiedergefunden. Aber nichtsdestotrotz: Yoga macht mir weiterhin Spaß und ich möchte auch so oft wie es geht (vielleicht nicht täglich, aber mehrfach in der Woche) Yoga praktizieren. Super finde ich, dass es auch Lunch Yoga gibt - so kann man die Praxis mitten in den Tag einbauen. Allerdings habe ich in diesen 108 Tagen festgestellt, dass ich einfach Abwechslung beim Yoga brauche. Ashtanga reizt mich immer noch - die atmende Bewegung und im Fluss der Bewegung den Geist loslassen. Aber genau das kann man auch in anderen Yogastilen machen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der richtige Typ für Ashtanga - mir fehlt ein wenig die Abwechslung. Der immer gleiche Asanas-Ablauf lähmte mich irgendwie. Wisst ihr was ich meine? Ich brauche etwas Überraschung. Ich muss nicht unbedingt wissen, welche Asana als nächstes auf mich wartet. Und ich finde es gut, wenn der Fokus der Praxis immer mal wieder auf etwas anderes liegt.

Um so passender kam der Vorschlag von yogaeasy.de - eine der bekanntesten Onlineportale (in Deutschland), mit denen man sich eine abwechslungsreiche Yogapraxis nach Hause holen kann (so zumindest das Versprechen) - das Portal zu testen. Auf jeden Fall gibt es bei Yogaeasy.de zahlreiche bekannte Yogalehrer wie Dr. Ronald Steiner, Anna Trökes oder Dr. Patrick Broome, und die unterschiedlichsten Stile - da ist auf jeden Fall die Abwechslung gesichert.

Damit wir alle mal das Angebot von Yogaeasy.de testen können, hat mir das Portal liebenswerter Weise einen Gutscheinlink für einen Gratis-Monat zur Verfügung gestellt - damit können wir das Angebot der Seite für einen Monat kostenfrei testen! Auf die Matte, fertig, Los!


Bei einem ersten Hineinschnuppern sind mir gleich mehrere Videos aufgefallen - so gibt es für Ashtanga gleich sieben Videos von und mit Dr. Ronald Steiner. Die Videos von Petros Haffenrichter (Jivamukti München) werde ich auch auf jeden Fall testen - begonnen habe ich heute mit der "Guten Morgen-Klasse" und bin damit super ins Wochenende gestartet.

Welches Video wird euer erstes sein? 

Donnerstag, 18. April 2013

Die letzten 10 Ashtanga-Tage


Noch zehn Tage... Ich muss zugeben, dass die letzten Tage (eigentlich seit Ostern) recht zäh waren, was meine Yogapraxis betrifft. Die Motivation? Mmh... die hat sich wahrscheinlich irgendwo hinter der Buddah-Statue versteckt oder unter der Matte... Da wir Ostern unterwegs waren, setzte ich drei Tage mit der Challenge aus - diese werden natürlich hinten dran gehangen, damit es am Ende 108 Tage Ashtanga werden.
Aber wie sahen diese letzten Tage seit Ostern nun aus? Einmal die Woche besuchte ich die Mysore-Praxis bei Katja, aber sonst fehlte mit die Motivation zu mehr. Trotzdem kann ich sagen, dass ich jeden Morgen nach dem Aufstehen oder am Abend zumindest die Sonnengrüße A und B sowie die drei Abschlussübungen absolvierte. Aber halt auch nicht mehr.
Mal schauen, ob die Motivation für diese letzten zehn Tage jetzt noch etwas steigt... so und jetzt einatmen - ausatmen - und ab auf die Matte für die letzten zehn Tage der Challenge...


Samstag, 2. März 2013

54 Tage Ashtanga - 54 noch to go!

Obwohl ich heute - am Samstag - ausschlafen wollte, war mein Körper noch auf die wöchentliche Weckzeit um 6.30 Uhr getrimmt. Also, was am besten tun mit der frühen Wachphase? Da fiel mir ein, dass heute ja mein 54. Tag der 108 Tage Ashtanga Challenge ist. Halbzeit also. Da kann ich ja eigentlich auch an einem Samstag um halb sieben Uhr morgens auf die Matte steigen.
Zur Feier des Tages, zündete ich mir (seit langem mal wieder) eine Kerze an und schon ging es los. Einatmen Arme heben. Blick zu den Daumen. Ausatmen vorwärts beugen. Nasenspitze. Einatmen. Kopf heben, Rücken strecken. Ausatmen...
Erstaunlicherweise scheint meint Körper diese frühe Praxis mittlerweile gewohnt zu sein - wo in den ersten Tagen der Ashtanga Challenge noch alles zog und weh tat bei den Vorwärtsbeugen, funktioniert es jetzt viel besser. Fast wie "geölt". Mittlerweile kann ich die Sequenz, die ich praktiziere sogar auswendig und versuche auch, auch auf die verschiedenen Drishti - Blickrichtungen - zu achten.

Was ist sonst in diesen 54 Tagen passiert? Am Tag 40 schaffte ich es das zweite Mal am Ende der Mysore Stunde bei Katja in den Lotussitz - wenn auch nur für gefühlte zwei Sekunden.
Und heute? Probierte ich das erste Mal seit meinem "Absturz" am x. Tag wieder allein den Kopfstand - dieses Mal zog ich die Matte allerdings vorher an die Wand. Katja hatte mir zwischendurch mal dieses Video "Headstand vor Beginners" via Facebook geschickt, bei dem der Weg in den Kopfstand gut erklärt wird. Also Bandhas. Langsam. Und schon stand ich heute morgen sicher im Kopfstand! Und das allein!
Vor den drei letzten Übungen der Abschlusssequenz probierte ich noch einmal den Lotus - und wieder ließen sich meine Beine irgendwie hinein knoten! Ich konnte die Position zwar wieder nur ein paar Sekunden halten, aber das reicht ja auch erst einmal aus.


Dienstag, 19. Februar 2013

World Yoga Day 2013

Am Sonntag, den 24. Februar soll an 24 Stunden weltweit Yoga praktiziert werden: Das World Yoga Day-Team hat Yogalehrer und -schulen dazu aufgerufen, an diesem Tag zwei Stunden ihrer Zeit einer Yoga-Session zu widmen, die den Menschenrechten gewidmet ist.

Diese Yoga-Praxis (egal in welchem Yoga-Stil) soll von 11 bis 13 Uhr stattfinden - in jeder Zeitzone - was dazu führt, dass ein 24-Stunden-Yoga-Marathon um die Welt herum praktiziert wird.
Ursprungsgedanke dahinter ist, dass die Schüler, die an dieser Yogapraxis teilnehmen, so viel spenden wie sie möchten bzw. wie sie sich leisten können - es sollen auch Menschen willkommen sein, die sich sonst keine Yogastunde leisten können. Denn das Geld, das letzten Endes gespendet wird, ist zwar wichtig um den Opfern von Menschenrechtsverletzungen zu helfen, aber der Gedanke hinter diesem Event ist ebenso wichtig - vor allem dass dadurch viele miteinander verbunden werden.
Die Spenden, die bei diesem World Yoga Day 2013 gesammelt werden, sollen Fian Internation's Arbeit unterstützen. Hier könnt ihr mehr darüber lesen.

Wie ihr mitmachen könnt, lest ihr hier - und welches Yogastudio in euer Nähe teilnimmt, könnt ihr hier erfahren. Und falls ihr eure Teilnahme öffentlich machen wollt, könnt ihr euch natürlich auch beim facebook-event anmelden. einfach Yoga! hier in München beteiligt sich ebenfalls - also werde ich dort im Rahmen des World Yoga Day 2013 meine Ashtangapraxis durchführen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

30 = 108

Das war sie nun. Die 30 Tage Ashtanga Challenge. Und nun? Habe ich die Erleuchtung erlebt? Kann ich mit Hilfe meiner Bandhas fliegen? Oder gar stundenlang im Lotussitz verharren? Leider muss ich alles beneinen. Aber das ist keineswegs negativ, denn ich habe viel mehr gelernt.
Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis, die ich ja bereits ganz am Anfang meiner Yoga-Praxis in San Fransisco hörte: "Don't push it."

Ich glaube, dass ich – extrem motiviert – die erste Woche etwas zu schnell angegangen bin - zwar schaffte ich es erstmals, meine Beine irgendwie in den Lotussitz zu knoten (keine Ahnung mehr, wie ich das schaffte...), aber ich stürzte auch beim Kopfstand um und entwickelte eine schmerzliche Muskelentzündung im Nacken, so dass ich zur Halbzeit eine ungewollte Praxispause einlegen musste.
Danach ließ ich es ruhiger angehen. Machte hauptsächlich die Sonnengrüße während der Praxis daheim. Machte erst einmal keinen Kopfstand mehr. Und konzentrierte mich dafür auf die korrekte Ausrichtung des Beckens und meine Bandhas (was für mir dauerhaft total schwer fällt). Selbst im Skikurzurlaub rollte ich nach einem ausgiebigen Skitag die Travelmat in der Hütte aus und vollführte meine Praxis zwischen eicherustikalem Bett und Kleiderschrank.


Und dann war er da: Tag 30. Der Tag meiner wöchentlichen Mysore-Praxis bei Katja von einfach yoga! Es lief konditionell besser als direkt nach meiner viertägigen Auszeit. Und mir wurde zwischendurch bewusst, dass ich mittlerweile sogar die Reihenfolge der ersten Serie bis zum Boot (Navasana) auswendig kenne! Den Lotussitz schaffte ich zwar nicht, aber dafür stehe ich jetzt ziemlich sicher allein im Kopfstand. Nach der Mysore-Stunde gab es sogar eine Überraschung: Als Belohung, dass die 30 Tage geschafft sind, haben wir alle eine traditionelle Mala-Kette geschenkt bekommen - natürlich mit 108 Perlen. Wie passend, denn die 30 Tage Ashtanga Challenge wurde von allen Teilnehmern auf 108 Tage verlängert...

Durch die aufgesetzte Auszeit, achte ich jetzt mehr darauf, was mein Körper mir sagt. Und für die nächsten 76 Tage zählt das Prinzip: Just do your practice and all is coming. Früher oder später.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Vegan Wednesday #24 und endlich wieder Yoga...

"Einen wunderschönen guten Morgen!" hätte ich gestern Morgen am liebsten lauthals gerufen. Denn nicht nur, dass gestern der 24. vegan Wednesday war (und ich rechtzeitig dran gedacht habe) sondern auch, weil ich Dienstag das offizielle "go" vom Orthopäden für die Yogapraxis bekommen habe. Strike! Also ging es gestern nach vier Pausentagen beim abendlichen Yogakurs bei einfach Yoga! und damit mit meiner 30 Tage Ashtanga Challenge weiter. Erst einmal aber langsam - so auch gestern und heute morgen.
Aber zurück zum gestrigen Vegan Wednesday! Diese Woche sammelt übrigens Cara von think. care. act für den vegan Wednesday. Nachdem ich gestern also meine "Baby-Version" des Sonnengrußes absolvierte gab es genau das richtige (in meinen Augen) für danach: Einen grünen Smoothie. Die Inspiration für den heutigen Smoothie kam vor kurzem über instagram und The Fancy Sprout: Ein Smoothie aus Ananas und ganz viel Grünem halt.

Mittags koche wieder Jasmin bei uns in der Firma (sie ist übrigens selbstständige Köchin - falls ihr sie mal für ein Event engagieren oder an ihrem kulinarischen Salon teilnehmen wollt) und es gab Karotten-Orangen-Ingwer-Suppe. Die sah nicht nur farblich total toll aus, sondern schmeckte wahnsinnig aromatisch-intensiv nach den genannten Zutaten und hatte am Ende eine gewisse Schärfe... mmh...


Am Abend war ich zu Gast bei einer lieben Freundin die mir liebenswerter Weise ein neues Logo für den Blog kreiiert =D Da ihr Mann einige Intoleranzen hat, gab es eine für mich ganz ungewöhnliche Pizza - der Boden bestand aus Leinsamen, Kürbiskernen und Zucchini und roch im Ofen tooootal verlockend. Drauf kamen Aubergine, Zucchini, Tomaten und Daiya. Ich kann nichts anderes sagen - das war leider geil.
Und jetzt, wo ich an diese Pizza denke, könnte ich schon wieder reinbeißen und euch allen einen wunderschönen guten Morgen wünschen!


Ananas-Smoothie
Zutaten
- 1/2 Ananas
- 3 Handvoll Wurzelspinat
- 1 Glas Wasser
- 1 geh. Tl Gerstengras
- 1 geh. Tl Detox-Mix

(Wer es nicht so "grün" mag, kann auch einfach eine ganze Ananas nehmen, dann schmeckt der Smoothie insgesamt fruchtiger)

Pizzateig 
Zutaten
- 50g Leinsamen
- 200g Kürbiskerne
- 180g Zucchini
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Meersalz
- 1 TL Oregano

Zubereitung
Leinsamen und Kurbiskerne mahlen/schroten, Zucchini mixen und das alles mischen. (Im Original sind es geschälte Mandeln anstelle Kürbisk.).
Auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech einen Pizzaboden drücken (geht am besten wenn man Frischhaltefolie drüber legt). Sollten zwei Böden werden.
Dann 1-1,5 Std bei 180°C Umluft backen (nicht zu dunkel werden lassen, aber kross!). Danach belegen und nochmal 5-10 min in den Ofen.

Sonntag, 20. Januar 2013

Halbzeit & Auszeit

Tja, eigentlich ist heute der 16. Tag der 30 Tage-Ashtanga Challenge. Und eigentlich hätte ich fleißig am Kopfstand und am Lotussitz weiterarbeiten können. Eigentlich wollte ich gestern auch auf die Yoga Expo und den Ashtangakurs bei Roland Steiner mitmachen. Und eigentlich wollte ich heute wieder beim Ashtanga-Workshop teilnehmen... eigentlich, eigentlich.

Aber uneigentlich steht meine Yogamatte zusammengerollt seit Donnerstag in der Ecke und ich muss mit der Yogapraxis pausieren. Erst dachte ich, dass ich nur meinen Pausentag schon auf Donnerstag vorverlegen muss, aber auch am Freitag konnte ich mich nicht auf die Matte begeben. Warum? Muskelentzündung. Oder soetwas. Im Nacken. Schmerzhaft. Sehr schmerzhaft.
Begonnen hatte es schon vor ein paar Tagen - ich dachte, dass mein Nacken schmerzt, weil ich vor Silvester beim Beachvolleyball unglücklich gestürzt bin oder weil ich mich erst noch an die tägliche PC-Arbeit wieder gewöhnen muss nach der Weihnachtspause. Also nahm ich heiße Bäder, rieb Nacken, Hals und Schultern mit wärmender Salbe ein und verbrachte ganz viele Stunden umarmt von der Heizdecke. Bereits am Dienstag - als ich am Ende der Mysore-Stunde das allererste Mal im Lotussitz saß - konnte ich in den Dreiecks-Positionen schon nicht ohne Schmerzen im Nacken nach oben gucken. Aber den Rest der Einheit schmerze mein Hals-Schulter-Bereich nicht. Zuhause ging es nach dem Duschen direkt wieder auf die Heizdecke.
In der Nacht spürte ich dann erstmals einen stechenden Schmerz im Nacken - direkt zwischen oberem Halsende und Schädel - der mir den Schlaf raubte. Als ich Mittwochmorgen auf der Matte stand und mich nach dem herabschauenden Hund wieder aufrichten wollte, spürte ich wieder diesen stechenden Schmerz, kämpfte mich aber durch die zehn Sonnengrüße. Mit Schmerztabletten ausgestattet, überstand ich den Tag, aber in der Nacht konnte ich kein Auge zutun vor Schmerzen - Zum Glück hatte mir aber bereits für den nächsten Morgen einen Arzttermin vereinbart. Und da war es schnell klar: Muskelentzündung.


Und hier sitze ich nun auf der Couch. Lese die motivierten Kommentare der anderen Yogie-Challenger und überlege hin und her, wie ich fortfahre. Heute ist der vierte Tag Pause (inkl. Donnerstag als wöchentlicher Pausentag). Morgen werde ich beim Arzt sehen, wie es weitergeht. Vielleicht kann ich ja bereits morgen in die Challenge wieder einsteigen. Dann würde ich die ausgefallenen Tage einfach hinten dran hängen. Hoffentlich... Aber dafür werde ich meinen Frust durch online-Yogakonsum - wie ihn Milena Moser so schön in "Schlampenyoga" beschrieben hat - besänftigen und anschließend die Füße wieder hochlegen und den PC ruhen lassen...

Mittwoch, 16. Januar 2013

(Fast)Bergfest - Und Hallo Lotus!


Zwölf Tage der Ashtanga Yoga-Challenge liegen hinter mir (inklusive heut). Puh! An einigen Tagen, ist mir der Schritt auf die Matte extrem schwer gefallen - so gleich am allerersten Tag nach dem  Anfangsworkshop. Kurz vor neun stand ich auf der Matte, aber was war denn das?! Muskelkater! Vom Feinsten! Also absolvierte ich mehr schlecht als recht die zehn Sonnengrüße. Warum tut alles auf einmal so weh? Warum ist mein Nacken so steif? Warum bin ich noch steifer als sonst? Ganz schlimm war der Pflug - den musste ich sogar abbrechen, weil mein gesamter Rückenbereich zog.
Das stimmte mich nicht gerade optimistisch für den nächsten Morgen. Beim Workshop entschied ich mich ja, die tägliche Yogapraxis gleich am Morgen, direkt nach dem Aufstehen anzugehen. Heißt in der Praxis: Der Wecker klingelt 6.30 Uhr und ich steh 6.40 Uhr auf der Matte.

Damit es überhaupt kein Zurück gibt, habe ich mir als Vorbereitung meine Yoga-Sachen im Bad aufgehangen. Also direkt raus aus dem Schlafanzug und rein in die Yogahose. Heizung aufgedreht und Kerze an. Mein zweites Mal Yoga in der Früh fühlte sich schon viel besser an. Trotz 45 Minuten Praxis bis zum "Extremverknotungssitz" (wie in unserem Kurs Marichyasana D genannt wird) und anschließender Abschlusssequenz fühlte ich mich erfrischt und war bereit für den ersten Arbeitstag im neuen Job.
Punkt 6.40 Uhr stand ich auch die weiteren Wochentage auf der Matte. Von Tag zu Tag merkte ich, wie meine Muskeln schneller erwachten und weich wurden, so dass bereits nach drei Tagen die Sonnengrüße ohne Nackenschmerzen funktionierten.

Beim ersten abendlichen Ashtangakurs am Dienstag lernte ich von Katja den Full Vinyasa-Stil des Ashtanga kennen. Bedeutet: Sonnengrüße auch zwischen den stehenden Positionen. Uff... Das probierte ich seitdem noch zwei Mal aus. Und nachdem es mich das erste Mal noch vollkommen durcheinander brachte mit den Positionen, klappte es beim zweiten Mal, am Sonntag bereits richtig gut. So gut, dass ich euphorisch in den Kopfstand ging. Leider mit etwas zuviel Schwung... ich kippte hinten über und mein Knie machte Bekanntschaft mit dem Kerzenglas der Buddha-Figur... Autsch. Aber zum Glück war das der einzige Absturz in diesen zwölf Tagen!

Beim zweiten Mysore-Kurs mit Katja - Tag elf gestern - dann mein persönliches Highlight: In der Abschlusssequenz, konkret im Yoga Mudra, den ich sonst immer nur im Schneidersitz oder im halben Lotus zehn Atemzüge halte, probierte ich einfach mal aus, ob sich meine Beine in den Lotussitz ziehen lassen. Ich war warm dank des Full Vinyasa-Stils und die Praxis ist bis dahin super verlaufen. Also erst das rechte Bein in den halben Lotus. Da zog es schon ganz schön am Fußspann... Aber das linke Bein ließ sich einfach nicht in den Schoß ziehen... Also umgekehrt mal probieren. Erst den linken Fuß in den halben Lotus und was war das?! Der rechte Fuß ließ sich ebenfalls bewegen! Und da saß ich - total perplex. Den Knien ging es gut (Katja fragte natürlich sofort nach), nur der Fußspann zog wie verdammt auf beiden Seiten. Aber das hielt ich fünf Atemzug aus. Strike!

18 Tage liegen noch vor mir. Das mit dem Kopfstand wird am Ende (hoffentlich) auch unfallfrei klappen...und vielleicht auch noch der ein oder andere Lotussitz... Denn wie sagte Sri K. Pattabhi Jois (quasi der Begründer des Ashtanga Yoga) doch gleich? "Do your practice and all is coming."

Om.

Sonntag, 6. Januar 2013

Let the Challenge begin...

Ich habe mir zum Jahresbeginn doch so einiges vorgenommen. So sind aktuell bereits einige der 101 in 1001 Projekte in Erarbeitung: Für das Use Up Along 2013 sollte ich langsam in die Ideenfindung für neue Rezepte/Gerichte gehen, um alle gehorteten Vorräte aufzubrauchen. Morgen starte ich einen neuen Job und gestern begann die 30 Tage Ashtanga Yoga Challenge (organisiert von Katja Kirchhofer, einfach Yoga!, München).

Gestern fand der Einführungsworkshop der Ashtanga Challenge statt, bei dem wir zuerst alle zusammen mit Katja unseren eigenen Plan für die nächsten 30 Tage ausarbeiteten. Wir sollten uns beispielsweise einen Pausentag (pro Woche) überlegen - den habe ich für die nächste Woche erst einmal auf Samstag gelegt - ist ja auch traditionell in Mysore so üblich. Dann sollten wir uns überlegen, wann am Tag wir auf die Yogamatte steigen wollen - Frühaufsteher oder eher Nachtaktiv? Da ich definitiv Frühaufsteher bin und nicht weiß, wie die erste Arbeitswoche so sein wird, habe ich mich für morgens entschieden. Und so wird ab Montag, morgens halb sieben mein Wecker klingeln und ich hoffentlich auf die Yogamatte tapsen...

Nachdem dies alles er- und geklärt war, ging es an die Praxis. Genau 18 Tage sind seit meiner letzten Ashtanga-Stunde verstrichen - das war vor Weihnachten... Autsch, dachte ich mir da nur. Aber es wurde keine übliche Mysore-Stunde, sondern wir bekamen eine Einführung in die Sonnengrüße (Surya Namaskara) A und B sowie die stehenden Positionen und die ersten vier Positionen aus der ersten Serie (bis Purvottanasana). Genau das Richtige nach über zwei Wochen Yogapause! Das sind zwar weniger Asanas als ich bisher praktizierte (und vor allem keine Vinyasas), aber da wir alle Asanas doppelt ausführten - zunächst unter Anleitung und dann selbstständig - war es doppelt intensiv...

Heute ist also Tag 2 der Ashtanga Challenge. Es ist mittags und ich kann es selbst kaum glauben, dass ich heute morgen 8.50 Uhr auf die Yogamatte stieg und mit meiner Ashtanga Praxis in den Tag startete. Alles tat weh. Der Nacken schmerzte bereits bei der ersten Vorwärtsbeuge (Uttanasana). Ich entschied mich beim ersten Sonnengruß für die kleine Kobra. Die Schultern und der untere Rücken zogen, als ich mich in den herab schauenden Hund aufrichtete. Ich konnte mich kaum auf der Matte halten. Warum ist die denn auf einmal so rutschig? Nach dem dritten Sonnengruß hatte ich endlich festen Halt bei Adho Mukha Shvanasana und ich wagte mich in den intensiveren Sonnengruß - inklusive Chaturanga Dandasana und Urdhva Mukha Shvanasana. Nach den fünf Sonnengrüßen B war ich warm und fühlte mich etwas wacher, etwas beweglicher, als noch 15 Minuten zuvor.
Also machte ich weiter. Die stehenden Positionen. Und auf einmal merkte ich, wie ich diese neun Positionen sogar in der richtigen Reihe auswendig kannte! Nach Purvottanasana überlegte ich kurz, ob ich mit der ersten Serie bis Navasana, dem Boot, weitermachen sollte. Aber ganz so fit fühlte ich mich noch nicht. Also ging ich über in die Abschlusssequenz. Aber als ich aus dem Schulterstand in den Pflug überging, tat auf einmal wieder alles weh - vor allem mein oberer Rücken und der Nacken. Ich winkelte die Beine an, so ließ es sich aushalten. Als ich nach 40 Minuten in Shavasana lag, fühlte ich mich einerseits lebendig, aber auch ganz schön k.o. ...

Tag 2 ist also überstanden. Mal schauen wie das morgen, halb sieben aussieht...

Dienstag, 1. Januar 2013

Challenge accepted!

Als ich krankheits- und Terminbedingt vor kurzem mal zwei Wochen mit Yoga aussetzen musste, bemerkte ich bei meiner Rückkehr - die auch noch ausgerechnet ein Ashtanga-Workshop war - dass man ganz schnell die Routine verliert. Aber auch ganz schnell wieder rein kommt. Das ist das Schöne am Yoga - der Körper erinnert sich scheinbar schnell die Bewegungen und Verrenkungen...
Man müsste regelmäßig Yoga praktizieren. ICH müsste regelmäßiger auf die Yogamatte steigen. Hatte ich nicht schon einmal genau das Gleiche gedacht? Nun ja, meist wird es doch nur ein wöchentlicher Ausflug, obwohl ich jedes Mal merke, wie gut es mir tut.
Diese Challenge zum Jahresbeginn kommt mir da gerade recht: 30 Tage Ashtanga Yoga. Jeden Tag. Puh. Aber genau das möchte ich eigentlich - etwas für mich selbst tun. Und das regelmäßig. Und wann gibt es einen besseren Zeitpunkt als der Start ins neue Jahr? In einen neuen Job?

Am Samstag, den 5. Januar geht es mit einem Anfangsworkshop los, bei dem man zusammen mit der Yogalehrerin Katja (von einfach Yoga! in München) einen optimalen Zeitplan erarbeitet, der in den eigenen Alltag dann passen und realistisch durchzuführen sein soll - quasi ob man Yoga am Morgen oder zwischendurch oder nach der Arbeit praktiziert. Scheinbar reicht es auch, wenn man am Tag nur 15 Minuten in Yoga investiert... ich bin auf jeden Fall gespannt!

Challenge accepted!

Sonntag, 16. Dezember 2012

Mysore-Yoga-Vibes im Allgäu oder: draussen stibt's

Wer steht schon freiwillig an einem Adventssonntag um 6 Uhr morgens auf, um im Schneegestöber ins Allgäu zu einem Yoga-Workshop zu fahren? Hüstel...ja, ähm...ich...
Neun Uhr (morgens) sollte der Workshop in Obergünzburg (also irgendwo im Allgäu) starten. Meine Yogalehrerin Katja hatte uns Schüler in ihrem Ashtanga-Kurs ein paar Wochen zuvor gefragt, ob jemand sie dorthin begleiten möchte. Eine weitere Schülerin und ich meldeten uns - das könnte doch spaßig werden, dachte ich mir! Wir vier wagemutige Münchner Yogis machten uns also am Sonntag in aller Herrgottsfrühe auf den Weg ins verschneite Allgäu. Um für die bevorstehende Ashtanga-Stunde in der ursprünglichen Mysore-Praxis nach Pattabhi Jois trotz des frühen Aufstehens ausreichend fit zu sein, stärkte ich mich mit einem Sojaeiweiß-angereicherten Smoothie, den ich schon am Abend zuvor vorbereitet hatte.


Nach knapp anderthalb Stunden Fahrt im VW Bus kamen wir pünktlich in Obergünzburg an - die Websiten der beiden Yogalehrer hatte ich vorher gar nicht angeschaut und deswegen muss ich sagen, war ich ziemlich überrascht, als uns da dieser jemand die Tür öffnete und sich bei einer langen Umarmung als Christoph vorstellte: Barfuß in knallgelber Yogahose (wahrscheinlich original aus Indien), graues Tanktop durch das man seinen Yogagestählten Körper sah und dazu die konträren Rastazöpfe - am Kopf zum Dutt zusammen gebunden und am Bart bis zum Bauchnabel lang. Aha... ich schätzte ihn auf irgendwas zwischen Mitte 30 und Mitte 40...
In der Küche - ein kleiner, aber sehr warmer Raum, in dem zentral ein selbstgebauter Lehmofen einheizte, lernten wir dann auch Sabine kennen - eine junge Frau, dich ich auf Ende 20/Anfang 30 (und damit total unter-)schätzte, mit strahlenden Augen, goldenem Bindi zwischen den Augenbrauen und ansonsten "normalen" Sportklamotten. Auch von ihr wurden wir ganz herzlich empfangen und bekamen erst einmal eine Tasse Tee. Die beiden Allgäuer lehren nicht nur Yoga, sondern sie leben auch sichtlich die Yoga-Philosohpie - das war bereits nach wenigen Minuten für mich klar. Das würde ein richtig authentischer Yoga-Workshop werden, vermutete ich.

Und dann ging es auch schon los - 180 Minuten Ashtanga Yoga im Mysore-Style, wir fünf Yogis und die beiden Lehrer ... nach einer gefühlten zweiwöchigen Yoga-Pause und mit geschwächten Immunsystem fühlte ich mich zunächst schlapp, ein wenig eingeschüchtert durch das Können und der Erfahrung der beiden Lehrer - schließlich praktiziere ich nicht mal die komplette erste Serie und weiß auch die Reihenfolge nicht 100%ig auswendig... Aber so ähnlich ging es drei weiteren Teilnehmern und Sabine und Christoph nahmen mir ganz schnell meine Bedenken durch ihre offene und herzliche Art. Jeder startete für sich. Ujjayi-Atmung, Bandhas aktivieren, Einatmen, Arme und Blickrichtung nach oben, Ausatmen, Vorwärtsbeugen, Einatmen... Mit den bekannten Abläufen im Sonnengruß kam auch die Sicherheit zurück. Sanft wurden wir korrigiert - teilweise mit einem komplett ungewohnten Fokus, als ich ihn bisher erlebt hatte. Als ich mit Navassana - dem Boot - am Ende meiner bisher bekannten Asanas der ersten Serie war - zusammen mit zwei weiteren Yogis - zeigte uns Christoph, wie wir spielerisch die nächste Asana, Bhujapidasana, üben können. Anschließend übten wir noch ein paar Vorübungen für die Brücke - eigentlich praktizieren wir die Brücke ja schon, aber diese Vorübungen hatten es in sich! Die waren viel anstrengender als das, was wir bisher gemacht haben. Das war der erste Moment, wo ich einen schlimmen Muskelkater vorher sah...

Nach der Ashtanga-Session gab es eine gemeinsame Mittagspause, bei der wir Sabine und Christoph samt ihrem interessanten Lebensweg kennenlernen konnten.
Aber nach kurzem Verschnaufen ging es weiter: Unter dem Motto "Mit Moola Bandha die Schwerkraft überlisten" wagten wir uns an die fließenden Vinyasas heran. Bauchmuskeln? Kenne ich nicht... Habe ich nicht... Aber mit spielerischen Vorübungen und ganz kleinen Schritten, bewiesen sie mir, dass meine Arme gar nicht zu kurz, sondern mein Moola Bandha zu schwach ist... ;-) Aber nach der Ashtanga-Serie am Vormittag war einfach die nötige Power weg - zum Glück ging es nicht nur mir so!

Als Abschluss und zur Belohnung der Anstrengung kredenzten die beiden ein "classical indian thali" - indisches Abendessen in veganer Ausführung - mit Reis, Dhal-Linsen, etwas aus Erbsen und Tofu und leckeren Kartoffeln in würziger Soße...  yummy... mit der guten Stärkung überstanden wir dann auch die dreistündige Rückfahrt durch das Schneechaos...

Yoga-Smoothie
Zutaten (für 1,5 Smoothies)
- 1 Banane
- 1 Kiwi
- 1 Karotte
- 1 großes Stück Ingwer
- 1 Handvoll Granatapfelkerne
- 4-5 Datteln
- 2 EL Goji-Beeren
- 2 EL Sojaeiweiß
- 1 EL Mandeln
- 1 TL Gerstengras
- 1 TL Acerolasaft
- 1 Handvoll Grünkohl
- 1 Tasse Wasser

Zubereitung
Alle Zutaten in den Mixer geben und pürieren. Wer es gern ganz süß mag, kann noch Agavensirup hinzugeben. Aber durch die Fruchtsüße, die Datteln und den Acerolasaft ist der Smoothie eigentlich schon süßlich genug.

Mittwoch, 29. August 2012

540 Minuten Yoga

In den letzten Tagen war es etwas ruhiger hier auf dem Blog im Vergleich zum bisherigen Verlauf des Augusts. Keine Angst - ich erlag keinem Schwächeanfall oder sonstigen Mangelerscheinungen, hervorgerufen durch mein aktuelles vegan-Abo.  ;-)
Zur simplen Erklärung: Ich nahm an einem Yoga-Retreat teil - und dies mitten in München! Der Yoga-Intensiv-Kurs wurde von Katja Kirchhofer bei Yoga am Sendlinger Tor angeboten. Genauer gesagt hieß das sechs Stunden Yoga in vier Tagen. Noch genauer: 360 Minuten davon am Wochenende und aufgeteilt auf intensiv dehnendendes Yin Yoga sowie entgiftendes Ashtanga Mysore. Autsch. Und Omm.


Angefangen hat das Yoga-Retreat-Wochenende mit 90 Minuten hüftöffnenden Asanas beim Yin Yoga (von denen ich ja bereits hier berichtete). Es war zwar eine "unbequeme" Yogastunde, aber bei der Ashtanga-Mysore-Serie am darauf folgenden Tag bemerkte ich gleich eine Veränderung - die Ardha Baddha Padmottanasana (die halb-gebundene-Lotus-Intensiv-Streckung) gelang mir zum allerersten Mal! Zwar nur mit dem linken Bein, aber ein deutlicher Fortschritt.
Durch den Intensiv-Kurs erfuhr ich nun, was das Besondere an diesem Ashtanga-Stil ist, der nach seinem Ursprungsort Mysore (Indien) benannt ist. Ashtanga ist, wie ich bereits beim entsprechenden Workshop erfahren hatte, der älteste und ursprünglichste Yoga-Stil überhaupt und die modernen, dynamischen Yoga-Klassen wie Power Yoga, Vinyasa Yogo oder Yoga-Flow entwickelten sich daraus. Mysore bedeutet nun, dass man selbstständig durch die Positionen in dieser (ersten) Serie geht und der Lehrer keine Anweisungen gibt.
So ging auch Katja still zwischen uns hindurch, gab hier Tipps, half hier weiter, wenn man die nächste Asana nicht mehr wusste und gab vor allem ganz viele Adjustments. Zum Glück lagen auch noch Poster mit der richtigen Abfolge aus, sonst hätte ich wohl nach jeder Asana nachfragen müssen...

Während die ersten beiden Yoga-Sessions am Abend nach der Arbeit stattfanden, sollten wir Samstag und Sonntag bereits 10 Uhr auf die Matte. Als ich Samstag um halb acht Uhr aufstand und mein Müsli kaute, fühlte ich mich noch recht munter. Auch während der Ubahn-Fahrt zum Yoga-Studio am Sendlinger Tor fühlte ich mich fit und wach, aber als ich dann auf der Matte stand wurde mir schon mulmig. Meine Muskeln fühlten sich auf einmal noch so schläfrig und steif an. Und ausgerechnet Ashtanga Mysore stand uns wieder bevor. Katja warnte uns gleich, dass die ersten Vorwärtsbeugen in den Sonnengrüßen schwer fallen werden und so war es auch...
Ich weiß nicht einmal mehr, ob meine Finger überhaupt den Boden berührten. Aber beim vierten oder fünften Sonnengruß, oder vielleicht war es auch schon beim Sonnengruß B - dem Surya Namaskara B - floss der Schweiß, die Muskeln waren etwas weicher und ich dachte nur noch an die Atmung und ans Zählen und so wurden die 90 Minuten zu einer bewegten Meditation. Jede Bewegung ein Atemzug. Zwischen jeder Asana ein Vinyasa. Die Zeit verging rasend schnell und auf einmal lagen wir bereits nass-geschwitzt und ausgelaugt in der Endentspannung. Wow.

Nach einer langen und gemütlichen Mittagspause, während der wir zusammen das Glockenbach Viertel erkundeten ging es weiter - wieder mit Yin Yoga. An diesem Samstag lag der Fokus auf der Beweglichkeit der Wirbelsäule. Ich freute mich zunächst, schließlich fallen mir Asanas wie Marichyasana relativ leicht. Aber ich hatte nicht bedacht, dass "Beweglichkeit" auch Vor- und Rückwärtsbeugen bedeuten kann und dass ich genau diese Beweglichkeit nämlich nicht habe...
So war auch diese Yogaeinheit ziemlich unbequem für mich, aber mit dem Bewusstsein, dass es meiner Flexibilität nur förderlich ist, fiel es nicht mehr ganz so schwer, still und regungslos in den intensiven Dehnungen zu bleiben. Zwischendurch baute Katja immer wieder Übungen ein, die extrem entspannend waren - so auch zum Schluss, bei dem ich fast glücklich wie ein Baby einschlief...

Der nächste Morgen, Sonntag, brachte leider eine Migräne mit sich und so fürchtete ich, dass ich nicht alle Positionen aus der Ashtanga-Serie oder gar die Vinyasas zwischendurch mitmachen könnte. Ich versuchte mich wieder auf meine Atmung und das Zählen sowie die Abfolge der Positionen zu konzentrieren und komischerweise verschwanden die Kopfschmerzen während der Yoga-Praxis und tauchten erst danach wieder auf (zum Glück in abgeschwächter Form)! Was uns allen ebenfalls erst nach der Einheit auffiel - es lagen gar keine Poster mehr aus und trotzdem mussten wir kaum stocken. Ich hätte nicht gedacht, dass bereits drei Mal Ashtanga Mysore hintereinander so viel bewirken kann!
Der letzte Teil, Yin Yoga, war ein Mix aus diversen Asanas - diesmal zum Abschluss vor allem hauptsächlich entspannend. Und so konnte ich gut erholt, ausreichend gedehnt, glücklich und motiviert und vor allem total entspannt in den Urlaub starten - ein regelrechter Yoga-Retreat vor dem Urlaub, ganz ohne stundenlangen Anflug. Jetzt müsste nur noch das Wetter besser werden in München... ;-)
Ich bin auf jeden Fall hochmotiviert, die Ashtanga-Praxis (zumindest für die Urlaubszeit) fest als meine tägliche Routine einzubauen - wenigstens die geforderte Mindestabfolge, bestehend aus den beiden Sonnengrüßen und Padmasana - den letzten drei Positionen der Abfolge.

Weitere Eindrücke gibt es hier. Den nächsten Workshop bei Katja wird es wahrscheinlich Ende September geben.

Samstag, 7. Juli 2012

Ameisen, meine Yogamatte und jede Menge Schweiß

Der Boden unter meinen Füßen ist weich und uneben. Balance finden? Erstmal nicht jetzt. Ich schließe die Augen, rolle die Schultern zurück, atme tief durch die Nase ein. Frische Luft. Es ist Samstagmorgen. Halb zehn. Ich bin im Park.

Einatmen. Ich strecke die Arme über die Seite nach oben. Schaue an den Fingerspitzen vorbei auf ein grünes Blätterdach über mir. Ausatmen. Vorwärtsbeugen. Um diese Uhrzeit fällt mir das noch schwer. Ich beuge die Knie leicht. Einatmen. Den Rücken gerade strecken. Ausatmen und wieder nach unten beugen. Mit den Beinen steige ich zurück in das Brett.
Ich beuge die Arme. Die Nasenspitze kitzelt im taufrischen Gras als ich mich nach vorn schiebe in den herauf schauenden Hund. Der Blick gleitet nach oben. Durch das Blätterdach kommen vereinzelte Sonnenstrahlen. Ich hebe den Hintern, roll über die Fußspitzen und drücke mich in den herab schauenden Hund. Da sehe ich sie. Die Ameise. Läuft einfach so quer über meine grüne Yogamatte. Guten Morgen.
Als ich wieder nach vorne zu den Händen steige, ist die Ameise zum Glück wieder aus dem Weg. Ausatmen. Einatmen. Der erste Sonnengruß beim Outdoor-Ashtanga-Kurs mit Katja ist geschafft. Und der Schweiß läuft. Obwohl es erst halb zehn ist, schwebt bereits eine drückende Schwüle in der Luft. Als Vorhersagung der Hitzewelle an diesem Tag. Zum Glück haben wir uns einen Schattenplatz gesucht. Trotzdem ist es warm. Der leichte Windhauch eine angenehme Erholung zwischendurch. So sollte Ashtanga immer sein.


Außer uns Yogis laufen nur ein paar vereinzelte Jogger durch den Park an uns vorbei. Sie kommen und gehen. Keine Zaungäste. Zum Glück. Der einzige konstante Zuschauer ist Katja's Hund. Wobei ich glaube, dass er mehr mit seinen Leckerlis beschäftigt ist, als unseren Bewegungen der Ashtanga-Reihe zu folgen.
Wir bewegen uns die erste Ashtanga-Serie. Nach 90 Minuten geht nichts mehr. Und doch so viel. Trotz der drückenden Luft fielen mir die Asanas leichter. Obwohl der Schweiß in Bächen läuft fühle ich mich erfrischt, regeneriert. Lag es an der Frische? Dem Grün um uns herum? Der Leichtigkeit durch den Hund? Oder motivierte mich die Ameise, die immer wieder den Weg auf meine Matte suchte?
Ich bin nicht sicher was es war, aber auf jeden Fall war das Outdoor-Yoga eine ganz neue Erfahrung und ich bin ein neuer Fan davon.

Nachtrag: Wer auch Lust auf Outdoor-Yoga hat kann sich hier über die nächsten Termine informieren - wenn Samstag (14.7.) schönes Wetter ist, findet es z. B. wieder statt!

Freitag, 18. Mai 2012

Yoga = Bewusstsein für Veränderung

Durch Zufall habe ich die Blogparade von Stefanie auf Yogastern entdeckt und es als guten Anlass für einen weiteren Bericht über meine Yogaerfahrungen genutzt - schließlich liegt der letzte Beitrag über den Ashtanga-Workshop schon einige Zeit zurück und seitdem hat sich einiges - ja, verändert.
Stefanie ruft in ihrer Blogparade dazu auf, darüber zu reflektieren, was Yoga für einen selbst bedeutet und warum man Yoga praktiziert - genau die Fragen, mit denen ich mich immer wieder beschäftige.

Erst ein Rabatt-Deal war notwendig, mich in einen Yogakurs zu trauen - viel zu sehr war diese Sportart (?) in meiner Vorstellung mit Esoterik, Batikkleidern und barfüßig auf Blumenwiesen laufen verbunden. Seit meinem ersten Einsteigerkurs hier in München, bei dem Katja (Yoga am Sendlinger Tor) uns mit Hatha-Yoga vertraut machte, habe ich weitere Yogastudios und Yogastile kennengelernt - dies vor allem während des Urlaubs in den USA.

Seit dem vierwöchigen Ashtanga-Workshop hier in München, ist das mittlerweile mein bevorzugter Stil momentan - obwohl ich es nur einmal wöchentlich (und meist leider nicht einmal das) zum Asthangakurs bei Katja schaffe. Ich berichtete bereits darüber, dass mich die Tradition und das körperliche Gesundheitsverständnis hinter diesem Yogastil interessiert.

Ashtanga bedeutet für mich bewegte Meditation. Entschleunigung durch die Konzentration auf die Atmung und die Asanas.

Ich weiß nicht ganz, ob es an diesem Kurs, an den regelmäßigen Hatha-Yoga-Stunden bei Katja oder der 21-Day-Challenge liegt, aber seit einiger Zeit liegt meine Yogamatte ausgerollt an einem festen Platz. Daneben eine kleine Buddhastatue, Blumen und Kerzen. Esoterik? Nicht für mich. Aber Entspannung, Konzentration auf mich selbst und ein Weg zu mehr innerer Ruhe, um für Veränderungen bereit zu sein. Meine Ernährung musste ich ja nicht umstellen, da ich schon Vegetarier bin und auf Produkte aus ökologischer Landwirtschaft achte...

Ich schaffe es zwar nicht täglich auf die Matte, aber doch mehr und mehr - manchmal für 15 Minuten für Yoga-Übungen mit einem bestimmten Fokus (beispielsweise Rückbeugen, Hüftöffnende Übungen oder regenerative Übungen - hilfreich ist hierbei die Yoga-DVD von Ursula Karven) und manchmal für eine längere Einheit, aber bisher immer mit Anleitung - entweder von einer DVD oder aus dem Netz. Ein Übungsblatt der ersten Ashtanga-Serie habe ich mir bereits ausgedruckt und möchte dies auch demnächst angehen und regelmäßiger Ashtanga auch daheim praktizieren. Aber alles ohne Leistungs- oder Erfolgsdruck. Denn was ich sehr schnell lernen musste: Yoga ist kein Leistungssport (und deswegen irritiert mich auch die Forderung von Vertretern des amerikanischen Yogaverbands, Yoga als olympische Disziplin einzuführen...). Diese Einsicht fiel mir sehr schwer zu akzeptieren - wuchs ich schließlich als Leichtathletin und Volleyballerin mit Wettkämpfen und Leistungsvergleichen auf. Aber mit Druck funktioniert Yoga nicht. Ein treffender Spruch, den ich in Amerika hörte und mich seitdem beim Yoga begleitet:

Let the pose come to you.
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