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Samstag, 9. August 2014

Heimaturlaub: Outdoorbacken im Dutch Oven

Da es die Tage eindeutig zu heiß war, in der Küche den Ofen anzuschmeissen, haben wir uns dazu entschieden, diesen leckeren Pflaumen-Streusel-Kuchen draussen zu backen. Wie die Cowboys eben auch. Das Besondere an diesem Kuchen: Er wurde im "Dutch Oven" gebacken. Das ist ein kleiner gusseiserner Topf mit drei kleinen Beinen und Deckel. Wenn man den Topfdeckel mit Kohlen belegt und auch einige Kohlen unter den Topf gibt, wird das ganze ein kleiner Ofen, in dem man allerlei zubereiten kann. Wir haben darin auch schon Brot gebacken.
Meine Eltern haben sich den Dutch Oven gekauft, damit sie für größere Feiern draussen kochen können. Es wäre allerdings schade, ihn nur in in solchen größeren Runden einzusetzen und nicht auch für zwei oder vier Leute. Und deswegen haben wir probiert, darin zu backen.

Nun war also auch einmal Kuchen dran - und zwar gleich zwei Mal! Der erste war dieser Streuselkuchen mit eigenen Pflaumen. Das Rezept stammt vom veganen Koch Stephan Giannangeli, welches meine Mama in dem Spiegel-Artikel "Nicht Fisch, nicht Fleisch" gefunden hatte. Wir haben es etwas abgewandelt (wir haben die Menge halbiert, damit wir eine Springform in den Dutch Oven stellen konnten) und mussten natürlich durch den Dutch Oven in der Backzeit variieren. Dass es mit dem Kuchen so super ging hat meine Mama positiv überrascht. Und vor allem war der Kuchen auch superlecker und blitzschnell aufgegessen, so dass bald ein zweiter gebacken werden musste...


Pflaumen-Streusel-Kuchen
Zutaten: 
Teig:
-  500 g Weizenmehl
- 250 g Zucker
- 350 ml Sojamilch
- 200 ml Sonnenblumenöl
- 4 EL Weinsteinbackpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- ca. 1 bis 1,5 kg Pflaumen
- 1-2 EL Rohrohrzucker
Streusel: 
- 200 g Weizenmehl
- 150 g Zucker
- 100 g kalte Margarine (Alsan)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Zimt

Zubereitung: 
Die Pflaumen waschen, halbieren und entkernen. Die Zutaten für den Teig gründlich und lange mixen bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht. Eine Springform fetten und kehlen und den Teig einfüllen. Die Pflaumen darauf verteilen (wir haben sie schräg eingesetzt) und mit etwas Rohrohrzucker bestreuen. Den Kuchen soll man bei 160 Grad (Umluft) etwa 20 bis 25 Min. backen. Im Dutch Oven (12 inch Durchmesser) haben wir 16 Kohlen oben und 7 unten eingelegt und den Kuchen 30 Minuten gebacken. In der Zeit alle Zutaten für die Streusel schnell aber gründlich mit den Händen zu einem krümeligen Streuselteig verarbeiten und kaltstellen. Dann die Streusel darüber geben und weitere 15 bis 20 Minuten backen (wir haben noch einmal 30 Minuten backen lassen). Den noch warmen Kuchen nach Belieben noch mal mit Zucker und Zimt bestreuen.


Mittwoch, 18. Juni 2014

Anti-Fasten in Essen #2

Ich berichte antichronologisch (gibt's dafür eigentlich ein anderes Wort?) - denn vor dem Schichtbetrieb besuchten wir das Café Ma(h)l anders (Forsthausstraße 9), weil es dort einen veganen Mittagstisch und natürlich vegane Kuchen gibt. Am Ende bestellten wir (fast) alle Kuchen, ganz getreu dem Motto "eat Dessert first"!

Das Ma(h)l anders ist allerliebst eingerichtet - viel persönlicher als die stylischen Imbissbuden derzeit. Mit grünen Floraltapeten, weißen Holztischen und kleinen Kronleuchtern (damit hat man ja immer sofort mein Herz gewonnen). Die Karte ist klein und überschaubar - dazu gibt es noch täglich abwechselnde Gerichte und natürlich Kuchen.
Unsere Freunde wählten den Karottenkuchen und ich bestellte Kirsch-Streuselkuchen. Mein Freund bestellte die Kartoffel-Erdnuss-Suppe, weil die Zusammenstellung echt abgefahren ist. Von der Suppe hab ich aber ganz vergessen ein Foto zu machen... Der Kirschkuchen war auf jeden Fall lecker-saftig :-)


Sonntag, 23. März 2014

Mein neuer Liebling: Veganer Käsekuchen

Die Überschrift sagt eigentlich schon fast alles - ich habe meinen neuen Lieblingskuchen gefunden: Einen veganen Käsekuchen.
Das ganze fing vor einer Woche an, als wir mit lieben Freunden (mal wieder) im Bodhi essen waren. Nach dem obligatorischen Cheeseburger wollte die Mehrheit noch Dessert und bestellten (die ebenfalls obligatorische) Mousse au Chocolat und dazu einen Käsekuchen mit Blaubeeren. Und von dem Käsekuchen waren wir alle sofort umgehauen - schön cremig, frisch und total lecker. Das Rezept bekamen wir leider nicht, aber dafür den Tipp, dass der Kuchen aus Sojajogurt und Tofu gemacht ist.
Als mein Freund und ich nun gestern einkaufen waren und ich frische Blaubeeren sah, erinnerte ich mich an den Käsekuchen und schwups, landeten die Früchte, Seidentofu und Sojajogurt im Einkaufskorb. Zuhause machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Rezept und fand diese beiden: Den Käsekuchen von Totally Veg und den von Nicole Just. Und so probierte ich eine Kombination aus beiden und das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht! Für meinen Freund könnte "mein" veganer Käsekuchen etwas süßer sein und ich würde beim nächsten Mal nur anderthalb Packungen Vanillepudding statt zwei ganzer verwenden, aber der Kuchen ist super. Und hier nun das Rezept, damit ihr euch selbst überzeugen könnt:


Veganer Käsekuchen
Springform 24cm
Teig/Boden
- 260 g Mehl
- 120 g Zucker
- 1 Prise Salz
- das Mark einer Vanilleschote
- 2 TL Backpulver
- 160 g Alsan
- Öl + Mehl für die Springform

Füllung
- 500 g Sojajogurt (Vanille)
- 400 g Seidentofu
- 130 g Zucker
- 1 Pck Vanillinzucker
- 1 1/2 Pck. Vanillepuddingpulver (ich hab 2 ganze Packungen verwendet)
- 80 ml Öl
- Abrieb einer Biozitrone
- 2 EL Zitronensaft
- Blaubeeren nach Belieben (1 Schälchen)

Zubereitung
Zunächst den Sojajogurt in einem feinen Sieb (im Kühlschrank) abtropfen lassen. In der Zwischenzeit den Boden vorbereiten.
Für den Boden alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Eine Springform (24cm) einölen und mehlen, dann den Teig auf den Boden und an den Rand drücken. Abgedeckt für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Wenn der Boden schon fast eine Stunde im Kühlschrank ist, den Ofen anschmeißen auf 180°C (Ober- Unterhitze). Die Blaubeeren waschen, vorsichtig trocken tupfen, mehlen und beiseite stellen. Den abgetropften Sojajogurt in eine große Schüssel geben und den Seidentofu ins Sieb geben und ebenfalls für 5-10 Minuten abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Zucker, Vanillezucker, Puddingpulver, Öl, Zitronensaft und -schale in die Schüssel zum Sojajogurt geben. Den abgetropften Seidentofu ebenfalls dazu und alles mit dem Handrührgerät glatt rühren. Die bemehlten Blaubeeren vorsichtig unterrühren.
Die Form mit dem Kuchenboden aus dem Ofen Kühlschrank nehmen, Füllung eingießen, glatt streichen und ab in den Ofen für 60 Minuten. Wenn der Kuchen oben schnell braun wird, dann mit Alufolie abdecken.
Nach 60 Minuten den Ofen ausschalten und den Kuchen noch bei leicht geöffnetem Ofen 10-15 Minuten IM Ofen lassen. Dann raus nehmen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren kann er mit Puderzucker bestäubt werden.


Donnerstag, 13. Februar 2014

Schokoholic

Ihr seht, ich war backwütig in den letzten Wochen... Als wir von unserem Kurzskitrip zurück kamen überkam mich eine ungemeine Lust, Schokokuchen zu backen. Dabei hatte ich den saftigen Schokokuchen mit der Schokoglasur von meiner Mama aus meiner Kindheit im Hinterkopf. Der war auf Kindergeburtstagen immer total der Renner, aber natürlich nicht vegan, aber das sollte ja auch zu bewerkstelligen sein. Dazu hatte ich ein Glas Vodka-Kirschen (von meinen Eltern angesetzt!) im Gepäck - und diese eingelegten Kirschen stellte ich mir in einem saftigen Schokokuchen mit cremiger Glasur ungemein lecker vor...
Also wurde das Backwerkzeug wieder hervor gekramt, als die zweite Waschladung lief und kurz mein eigenes Rezeptbuch mit dem besagten Schokokuchenrezept sowie das Ox-Kochbuch 5 zu Rate gezogen. Und darin fand ich den "lecker-schmecker-Schokokuchen", der so ähnlich wie mein Familienrezept ist:


Etwas abgewandelt und mit Vodka-Kirschen gepimpt wurde der Kuchen supersaftig (ganz im Ernst) und toooootal Schokoladig. Mehr als ein Stück schaffe ich davon nicht - mein Freund vernaschte zwar zwei, war dafür den Rest des Tages pappsatt (auch mal ein guter Nebeneffekt...).
Die Zubereitung ist dazu supereasy: Einfach alle Zutaten zusammenmixen, ab in den Ofen, nach dem Abkühlen die Schoko-Ganache drauf und dann ordentlich schmecken lassen.


Schoko-Kirsch-Kuchen
Zutaten
- 300 g brauner Zucker
- 450 g Mehl
- 6 EL Kakao
- 1/2 TL Vanillemark
- 1 Pck. Backpulver
- 200 ml Sonnenblumenöl
- 50 ml Sprudelwasser
- 150 ml Mandelmilch
- 1 Tafel Schokolade (ich hatte Nougat Zuhause)
- ca. 4-5 EL abgetropfte Kirschen (müssen ja nicht unbedingt in Vodka eingelegt sein... ist aber lecker)
- 200 g Schoko-Kuvertüre
- 100 ml Reiscuisine

Zubereitung
Das Backrohr auf 175°C vorheizen. Zucker, Mehl, Kakao, Vanillemark und Backpulver in eine Schüssel sieben. Öl, Wasser und Mandeldrink dazu uns alles mit dem Handrührgerät verkneten. Die Schoki grob hacken und unterrühren. Den Teig in eine gefettete Springform (ich hab eine 28cm genommen, würde beim nächsten Mal aber 24cm oder 26 cm nehmen) geben und die abgetropften Kirschen darauf verteilen. Den Kuchen für ca. 50 Minuten backen.
Wenn der Kuchen abgekühlt ist über einem Wasserbad die gehackte Kuvertüre in der Reiscuisine schmelzen lassen und anschließend auf den Kuchen geben. Wieder abkühlen lassen (wer möchte) und dann genießen!

Montag, 10. Februar 2014

RAWRRRRR Cheesecake

Angetan von dem rohen Käsekuchen im SuperNatural auf Phuket wollte ich das Zuhause natürlich auch ausprobieren - so einen Kuchen muss man doch irgendwie hinbekommen (haben die ja schließlich auch...)! Gesagt getan durchforstete ich meine Back- und Kochbücher und fand ein Rezept für einen rohen Cheesecake auf Cashewbasis mit Himbeersauce im "Vegan für Genießer" von Jean-Christian Jury. Es war übrigens der zweite Härtetest für meinen Mixer...

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen (und der Mixer mixt immer noch)!
Hauptzutat für die "Käse"creme sind pürierte Cashews (mit Mandelmilch, Agavendicksaft, Zitronensaft, Vanille und Kokosfett). Der Boden besteht hauptsächlich aus Mandelkrümeln und Datteln. Laut Rezept muss der Kuchen zwei Stunden in den Kühlschrank, aber ich würde sagen, dass er erst nach einer kühlen Nacht perfekte Konsistenz hatte. Beim nächsten Mal würde ich auch nicht alle Himbeeren zu einer Sauce pürieren, sondern welche zur Deko lassen :)

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sterniger Apfelkuchen

Da sich wie bereits vorgestern kurz erwähnt meine gesamte letzte Woche um Brezeln, Bananen und Fencheltee drehte muss ich am Wochenende endlich mal etwas "Vernünftiges" machen. Da wir Familienbesuch am Sonntag erwarteten, wollte ich einen veganen Kuchen backen. Aber welchen? Mein Freund meinte, wir sollten mit der Hula-Creme eine Sahnetorte backen, aber da drehte sich mein Magen gleich wieder um bei dem Gedanken daran... Es sollte etwas Obstiges werden und da zur Zeit ja Apfel- / Birnen-Saison ist, war ganz klar, dass es ein Apfelkuchen werden soll. Aber irgendwie ist so ein gedeckter Apfelkuchen ja auch langweilig... oder?
Ich liebe ja Instagram - wie ich jetzt darauf komme? Ganz einfach! Bei der liebenswerten floralfrosting sah ich einen tollen "Cosmos Apple Pie" und dachte - sowas muss ich auch mal backen! Gesagt Getan!
Und so stand ich gefühlte Stunden in der Küche und kämpfte mit dem Mürbeteig, um nicht-klebende, komplette Sterne auszustechen und die Apfelmasse damit zu bedecken... Anschließend war ich echt k.o. - der Magen ist halt doch noch nicht 100%ig fit... Aber das Pre-Ofen-Resultat kann sich definitiv sehen lassen, finde ich:


Auch nach dem Gang in den Ofen sah der Kuchen noch gut aus - einzige Sorge: Wie bekomme ich den Kuchen heil aus der Form??? Also erstmal Mama und Papa angerufen und um Rat gefragt. Und natürlich auch floralfrosting um ihre Erfahrung mit dem "Cosmos Apple Pie" gebeten.
Den Ratschlägen folgend und dank der tatkräftigen Unterstützung meiner Großtante hat es der Kuchen dann tatsächlich (mehr oder weniger vollständig) auf die Teller geschafft.
Aber das geschmackliche Fazit von allen: Der Kuchen kann sich schmecken lassen! Von den Sternen konnte man zwar nicht mehr wirklich was erkennen - vor allem nach dem Anschnitt, aber dafür war die Füllung schön saftig-frisch und leicht säuerlich.


Sterniger Apfelkuchen
Zutaten
Teig
- 350 g Mehl
- 50g gemahlene Haselnuss
- 250g Alsan
- 100g Zucker

Füllung
- 800g säuerliche Äpfel (z.B. Booskop)
- 1 Glas Apfelmark
- 1/2 TL Zimt

Zubereitung
Mehl und Haselnuss mischen, Alsan in Flöckchen darauf verteilen, Zucker drüber streuen und anschließend rasch alles zu einem Teig verkneten. Abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen (Ober-Unterhitze) und eine Springform (26cm) einfetten und -mehlen.
Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und würfeln. Zusammen mit Zimt und dem Apfelmark vermischen.
2/3 des Teiges ausrollen und in die Form geben - Boden und Rand damit bedecken. Dann die Apfelfüllung hineingeben. Den restlichen Teig ausrollen und entweder als Decke über die Füllung geben (etwas einstechen) oder mit der gewünschten Form ausstechen (Achtung: dauert eine Weile!).
Den Kuchen ca. 50 min backen (immer mal wieder rein schauen - wenn er zu dunkel wird, mit Backpapier abdecken!).
Dazu gab es bei uns aufgeschlagene Hulala-Sahne.


Mittwoch, 21. August 2013

57 + 54 = Große vegane Torte

Beim zweiten Update meiner 101 in 1001-Projekte-Liste fiel mir ein Punkt besonders ins Auge: Nummer 61: Eine dreistöckige, vegane Torte backen.
Dazu fehlte mir zum einen die Zeit, aber vor allem auch ein Anlass. Denn so eine mehrstöckige Torte bäckt man ja eigentlich nicht nur so zum Wochenendlichen Kaffeeplausch (zumindest ich nicht). Aber meine Eltern luden zu einer gemeinsamen Geburtstagsfeier ein (deswegen auch unser Heimaturlaub) und feierten ihren 111. Geburtstag zusammen. Das ist doch der ideale Anlas, dachte ich mir! Eigentlich wollte ich vorher die Torte probe-Backen, aber dazu fehlte dann doch die Zeit. Also bereitete ich mich mit Lektüre und Einkäufen vor - bei der Backfee Stina von veganpassion erwarb ich ihr ebook Vegane Fondanttorten - Basics und im Web recherchierte ich - beispielsweise wie eine mehrstöckige Torte überhaupt aufgebaut wird oder wie man den eigenen Rollfondant (wenn er denn gelingt) überhaupt auf so eine Torte stülpt.
Mit den entsprechenden Zutaten und Utensilien ausgerüstet, ging es ans fleißige Backen. Zum Glück unterstützte mich mein Freund mental und tatkräftig, so dass wir nach drei Tagen Backeinsatz eine zweistöckige Torte als Geburtstagsüberraschung überreichen durften:


Die untere Schicht ist eine Schoko-Biscuit mit Kaluha getränkt und einer Himbeer-Füllung, umrandet und geschichtet mit einer weißen Ganache:


Die obere Schicht ist ein Prosecco-Biscuit mit einer Holundergelee-Füllung, ebenfalls umrandet und geschichtet mit einer weißen Ganache:


Dafür habe ich zunächst die beiden Biscuitböden gebacken und sie nach ausreichender Abkühlung (quasi am nächsten Tag) geteilt und entsprechend gefüllt:


Nachdem die Füllung ausreichend abgekühlt waren, wurden die beiden Böden mit einer weißen Ganache ummantelt:


Parallel knetete liebenswerter Weise mein Freund den Rollfondant - der dann letztendlich wie gekauft aussah:


Nachdem dann für die beiden Böden wieder eine Kühlschrankrunde abgeschlossen war und der Fondant mindestens 12 Stunden geruht hatte, machten wir uns ans Eindecken der beiden Böden mit dem selbst hergestellten Fondant.


Dann mussten die beiden Stockwerke natürlich übereinander geschichtet werden. Dazu bedienten wir uns dreier Holzstäbe:


Diese mussten dann die beiden Böden übereinander halten. Da bemerkten wir, dass der untere Boden nicht ganz ebenmäßig ist...


Aber das konnten wir mit der Deko und ganz viel Rollfondant überdecken:





Mittwoch, 14. August 2013

Sommersprossen mit Kuchen

Wir haben in der Hauptstadt natürlich nicht nur gefrühstückt und zu Abend gegessen sondern gönnten uns auch Kuchen. Wir waren nämlich bei der frisch-gewordenen Mami  (die vor einigen Monaten die Baby-Cupcakes von mir erhalten hatte) zum Nachmittagsplausch mit ihr und dem neunwöchigen Sprössling eingeladen und wollten dafür den leckersten veganen Kuchen, den Berlins Café-Szene zu bieten hat, mitbringen.

Es gibt ja mittlerweile ganz viele Listen, die einem einen Überblick über vegetarisch-vegane Lokalitäten vor Ort geben - beispielsweise die Restaurant-Liste auf peta.de oder auch bei happy cow und dem vebu. Zudem gibt es von den letzten beiden sogar jeweils eine App. Da gibt es überall aber nur teilweise Bewertungen, also fragte ich eine bekannte Berliner Bloggerin - Franziska von Veggie Love, wo es denn in Berlin den besten veganen Kuchen gäbe. Ihre schnelle Antwort: Freckles oder Café Vux. Da wir uns ja eher im Berliner Norden aufhielten, fiel die Wahl auf das Freckles in Berlin Kreuzberg (Nostitzstr. 33).
Nach einer gefühlten Odysee mit S- und U-Bahn vom Prenzlauer Berg in den charmanten Bergmannkiez fiel mir sofort das liebevolle Logo mit dem oldschool-Handrührer auf. Vor der Eingangstür wurde uns bereits mitgeteilt, was uns innen erwarten würde: Das freckles bietet Kaffee, Kuchen, Quiche & Co - alles vegan, teilweise auch gluten-, Nuss oder Sojafrei. Das Café ist liebevoll und warm eingerichtet und lädt regelrecht zum gemütlichen Kaffeetrunk ein.

Im Kuchenregal standen vier Sorten zur Auswahl: Blaubeer- und Schoko-Tarte sowie Schokokuchen und Nougattorte. Wir entschieden uns spontan, trotz ausgiebigem Frühstück sofort ein Stück der Blaubeer-Tarte zu probieren. Der Boden war genau richtig - gaaaanz leicht gnatschig, nicht zu trocken und kein markanter Getreidegeschmack. Die Blaubeer-Füllung war schön fruchtig-frisch, nicht zu süß, aber dafür cremig-leicht. So war der Kuchenteller ratzfatz leer geputzt, wie das Video hier beweist.

Von der Blaubeer-Tarte und vom Schokokuchen nahmen wir dann auch gleich jeweils zwei Stück für die Kaffeerunde mit Baby mit.
Und die Auswahl war genau richtig - sowohl uns als auch den beiden Mamis (und der einen kleinen Maus) haben die veganen Torten geschmeckt. Der Schokokuchen war total schokoladig und ganz schön mächtig - es war also optimal, dass wir ebenfalls Blaubeer-Tarte dabei hatten, so dass man Hälfte-Hälfte machen konnte :)



Montag, 13. Mai 2013

Erdbeerzeit ist Tortenzeit!

Zusammen mit dem Spargel haben wir ja auch eine Schale frische Erdbeeren vom Bauern nach der Hochzeit erstanden. Und die riefen natürlich förmlich dazu, verarbeitet zu werden. Und da ich auf der Hochzeit soooo eine schöne Erdbeertorte gesehen habe und Erdbeerkuchen der Lieblingskuchen von meinem Freund ist, wurde Erdbeertorte gebacken. Mal wieder Premiere für mich, da ich einen solchen Boden in vegan noch nicht gebacken hatte bisher.


Erst wälzte ich ein paar vegane Kochbücher, wurde aber nirgends fündig. Also die weltbekannte Suchmaschine befragt und schon wurden mir mehrere Varianten geboten - beispielsweise die Erdbeertorte von veganpassion (deren Torten ja immer so wunderhübsch toll aussehen), aber die Torte ist nicht die gewünschte Richtung für unsere Torte gewesen. Also wurde es dieses Rezept von Attila Hildmann. Ich habe das Rezept allerdings etwas abgewandelt. Passend fand ich auch das Zitat von Ludwig Feuerbach auf der Seite in meinem "Lieblingsrezepte-Buch", in dem das Tortenrezept nun verewigt steht:

Erdbeertorte mit frischen Erdbeeren
Zutaten (für eine Springform mit x cm)
Teig
- 175g Margarine (Raumtemperatur)
- 175g Zucker
- 175 g Mehl
- 2-3 EL Kichererbsenmehl
- 150ml Mandelmilch
- 2 EL Öl
- 3 EL Sprudelwasser
- 1/2 TL Apfelessig
- 1 gut gehäufter TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Dazu
- 1 1/2 Pck. Vanillepuddingpulver (zB RUF ist vegan)
- 6 EL Zucker
- 500ml Mandelmilch
- 1 Stängel frische Pfefferminze
- frische Erdbeeren

Zubereitung
Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel die Margarine mit dem Zucker mit dem Handrührgerät (Knethaken) verkneten. Dann die restlichen Zutaten für den Teig hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen in die Springform füllen. Den Boden ca. 35 Minuten backen und anschließend vollständig auskühlen lassen.

Erdbeeren waschen. Für den Vanillepudding eine kleine Schüssel mit Mandelmilch mit dem Puddingpulver und dem Zucker gut verrühren. Die restliche Mandelmilch zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und die Mandelmilch-Pudding-Mischung unterrühren. Unter ständigem Rühren noch einmal aufkochen lassen und anschließend die gehackte Minze unterrühren und etwas erkalten lassen (ca. 15-20 Minuten) und dann auf den erkalteten Kuchenboden streichen. Erdbeeren darauf nach Belieben verteilen, Erdbeertorte noch eine Weile kalt stellen und anschließend genießen.


Freitag, 5. April 2013

Meine Kindheitserinnerungen... süß

Als ich an Kuchen aus meiner Kindheit dachte, fiel mir sofort ein Schokoladenkuchen ein, den meine Mama einfach immer gebacken hat und der bei allen total beliebt war - auf jedem Geburtstag oder auf jedem Kuchenstand war dieser Schokokuchen mit Schokocreme on top immer als erstes alle. Aber den Kuchen veganisieren? Und verschicken? Da war ich etwas ratlos, muss ich zugeben. Und mir ist auch nichts eingefallen.

Aber dafür fiel mir ein zweiter Kuchen ein - den haben wir selbst, also meine Mama und ich, zwar nie gebacken, aber den gab es auch immer auf jedem Kindergeburtstag und auf jedem Kuchenstand: Bunter Papageien-Kuchen mit Zitronenglasur. Der müsste doch machbar sein und vor allem in einem Weckglas total schön aussehen, dachte ich mir! Und schwups wurde Mama nach einem Rezept gefragt, welches sie in ihrer Rezeptsammlung natürlich parat hatte und das Ganze ließ sich auch relativ einfach veganisieren.


Papageien-Kuchen
Zutaten (für 3 Weckglas-Kuchen)
- 1/2 Tasse Hafermilch
- 1 TL Apfelessig
- 1/2 Tasse Sprudelwasser
- 1/3 Tasse Sonnenblumenöl
- 3/4 Tasse Zucker
- 1 Pck. Vanillinzucker
- 1 1/4 Tassen Mehl
- 1 Pck. Backpulver
- 1 Prise Salz
- Speisefarben (ich habe die von Wilton genutzt, hatte vor einiger Zeit mal angefragt, ob die Produkte, die ich Zuhaus habe, vegan seien und bekam recht zügig eine positive Antwort)

Glasur
- 3 EL Puderzucker
- 1 EL Zitronensaft
- bunter Hagelzucker (oder Streusel)

Zubereitung
Ofen auf 150°C vorheizen. Hafermilch und Apfelessig verquirlen und kurz beiseite stellen. Mehl, Backpulver und Salz in eine große Schüssel sieben. Dann Sprudelwasser, Öl und Zucker zur Hafermilch dazu geben. Das Flüssige unter die Mehlmischung rühren. Den Teig in verschiedene Schüsseln teilen und mit der gewünschten Speisefarbe einfärben.
Den Teig geschichtet in Weckgläser füllen (der Teig reichte bei mir für drei Gläser) und im Ofen ca. 25-30 Minuten backen.
Anschließend vollständig abkühlen lassen. Für die Zitronenglasur Puderzucker und Zitronensaft mischen und über die Kuchen streichen. Mit bunten Streuseln nach Belieben dekorieren.



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