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Samstag, 17. Januar 2015

Oh so yummy sushi vegan

Ich zäume das Pferd mal von hinten auf und beginne mit dem aktuellsten - unserem veganen Sushi-Abend an meinem Geburtstag! Eigentlich wollten wir ja lecker essen gehen, aber nach einem tollen Partywochenende im Ruhrgebiet und dem Fanta4-Konzert am Dienstag, wollten wir den Montag zwischen diesen beiden Events gemütlich gestalten. Zumindest war das der Plan…

Ich stiefelte also nach der Arbeit ins Reformhaus und deckte mich mit Asia-Zubehör von Arche (Sushireis, Reisessig, Wasabipaste), einiges an frischem Gemüse und Misosuppe ein. Dann ging es weiter zum Asiamarkt, wo ich dann noch Noriblätter, Reiswein, Sojasauce, Pak Choy und Reiscracker kaufte.
Zuhause angekommen wurde dann auch gleich losgelegt. Zu allererst wurde der Sushireis in unserem kleinen, pinken Reiskocher aufgesetzt. Dann wurde etwas Gemüse für die Miso-Suppe geschnipselt und auf zwei Schüsseln verteilt. Und anschließend wurden die fünf verschiedenen veganen Füllungen zubereitet und, nachdem der Reis abgekühlt war, gerollt:

  • Karotte-Gurke-Maki
  • Maki mit eingelegtem Spinat
  • Pilz-Maki
  • Rote-Beete-Maki
  • Mango-Maki
Das ganze klingt jetzt schneller als tatsächlich gemacht, denn dank lieber Anrufer hat sich alles etwas immer wieder verzögert… So haben wir beispielsweise erst die Misosuppe gegessen und während dessen kühlte der Sushireis auf dem Balkon ab. Nach unserem "Zwischengang" mit Reiscrackern rollten wir dann die Makis und genossen dann unsere vegane Sushi-Platte.


Miso-Suppe
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 Pilze
- 1/2 Karotte
- 1 kleine Pak Choy
- Misosuppe (Pulver, zB. das hier)
- etwas Öl

Zubereitung
Die Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit etwas Öl in einer Pfanne kurz anbraten. Die Karotte schälen und in dünne Stifte schneiden. Den Pak Choy verkleinern. Das Gemüse auf zwei Schüsseln gleichmäßig verteilen und mit der aufgebrühten Misosuppe (nach Packungsanleitung zubereiten) übergießen und servieren.

Sushi-Rolls, vegan

Zutaten (für 2 Hungrige)
Sushireis
- 2 Tassen Sushireis (zB den hier)
- Sushiessig (zB den hier)
- Zucker

Füllungen
- 1/2 Karotte
- 1 Stück Gurke (ca. 10-15 cm lang)
- 4-5 Pilze
- 1 EL Bärlauchaufstrich (zB von Zwergenwiese)
- 1 handvoll Salatblätter (zB Feldsalat oder Rucola)
- 1/2 Rote Beete-Knolle (vorgekocht)
- 1 EL Rote-Beete-Meerretich-Aufstrich
- 1/2 Mango
- 1 Handvoll gehackten Spinat
- 1 EL Tahin
- 3-4 Cashewnüsse, gehackt
- Wasabipaste (zB die hier)
- Nori-Blätter (zB die hier)

Zubereitung
Sushi-Reis nach Packungsanleitung zubereiten. Wir haben ihn im Reiskocher zubereitet - hier gibt es dafür eine gute Anleitung.).
Für die Füllungen die Karotten und Gurke in dünne Stifte schneiden und beiseite legen. Die Pilze klein würfeln und in etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Dann mit dem Bärlauchaufstrich vermengen und ebenfalls beiseite stellen. Die Rote Beete und Mango ebenfalls jeweils in Stifte schneiden. Den gehackten Spinat in etwas Wasser in einer kleinen Pfanne dünsten und mit dem Tahin vermengen, dann die gehackten Cashews darunter mischen.

Für die Füllungen haben wir dann einfach das Gemüse auf den Sushi-Reis gelegt. Bei der Rote-Beete-Füllung habe ich zuerst einen Streifen mit dem Rote Beete Meerrettich-Aufstrich auf den Reis gegeben und anschließend noch Salatblätter dazu gegeben. Auch die Pilz- und Mango-Füllungen bekamen jeweils etwas Salat dazu.


Und hier unsere veganen Makis mal in der Nahaufnahme:



Wie man die Maki's rollt, kann man in diesem Video sehr schön sehen:



Wir müssen das Rollen noch ein bisschen üben, damit die Makis nicht so groß werden das nächste Mal. Ansonsten fanden wir es aber super und werden uns irgendwann noch einmal die Mühen machen… Vor allem ist es auch ein super Gericht, von welchem man extra mehr machen kann, um es am nächsten Tag mit zur Arbeit oder in die Uni zu nehmen.

Samstag, 15. Dezember 2012

Vegan Wednesday 12|12|12

Dieser 19. Vegan Wednesday am 12|12|12 war mehrfach eine Premiere - ich testete das/den Boonian in der Schrannenhalle, dies zusammen mit einer ganz lieben Freundin, die ich seit wahrscheinlich fünf Jahren nicht mehr gesehen hatte und erlebte leider auch erstmals, dass es mir auch mal nicht sooo gut schmecken kann in einem vegetarisch-stylischen Restaurant...

Aber von Beginn an - diese Woche sammelte Carola von twoodledrum alle Posts, die darüber berichten, was sie vergangenen Mittwoch so veganes verspeist haben. Nachdem ich letzte Woche zwischen Cupcake-Back-Marathon und Besuch es komplett verschwitzt habe, darüber zu schreiben, will ich diese Woche wieder mit am Start sein!
Zum Frühstück gab es bei mir Müsli mit Sojajogurt und ganz viel Obst - Kiwi, Blaubeeren und Goji-Beeren. Dazu ein Glas Immunsaft und frischen Pfefferminz-Fenchel-Tee.

Da ich besagte, liebe Freundin vor wahrscheinlich fünf Jahren das letzte Mal gesehen hatte und sie mich überhaupt das erste Mal hier in München besuchte, hatten wir natürlich ganz viel zu quatschen - und sie fragte prompt, in welches vegane Restaurant ich denn mit ihr gehen wollen würde. Da hatte ich natürlich auch schon drüber nachgedacht! Und da das Boonian momentan ganz oben auf meiner to-visit-Liste steht, marschierten wir durch die verschneite und eiskalte Münchner Innenstadt, über den Weihnachts- und Viktualienmarkt zur Schrannenhalle. Genau mittig fanden wir dann auch den neuen Food-Stand von Michi Kern: Boonian est. in the future. plant based products. Und das gab es tatsächlich auch. Selbstgemachte Schoko-Mousse, diverse Chutneys und hergerichtete Spieße mit Tofu oder Seitan zum Mitnehmen und Zuhauseselbstanbraten. Dazu gab es ein Tagesgericht: Madras Linsen Curry mit Rote-Beete-Salat und Reis (5,80 €), welches wir beide bestellten. Ich wählte dazu zum Aufwärmen noch eine heiße Inge (3 €).
Man konnte dort relativ gemütlich auf den Barhockern sitzen - stundenlang wäre das nciht möglich, schon allein auch wegen der kalten Luft an der Tür. Aber die heiße Inge heizte ein und eine Chai Power Latte (3 €) würde dies bestimmt auch tun. Das Essen kam rasch und wie im Tushita Teehaus in einer großen Schüssel serviert. Der Rote-Beete-Salat hat mir davon am besten gefallen, weil er unerwartete Zutaten enthielt, die ich nicht definieren konnte (Apfelstückle???). Das Linsen Curry war auch recht lecker, hätte aber für meinen Geschmack ein minikleinesbisschen würziger sein dürfen. Aber scheinbar hatten sich schon vorherige Gäste über die Schärfe der Gerichte beschwert, so dass die Küche da jetzt wohl etwas sparsamer vorgeht. Es hat auf jeden Fall trotzdem lecker geschmeckt und für einen kurzen Stop in der Innenstadt lohnt sich der Besuch beim Boonian auf jeden Fall.

Nach einem Ausflug zum Pink Christmas wurde es leider auch schon wieder Zeit, "Goodbye" und "Hello!" zu sagen - meine Freundin setzte sich für den Heimweg zurück in den Zug und ich stiefelte wieder in die Innenstadt, um eine liebe Arbeitskollegin im Prinz Myshkin zu treffen. Wie immer hätte man echt reservieren müssen... ich finde es jedes Mal aufs Neue erstaunlich, wie voll dieser Laden ist - sind das dort alles Vegetarier? Ist einer der jeweiligen Tischgesellschaft Vegetarier? Oder ist das Prinz Myshkin einfach nur trendy??? (Als mein Freund und ich das letzte Mal dort aßen, saß hinter uns eine Dame mit Pelz(!!!)-Stola - im vegetarischen Restaurant! *argh*) Ich finde das Restaurant ja selbst auch total schön, aber würde kulinarisch (und aus veganer Sicht) doch das Max Pett oder Yam in München vorziehen... Aber nichtsdestotrotz ist das Prinz Myshkin auch sehr lecker und ich freue mich jedes Mal, wenn ich dort bin. Dieses Mal bestellten wir vorweg die Guacamole mit Salsa und Chips - beides sehr lecker und als Hauptspeise wählte ich Hiro mit japanischen Buchweizennudeln, Austernpilzen, Bambussprossen, Karotten und Brokkoli (16,90€), weil ich die eigenen Buchweizennudeln (oder auch Soba-Nudeln) damals so lecker fand... Naja leider ist das Foto viel zu dunkel, so dass man es nicht erkennen kann, aber mir wurde ein traditionelles japanisches Gericht serviert: In einer Suppenschüssel kamen die dunklen Soba-Nudeln in einer dunklen Brühe (wahrscheinlich mit Sojasoße) mit ein bissl Gemüse. Es war recht salzig und geschmacklich... mmh... halt nicht so ganz mein Ding. Wahrscheinlich sollte ich mich einfach nicht immer verleiten lassen, etwas japanisches zu bestellen ;-) Das Gericht von meiner Kollegin hingegen - Malai Kofta (15,90 € - leider nicht vegan) sahen und rochen hingegen verdammt lecker... Naja beim nächsten Besuch im Prinz Myshkin steht dann auf jeden Fall wieder die Guacamole auf dem Tisch und dann vielleicht die Samosa oder mal die Pizza Bruschetta oder ...

Dienstag, 21. August 2012

蕎麦 oder: Mentale Reise nach Japan

Bei diesen Temperaturen draussen, mag man gar nicht wirklich was Warmes essen - ein Glück, dass die japanischen Soba-Nudeln traditionell kalt genossen werden! Diese Buchweizennudeln standen schon eine Weile auf meiner to-cook-Liste, um genau zu sein, seit ich ein Rezept im Kochbuch "Genussvoll Vegetarisch" entdeckt hatte mit den genannten Soba-Nudeln, Auberginen und Mango. Ich bin allerdings kein Auberginen-Fan und somit blieb das Rezept immer wieder liegen... bis ich in der aktuellen Ausgabe der "Köstlich Vegetarisch" das Rezept für einen Mango-Avocado-Mozarella-Salat sah und es plötzlich "Klick" machte - diese beiden Rezepte müsste man doch kombinieren können, dachte ich mir!

Und am Montag las ich dann auch noch erfreut, dass Sandra from-snuggs-kitchen nach Urlaubsgerichten sucht - egal, ob man schon einmal dort war oder einfach mal gern hinreisen möchte. Auf mich trifft letzteres zu - ich würde gerne mal nach Japan. Am liebsten zur Kirschblütenzeit, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Und somit nahm ich mir vor, zumindest kulinarisch nach Japan zu reisen mit diesem Gericht.
Ob das Ergebnis letztendlich traditionell mit der japanischen Küche zu tun hat, wage ich fast ein wenig zu bezweifeln... aber uns hat es sehr gut geschmeckt: Zu den kalten Soba-Nudeln (welche im Gegensatz zur "normalen" Pasta aromatischer sind) gesellten sich unter anderem Avocado, Mango, Bärlauch-Tofu, geröstete Cashewkerne und Basilikum - ein frisch-säuerlich-scharfes Gesamtbild mit einigen geschmacklichen Überraschungen!

Zutaten (für 2 Hungrige)
- 125 g Sobanudeln (gibt's im Bioladen)
- 1 Avocado
- 1/2 Mango (den Rest gibt's ins morgendliche Müsli)
- 2-3 EL Cashewkerne
- 3 EL + 2 EL Zitronensaft
- 2 EL + 1 EL Avocadoöl
- 2 EL Essig
- 1 TL Agavendicksaft
- 125 g Bärlauchtofu
- Sojasoße
- 1 Stiel frischer Basilikum
- Salz, Pfeffer, Koriander, Chili
- evt. Sprossen zum Dekorieren

Zubereitung
Zunächst für die Soße 3 EL Zitronensaft mit 2 EL Avocadoöl, Essig und Agavendicksaft mischen. Mit Salz, Pfeffer, Chili und getrocknetem Koriander kräftig würzen. In reichlich Salzwasser die Sobanudeln gar kochen und dann kalt abbrausen und gut abtropfen lassen. Die Avocado halbieren, schälen und in 1cm große Würfel schneiden. In einer großen Schüssel mit 2 EL Zitronensaft mischen. Die geschälte, halbe Mango ebenfalls in Würfel schneiden und zur Avocado geben. In einer kleinen Pfanne die Cashewkerne vorsichtig rösten und anschließend klein hacken. Den frischen Basilikum waschen, trocken schütteln und hacken. Die erkalteten Sobanudeln zu Avocado und Mango geben, die Soße und den Basilikum dazu geben und alles verrühren und zum kühlen in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren 1 EL Avocadoöl in der Pfanne erhitzen und den gewürfelten Tofu darin anbraten. Mit Sojasoße ablöschen. Den Tofu unter die Soba-Mischung heben und alles verteilen. Bei Bedarf beispielsweise mit Sprossen dekorieren.

Montag, 1. August 2011

Japanischer Purismus

So minimalistisch wie die Kaede-Website daher kommt, so ist auch das Interieur und auch das Essen auf das Wesentliche reduziert: Keine Geschmacksverstärker, ausschließlich natürliche Zutaten aus umweltbewusstem Anbau, alles Bio und vegetarisch bzw. vegan. Der japanische Purismus wird hier gelebt. Das spürt man schon beim Eintreten. Kaum der sonst so üblich überladene asiatische Kitsch (nur auf dem Weg zur Toilette entdeckt man ganz hinten im Restaurant ein paar Mini-Ausgaben der typischen Winke-Katze), einfache Holzstühle und -Tische, teilweise getrennt mit Raumteilern aus Holzstäben, die neben dem Chef einzig dem veganen Restaurant eine japanische Note verleihen.

Da wir zur späten Mittagszeit das Kaede in Untergiesing (Nähe Kolumbusplatz) besuchten, gab es zum Hauptgericht Vollkornreis und noch eine Miso-Suppe vorweg (7,80€). Wir wählten Wok-Gemüse mit Tofu - einmal süß-sauer und einmal "normal" für mich. Wir waren zunächst die einzigen Gäste, umhüllt von einer Stille, die nur vom Surren des Kühlschranks (oder der Lüftung?) etwas gestört wurde. Entgegen der gängigen Vorstellung, dass naturbelassenes Essen ohne Geschmacksverstärker entsprechend geschmacklos ist, war die servierte Miso-Suppe mit Miso-Paste, Frühlingszwiebeln, Tofu und Wakame heiß, aromatisch und so wie man sie aus jedem guten japanischen Restaurant kennt.

Wir waren noch nicht ganz fertig mit diesem japanischen Nationalgericht, da wurden bereits die Hauptgerichte serviert. Für mich war die äußerst sämige Soße eine Überraschung, da ich pures, angebratenes Wok-Gemüse erwartet hatte, aber ich kenne mich halt doch nicht so gut in der japanischen Küche aus. Das Gemüse schien quasi frisch aus dem Garten: Möhren, Zucchini, Brokoli, Kohlrabi und Paprika waren knackig frisch und gaben alle ihren eigenen Geschmack dazu. Die genannte Soße und der Tofu hatten irgendwie keinen Geschmack für mich. Dafür war der Vollkornreis würzig und hatte genau die richtige Konsistenz.

Nach meinem zweiten Besuch in einem japanischen Restaurant (ohne Sushi zu bestellen) muss ich feststellen, dass die japanische Küche - Sushi ausgenommen - keinen so großen Reiz auf mich ausübt... Das Essen im Kaede war auf jeden Fall gut und lecker, aber ich glaube meine persönlichen Geschmackhighlights erlebe ich in anderer Länder Küchen...

Zum Schluss erfuhren wir übrigens noch, dass Kaede nicht "käde" sondern "ka-ede" ausgesprochen wird und dies der japanische Begriff für Ahorn ist. Wieder was gelernt...

Montag, 28. Februar 2011

Steak + Stäbchen = Schwierig

+++ Achtung! Das Fujiya hat leider geschlossen - die Familie reiste, soweit ich weiß, nach Japan, um ihren Angehörigen zu helfen... =( +++


Am Wochenende waren wir in dem kleinen, versteckten japanischen Restaurant Fujiya (Berg am Laim). Der erste Eindruck war sehr positiv: Schlichte, zurückhaltende (japanische) Einrichtung, ruhige und entspannte Atmosphäre und was vor allem auffiel: Es waren sehr viele asiatisch (japanisch?) aussehende Gäste dort.
Normalerweise wähle ich beim Japaner (vegetarisches) Sushi, aber um mal etwas Neues auszuprobieren, entschied ich mich dieses Mal dagegen. Als Vorspeise wählten wir gemischtes Tempura - und auch hier wurde ich sehr positiv überrascht. Die Bedienung sprach zwar außer "Grüß Gott", "Danke" und "Auf Wiederschaun" nur Englisch, war aber ansonsten überaus zuvorkommend. Als ich erwähnte, dass ich Vegetarier bin, fragte sie gleich, ob das Tempura für die Vorspeise dann lieber auf zwei Platten serviert werden soll. Und so kam es dann auch an den Tisch: Gambas, Auberginen, Süßkartoffeln und grüner Spargel - Gemüse und Fisch auf zwei verschiedenen Tellern.
Ich entschied mich beim Hauptgang für das Nudelgericht TEMPURA-SOBA (ohne zu wissen, was da dann tatsächlich auf mich zukommen würde) und mein Freund bestellte Steak nach japanischer Art. Vielleicht hätten wir da schon einmal überlegen sollen, ob man bei einem Asiaten nicht lieber beim Fisch bleibt... ;-)

Bis die Hauptgerichte serviert wurden, verstrich einige Zeit und damit füllte sich das kleine Restaurant bis auf den letzten Platz - entsprechend sollte man an einem Abend am Wochenende wohl besser reservieren. Mein Hauptgericht kam dann schließlich in einer Suppenschlüssel - was mich zugegebener Maßen leicht irritierte. Es waren Soba-Nudeln in einer warmen Nudelsuppe, garniert mit Gemüse-Tempura (wieder grüner Spargel, Aubergine und Süßkartoffel) und Lauch. Geschmacklich war die Suppe/das Nudelgericht typisch japanisch - wobei ich anmerken muss, dass ich a) noch nie in Japan war und b) bisher nur Sushi in japanischen Restaurants bestellte... Aber nachdem ich mich an die leicht glipschige Konsistenz der Nudeln und den Geschmack der Suppe gewöhnt hatte, schmeckte mir das Gericht.

Mein Freund hatte mit seinem Steak - vor allem in Verbindung mit den Stäbchen - mehr Schwierigkeiten. Aber als wir die freundliche Kellnerin um Rat fragten, fiel ihr auf, dass einfach Messer und Gabel vergessen wurden (in Japan bekommt man so ein Gericht wohl bereits fertig portioniert zugeschnitten serviert, so dass man Steak mit Stäbchen essen kann). Nachdem er mit Messer und Gabel bedient wurde, konnte auch er die japanische Steak-Art testen.

Unser beider Fazit: Das Essen war nicht unser absolutes persönliches Highlight, aber dieser Japaner ist auf jeden Fall einen (zweiten) Besuch wert - und dann werde ich Sushi bestellen!
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