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Dienstag, 17. April 2012

Last but not Least: Cupcakes in London

Der Cupcake-Trend ist (natürlich) auch auf der britischen Insel angekommen und erklimmt so langsam die britische Tea Time, könnte man aufgrund der steigenden Anzahl an Cupcake-Läden annehmen. Wirklich getestet haben wir allerdings lediglich ein Café auf dem alten Apple Market in Covent Garden: Ellas Bakehouse.

Das Eingangsschild erinnerte bereits stark an die Magnolia Bakery in New York und auch die kleinen, glitzernden Cupcakes standen im Äußeren den "Originalen" in nichts nach. Wie ich bei meiner nachträglichen Recherche erfuhr, ist diese Ähnlichkeit zu den amerikanischen Vorläufern nicht bloßer Zufall - die Gründerin und Besiterin des kleinen Ladens, Lorraine Pascale, verdiente ihr Geld früher als Model auf den Laufstegen New Yorks, bevor sie vor einigen Jahren während eines einjährigen Kochkurses ihre Leidenschaft für die Backkunst entdeckte und sich nach einigen Zwischenstopps für die Selbstständigkeit entschied.

Dass diese Entscheidung goldrichtig war, beweist die phänomenale Karriere der Bäckerin - innerhalb einen Jahres publizierte sie zwei Bestseller-Backbücher, produzierte drei Kochsenden für den BBC 2 und lockte damit mehr Zuschauer und Leser(innen) an als Jamie Oliver.

Und der erste Biss in den Red Velvet Cupcake unterstützte den Titel "The Queen of TV Cookery" (und, dass die Inseleuropäer auch keine Fans des extrem-süßen Frostings sind): Der kleine, rote "Tassen-Kuchen" aus lockerem Frischkäseteig und mit rosaroter Glitzerdeko war samt Frosting saftig-frisch und nicht zu süß.

Zu guter Letzt die wichtigste Lektion aus London: Keep calm and eat a Cupcake!





Sonntag, 15. April 2012

Vegetarisch im Pub - The Blackbird

Natürlich speisten wir auch in einem Pub - ganz klar wenn man in London ist! Neben den obligatorischen Fish & Chips, gab es überraschender Weise im Blackbird (Kensington) sogar recht viele vegetarische Speisen auf der Karte. Das Blackbird ist ein Pub der Fullers Brauerei und diese wiederum ist eine der wenigen noch heute familiär geführten Brauereien in Londons Umgebung - das machte den Besuch noch sympatischer. Das Blackbird ist ein traditioneller Ale & Pie Pub in einem ehemaligen Bankgebäude, in dem eine Vielzahl an hausgemachten Pies mit ausgefallenen Füllungen (beispielsweise Hühnchen, Thymian und Aprikosen oder Steak und Pilze) und anderen britischen Gerichten angeboten wird (und natürlich Ales, Cider, Guiness...).

Sogar ein vegetarischer Pie wurde mit einer Spinat-Lauch-Füllung angeboten. Und das hat mich ziemlich an unseren "Neuseeländischen" Gemüse-Pie erinnert (kein Wunder, dass Pie's in Neuseeland ebenfalls Tradition sind - schließlich gehört die Insel zum Königreich des Commonwealth). Doch zurück zum Blackbird. Mein Freund wählte die vegetarische Pie-Variante. Der Pie (im Grunde ein Blätterteig mit einer herzhaften Füllung) war knusprig ummantelt und die Lauch-Spinat-Füllung frisch und "gemüsig". Dazu wurden Karotten, Spinat und Brokkoli als frisches Saisongemüse und Kartoffelbrei serviert. Generell haben wir festgestellt, dass die Briten etwas weniger würzen, so dass Salz und Pfeffer immer dazu mussten...

Ich entschied mich hingegen für eine Mushroom & Mustard-Tarte. Und diese war definitiv ausreichend gewürzt durch den Senf. Ich erhielt eine eigene Mini-Tarte mit knusprigem Boden und darauf einer Pilz-Nuss-Senf-Mischung, die sehr markant und würzig schmeckte. Genau richtig!
Letzten Endes hat es uns allen so gut geschmeckt, dass wir noch einen Abend in dem Pub verbrachten.
Insgesamt muss ich sagen, dass diese Gerichte Lust auf weitere britische Experimente in der eigenen Küche machten... Wir werden also sehen, wann es den nächsten Pie "made in Germany" gibt...

Samstag, 14. April 2012

Zu Gast bei Jamie Oliver

Mein persönliches Highlight dieses Kurztrips nach London war ein Besuch in Jamie's Italian - einem Restaurant vom Trendkoch Jamie Oliver. Er ist Koch und selbsternannter "Food-Lover" und insgeheim wäre er wohl lieber Italiener, wenn man seine Rezepte und Gerichte anschaut.
Und so war für mich seit langem klar - wenn ich mal wieder nach London fahre, dann muss ich mal in eins seiner Restaurants gehen. Mittlerweile hat er nach der Eröffnung des Fifteen ja bereits zwei weitere Restaurants in London: Die Kette Jamie's Italian und das Barbecoa. Dazu werden künftig noch einige Burger-Buden Union Jacks kommen, an deren Rohbauten wir ab und an vorbei gefahren sind.
Ich entschied mich für einen Besuch in Jamie's Italian in Covent Garden. Zum Glück konnte ich noch einen Tisch im unteren Teil des Restaurants rechtzeitig reservieren. Dort ist es etwas ruhiger und nicht so viel Trubel. Außerdem ist die Atmosphäre insgesamt dort etwas "uriger" und man kann einen Blick in die Küche erhaschen.
Nach fast einer viertel Stunde Wartezeit, wurden wir denn auch endlich (und hungrig) an unseren Tisch in einem kleinen Gewölbe geführt und konnten die Speisekarte studieren.

Als Vorspeise teilten wir uns Bruschetta (das Besondere daran: die Baguette waren nicht mit Tomatenstücken belegt, sondern mit Bohnenmus, Rote-Beete-Pürree, Kürbis-Pürree und Schwarzkohl) und "italienische Nachos" (3,55 Pfund): Knusprig-frittierte Ravioli mit Käsefüllung und dazu Salsa.

Als Hauptgang wählte mein Freund "Wild Truffle Risotto" (11,50 Pfund) mit schwarzem Wintertrüffel, Butter und Parmesan. Mein Papa - ein riesengroßer Pastafan - wählte die "Tagliatelle Bolognese" (10,25 Pfund) mit einem Ragout aus britischem Rind- und Schweinefleisch mit Kräutern, Chianti, Parmesan und knusprigen Brotcroutons und war davon hellauf begeistert.



Und ich entschied mich für "Honeycomb Cannelloni 3 Ways" (10,95 Pfund). Ich erhielt in einer urigen Tonpfanne überbackene Cannelloni mit drei verschiedenen Füllungen: Aubergine-Tomate, Ricotta-Spinat und Kürbis, wobei Letztere mein Favorit war - die Konsistenz war schön cremig und der Geschmack vom Kürbis war nicht zu lasch (wie beispielsweise bei der Aubergine), aber auch nicht zu markant (wie bei den Ricotta-Spinat-Füllungen). Die Tomatensoße dazu passte wunderbar. Schade fand meine Mama (die das gleiche Gericht bestellte), dass (wie in Italien ja eigentlich typisch) kein frisches Brot einfach dazu gereicht wird, mit dem man die restliche Soße aufessen könnte. Recht hat sie irgendwie... aber es war trotzdem köstlich.

Ich war zwar schon ziemlich satt, war aber dennoch meinem Freund dankbar, dass er den "Sicilian Cheesecake" (4,95 Pfund) als Dessert bestellte - schließlich wollte ich ursprünglich auch testen, ob jetzt der Cheesecake von Jamie Oliver besser als der amerikanische schmeckt! Diese sizilianische Variante ist mit Ricotta gemacht und kam mit kandierten Zitronenschalen an den Tisch. Er war sehr schön cremig und frisch, aber - und das ist ein Zitat von meinem Freund - er war nicht so lecker wie mein Cheesecake oder die Cheesecake-Cupcakes.




Erst Jamie Olivers TV-Show "The Naked Chef" hat mich zum Kochen und ausprobieren inspiriert - er ist zwar (leider) kein Vegetarier, aber dafür möchte er, dass man Respekt vor seinem Essen hat und deswegen betont er immer wieder, dass man nicht 0-8-15-Zutaten nehmen sollte, sondern dass man sich bewusst mit der Herkunft und den Inhaltsstoffen seiner Zutaten beschäftigen sollte - wie er es beispielsweise in seinem aktuellen Projekt, der "Food Revolution" in den USA getan hat. Einer Gruppe Schuldkindern und deren Eltern zeigt er, wie aus den Fleischresten einer Kuh (die normalerweise zu Hundefutter verarbeitet würden) durch chemische Zutaten und Prozesse, die in den USA nicht einmal deklariert werden müssen, zu Hackfleisch verarbeitet wird, welches wiederum häufig in den amerikanischen Schulküchen Verwendung findet. Leider regt er nicht dazu an, den Fleischkonsum (gerade in Amerika) zu reduzieren, sondern lediglich, das Fleisch künftig beim Metzger selbst zu kaufen. Ein Kampf gegen den Massenkonsum... aber immerhin ein erster Schritt: Hier anzuschauen auf Youtube

Donnerstag, 12. April 2012

Veggie-Snack in Camden Town

Auch auf unserem sonntäglichen Streifzug durch Camden Market fand ich für meinen wöchentlichen (eher sporadischen) Vegan-Day als kulinarische Stärkung in Form der HA HA Veggie Bar (Camden Lock, gegenüber der Brücke).
Neben Ofenkartoffeln mit diversen Toppings (beispielsweise vegetarisches Chili, Käse und Bohnen oder gegrilltem Halloumi, Guacomole und Hummus) stehen verschiedene Veggie-Burger,  Falafel und Hot Dogs zur Auswahl. Der Betreiber der HA HA Veggie Bar (die es laut Website bereits seit zehn Jahren dort gibt) stellt aber auf Wunsch auch ganz eigene, besondere Kreationen zusammen und ist dazu extrem witzig und locker.

Ich entschied mich nach langem Hin und Her für einen weiteren Vegan-Day und damit boten sich die veganen Falafel im Pita-Brot mit Salsa und Hummus und ganz viel knackigem Gemüse (für 3,50 Pfund) als sehr geeignet an. Die Falafel waren saftig-knusprig ohne trocken zu sein (und dazu Gluten-frei), das Hummus war schön cremig und hatte eine leichte Knoblauchnote und das Pitabrot war angenehm warm geröstet.  

Mein Freund, der sich tapfer auf seiner vegetarischen Expedition durch London schlug (wie ich erfuhr, hatte er sich bereits eine Woche vor London vollkommen vegetarisch ernährt - ohne mir etwas davon zu erzählen! Tss...), wählte den Veggie Burger als Halloumi-Special (3,80 Pfund) mit gegrilltem Halloumi, Avocado, Mayo, Salat, Zwiebeln und natürlich dem Veggie Patty. Das Rezept für das Patty von Louise, die Gründerin der der HA HA Veggie Bar, besteht aus Soya und Omega 3 "Superseeds" (Kürbis, Sesam und Sonnenblumenkernen) und ist damit ausreichend sättigend.


Dienstag, 10. April 2012

London calling... Veggie Table antwortet

Kürzlich verbrachten wir ein langes Wochenende in London. Nun sind die Briten ja kaum als Gourmets oder für ihre außergewöhnliche Küche bekannt (auch wenn Kochsterne wie Jamie Oliver und Gordon Ramsay im TV seit langem das Gegenteil proklamieren), aber einige vegetarische und gar vegane Köstlichkeiten habe ich dennoch während dieser Tage überraschender Weise entdeckt. Und ich muss sagen, sie waren gar nicht so schwer zu finden!
Bei unserem Bummel über den Borough Market muss man ja geradezu hungrig werden, bei den vielen angebotenen Produkten: Von britischen Chutneys, über sämtliche Gemüse-, Obst- und Käsesorten, bis zu süßen Pattisserie-Leckereien und vielem mehr...

Und dann entdeckte ich am Rande der Abteilung "Green Market" den Veggie Table - einen kleinen Stand, von einem jungen Ehepaar geführt (wie ich bei der nachträglichen Rechercher heraus fand), an dem es hausgemachte Snacks gibt: "100% Real Food. 100% Real Ingredients" verspricht die Website vom Veggie Table. Ich entschied mich spontan für einen vegetarischen Veggie-Burger.
Das Patty besteht aus Halloumi, Karotten, Zucchini und Kräutern. Quinoa-Salat und Hummus komplettierten den Belag zwischen den Vollkornbrötchen. Insbesonders die Minze und der Koriander in dem Patty machen aus diesem Burger etwas Besonderes - die Minze ist nicht zu markant, sondern schmiegt sich elegant an die Salate.

Mein Freund, der (freiwillig!!!) versuchte sich in London größtenteils vegetarisch zu ernähren, entschied sich für eine Box "mit allem": Verschiedenen Salaten aus diversen Saaten und Gemüsen, dem Halloumi-Patty und Hummus. Beide Gerichte kosteten jeweils zwischen 4-5 Pfund.
Ich war nach meinem Burger definitiv glücklichsatt - und ausreichend gestärkt für den weiteren Fußmarsch durch die streets of London...


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