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Donnerstag, 29. Januar 2015

Schwarzwurzelsuppe mit Grünkohl

Im Winter finde ich es sehr schwer, saisonal zu kochen. Es gibt zwar viele Saisonkalender (wie dieser hier von Utopia) und es gibt auch interessante Galerien, über Lebensmittel, die man im Winter besser meiden sollte, aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass am Ende dann doch nicht so vieles verschiedenes übrig bleibt. Geht es euch genauso eigentlich?

Nun, ich hab mir aber vorgenommen, vor allem Obst und Gemüse hauptsächlich saisonal/regional zu kaufen jetzt im Winter. Dies mache ich einerseits bereits über unsere Ökokiste und andererseits möchte ich künftig auch beim Wochenmarkt verstärkt regional einkaufen. In der letzten Ökokiste habe ich deswegen (und weil eine liebe Arbeitskollegin mir von ihrer Schwarzwurzelsuppe vorschwärmte) Schwarzwurzeln und Grünkohl bestellt. Den Grünkohl habe ich vor allem für Smoothies verwendet und kannte ihn auch schon bereits, aber Schwarzwurzeln habe ich bis dato überhaupt noch nicht selbst verwendet. Zum Glück gibt es ja zahlreiche Anleitungen im Internet und so habe ich dann mein eigenes Schwarzwurzelsüppchen gekocht.


Schwarzwurzeln sind ein wirklich komisches Gemüse. Bei solchem frage ich mich oft, wie es wohl dazu kam, dass der Mensch wusste, dass man es essen kann... Ich glaube ich habe Schwarzwurzel bisher nur im Vegelangelo auf der Speisekarte gesehen – und da war das megalecker. Man sagt, Schwarzwurzel sei der Spargel der Armen, aber ich finde so doll nach Spargel schmeckt er gar nicht. Das Gemüse hat irgendwie seinen ganz eigenen Geschmack.

Schwarzwurzelsuppe mit Grünkohl
Zutaten (für 2 Personen) 
- 600g Schwarzwurzel
- 200g Kartoffeln
- 500ml Gemüsebrühe
- 1/2 Zwiebel
- etwas Öl für die Suppe
- 200-300ml Reismilch
- Saft von 1/2 Zitrone
- etwas Grünkohl
- etwas Chiliöl für den Grünkohl
- Salz, Pfeffer, Muskat
Tipp: Trüffelsalz, Zitronenpfeffer

Zubereitung
Die Schwarzwurzeln mit Handschuhen und unter fließendem Wasser schälen (vorher am besten mit einer Gemüsebürste abbürsten) und direkt in Wasser mit etwas Zitronensaft schnippeln. Zwiebel und Kartoffeln schälen und würfeln. In einem großen Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Kartoffel- und Schwarzwurzelstücke hineingeben, kurz mit anrösten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen (bis das Gemüse weich ist). In der Zwischenzeit den Grünkohl vom Stängel abziehen und waschen. Etwas Chiliöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und den Grünkohl darin unter Schwenken anrösten und beiseite stellen.
Wenn das Gemüse in der Suppe weich ist einige Schwarzwurzelstücke herausnehmen. Zum Rest Reismilch geben und alles pürieren. Je nach Konsistenzvorliebe mehr oder weniger Reismilch (oder Wasser) hinzugeben. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Wir haben noch Trüffelsalz und Zitronenpfeffer hinzugegeben. Die Suppe auf Teller verteilen, die Schwarzwurzeln hineingeben und den Grünkohl ebenfalls auf der Suppe verteilen und servieren. Durch den angerösteten Grünkohl bekommt er eine ganz eigene Note.

Mittwoch, 27. August 2014

Heimaturlaub: Gu-Gu

Einen Bericht habe ich noch für euch aus meinem nun ein paar Wochen zurück liegenden Heimaturlaub: und zwar ein Rezept für Gurken-Gulasch.
Grund dafür ist ja die bereits bekannte Gurkenschwemme im Garten meiner Eltern und dafür hatten sie sogar passende Rezepte wie die Currygurken. Oder eben dieses vegane Gulasch aus Salatgurken, Paprika und Tomatenmark.
Es ist super schnell gemacht, dazu gab es ein paar frische Kartoffeln und ruckzuck war eine riesige Pfanne mit dem "Gulasch" für uns vier fertig! :-)

Gurken-Gulasch

Zutaten
(für 4 Personen)
- 1 rote, 1 grüne Paprika
- 2 Salatgurken
- 1 große Zwiebel
- 1/3 einer Tube Tomatenmark
- 1/2 l Gemüsebrühe
- Sojasahne
- Salz

Zubereitung
Die Paprikaschoten würfeln, Salatgurken schälen, innere Kerne entfernen und ebenfalls würfeln. Auch die Zwiebel würfeln und in Öl in einer großen Pfanne anbraten. Das restliche Gemüse dazugeben, Deckel drauf und 10 Minuten schmoren lassen. Ca. 1/3 Tube Tomatenmark und ½ oder 1l Gemüsebrühe dazu geben und alles noch mal kurz schmoren lassen. Etwas Sojasaane dazutun und mit Salzkartoffeln servieren.

Montag, 1. April 2013

Ostern im Pott

Die Osterfeiertage verbrachten wir bei einer Freundin von mir, die ich schon gaaaaanz lange kenne. Eigentlich kennen wir uns schon seit Babyzeitalter - unsere Eltern haben sich über Jahrzehnte jährlich über Ostern, Pfingsten oder Silvester gegenseitig besucht (okay, zunächst wurden wir immer besucht, weil wir ja in der ehemaligen DDR wohnten, aber nach der Wende, durften wir dann auch sie besuchen) und später verband uns eine langjährige Brieffreundschaft. Es ist übrigens das Huckepack-Mädchen auf meinem Rücken - das Bild stammt aus unserem allerersten Österreich-Urlaub
Obwohl ein paar Jahre fast Funkstille herrschte, verstehen wir uns immer noch total gut und jetzt setzen wir die Tradition unserer Eltern fort. Dieses Jahr haben wir uns das erste Mal an Ostern getroffen - gemeinsamen mit unseren Freunden und ohne Eltern.

Als wir Karfreitag ankamen, wurden wir sogleich mit einer überraschenden Suppe begrüßt: Einer veganen Curry-Obst-Suppe! Eine Suppe aus Obst? Klingt komisch, aber schmeckt super! Die Idee für das Rezept stammt ursprünglich von Nelson Müller, erzählte meine Freundin, aber sie hat es mittlerweile gänzlich abgewandelt. Kurz beschrieben: Obst, das man mag oder gerade Zuhause hat (beispielsweise Äpfel, Kiwi, Mango, Birnen, Bananen, Ananas...) zusammen mit ein paar Kartoffeln in Gemüsebrühe und Kokosmilch andünsten, mit Curry und Ingwer würzen und schließlich, wenn alles weich genug ist, pürieren (Rezept folgt unten noch einmal).

Wie auch schon bei unserem Kurztrip nach Berlin wurden wir morgens mit einer reichhaltigen Auswahl fürs Frühstück überrascht: Meine Freundin hat sich nämlich auch ganz viele Gedanken gemacht und hatte ganz viele vegane Aufstriche, Soja- und Reismilch sowie Obst und Gemüse gekauft. Und: Sie hat sogar veganes Brot selbst gebacken! Gleich zwei Sorten!
Am Samstag besichtigten wir dann das Ruhrgebiet (unter anderen auch kurz Dortmund, denn ich wollte natürlich unbedingt in Cakes & Treats - der Bericht darüber folgt!). Pflichtbesuch war natürlich das Gelände von der Zeche Zollverein samt Osterfeier:




Und als wir dann durchgefroren wieder zurück in der Wohnung waren, starteten wir sofort mit der Pizzaproduktion - das hat auch schon fast Tradition, wie wir bei der Sicht der alten Videos feststellten, denn Pizza gab es auch oft bei den Besuchen früher.
Meine Freundin hatte eine Packung Pizza-Teig zum Selbstanrühren im Bioladen extra gekauft und die haben wir zu kleinen Pizzen ausgerollt, so dass sich jeder seine Pizza selbst belegen konnte - ideal, wenn unterschiedliche Ernährungsformen wie vegan, vegetarisch und omnivor zusammen kochen und speisen wollen, finde ich!
Total witzig fand ich, dass die beiden auch einen Pizzastein haben.



Curry-Obst-Suppe
Zutaten (für 4-6 Portionen)
- 2 Zwiebeln
- ca. 800g Obst
- 2-3 Kartoffeln
- 2 Karotten
- 1 Stück Ingwer
- Gemüsebrühe
- Curry
- Kokosmilch
- Salz, Pfeffer

Zubereitung
Zwiebeln klein hacken, Obst und Gemüse waschen, schälen und würfeln. Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Obst- und Gemüse-würfel ebenfalls dazu geben und mit andünsten. Mit Curry bestäuben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kokosmilch dazu geben. Alles etwas köcheln lassen, pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Freitag, 1. Februar 2013

Vegan Wednesday #25

Und schon ist wieder eine Woche rum! Heute ist Freutag und vorgestern war mal wieder der Vegan Wednesday - schon in der 25. Runde! Diese Woche sammelt noch bis Samstagabend Julia bei Mixxed Greens

Mein Vegan Wednesday startete - fast schon traditionell - mit einem vegan Wednesday Smoothie. Dieses mal war er vollgepackt mit Proteinen: Banane, Sojaeiweiß, Sonnenblumenkernen... 
Mittags gab es bei uns in der Agentur köstliche Süßkartoffel-Maronen-Suppe (habe leider erst an das Fotografieren gedacht, als der Teller bereits leer war...). Und abends ging ich mit einer meiner neuen Kolleginnen ins Max Pett, wo ich die aktuellen Pfirsich-Rucola-Ravioli genoss. Yum yum... Aber ich lass lieber die Bilder sprechen: 

Protein-Smoothie

Max Pett: Vöner

Max Pett: Pfirsich-Rucola-Ravioli mit Pinienkernen,
Kirschtomaten, Basilikum, Secco-Sahnesauce

Protein-Smoothie
Zutaten
- 1 Banane
- 1 Apfel
- 1 Kiwi
- 2 Handvoll Spinat
- 1 EL Goji's
- 2 geh. TL Sojaeiweiß
- 1 geh. TL Detox-Mix
- 2-3 EL Sonnenblumenkerne
- 1 Glas Wasser

Dienstag, 25. Dezember 2012

Merry Christmas!


Nachdem ich meinen Eltern eine Postkarte mit der Aufschrift "Veganes Weihnachten für alle" schickte, gab es tatsächlich auch ein veganes Weihnachten - und dass für uns sechs Personen (na ja, zumindest zu 98%). Wenn ihr auch ein veganes Weihnachts- oder Silvestermenü habt, könnt ihr es sehr gern bei Cara von think. care. act. verlinken - im Rahmen des Vegan Wednesday werden dort bis zum 5. Januar Feiertagsmenüs gesammelt und anschließend bei Pinterest präsentiert.

Wir wollten ein paar Traditionen verknüpfen und gleichzeitig etwas ganz Neues machen, also hatten meine Mama und ich im Internet (in der Rezeptbank vom vebu fanden wir unser Dessert) und in den Kochbüchern (vor allem in dem von Björn Moschinski) recherchiert. So gab es als Hauptgang den traditionellen Kartoffelsalat, (fast) wie ihn mein Papa in seiner Kindheit immer am Heiligabend zu essen bekam. Dazu konnte jeder sein eigenes Vürstchen mitbringen (deswegen die 98% - mein Freund und ich hatten uns im veganz für die Mini Vürstchen entschieden) und außerdem gab es etwas Frisches dazu: Feldsalat mit Orangenfilets, Avocado und Walnüssen.
Vorweg aßen wir eine Rote Beete Suppe - in Anlehnung an die schlesische Tradition meiner Mama.
Und zum verspäteten Dessert gab es Bratäpfel mit einer Walnussfüllung.
Ich glaube, geschmeckt hat es allen und immer wieder wurde betont, dass beispielsweise der Kartoffelsalat "wie echt" schmeckt ;-)

Und jetzt: Frohe Weihnachtsfeiertage! 

Rote Beete Suppe
Zutaten (für 6 Personen)
- 500g Rote Beete
- 2 Karotten
- 1 Stange Porree
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 100g Alsan
- 1l Wasser (oder 0,5l Wasser und 0,5l Rote Beete Saft)
- 3 geh. TL Rote Beete-Meerettich Aufstrich
- 1 EL Kokosmilch
- Salz, Pfeffer, Thymian

Zubereitung
Das Gemüse waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Alsan in einem Topf erhitzen und anschließend die Rote Beete zusammen mit den Zwiebelwürfeln darin andünsten. Nach 5 Minuten das restliche Gemüse hinzufügen und weitere 10 Minuten dünsten. Das Wasser hinzugeben und bei niedriger Hitze leise köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (abhängig von der Größe der Würfel - ca. 15-30 Minuten). In einem Becher Kokosmilch mit dem Aufstrich verrühren, evt. etwas Wasser hinzugeben. Nun die Suppe pürieren und die Kokos-Mischung unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und ggf. Wasser nachgießen.

Kartoffelsalat
Zutaten (für 6 Personen)
- 2 kg Kartoffeln
- 300g Gewürzgurken
- 2 Zwiebeln
- 100ml Gewürzgurkenwasser
- 400g Mayonnaise
- Salz, Pfeffer
- Schnittlauch

Zubereitung
Die Kartoffeln gar kochen, pellen und in Würfel schneiden. Die Gewürzgurken ebenfalls klein würfeln. Die Zwiebeln schälen, fein hacken und in etwas Öl glasig dünsten. Die Gewürzgurken sowie die Zwiebeln, Mayonnaise und Gurkenwasser zu den Kartoffeln geben und alles verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und klein geschnittenen Schnittlauch dazu geben. Am besten am Vortag vorbereiten und über Nacht ziehen lassen und vor dem Servieren nochmals abschmecken (ggf. etwas Gurkenwasser oder Gemüsebrühe hinzugeben, damit der Salat geschmeidiger wird).

Feldsalat mit Orange und Walnuss
Zutaten (für 6 Personen)
- 1 Packung Feldsalat
- 2 Orangen
- 50g Walnüsse
- 1 Avocado
- 2 EL Zitronensaft
- 8 EL Olivenöl
- 4 EL Essig
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer
- Dill

Zubereitung
Salat waschen und trocken schütteln. Orange filetieren und Saft dabei für das Dressing auffangen. Avocado halbieren und in Würfel schneiden. Diese Würfel in Zitronensaft wenden und zusammen mit den Orangenfilets unter den Salat mischen. Für das Dressing den aufgefangenen Orangensaft mit Öl, Essig, Senf verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill hinzufügen und beim Anrichten über den Salat geben. Die Walnüsse grob hacken und vor dem Servieren über den Salat streuen.

Bratäpfel mit Walnuss-Füllung
Zutaten (für 6 Personen)
- 6 säuerliche Äpfel
- 100g Walnüsse
- 100g getr. Aprikosen
- 1 Vanillemark
- 1 TL Zimt
- 30g Zucker
- 4 cl Quittenlikör

Zubereitung
Für die Füllung die Walnüsse klein hacken und die Aprikosen klein würfeln. Mit dem Mark einer Vanilleschote, Zucker, Zimt und Likör verrühren. Die Äpfel waschen, den Deckel abschneiden und eine Mulde in die Äpfel höhlen. Die Füllung hinein geben, Deckel drauf und im Ofen bei 170°C ca. 30 Minuten backen (je nach Größe der Äpfel).


Mittwoch, 21. November 2012

Diese Woche wieder: Vegan Wednesday #16

Letzte Woche fiel mein Posting zum Vegan Wednesday leider aus - es war schwer genug, sich auf der Messe überhaupt zu versorgen und dann auch noch vegan... fällt es euch auch so schwer, vegan zu sein unterwegs??? Habt ihr Tipps und Tricks? Ich selbst hatte ein paar Riegel dabei und Wheaty-Vürstchen als Notration. Aber das war letzte Woche! Und heute ist ein neuer Vegan Wednesday - mittlerweile no. 16 von Carola, Cara und Julia! Für diesen Vegan Wednesday sammelt Carola von Twoodledrum eure Beiträge.

Mein Tag begann mit einer Vitamin-C-Ration in Form meines "special Vegan Wednesday Smoothie" (den ich mir schon am Tag zuvor mixte und morgens dann nur noch aus dem Kühlschrank holen musste! Mittags gab's dann ne belegte Semmel mit selbstgemachten Red Hummus (den man übrigens auch ganz lecker als Nacho-Dip nehmen kann! Das Rezept folgt), zwischendurch ganz ganz viele (zu viele) Bemmchen, die ich ja neulich im Bio-Supermarkt entdeckt habe... irgendwann war die Tüte leer und mein Bauch rappelvoll, aber sie sind sooo lecker! ;-)

Am Abend sollte es relativ schnell gehen und da noch ein halber Hokkaido-Kürbis auf seine Verwertung wartete, entstand daraus im Zusammenspiel mit Tofu und ner Karotte ein Kürbis-Karotten-Curry.


Vegan-Wednesday-Smoothie
Zutaten (für 2 Smoothies)
- 1 Banane
- 1 Birne
- 1 Orange
- 4-5 Blätter Grünkohl
- frische Beeren
- 3 EL Goji-Beeren
- 1 EL Kürbiskerne
- 1 TL Leinsamen
- 1 TL Sojaeiweiß
- 1 TL Matcha
- 3 EL Acai-Saft
- 1 Glas Wasser

Zubereitung
Banane und Orange schälen und mit den restlichen Zutaten in den Mixer stopfen (dieses Mal war der ganz schön voll...). Dann natürlich ordentlich mixen (lassen) und die Vitamin-C-Zufuhr genießen.

Kürbis-Karotten-Curry
Zutaten (2 Personen)
- 1/2 Hokkaido
- 1 große Karotte
- 1/2 kleine Zwiebel
- 125g Tofu
- 200ml Kokosmilch
- Cashewkerne
- Kokoschips
- Sprossen

Zubereitung
Den Hokkaido in Mundgerechte Stücke schneiden, die Karotte in Scheiben. Beides in etwas Öl in einem Topf kurz anschmoren, mit Weißwein ablöschen und anschließend mit Kokosmilch und bei Bedarf etwas Wasser ca. 10-15 Minuten (je nach Größe der Stücke und gewünschter Bissfestigkeit) köcheln lassen. Parallel den Tofu würfeln und die Zwiebel klein hacken. Das Curry mit Salz, Pfeffer, Kardamon und x würzen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, Tofu und Zwiebel darin anbraten. Vor dem Servieren Tofu zum Curry geben und abschließend mit Cashewkernen (gerne geröstet),  Kokoschips und Sprossen (oder Kürbiskernen) bestreut, servieren.

Montag, 12. November 2012

Esst! Mehr! Suppe!

Auf dem Weg in die Vleischerei fiel uns das yoga-ähnliche Logo von Holy Soup (Zschochersche Straße, Plagwitz) auf - das OM-Zeichen als aufsteigender Dampf über einer Suppenschüssel und dazu der kreischende Slogan "Esst mehr Suppe" (auf die drei Ausrufezeichen verzichte ich an dieser Stelle mal). Das müsste doch vegetarisch, wenn nicht sogar vegan sein, dachten wir uns und gingen hinein. Bereits als wir eintraten, fiel mir das Kühlregal mit den kleinen, niedlichen Cupcakes der guten Hoffnung von "L.E. Cupcakes" auf. Die kann man hier also auch erstehen, wenn man nicht extra nach Connewitz fahren möchte...

Auf der Speisekarte von Holy Soup: Sieben Suppen. Auf meine Frage, welche Suppen vegan seien, rollte mein Freund nur mit den Augen - alle Suppen seien ja mit einem oder zwei Sternchen markiert - vegan oder vegetarisch, duh. Nun ja, nachdem diese Frage geklärt war, warf ich einen zweiten Blick auf die Karte - und tatsächlich: von den sieben Suppen waren insgesamt fünf (!) vegan! Wohoo! Ich entschied mich für das Bengalische Dhal-Curry mit Masala, Tomaten und frischem Koriander (aber nur, weil ich die Hokkaido-Suppe irgendwie erst nach dem Bestellen bemerkte) und mein Freund bestellte sich noch einen saftig-aussehenden Kuchen Brammroyal dazu - einen Schokokuchen für Fortgeschrittene laut Aussage der Betreiber (der aber nicht vegan war). Die Suppe war würzig-lecker, mit genau dem richtigen Anteil an "Biss" durch die Sonnenblumenkerne und die Linsen - und vor allem war die Suppe genau richtig für das kalte Herbstwetter!

Freitag, 12. Oktober 2012

Yummy Yam beim vegan Wednesday #10

Am zehnten vegan Wednesday nun (übrigens sammelt wieder Cara von think.care.act) verlief der Tag zunächst wie gewohnt - Müsli mit frischem Apfel und Goji-Beeren zum Frühstück, belegtes Brötchen in der Mittagspause (uh! Hier gab es überraschend leckeren Kokosweichkäse über den ich auch demnächst noch schreiben werden! Vor lauter Begeisterung hab ich auch glatt vergessen, das ganze zu knipsen...) und Müsli-Riegel zwischendurch (Rezept folgt auch).

Aber dann am Abend! Bevor ich mit einer lieben Arbeitskollegin und Freundin die Musik von The Love Bülow genoss, ging es endlich das erste Mal ins Yam Vegan Deli (Augustenstraße, Nähe Hauptbahnhof). Schon oft "beglückte" mich eine weitere liebe Freundin - die Yogalehrerin Katja - mit speichelproduzierenden, extremappetitanregenden Bildern aus dem Yam. Meist genau zur Mittagszeit. Und meist wenn ich selbst grad mächtig Hunger hatte... Auf jeden Fall stand dieses vegane Deli, ich glaube die neueste vegane Lokalität Münchens, ganz weit oben auf meiner to-visit-Liste. 
Umso gespannter war ich, als es vergangenen Mittwoch aus Eimern regnete und ich mich lieber mit einer großen Tasse Tee und einem Buch auf der Couch verkrochen hätte. Aber da war ja das Konzert. Und die Verabredung ins Yam. 

Und schon als wir eintraten - patschnass, kalt, leicht bibbernd - empfing uns ein warmer, süßlich-würziger Duft, umarmte uns, hieß uns in die trockene Höhle des Yam willkommen. Mir fielen auf einmal so viele liebevolle Details auf - der alte, große Holztisch in der Mitte, der zum gemeinsamen Speisen einlud, die beschriftete Schiefertafel mit dem Tagesmenü, das riesige Gewürzregal an der Rückwand hinter der gut bestückten Theke... 
Nach einem kurzen Blick auf das Tagesmenü war für uns beide klar - wir wollten alles. Also: Mixed Tape mit von allem, was die Tageskarte anbot etwas:


In einer Ecke des Porzelan-Tabletts wartete eine dampfend warme Gemüse-Suppe mit Linsen und Thymian, getoppt mit Sonnenblumenkernen und in der nächsten Ecke gab es Babaganoush, Cashew-Karotte-Koriander-Dip und Fritz-Brot. Gegenüber war Buchweizen mit gerösteten Butterkartoffeln, Raddicio, Fenchel und Kürbismousse sowie Gremolata und Salat platziert. Und zu dem ganzen "Besten" genoss ich eine Holunderschorle. Mmmh... alles war köstlich - mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen... aber ich versuch es für euch etwas besser zu beschreiben! 
Die Suppe war herbstlich-würzig und angenehm warm. Als Zweites probierte ich die gerösteten Kartoffeln - genau richtig geröstet, mit leicht salziger Rosmarin-Note... mmhh... Buchweizen habe ich vorher noch nicht gegessen, aber das muss ich auch mal probieren! Er ist etwas knackiger als Reis und ich glaube auch etwas aromatischer. Dazu die süßliche Kürbismousse...  
Ich muss auf jeden Fall bald wieder ins Yam - das steht fest! 

Freitag, 28. September 2012

Chili con Tofu

Nachdem wir im Bistro vom Veganz so ein verdammt leckeres Chili con Tofu gegessen haben, mussten wir das unbedingt versuchen, nachzukochen. Im veganz selbst haben wir Chili non Carne-Gewürz gekauft (die letzte Packung die in dem Moment zumindest dort lag) und von dem Rest hat man ja (fast) alles meist Zuhause...
Die Zubereitung ist auch entsprechend einfach gewesen und von dem Ergebnis wurden wir (wieder) gut satt. Allerdings war es doch nicht ganz wie das Chili im Veganz (wahrscheinlich fehlte die Berliner Luft), aber trotzdem lecker.

Zutaten (für
- 3 kleine Kartoffeln
- 125g Räuchertofu
- 1 Karotte
- 1 kleine Dose Mais
- 1 Glas Kidneybohnen
- 1 Dose gestückelte Tomaten
- Chili-Gewürz (z.B. das hier)
- 1/2 rote Zwiebel
- 2-3 EL Tomatenmark
- Salz, Pfeffer
- 2-3 EL Öl

Zubereitung
Die Kartoffeln und die Karotte schälen und in grobe Stücke schneiden, die Zwiebel ebenfalls schälen und klein würfeln. Mais und Kidneybohnen abbrausen und abtropfen lassen. Den Räuchertofu grob reiben. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Dann Kartoffeln und Tofu hinzugeben, mit 1 TL Chili-Gewürz würzen und leicht anbraten. Anschließend das Gemüse hinzugeben. Alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Chili-Gewürz würzen und mit den gestückelten Tomaten ablöschen. Die Dose nochmals mit (abgekochtem) Wasser auffüllen und ebenfalls hinzugeben. Alles 15-20 Minuten bei leichter Hitze zugedeckt köcheln lassen (Das Gemüse sollte gar, aber noch bissfest sein).

Montag, 17. September 2012

Mama cooks vegan vol 2: Schlesische Suppe

Nach der leckeren Gemüsesuppe kochte meine Mama ein zweites Mal und hieß uns nach unserem Berlin-Trip mit einer traditionell polnischen (oder vielmehr schlesischen) Suppe willkommen: Zurek.
Die Basiszutat dieser herzhaft-knofigen Suppe ist gegorenes Roggenschrotmehl, was der Suppe ihren typisch säuerlichen Geschmack verleiht (und deswegen wird Zurek, oder Zur auch Sauermehlsuppe genannt). Ich selbst habe die Suppe noch nicht gekocht, aber Mama hat mir ihr Rezept verraten:

Zurek
Zutaten (für 5-6 Portionen)
- 1 Flasche Zurek-Slaski (Ansatz) (480 ml, gibt's beim Polen-Markt oder kann man auch selbst herstellen)
- 6-8 mittelgroße Kartoffeln
- 150g Chorizo
- Salz, Pfeffer
- frische Petersilie

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen, waschen und würfeln und in etwas Gemüsebrühe garen. Den Ansatz dazugeben, salzen und pfeffern und die klein gewürfelte Chorizo ebenfalls dazugeben. Kurz aufkochen lassen und vor dem Servieren mit frischer Petersilie bestreuen.

Freitag, 14. September 2012

Mama cooks vegan vol 1: Gemüsesuppe deluxe


Irgendwie freut man sich (wahrscheinlich nicht nur als Veganer) sehr über Kleinigkeiten - die Sojamilch als Übernachtungsgast, veganisierte Pancakes beim gemeinsamen Frühstück (mehr darüber demnächst) oder auch nur ehrlich gemeintes und offenes Interesse ohne Voreingenommenheit gegenüber einem.
So machte mich auch meine Mama mehrmals glücklich, indem sie von sich selbst aus ein paar Mal vegan kochte für uns alle. Los ging es mit einer (für uns alle) schmackhaften Gemüsesuppe, bei der ganz viel Gemüse aus dem heimischen Garten verarbeitet wurde:

Gemüsesuppe
Zutaten (für 5-6 Portionen)
- 1 Zucchini
- 6 mittelgroße Kartoffeln
- 4 Karotten
- 1 Zwiebel
- 3 EL Olivenöl
- 1 Dose gehackte Tomaten
- 500ml Gemüsebrühe
- eine Prise Zucker, Salz, Pfeffer
- Kräuter

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und klein hacken, das restliche Gemüse waschen und grob würfeln. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin leicht glasig andünsten. Die Kartoffelwürfel hinzu geben und anrösten. Dann das restliche Gemüse in den Topf und mit so viel Gemüsebrühe übergießen, dass alles bedeckt ist. Alles bei mittlerer Hitze für ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Wenn das Gemüse fast weich ist, die gehackten Tomaten hinzufügen und alles würzen. Vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen.

Donnerstag, 6. September 2012

Berlin(a), i heart you!

...Oder: Vegan Wednesday zu  Gast in Berlin

Nach einer Autoodyssee, die fast acht Stunden währte (vielen Dank an dieser Stelle an die gelben Engel), strandeten wir in Berlin. Eigentlich wollten wir nur einen Tag in der Hauptstadt verbringen, Mittagsmenü im Kopps, danach dann ins Cakeville und schließlich einkaufen im veganz, aber unsere Pläne wurden durch die blinkende DPF-Lampe geändert... Long story short: Wir erreichten Berlin mit sechs Stunden Verspätung, bekamen aber einen Platz in der liebenswürdigsten "Pension" Berlins und durften den gestrigen vegan Wednesday zu Gast in Berlin verbringen.
Unsere allerliebsten Gastgeber haben sogar noch extra zwei Zahnbürsten und Sojamilch besorgt - I <3 you! So begann der vegan Wednesday in Berlin an einem lieb gedeckten Tisch mit frischem Müsli, Birnen und Pfirsich. So gut gestärkt machten wir uns auf den Weg ins noch verschlafene Berlin (ich wusste gar nicht, dass die Geschäfte erst 11:30 Uhr öffnen...), aber so ließen wir uns einfach durch den Prenzlberg treiben und begutachteten die (teilweise künstlerischen) Graffiti (so etwas sieht man ja in München kaum...) ;-)

Mittags waren die Augen dann größer als das Loch im Bauch, als wir im Bistro des Veganz standen - am liebsten hätte ich ja alles dort probiert! Wir entschieden uns aber dafür, zwei Bagel und eine Suppe zu testen und uns dazu frisch gepressten Saft zu gönnen. So standen dann frisch gepresster Apfelsaft, ein Saftmix aus Karotte, Grapefruit und Ingwer sowie Chili con Tofu, ein BBQ-Bagel und ein Veggie Deluxe-Bagel vor uns auf dem Tisch (alles für ca. 18€). Yummy!
Mal wieder nahmen wir uns vor, Zuhaus auch Saft wieder frisch zu pressen - wenn nur nicht das Säubern von dem Filter immer danach wäre... Das Chili con Tofu war extremst lecker (und hätte als einzelne Portion vollkommen ausgereicht) - frisch durch Mais, Karotten und Kidneybohnen, aber auch würzig und der (Räucher?)Tofu gab dem ganzen ganzen eine schöne Note. Bei den Bagels schmeckte uns beiden der BBQ-Bagel ein klein wenig besser, aber auch der Veggie-Deluxe war knusprig und frisch. Einziger Wermutstropfen: Leider gab es den berühmt-berüchtigten Daiya-Cheese nicht zu kaufen, den ich wirklich gern (noch)mal probieren würde...

So gesund und vor allem vegan gestärkt besuchten wir dann noch das Cakeville und einen Cupcake-Laden (mehr darüber später) und schafften es dann auch wieder nach Hause - dieses Mal brauchten wir zum Glück nur die üblichen anderthalb Stunden. Zuhaus wartete auf uns der von Mama hausgemachte Zurek - eine polnische Knofi-Suppe, in die wir dann noch Chorizo schnippelten. Das Rezept für diese (überraschend einfache) Suppe (wenn man die richtigen Zutaten hat), folgt dann auch demnächst.

Montag, 13. August 2012

Vegan Schlemmen...

Wir genossen ja bereits ein paar Mal das vegane Essen im Max Pett (Pettenkofer Straße, Nähe Sendlinger Tor), aber diesmal war es irgendwie anders. Nach nur zwei Wochen vegan-sein ist mir im Max Pett bewusst geworden, wie schön relaxend einfach es ist, wenn man (theoretisch) alles von der Speisekarte genießen kann! Und dann ist das Essen auch noch soooo lecker... 


Wir hatten noch einen Gutschein für ein vier-Gänge-Menü und den wollten mein Freund und ich nun endlich einlösen. Als erstes gab es Suppe - Karotten-Orangen-Ingwer-Suppe für mich und Elsässer Apfel-Krautsuppe für meinen Freund. Beides sehr aromatisch-würzige Suppen, die ich auf jeden Fall wieder genießen würde.
Im Anschluss erhielten wir einen herrlichen Sommersalat mit Avocado, marinierten Pfifferlingen und Kräutercroutons und natürlich ganz viel Gemüse... ein Traum. Danach war ich dann schon pappsatt!
Aber natürlich wollte ich mir das (neue!) Sojasteak mit frischer Waldschwammerlsauce und Rucolaspätzle nicht entgehen lassen! Das Steak ist täuschend echt in der Konsistenz - sehr fest und sehr würzig. Geschafft habe ich es dennoch nicht (mein Freund übrigens auch nicht)...
Das superleckere Tiramisu haben wir uns dann mit nach Haus genommen und auf dem Balkon genossen. Insgesamt war es mal wieder sehr lecker, aber zwei Gänge sollten beim nächsten Mal ausreichen :)

Mittwoch, 27. Juni 2012

Chili sin Carne aka. Chili con Soja

Manche Gerichte nimmt man sich ewig vor und braucht dann noch einmal eine halbe Ewigkeit, bis man sie tatsächlich mal (wieder) kocht - so ging es mir mit diesem eigentlich recht einfachen Gericht: Chili sin Carne.
Ich hatte noch Soja Würfel übrig und wollte diese verwenden (ich umgehe jetzt mal das Wort mit dem E ... rsatz, da ich nicht der Meinung bin, dass in der vegetarischen Küche irgendetwas "nur" Ersatz ist). Denn seit dem Gulasch habe ich das Soja nicht wieder verwendet... "Zu viel Auffand", dachte ich meist, wie ich zugeben muss, da das Soja erst eingeweicht und ausgedrückt werden muss bevor man es weiter verarbeiten kann.
Aber endlich habe ich es geschafft und dieses vegane Chili gekocht (leider ohne Kidneybohnen, da mein Liebster die nicht mag...). Geschmeckt hat es mir trotz ohne die Bohnen und meinen Freund auch - So einfach und lecker kann vegan sein. Und soooo umständlich war die Verarbeitung der Sojawürfel dann doch nicht... =)

Zutaten (für 2 Personen)
- 1 Handvoll Sojawürfel (z.B. von Vantastic Foods)
- ca. 500ml Gemüsebrühe
- Olivenöl
- 1/2 Zwiebel
- 100g Champignons
- 1/2 Zucchini
- 1 mittelgroße Kartoffel
- Mais (Menge nach Belieben)
- 1 Dose gestückelte Tomaten
- Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Paprika
- Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung
Die Sojawürfel nach Packungsanleitung mit kochender Gemüsebrühe bedecken und 10 Minuten einweichen lassen. In der Zwischenzeit Zwiebel schälen und klein hacken sowie Pilze und Zucchini putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Sojawürfel ausdrücken, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Sojawürfel zusammen mit Zwiebel, Zucchini und Pilzen darin anbraten. Die Kartoffel schälen und in Stücke schneiden.
Alles aus der Pfanne in einen Topf umfüllen, Kartoffelstücke, Mais (nach Belieben auch gerne Kidneybohnen) und die Tomaten dazugeben. Mit der restlichen Gemüsebrühe aufgießen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren und mit Salz, Pfeffer, etwas Chili und Paprika würzen. Zum Servieren mit etwas Petersilie bestreuen. Buen provecho!

Dienstag, 8. Mai 2012

i'm in love...

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass man Vegelangelo und Max Pett (meine persönlichen Favoriten hier in München) kulinarisch noch toppen kann. Aber es ist passiert. Ich bin überwältigt. Meine Sinne berauscht. Ich bin glücklich.

Doch von Anfang an.

Ende letzten Jahres habe ich bei einem bekannten Rabatt-Anbieter einen Gutschein für ein vier-Gänge-Menü für zwei Personen im vegetaria gekauft. Vergangenen Sonntag machten wir uns endlich auf den Weg gen Süden. Knapp 30 Minuten von München (ca. zehn Minuten hinter Starnberg) weist ein kleines Schild auf das versteckte Gut Kerschlach. Hier grasen idyllisch Kühe und Pferde und Kaninchen auf dem Hof, der Verkehrslärm scheint meilenweit entfernt. Und hier versteckt sich seit drei Jahren auch das kleine vegetarische Restaurant "vegetaria" von Oliver und Nina Beisert.

Eigentlich müsste sich das vegetaria gar nicht verstecken, denn das, was einem dort auf dem Teller geboten wird, ist Sterne-Niveau in meinen Augen.
Das Menü für unseren Gutschein ist vom Team des vegetaria festgelegt und klingt - bis auf die Vorspeise mit der Herausforderung in Form eines Roquefort-Dressings - verlockend. Mein Freund wählt dazu die Saftbegleitung mit Säften der Bio-Kelterei Perger, ich zwei Gläser Weißwein für Vorspeise und Hauptgericht. Vorweg erhalten wir einen Aperitif mit Prosecco und (natürlich) selbstgemachten Rhabarber-, bzw. Ananas-Sorbet. Ich war nie Fan von Rhabarber, aber dieses prickelnde, süßliche und nur ganz leicht säuerliche Sorbet ist ein Traum.

Und dann geht es los. Der Gruß aus der Küche - eine kleine, weiße Espressotasse auf einem schwarzen Unterteller birgt eine grüne, asiatische Suppe mit Banane, Chili und Soyasauce. Süßlich durch die Banane, scharf durch das Chili und salzig durch die Soyasauce. Mein Freund und ich sind nicht ganz einer Meinung - für mich ist der Bananengeschmack sehr dominant (wahrscheinlich, weil ich keine mag) und er schmeckte sehr stark die Soyasoße heraus. Dennoch ist es eine kleine Geschmacksexplosion im Mund und ein gelungener Auftakt für das Menü in meinen Augen.

Der eigentliche erste Gang hatte uns vorher etwas Bedenken gemacht: In Akazienhonig karamellisierter Radicchio mit Roquefort-Dressing und gerösteten Pinienkernen. Grund unserer Bedenken: Das Roquefort-Dressing, denn Blauschimmelkäse schmeckt uns beiden eigentlich überhaupt nicht. Aber die herzliche Bedienung ermutigt uns - alles was hier gekocht wird, würde schmecken. Okay, wir geben dem Roquefort eine Chance. Und tatsächlich - ohne Begleitung würde ich das Dressing nicht essen, aber es ergänzt den süßlich-karamellisierten Radicchio durch seine markant-bittere Note.


Als dritter Gang erreicht uns nach einer kurzen Pause ein Kunstwerk mit dem klangvollen Namen: "Grüner und weißer Spargel mit Trüffeldressing an Tobinambur-Mousse serviert mit gebratenen Risotto-Quadraten". Es wird sogleich fachmännisch und fast liebevoll vom Koch Oliver Beisert selbst erklärt. Das Besondere an diesem Gang: die Risottowürfel sind noch warm, während der knackige Spargel sowie die leichte Mousse kalt sind - beim ersten Bissen noch gewöhnungsbedürftig, aber bereits beim dritten Bissen ein aufregender Genuss. 


Als kleine Erfrischung zwischendurch serviert uns die sympathische Bedienung mein persönliches Highlight: Basilikum-Zitronen-Sorbet. Das tiefgrüne Sorbet duftet extrem nach Basilikum, geschmacklich dominiert aber die Zitrone - himmlisch!

Dann folgt der Hauptgang: Gratin vom grünen Spargel, geschichtet mit ofengerösteten Strauchtomaten und Kartoffelscheiben unter eine Haube von Semmelbröseln mit frischem Thymian an Senf-Sahne Sauce. Das Gratin ist kunstvoll angerichtet, denn ein Teller ist für Oliver Beisert, Koch und Besitzer des vegetaria, ein Bild. Das wird hier einmal mehr deutlich. Zum Geschmack des Gratins fehlen mir die Worte. Wer es wissen möchte, sollte sich auf den Weg ins vegetaria machen - aber schnell, denn leider müssen die beiden Besitzer am 31. Juli* 2012 ihre Türen schließen. Eine Nachricht, die etwas auf den Magen schlägt, aber uns nach einem kurzem Moment des Schocks umso mehr genießen lässt.


Nina & Oliver Beisert, Quelle: vegetaria

Oliver Beisert lebt selbst seit einigen Jahren als Vegetarier - eine Selbstverständlichkeit für ihn, um kreative, genussvolle vegetarische Gerichte zu kreieren. Inspiration findet er in Kochbüchern. Nach den bisherigen Gängen ist bereits deutlich: Er versteht das kulinarische Wechselspiel zwischen süß und sauer, scharf und salzig, warm und kalt. Und auch die SZ krönte Beiserts Gerichte zu "optisch wie geschmacklich unvergesslichen Wunderwerke(n)" - zu Recht.
Seine Frau und er legen zudem großen Wert auf beste saisonale und regionale Zutaten mit biologischer und demeter-Qualität. Mikrowelle, Tiefkühlprodukte und Geschmacksverstärker sind ein Tabu in ihrer Küche. Und, wie der Name bereits vermuten lässt - hier kommen ausschließlich vegetarische (und vegane) Gerichte auf den Tisch.

Nach einem weiteren Überraschungsgang (fruchtig-frisches Ananassorbet) folgt der krönende Abschluss des Menüs: Eine Reise von heiß bis kalt - hausgemachtes, warmes Rhabarber-Krustentörtchen mit glasierten Pekannüssen und Ingwer-Streuseln führt über Ingwer-Rhabarbersirup und frischer Sahne zum Rhabarbersorbet. Ganz ehrlich, ich wusste nicht, was ich zuerst genießen möchte. Der Rhabarber im Törtchen süßlich-säuerlich, eine dezente Ingwernote in den Streuseln und das Sorbet lobte ich ja bereits beim Aperitif. Was für ein Abschluss.

Gerahmt wird diese kulinarische Vollendung übrigens von einem stilvollen, klaren Ambiente. In einigen Kritiken über das vegetaria las ich, dass es den Besuchern zu kühl ist. Genau das war nicht mein Eindruck - das Interieur ist klar strukturiert und "clean", aber nicht steril, sondern modern-puristisch eingerichtet. So wird das Auge auf die Teller gelenkt und nicht ab-gelenkt. Der elegant eingerichtete Raum erhält durch die rubinrote Tapette und die verteilten Dekoelemente wie Orchideen, Blumen und Kerzen etwas Wärme. Der Blick durch die Fenster erinnert an ein Natur-Gemälde. Ein großes, rechteckiges Fenster in der anderen Richtung gewährt Einblick in die Küche. Dass der Spaß und die Leidenschaft in der Küche nicht zu kurz kommt, das verrät die silbern-glänzende Diskokugel über dem Herd.


Vielleicht ist es doch gut, dass das vegetaria (noch) versteckt ist und als Geheimtipp gilt - ich hoffe sehr, dass Nina und Oliver Beisert eine schöne Location in München finden, in der sie auch tatsächlich langfristig bleiben können. Uns als Stammkunden haben sie auf jeden Fall schon gewonnen. Und bevor das vegetaria am 31.7. im Gut Kerschlach seine Türen schließt, werden wir garantiert noch einmal dort vorbei schauen.

* Wer mehr darüber erfahren möchte, warum das vegetaria am 31.7.2012 schließt, kann das in der SZ nachlesen.

Samstag, 14. Januar 2012

Vegetarische Geburtstagsüberraschung

Ich war vor ein paar Jahren das letzte Mal im vegetarischen Restaurant Prinz Myshkin (Hackenstraße 2) - die zentrale Lage an der Sendlinger Straße ist für eine Mahlzeit zwischendurch beim Shoppen ja ideal - allerdings gefiel es meinem Freund damals überhaupt nicht (er bestellte irgendwas mit Estragonsauce - selbst schuld...).
Nun ja, auf jeden Fall konnte ich ihn bisher nicht überreden, dem Prinzen eine zweite Chance zu geben - Bisher. Denn ein Geburtstag ist ja etwas Schönes und so überraschte er mich mit einem Besuch in dem gemiedenen Lokal. Und ich war erstaunt, wie sehr es sich optisch verändert hat! Die neuen Sofas finde ich super bequem und "chillig" (und man kann auch gut essen, wenn man dort sitzt), aber irgendwie vermisse ich diese höhere Ebene... das hatte dem Raum irgendwie etwas Besonderes verliehen... Nichtsdestotroz ist das Prinz Myshkin weiterhin schlicht, künstlerisch eingerichtet und man kann in einer entspannten Atmosphäre sein Essen genießen. Vor allem liebe ich ja diese goldenen Lampen... seufz... Aber auch die Speisekarte hat sich verändert und vor allem erweitert! Die Karte lesend, meinte mein Freund gleich, dass wir "sogar" mit seinen Eltern hier auch essen gehen könnten - wie sich die Meinung ändern kann...
Vorweg bestellte er Maronicreme-Suppe (5,40€) und ich (veganen) Wasabi Hummus mit Gemüsesticks (8,50€). Den Hummus fand ich sehr gut - eine leichte Wasabischärfe und ein starker, nussiger Geschmack zeichneten diese recht grobe Paste aus (allerdings würde ich doch etwas Knoblauch dazu tun - vielleicht habe ich es aber auch nur nicht raus geschmeckt). Dass die Gemüsesticks frisch und knackig waren, brauche ich eigentlich nicht zu schreiben, denke ich. Die Maroni-Suppe war gar nicht so cremig, wie erwartet, sondern hatte eine "normal-dünnflüssige" Suppenkonsistenz und schmeckte "nur" nach Maronen.
Beim Hauptgang entschied sich mein Freund für den Klassiker Involtini in Kräuterrahm (16,30€). Dahinter verbergen sich Mangoldröllchen mit einer Tofu-Champignon-Nuss-Füllung in einer Kräuterrahm-sauce und dazu gab es auf einem seperaten Teller Gemüse (Brokkoli, Möhren und Zucchini) und Reis. Sein Fazit: extrem sättigend.
Ich selbst entschied mich nach seeehr langem Hin und Her für die Gemüse Ricotta Quiche (11,80),  "Hausgemacht", mit Meerettich-Sahnesauce. Warum auf der Speisekarte gerade bei dieser Quiche das "hausgemacht" so hervor gehoben wird, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass alle Gerichte auf der Karte "hausgemacht" sind...

Aaaaber zu meinem Teller - als mir die Quiche serviert wurde, war ich überaus positiv überrascht. Ich hatte ein Quichetypisches Kuchenstück erwartet und bekam statt dessen meine eigene kleine, runde Quiche (hätte ich mir vorher die Speisekarte online angeschaut, wüsste ich das natürlich, aber ich lass mich da gern überraschen). Und die war überhaupt nicht Quiche-like trocken und fad, sondern saftig, heiss und die Meerettichsauce passte ideal dazu. Auch der dazu gereichte Kräuterquark war eine schöne Abwechslung zur Quiche.

Alles in allem waren wir nach diesen beiden Gerichten pappsatt und zufrieden. Mein Freund findet allerdings das Essen im Max Pett etwas raffinierter...


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