Ich habe ja bereits über die Dokumentation "Taste the Waste" berichtet. Wer die beeindruckende (und schockierende) Doku über unseren Konsum, unseren Müll und unseren Verschwendungswahn im Kino verpasst hat, bekommt jetzt eine zweite Chance: Der Film läuft am Donnerstag, den 5. Juli auf dem WDR - leider zu einer recht unchristlichen Zeit - 23.15 Uhr bis 00:45 Uhr (Ich selbst habe die Aufnahme der Doku bereits einprogrammiert, weil mir einerseits die Ausstrahlungsuhrzeit etwas zu spät ist und andererseits man durch die Aufnahme die Doku gleich für andere Interessierte hat...).
Neben dem mahnenden Fingerzeig beweist die Doku aber auch, wie man mit kleinen Schritten viel bewirken kann - die Videokassette oder der späte Schlaf lohnen sich also!
Weitere Infos gibts hier.
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Mittwoch, 4. Juli 2012
Freitag, 30. März 2012
Dürfen wir Tiere essen?
"Je höher der IQ, desto weniger Fleischkonsum" - dazu kommt zumindest eine Studie der britischen University of Southhampton. Diese und einige weitere provokante Thesen wie "Hunde streicheln, aber Kühe essen ist schizophren" fuhr der Sender arte am vergangenen Dienstag auf, um die Sendung "Dürfen wir Tiere essen?" zu promoten. Und auch der Vorspann lockte hoffentlich weitere Interessenten:
Die informative und ehrliche Sendung selbst kann man noch bis Dienstag, 2. April kostenlos hier anschauen. Und hier kann man in einer weiteren Sendung sehen, wie vielfältig Vegetarier essen können und welche plausiblen Argumente für den Vegetarismus sprechen.
Sogar meine Eltern meinten anschließend, dass man seinen Fleischkonsum stark einschränken müsste... Ich selbst bin für jede diese aufklärenden Sendungen dankbar. Allerdings frage ich mich, wer diese Sendung auf arte tatsächlich wahrgenommen hat...
Die informative und ehrliche Sendung selbst kann man noch bis Dienstag, 2. April kostenlos hier anschauen. Und hier kann man in einer weiteren Sendung sehen, wie vielfältig Vegetarier essen können und welche plausiblen Argumente für den Vegetarismus sprechen.
Sogar meine Eltern meinten anschließend, dass man seinen Fleischkonsum stark einschränken müsste... Ich selbst bin für jede diese aufklärenden Sendungen dankbar. Allerdings frage ich mich, wer diese Sendung auf arte tatsächlich wahrgenommen hat...
Donnerstag, 15. Dezember 2011
ZDFinfo: Fleischeslust und das Gewissen - Veganer Spitzenkoch Moschinski vs. Beef-Chefredakteur Spielhagen
Gestern abend lief bei ZDFinfo (bei der Sendung log in) eine sehr interessante Diskussion zwischen zwei Parteien - auf der einen Seite Jan Spielhagen, Chefredakteur der Foodzeitschrift Beef!, und Heiko Terno, Vizepräsident des Brandenburgischen Bauernverbandes und auf der anderen Seite Björn Moschinski, Sternekoch, Veganer seit 17 Jahren und seit kurzem Inhaber eines veganen Restaurants in Berlin, sowie "Bio"-Rapper Kool Savas (Vegetarier).
Die Hauptfrage der Diskussion war, ob Fleisch in der heutigen Zeit und mit dem derzeitigen Massenkonsum überhaupt moralisch vertretbar ist. Entsprechend der Titel der Sendung "Fleischeslust und das Gewissen".
Mit Fakten und grundsätzlich richtigen Argumenten über die Massentierhaltung, -schlachtung sowie den Überdruss an Essen (und den daraus folgenden Krankheiten für den Menschen) - und dadurch weit über der moralischen Frage verankerten Argumenten - überzeugte Moschinski nicht nur mich als Vegetarier; auch mein Freund fand die geschrienen Argumente des brandenburgischen Landwirts (der sich sichtlich unwohl fühlte und wahrscheinlich deswegen entsprechend laut sprach) nicht überzeugend, sondern meist sogar off-topic. Und Spielhagen wechselte immer wieder mit seiner Meinung die Seiten und unterstützte Moschinski mit einigen Aussagen sogar (zB., dass Essen Genießen sein sollte - aber kann man etwas genießen, dessen Inhaltsstoffe man nicht kennt oder dessen Herkunft ethisch/moralisch nicht vertretbar ist???).
Ein großer Streitpunkt innerhalb der Sendung war die Tatsache, dass Fleisch in der EU subventioniert wird - warum nicht lieber ökologische, nachhaltige Energielieferanten?
Zu guter Letzt wurde noch das Ergebnis der Umfrage (ob Fleischessen moralisch vertretbar sei, oder nicht) veröffentlicht (ich habe natürlich auch online mit abgestimmt!). Das Ergebnis glasklar: 65% der gestrigen Zuschauer unterstützen die Meinung von Spitzenkoch Monschinski und klickten auf "Nein, denn das ist weder ethisch noch ökologisch akzeptabel".
Wer, wie ich, nicht kapiert hat, dass die Sendung nicht auf ZDF, sondern ZDFinfo läuft und entsprechend etwas zu spät eingeschaltet hat (oder etwa gar nicht), kann sich in der Mediathek die gesamte Sendung nochmals anschauen - und damit den kontinuierlichen moralischen Niedergang der Fleischvertreter. =)
Die Hauptfrage der Diskussion war, ob Fleisch in der heutigen Zeit und mit dem derzeitigen Massenkonsum überhaupt moralisch vertretbar ist. Entsprechend der Titel der Sendung "Fleischeslust und das Gewissen".
Mit Fakten und grundsätzlich richtigen Argumenten über die Massentierhaltung, -schlachtung sowie den Überdruss an Essen (und den daraus folgenden Krankheiten für den Menschen) - und dadurch weit über der moralischen Frage verankerten Argumenten - überzeugte Moschinski nicht nur mich als Vegetarier; auch mein Freund fand die geschrienen Argumente des brandenburgischen Landwirts (der sich sichtlich unwohl fühlte und wahrscheinlich deswegen entsprechend laut sprach) nicht überzeugend, sondern meist sogar off-topic. Und Spielhagen wechselte immer wieder mit seiner Meinung die Seiten und unterstützte Moschinski mit einigen Aussagen sogar (zB., dass Essen Genießen sein sollte - aber kann man etwas genießen, dessen Inhaltsstoffe man nicht kennt oder dessen Herkunft ethisch/moralisch nicht vertretbar ist???).
Ein großer Streitpunkt innerhalb der Sendung war die Tatsache, dass Fleisch in der EU subventioniert wird - warum nicht lieber ökologische, nachhaltige Energielieferanten?
Zu guter Letzt wurde noch das Ergebnis der Umfrage (ob Fleischessen moralisch vertretbar sei, oder nicht) veröffentlicht (ich habe natürlich auch online mit abgestimmt!). Das Ergebnis glasklar: 65% der gestrigen Zuschauer unterstützen die Meinung von Spitzenkoch Monschinski und klickten auf "Nein, denn das ist weder ethisch noch ökologisch akzeptabel".
Wer, wie ich, nicht kapiert hat, dass die Sendung nicht auf ZDF, sondern ZDFinfo läuft und entsprechend etwas zu spät eingeschaltet hat (oder etwa gar nicht), kann sich in der Mediathek die gesamte Sendung nochmals anschauen - und damit den kontinuierlichen moralischen Niedergang der Fleischvertreter. =)
Freitag, 9. September 2011
Jetzt im Kino: Taste the Waste
Leider werden wirklich gute Filme nur in ganz kleinen, alten Kinos gezeigt... so auch der auf dem Buch "Die Essens-Vernichter"-basierende Film "Taste the Waste".
In München wird der Film aktuell nur im Atelier (Sonnenstraße 12) gezeigt (täglich 14:30 Uhr und 18:45 Uhr).
Dabei handelt es sich um eine Dokumentation über die Verschwendungskultur, in der wir mittlerweile leben - jeder zweiter Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot landen im Müll. Und das häufig bevor wir diese Lebensmittel überhaupt erst auf unserem Teller begrüßen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überhaupt noch nicht überschritten ist.
Welche Folgen dieser Lebensstil hat veranschaulicht "Taste the Waste" deutlich. Und nicht nur das: Dass es auch zahlreiche Menschen weltweit gibt, denen dieser verschwenderische Konsum und die Wegwerf-Mentalität nicht recht sind und dass ein Umdenken stattfindet, wird ebenfalls gezeigt und regt damit zum Weiterdenken und Mitmachen an.
Hier gehts zum Trailer.
Und hier zur Reservierung der Kinokarten in München.
In München wird der Film aktuell nur im Atelier (Sonnenstraße 12) gezeigt (täglich 14:30 Uhr und 18:45 Uhr).
Dabei handelt es sich um eine Dokumentation über die Verschwendungskultur, in der wir mittlerweile leben - jeder zweiter Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot landen im Müll. Und das häufig bevor wir diese Lebensmittel überhaupt erst auf unserem Teller begrüßen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überhaupt noch nicht überschritten ist.
Welche Folgen dieser Lebensstil hat veranschaulicht "Taste the Waste" deutlich. Und nicht nur das: Dass es auch zahlreiche Menschen weltweit gibt, denen dieser verschwenderische Konsum und die Wegwerf-Mentalität nicht recht sind und dass ein Umdenken stattfindet, wird ebenfalls gezeigt und regt damit zum Weiterdenken und Mitmachen an.
Hier gehts zum Trailer.
Und hier zur Reservierung der Kinokarten in München.
Dienstag, 3. Mai 2011
Deutschland isst... interessante Doku über den deutschen Fleischkonsum
Gestern abend lief in der ARD eine recht realistische TV-Dokumenation über den deutschen Fleischkonsum: Die Reihe "Deutschland isst... mit Tim Mälzer". (Hier kostenlos online in der ARD-Mediathek anzuschauen).
Ich war erstaunt, wie ehrlich z.B. der Fleischhersteller Wiesenhof ihre Türen in die Produktionshallen der Bräthühnchen öffneten und die art-un-gerechte Tierhaltung fast schamlos präsentierten. Begründung für keinen Auslauf? Die vielen Raubvögel. Begründung für den wenigen Platz? Die Tiere wollen nicht mehr Platz. Und so weiter... Wer möchte denn wirklich etwas essen, was nie das Tageslicht gesehen hat oder auf einem Fließband umher kullern musste?!?
Mutig fand ich zunächst den Entschluss einer vierköpfigen Familie aus München, die sich bereiterklärte, für einen Monat auf den Fleischkonsum zu verzichten. Wobei ich mich echt frage, warum dann Schrimps und Lachs als Ausgleich dienen mussten... es geht den Fischen schließlich nicht viel besser in der Massenproduktion als den Säugetieren. Aber vielleicht wurden der Familie auch keine guten Ausgleichsmöglichkeiten vorgestellt - denn die wenigen Veggie-Produkte, die in der Sendung vorgestellt wurden, fielen im "Tim Mälzer-Test" fast alle durch. Dabei gibt es tatsächlich leckere Produkte und Gerichte! Vegetarisch + lecker = möglich! Außerdem war der Abschlusstest der Eltern doch wirklich fraglich - bereits nach vier Wochen Vegetarismus (mit gleichzeitigem Fisch-Konsum) sollen die beiden Mangelerscheinungen haben?! Da wurde definitiv nicht ausreichend beraten (warum schickte man die Familie nicht in eins der vielen vegetarischen Restaurants hier in München??? Statt dessen sollten sie auf die Wiesn...). Vor allem wurde nur ganz kurz erwähnt, dass sich die eigentlichen Risikenanzeichen (überhöhte Harnsäure beim Mann) verbessert haben durch den Fleischverzicht!
Ein sehr positives Beispiel wurde mit dem Bio-Wirt Herrmannsdorfer vorgestellt, bei dem die Tiere die Natur erleben und ein echtes Leben leben (und nicht wie die Wiesenhofhühner nur 35 Tage bis zur automatischen Schlachtung...).
Wer sich traut, bitte unbedingt die Sendung anschauen! Aber ich gebe keine Garantie dafür, dass man danach umdenkt und evt. auf Fleisch öfter mal verzichtet, auf Bio-Produkte umsteigt (wie mein Freund es nun will) oder ganz auf Fleisch verzichtet...
Ich war erstaunt, wie ehrlich z.B. der Fleischhersteller Wiesenhof ihre Türen in die Produktionshallen der Bräthühnchen öffneten und die art-un-gerechte Tierhaltung fast schamlos präsentierten. Begründung für keinen Auslauf? Die vielen Raubvögel. Begründung für den wenigen Platz? Die Tiere wollen nicht mehr Platz. Und so weiter... Wer möchte denn wirklich etwas essen, was nie das Tageslicht gesehen hat oder auf einem Fließband umher kullern musste?!?
Mutig fand ich zunächst den Entschluss einer vierköpfigen Familie aus München, die sich bereiterklärte, für einen Monat auf den Fleischkonsum zu verzichten. Wobei ich mich echt frage, warum dann Schrimps und Lachs als Ausgleich dienen mussten... es geht den Fischen schließlich nicht viel besser in der Massenproduktion als den Säugetieren. Aber vielleicht wurden der Familie auch keine guten Ausgleichsmöglichkeiten vorgestellt - denn die wenigen Veggie-Produkte, die in der Sendung vorgestellt wurden, fielen im "Tim Mälzer-Test" fast alle durch. Dabei gibt es tatsächlich leckere Produkte und Gerichte! Vegetarisch + lecker = möglich! Außerdem war der Abschlusstest der Eltern doch wirklich fraglich - bereits nach vier Wochen Vegetarismus (mit gleichzeitigem Fisch-Konsum) sollen die beiden Mangelerscheinungen haben?! Da wurde definitiv nicht ausreichend beraten (warum schickte man die Familie nicht in eins der vielen vegetarischen Restaurants hier in München??? Statt dessen sollten sie auf die Wiesn...). Vor allem wurde nur ganz kurz erwähnt, dass sich die eigentlichen Risikenanzeichen (überhöhte Harnsäure beim Mann) verbessert haben durch den Fleischverzicht!
Ein sehr positives Beispiel wurde mit dem Bio-Wirt Herrmannsdorfer vorgestellt, bei dem die Tiere die Natur erleben und ein echtes Leben leben (und nicht wie die Wiesenhofhühner nur 35 Tage bis zur automatischen Schlachtung...).
Wer sich traut, bitte unbedingt die Sendung anschauen! Aber ich gebe keine Garantie dafür, dass man danach umdenkt und evt. auf Fleisch öfter mal verzichtet, auf Bio-Produkte umsteigt (wie mein Freund es nun will) oder ganz auf Fleisch verzichtet...
Mittwoch, 23. März 2011
TV-Tipp: Griff nach den Sternen, Spiegel TV Reportage
Am Wochenende sah ich durch Zufall die Reportage "Griff nach den Sternen. Die neuen deutschen Kochstars" (kann man auf Voxnow.de kostenlos anschauen).
Die Dokumentation zeigt einerseits, wie ein Guide Michelin-Stern Wunder und Fluch für ein Restaurant oder einen Sternekoch sein kann und andererseits wird deutlich, dass nicht jede revolutionäre Änderung in der Küche auch zwangsläufig eine Verbesserung darstellen muss.
Mein Fazit aus der sehr interessanten Doku (und was ich nach den wenigen Restaurant-Besuchen bereits ahnte): Ein Stern oder eine hohe Michelin-Punktzahl ist nicht für jeden persönlich ein Siegel für ein gutes Restaurant, bzw. ist nicht jedes Restaurant, das keine Auszeichnung hat unbedingt minderwertig - Herz, Leidenschaft und Fantasie gehören in die Küche und das schmeckt man - oder eben nicht.
Inhalt Dokumentation:
Jenseits von Schweinshaxe und Rindsroulade
Mit dem "Tantris" in München begann 1971 die Revolution auf deutschen Tellern. Eckart Witzigmann wurde der erste Drei-Sterne-Koch. Heute sind die Herdkünstler Superstars, ihre Bücher Bestseller! 237 Restaurants gehören zur kulinarischen Bundesliga. Ralph Quinke erzäht die Geschichte des Küchenwunders und blickt Feinschmeckern wie Alexander Herrmann in die Töpfe.
Die Dokumentation zeigt einerseits, wie ein Guide Michelin-Stern Wunder und Fluch für ein Restaurant oder einen Sternekoch sein kann und andererseits wird deutlich, dass nicht jede revolutionäre Änderung in der Küche auch zwangsläufig eine Verbesserung darstellen muss.
Mein Fazit aus der sehr interessanten Doku (und was ich nach den wenigen Restaurant-Besuchen bereits ahnte): Ein Stern oder eine hohe Michelin-Punktzahl ist nicht für jeden persönlich ein Siegel für ein gutes Restaurant, bzw. ist nicht jedes Restaurant, das keine Auszeichnung hat unbedingt minderwertig - Herz, Leidenschaft und Fantasie gehören in die Küche und das schmeckt man - oder eben nicht.
Inhalt Dokumentation:
Jenseits von Schweinshaxe und Rindsroulade
Mit dem "Tantris" in München begann 1971 die Revolution auf deutschen Tellern. Eckart Witzigmann wurde der erste Drei-Sterne-Koch. Heute sind die Herdkünstler Superstars, ihre Bücher Bestseller! 237 Restaurants gehören zur kulinarischen Bundesliga. Ralph Quinke erzäht die Geschichte des Küchenwunders und blickt Feinschmeckern wie Alexander Herrmann in die Töpfe.
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