Posts mit dem Label Run werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Run werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 15. Juni 2015

Ruhepause

Die Ruhepause hier auf dem Blog seit den letzten Monaten ist euch sicherlich aufgefallen und ich schulde euch jetzt echt mal eine Entschuldigung.

Entschuldigt die Stille hier auf dem Blog. Ich habe, glaube ich, mal erwähnt dass mich derzeit zwei große Projekte beschäftigen – das war mein allererster Halbmarathon beim Rennsteig. Dies habe ich geschafft und ich kann sagen: ich laufe weiter. In den nächsten zwei Wochen stehen vier Lauftermine an: der Nike Women`s run 10k Berlin am 20. Juni (noch gibt es Plätze!), der Laufstop der Brooks Run Happy Tour hier in München am 26. Juni, der Roxy Run am 27. Juni und der Münchner Stadtlauf am 28. Juni (es wird also ein Laufintensives letztes Juni-Wochenende). Dann geht es erst nach den heißen Sommerwochen für mich weiter - zu dritt mit doradiamant2 und vegan_and_happy haben wir uns für den veganen 6-Stunden-Lauf am 12. September angemeldet und derzeit überlege ich noch, den Halbmarathon hier in München im Oktober zu bestreiten. Ihr seht - ich bleibe dem Laufsport treu.

Aber das allein ist nicht Schuld an der Funkstille hier. Dazu kommt als kleiner Anteil der Job der derzeit viel Zeit beansprucht und ein weiteres wichtiges Projekt für mich in diesem Sommer. Ich hatte mir zwar vorgenommen nach dem Rennsteig wieder verstärkt zu bloggen, aber das zweite Projekt nimmt, je näher es rückt, immer mehr Zeit in Anspruch. So wird es wohl auch noch einige Wochen bis Monate weitergehen. Ich hoffe, dass ich im Herbst wieder mehr zeit fürs bloggen schaffen kann.

Bis dahin wird es hier wohl nur sporadisch weiter gehen. Aber einige Sachen möchte ich euch unbedingt noch vorstellen – zum Beispiel das neue Kochbuch von Sebastian Copien "Die vegane Kochschule", welches ich, kurz gesagt, großartig finde!

Ich hoffe natürlich auch, euch von den bevorstehenden Läufen berichten zu können, aber versprechen kann und möchte ich das nach den letzten Wochen überhaupt nicht :-(

Wer möchte, kann mir auf instagram folgen (einige der Bilder seht ihr ja auch hier oben rechts) – dies ist etwas weniger zeitintensiv als das bloggen für mich und ihr seid trotzdem uptodate :-)

So und jetzt wünsche ich euch einen guten Wochenstart und auch schon einmal einen tollen Sommer!


Donnerstag, 26. März 2015

*Rezension* Eat & Run von Scott Jurek

Ich weiß nicht recht, wie ich diese Rezension beginnen soll. Viele Eindrücke sind mir aus dem 318-Seitenstarken Buch geblieben. Das Buch "Eat & Run" von und über Scott Jurek.

"Scott wer?" fragt ihr euch? Scott Jurek – veganer Ultramarathonläufer (Ultraläufe sind alle Läufe, die über die Marathondistanz von 42,195 km hinaus gehen) aus den USA. Andere schreiben über ihn, dass er einer den weltbesten Ultraläufer war/ist. Er wurde beispielsweise von der Runners World (englische Edition) zu den Top 8 Greatest Runners of All-Time gewählt. Seine Siege in zahlreichen Ultramarathonrennen sind Grundlage für diese und weitere Auszeichnungen. Ich habe eigentlich immer nur am Rande von so einem Buch gehört, das wirklich interessant ist - mir sagte auch nur der Buchtitel etwas, aber nicht der Mensch dahinter. Und so begann ich zu lesen.

Bereits in den späten Schuljahren begann Scott Jurek mit dem Lauftraining, um im Sommer für den Skilanglauf Ausdauer aufzubauen. In den ersten Kapiteln wird immer wieder betont, wie schwer Jurek es in seiner Kindheit hatte – arme Familie, kranke Mutter, kein verständnisvoller Vater. Und TROTZDEM hat er es an die WELTSPITZE geschafft. Das wirkte auf mich ehrlich gesagt nicht wirklich sympathisch. Ich war richtig verwirrt - auf den Fotos sieht Jurek total sympathisch und nett aus und in diesen ersten Kapiteln wirkt er überhaupt nicht so. Ich finde es ehrlich gesagt auch irgendwie komisch, wenn sich jemand selbst als Weltbester Ultramarathonläufer bezeichnet. Erst dann schaute ich mir das Cover des Buches genauer an und las den gesamten Titel: "Eat & Run -  Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathonläufer an die Weltspitze". Mhhh, da mich sein Weg trotzdem sehr interessierte und ich aber auch wissen wollte, warum so ein Hype um ihn gemacht wird (das Buch "Born to Run" machte ihn scheinbar berühmt - das steht dann als nächstes auf meiner Liste), las ich weiter.

Mit seinem Schulfreund Dusty Olson lief Jurek immer länger und weiter und startete schließlich, durch Dusty's Anregung hin, am College an seinen ersten Ultra. Nach seinem ersten Ultra, bei dem er gegen Dusty das erste Mal gewann, wie er selbst schreibt, packte ihn die Leidenschaft und er nahm an weiteren Ultramarathons teil – und gewann und gewann. Bei fast allen dieser extrem langen Läufe war Dusty Olson sein "Hase", Pacemaker, Tempomacher, Motivator. Die meisten Kapitel beschreibt Jurek eigentlich "nur" wie die Läufe für ihn verlaufen sind. Meist leider nach dem gleichen Schema - er startet, hat ein Problem (andere schnelle Läufer, Verletzung, psychische Probleme, Dehydrierung etc.), überwindet dieses tiefe Loch und gewinnt.
Es ist ein bisschen schade, weil es mehr wie eine Aneinanderreihung seiner größten Erfolge wirkt. Über den Menschen "Scott Jurek" erfährt man leider nicht sooo viel. Beispielsweise habe ich mich im Laufe des Buches gefragt, wie seine Ehe das aushält, dass er so viel unterwegs ist und ständig läuft. Erst dann bemerkte ich, dass Jurek mit einem Ghostwriter zusammen gearbeitet hat. Das erklärte für mich einiges und ab da las ich das Buch anders.

Jurek lebt seit 1997 vegetarisch und seit 1999 vegan – da war er 26 Jahre jung. Er beschreibt in dem Buch neben seinen ganzen Läufen auch, wie er sich in der Ernährung erprobt hat und welche Lebensmittel ihm beim Laufen gut tun.  So endet jedes Kapitel auch mit einem Rezept. Eins davon, das Winter-Chili auf Minnesota Art habe ich bereits getestet und kann sagen, dass es echt lecker ist. Allerdings haben die 4-5 Portionen bei uns Vielfraßen nur für drei gereicht :-D



Jedes Kapitel beginnt mit einem Motto bzw. einem passenden Zitat:


Ebenfalls beinhaltet jedes Kapitel eine "Lehreinheit" - beispielsweise über die Haltung, die Atmung oder wie man eben ein mentales Tief beim Laufen überwindet. Man lernt zudem, dass man einfach den Kopf ausschalten und weiterlaufen sollte. Jurek läuft auch mit Verletzungen und Schmerzen - der Körper ist stärker als man denkt. Und genau das möchte ich auch mitnehmen – das Zwicken im Knie ignorieren und einfach weglaufen, mich nicht mehr verrückt machen, wenn es nicht ganz rund "läuft".


Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn es ist wirklich erstaunlich, was dieser Mensch erreicht hat. Ich möchte jetzt zwar keinen Ultramarathon laufen, aber ich möchte weiter laufen. Und da muss ich sagen, dass Jurek's Buch wirklich motiviert. Der eigentliche Held in diesem Buch ist für mich aber auch Dusty Olson, der für seinen Freund immer alles stehen und liegen lässt, um ihn bei einem Rennen zu unterstützen. Da wird wieder deutlich, dass Laufen eben nicht unbedingt ein einsamer Sport sein muss.




















*Das Buch wurde mir freundlicher weise vom Random House Verlag zur Verfügung gestellt. Danke! 

Sonntag, 22. März 2015

Rennsteigtraining Woche 6 bis 8 oder: was man noch alles machen kann

Wie ihr ja wisst, habe ich einige vermeintliche Probleme mit meinem Knie und dem Bluthochdruck derzeit noch zu durchlaufen (wobei ich hoffe, dass ich bei beiden Geschichten nächste Woche spätestens Entwarnung geben kann). Wie sagte mir jemand vor kurzem? "Man ist so lange gesund, bis man zum Arzt geht" - ein weiser Satz wie ich finde.
Noch mehr Weisheiten hole ich mir gerade in der Theorie - wenn ich schon nicht wirklich laufen kann, dann lese ich eben über's Laufen! Und zwar lese ich gerade (unter anderem) "Eat & Run" von Scott Jurek (Rezension folgt bald!).

Aber von meinen kleinen Wehwehchen will ich jetzt gar nicht genau schreiben - vielmehr soll es ja jetzt kurz um meine letzten Trainingswochen für den Rennsteig gehen.

In Trainingswoche 6 schaffte ich nur zwei der drei Laufeinheiten - die zweite davon mit Knieschmerzen. Deswegen gab es in der 7. Trainingswoche nur eine kurze Laufeinheit. Gefrustet davon nahm ich den Rat meines "Trainers" an und suchte eine Alternativsportart und ging in die Schwimmhalle. Ich kann zwar nur Hundepaddeln und Brustschwimmen, aber damit schafft man ja auch ein paar Bahnen. So ging in in Woche 8 ins Schwimmbad. Dabei schmerzte mein Knie zwar ganz leicht, aber danach fühlte es sich viel besser an! So wagte ich es zu einem kurzen Lauf am nächsten Tag - schmerzfrei!


Am nächsten Tag beim Yoga tat mein Knie aber wieder weh, also ging es vor dem Wochenende noch einmal Schwimmen. Seitdem habe ich auch mit einem Krafttrainingsprogramm begonnen: und zwar dem dreimonatigen Bootcamp im Sunyard Pilates Club. Mein erster langer (langsamer!) Lauf (100min) lief sich dann tatsächlich schmerzfrei! 
So nahm ich mir für Trainingswoche neun, die heute nun zu Ende geht, wieder meine drei Laufeinheiten vor - inklusive Intervalltraining! Und ich muss sagen - ich bin zufrieden! Nicht gerade von meinen Zeiten, aber dass ich schmerzfrei laufen kann!
Die erste Laufeinheit war ein lockerer Lauf. Beim Intervalltraining standen drei 8-Minuten-Intervalle an - bei den letzten beiden habe ich auch noch einen ordentlichen Berg im Intervall gehabt. Den Abschluss machte dann heute ein langer Lauf - der längste für mich bisher. Im Plan standen 120min und die habe ich geschafft. Etwas zu langsam (im Plan stand eine Pace von 7:45 und ich lief im Schnitt 7:48), aber ich bin trotzdem zufrieden! Ich bin jetzt 15km gelaufen - die letzten sechs Kilometer zu einem Halbmarathon sind in dem Tempo auf jeden Fall auch zu schaffen! I'm back on track!


Mittwoch, 4. März 2015

1,3 Tage Saftfasten oder: Warum gerade alles ganz doll blöd ist

Hui, das Saftfasten ging schneller vorbei als gedacht. Ich war eigentlich hoch motiviert, die drei Saftfasten-Tage zu überstehen. Dachte ich zumindest. Vielleicht war die Motivation doch nicht so hoch. Oder ich unterschätzte meine aktuelle Auslastung was Job, Freund und meine "Psyche" betrifft – vor allem letzteres ist, ganz ehrlich gesagt, ziemlich unter Stress derzeit, weil ich gefühlt bei 100zwanzigmillionen Ärzten war in den letzten Monaten.
Aber zuerst zum Saftfasten – die liebe Elisa von Vegan and Happy und ich wollten uns ja den Fastenkasten von Voelkel teilen und drei Tage "lockeres" Saftfasten durchführen (Locker, weil wir unseren täglichen grünen Smoothie aus der #letsbesmooth2015-Challenge nicht vernachlässigen und genug Energie für unser Laufpensum mit Salat tanken wollten). Aber bereits gestern, nach meiner eigentlich lockeren Laufeinheit, die sich dank Hungergefühl überhaupt nicht locker anfühlte zweifelte ich, ob ich es viel länger schaffen werde.

Meine ersten (und letzten) anderthalb Saftfasten-Tage
Morgens gab es ein Glas Sauerkrautsaft – am besten man riecht nicht an ihm, aber schmecken tut er eigentlich ganz gut (ich muss dazu sagen, dass ich Sauerkraut ganz gern esse).
Für den Vormittag hatte ich mir einen grünen Smoothie gemacht (der leider eher a-a-braun aussah durch die TK-Beeren – deswegen nur ein Bild der ursprünglichen Zutaten), aber der hielt irgendwie auch nicht lange vor. So trank ich über den Tag verteilt eine Flasche Voelkel Gemüsekomposition – welche mir echt gut geschmeckt hat! Die werde ich sicherlich auch wieder kaufen, weil ich immer Gemüsesaft im Büro habe (falls der kleine Hunger kommt). Trotzdem nahm ich total dankbar ein Stück Apfel in der Mittagspause von einer Kollegin an.
Am Abend lief ich dann heim – wie gesagt tat mein Bauch richtig weh vor Hunger. Zuhause angekommen gab es dann erst einmal einen Salat – wie neidisch habe ich da auch noch auf das Brötchen von meinem Freund geschielt! Und mit welcher Begierde ich an den Humus im Kühlschrank gedacht habe! Mit einer Tasse Gute Nacht-Tee im Bauch ging es dann ins Bett.


Tja, und heute morgen bin ich mit Hunger aufgewacht. Ganz ganz blödes Gefühl. Ich hatte nicht einmal Appetit auf einen Grünen Smoothie. Und da fragte ich mich: Warum eigentlich? Ich faste ja nicht einmal "richtig" – also nur mit Saft, meine ich. Es ist also egal, ob ich jetzt normal weiter esse und den Saft einfach nur so nebenbei trinke. Aber dann dachte ich mir: Du schaffst das! Ich stand also auf, mixte mir einen richtig leckeren (!) grünen Smoothie, machte mir eine große Schüssel Salat für die Arbeit und dann saß ich da. Und war irgendwie deprimiert. Ich hatte Hunger. War schlecht gelaunt. Und das kann ich meinen lieben Kolleginnen im Büro doch wirklich nicht antun, oder?!

So kurz vor halb zwölf war es dann soweit – ich MUSSTE etwas kauen. Also schnappte ich mir die Tüte Pistazien und gab auf. Und gleich danach machte ich mir einen Cappuccino mit Sojamilch. Und wisst ihr was? Danach fühlte ich mich unendlich erleichtert!
Deswegen bin ich eigentlich ganz froh, dass ich das Saftfasten probiert habe – ich bin zwar beim Saftfasten gescheitert, aber ich habe mir "erlaubt" zu Scheitern. Und ich für mich habe das akzeptiert. Das ging vor ein paar Jahren noch gar nicht – ich und scheitern? Ich schaffe etwas nicht, was ich mir vorgenommen habe? Niemals! Aber jetzt geht es mir gut. Ich habe nämlich etwas über mich gelernt. Und ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und der Kopf hat nachgegeben. Und das tut erstaunlich gut. Elisa zieht die Saftfasten-Tage weiter durch. Und ich konnte erfreulicher weise Elisa überreden, dass sie über ihre Saftfastentage einen Gastbeitrag für meinen Blog schreibt! Also werdet ihr auch davon lesen können!

Überlastung? Falsche Laufschuhe? Läuferknie? Alles ganz doll blöd.
So, und nun, warum ich alles gerade eigentlich total blöd finde und warum ich glaube, dass ich mental einfach gerade keine Fastentage durchhalten kann: Mich nervt mein Körper. Speziell alles, was irgendwie weh tut. Namentlich genannt: mein Herz – weil es mit zu viel Druck pumpt. Mein linkes Knie, obwohl es zu seiner Verteidigung her jetzt nur noch ab und zu weh tut. Mein rechtes Knie, das jetzt in der Kniekehle weh tut, seitdem der Schmerz im linken Knie nachgelassen hat. Und mein Nacken (weil ich jetzt seit letztem Donnerstag mein rechts Ohr nicht mehr zur Schulter beugen kann ohne Schmerzen).
Seit der Fehldiagnose im EKG beim Leistungstest war ich seit Januar gefühlt bei einer Trillion Ärzten – von einem werde ich zum nächsten geschickt, weil ein 24h-Test Bluthochdruck bei mir anzeigte und so ein Bluthochdruck in meinem Alter (und ich als angehende Leistungssportlerin *husthust*, noch dazu Nicht-Raucherin mit gesunder Ernährung und mäßigem Alkoholkonsum) scheinbar etwas total seltenes ist (bitte überzeugt mich eines Gegenteils!). So ging es beispielsweise zum Gefäßchirurgen, der mich ins MRT schickte – beide Resultate positiv, also in dem Sinne, dass meine Gefäße alle ganz toll und intakt sind. Es nervt. Wirklich. Und bisher kam also noch nichts raus, was meinen Bluthochdruck verursachen konnte. Und das frustriert mich. Alle tippen auf "Vererbung". Tja, und nächste Woche nun muss wieder zum Internisten und werde wohl auf Tabletten eingestellt. Das nervt. Nicht nur, weil ich ständig auf Arbeit fehle und mich entschuldigen muss, sondern weil diese Odyssee kein Ende zu haben scheint und keine Ursache gefunden wird.


Und dann fingen ja auch die nervigen Schmerzen im linken Knie auf einmal an. Nicht beim Laufen sondern immer danach. Und das, obwohl ich extra darauf geachtet habe, das Lauftraining vernünftig zu führen – mit empfohlenen Schuhen von der Laufbandanalyse und so. Also fing ich an, Kräftigungsübungen für die Beine zu machen (Squats & Co) und alle paar Tage die Beine mit der Blackroll zu bearbeiten – vor allem Wade, hintere und seitliche Oberschenkel. So ließen die Schmerzen im linken Knie nach und schwups am nächsten Tag schmerzte auf einmal mein rechtes Knie in der Kniekehle. Und das tut es immer noch – zwar zum Glück nicht beim Laufen, aber dafür dann in der Nacht anschließend und tagsüber, wenn ich beim Sitzen das Bein Strecke. Das nervt alles. Vor allem weil ich das Gefühl habe, dass ich nur noch Beschwerden habe seitdem ich mit dem Laufen begonnen habe. Ich fühle mich wie eine Oma :-( Aber ich hoffe, dass mich die junge, quirlige und mitreißende Elisa morgen bei unserem Intervalltraining motivieren und mitziehen kann (die Arme).

Es tut mir wirklich leid, dass ich mich hier so auskotze, aber Vegan and Happy kann ich ja nicht ständig die Ohren voll jammern (was ich ohnehin tue)… Ich hoffe aber, dass das nur eine Phase ist und ich bald wieder ganz ungestresst sein und ohne Schmerzen laufen kann.

Zu Guter Letzt vielen Dank an sieben & siebzig, dass ich den Fastenkasten probieren durfte! Die beiden Säfte, die ich bisher probiert habe (Sauerkrautsaft und Gemüse-Komposition) habe mir recht gut geschmeckt. Die weiteren Säfte werde ich noch probieren und berichten!). Zu einem anderen Zeitpunkt hätte ich vielleicht durchhalten können, aber Elisa wird dies ja hoffentlich schaffen und dann darüber hier berichten! 

Montag, 23. Februar 2015

Rennsteigtraining Woche 5 & Run for Brotzeit

Die fünfte Woche Training für meinen ersten Halbmarathon liegt hinter mir - diese Woche lief es sich wesentlich besser als in der letzten! Allerdings werde ich den Rückstand auf mein Ziel, im Februar 80 Kilometer zu laufen, wohl nicht mehr einholen können bis Sonntag... Aber das ist nicht primär wichtig. Wichtiger ist es, jetzt im Februar und März noch ganz viele Kilometer zu erlaufen und dabei gesund zu bleiben!
Warum die vielen Kilometer wichtig sind? Ganz einfach: weil ich pro gelaufenen Kilometer etwas Gutes tun möchte, nämlich Spenden. Ich beteilige mich an "Run for Brotzeit" - einem Spendenaufruf der zwei Münchner Mädels von Run_Munich_Run. Isabell und Laura haben die Weihnachtszeit gut genutzt und über Motivation nachgedacht und sind dabei darauf gekommen, dass es selbst in Deutschland viele Kinder gibt, die ohne Frühstück zur Schule müssen. Der gemeinnützige Verein brotZeit e.V. kümmert sich seit ein paar Jahren darum, dass für diese Kinder täglich ein ausgewogenens Frühstück bereit steht. Deswegen spenden die beiden Mädels für jeden bis Ende März gelaufenen Kilometer 5 Cent.
Vegan_and_Happy beteiligt sich übrigens auch mit 10 Cent pro gelaufenen Kilometer. Und auch ich möchte die Kinder unterstützen mit 10 Cent pro gelaufenem Kilometer im Februar und März. Das sind dann jetzt im Februar schon 57 Kilometer, also 5,70 Euro. Wer da noch etwas drauf packen möchte, ist herzlich eingeladen!

So, und nun zu meiner fünften Trainingswoche - in der ich auch wieder drei Laufeinheiten absolvieren konnte. Unter anderem die erste Einheit seit langem mal wieder mit Vegan_and_Happy!
Auf dem Plan standen wieder ein lockerer Lauf, ein Intervalltraining und ein langer Lauf. Die ersten beiden Einheiten liefen super, aber der lange Lauf machte mir zu schaffen. Ich weiß nicht, ob ich hätte zwei Tage Pause nach dem Intervalltraining machen sollen oder ob es einfach tagesbedingt war. Auf jeden Fall lief ich langsamer als bei meinem lockeren Lauf und hatte trotzdem nen höheren Puls...
Jetzt steht mir eine "Ruhewoche" bevor mit kleineren Einheiten. Ich bin gespannt, wie sich das auf meine Kondition auswirkt und auch auf meine Knochen/Sehnen etc. Die habe ich nämlich ehrlicherweise vernachlässigt in den letzten Wochen. Also möchte ich in der aktuellen Woche meinen Fokus auf Kraft- und Stabilisationsübungen legen und vor allem wieder Lauf-ABC in meine Einheiten integrieren. Welche sind eure liebsten Übungen?

Dienstag, 17. Februar 2015

Und jährlich lockt die Fastenzeit... Fasten mit Säften, Smoothies und Sport!

Irgendwie renne nicht nur ich momentan, sondern und vor allem auch die Zeit rennt scheinbar grad richtig schnell! Und zwar davon! War gerade noch Silvester und Geburtstag und überhaupt und schon steht die Fastenzeit wieder bevor. Im letzten Jahr wollte ich möglichst eine Rohkostmahlzeit am Tag integrieren und ein Mal in der Woche zum Yoga bzw. Laufen gehen. Für 2015 haben Vegan_and_Happy und ich uns aber etwas viiiiel besseres vorgenommen: unsere #letsbesmooth2015-Challenge!

Wir wollen dabei täglich:
  • 1 Grünen Smoothie trinken 
  • 1 Mal Sport treiben (Yoga & Laufen)
Beim Sport liegt mein Fokus natürlich vor allem beim Laufen und beim Yoga. Beim Laufen verfolge ich weiterhin meinen Trainingsplan (Woche 1, Woche 2), aber Yoga soll auch wieder stärker in mein Leben integriert werden. Das habe ich ja schon länger vor und auch angekündigt, aber irgendwie fehlte mir bisher immer noch der nächste Schritt. Und deswegen möchte in während der Fastenzeit bis Ostersonntag jeden Tag mindestens drei Sonnengrüße machen. Lieber wäre mir natürlich auch noch eine Einheit bei yogaeasy pro Woche... Wenn die Zeit und Kraft es zulässt, möchte ich auch Sachen wie HIIT oder Crosstraining probieren - aber das ist eher zweitrangig.

Der Smoothie-Part sollte mir (hoffentlich) leicht fallen – in diesem Rahmen werde ich auch endlich mal das Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel probieren. Darauf bin ich schon gespannt! Worüber ich mir nur noch Gedanken mache, sind die Zutaten für die Smoothies. Für die ersten Tage habe ich Grünzeug und Obstiges, aber dann muss ich wieder einkaufen. Und wenn man möglichst wenig CO2 verbrauchen möchte, dann ist die Auswahl schon ziemlich eingeschränkt jetzt im Winter.

Das Ganze könnt ihr natürlich auch auf instagram (mucveg und vegan_and_happy) mitverfolgen. Und wer selbst bei unserer Fasten-Challenge mitmachen, also jeden Tag mind. einen grünen Smoothie trinken und ein Mal Sport treiben möchte und darüber auf instagram berichtet kann sich gern mit #letsbesmooth2015 zu erkennen geben! Unter allen Mit-Fastenden, die wir mit dem Hashtag #letsbesmooth2015 nach der Fastenzeit auf instagram finden, werden wir etwas Hübsches verlosen - natürlich passend zum Thema ;-)

Hier (ganz unten) findet ihr einige bereits erprobte Smoothie-Rezepte von mir. 

Montag, 16. Februar 2015

Rennsteigtraining 3+4/16

Die vergangenen beiden Wochen sah es lauftechnisch ziemlich mager bei mir aus. Der Grund war meine Nichtkompetenz im privaten Terminmanagement und ein langes Skiwochenende (deswegen hoffe ich, dass unsere Pistenkilometer zumindest anteilsmäßig in die Trainingskilometer gerechnet werden).


Vorletzte Woche schaffte ich es tatsächlich nur ein einzies Mal in die Laufschuhe, und zwar für ein Intervalltraining. Dann folgte das Skiwochenende und letzte Woche "schaffte" ich zwei Laufeinheiten zwischen Yoga, Biofach und allerliebsten Freundinbesuch. Deswegen war die Idee, diese zwei Laufeinheiten etwas intensiver zu gestalten und so wurde die erste Einheit ein Intervalltraining mit anschließendem langen Lauf. Es war eigentlich als Versuch gedacht, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich das tatsächlich schaffe - und vor allem mit der Pace in den Intervallen (für meine Verhältnisse). Da hab ich mich schon ziemlich gefreut im Anschluss. :-)


Gestern dann folgte die dritte Einheit der letzten zwei Wochen - ein langer Lauf. Und wie lang er mir vorkam... Ich glaube ich hatte die erste Begegnung mit dem "Mann mit dem Hammer". Es startete ganz gut - ich fühlte mich fit und war auch mit der Pace zufrieden. Aber ab Kilometer 7 wollten meine Beine einfach nicht mehr - ich wollte in einem höheren Pulsbereich laufen (näher an der GA2-Grenze), aber meine Beine ließen mich einfach nicht. Ich lief also, so "schnell" ich konnte weiter, bis ich fast meine anderthalb Stunden die der Trainingsplan vorsah, voll hatte. Zwischendurch musste ich sogar auch einmal gehen.
Nach diesem Lauf war ich ziemlich deprimiert. Deswegen wollte ich mir zumindest mal anschauen, wie so die Entwicklung in den letzten Wochen war und habe mal bei Garmin meine letzten drei langen Läufe miteinander verglichen. Und siehe da: Am 24. Januar lief ich bei einer durchschnittlich Herzfrequnz von 155 insgesamt 11 Kilometer und eine Pace von 8:10 min/km. Am vergangenen Sonntag, also drei Wochen später lief ich bei der gleichen Herzfrequenz eine Pace von 7:34 min/km! Das macht den Trübsal etwas weniger trüb und gab mir Rückenwind für die neue Trainingswoche, die nun auch endlich wieder mit drei Laufeinheiten bestückt sein soll!


Samstag, 7. Februar 2015

5, 10, 13… Nikolauslauf München und Ismaninger Winterlaufserie

Zwischen den aktuellen Trainingsberichten möchte ich noch kurz zurückblicken auf meine letzten beiden "großen" Läufe 2014. Vorab: Dies wird ein ganz schön langer Beitrag, aber ich wollte euch mal schreiben, wie es mir bei meinen beiden Wettkampfläufen am Ende des Jahres erging.
Also die beiden Läufe waren jetzt nicht wirklich groß (im Sinne von lang), aber für mich doch ein ganz schöner Schritt hin zu längeren Distanzen. Ich spreche vom 10km Nikolauslauf und dem 13km-Lauf bei der Isamaninger Winterlaufserie. Beide Läufe fanden im Dezember mit nur einer Woche Abstand statt. Zu beiden hatten Vegan_and_Happy (Miss L.) und ich uns angemeldet. Den ersten wollten wir "auf Tempo" laufen (was bei mir eher Schneckentempo ist ehrlicher weise) und den 13km Lauf wollten wir starten und schauen, wie weit ich es schaffe - weil ich bis dato ja noch nie so eine weite Distanz gelaufen bin.

Im Oktober und November lief ich ziemlich regelmäßig immer drei Mal die Woche etwa und folgte einem Plan von lauftipps.ch um von 60 Minuten auf 90 Minuten zu steigern. Das lief schon mal viel besser, als mein Plan für den Women's Run - da hatte ich mich an einem Plan von runnersworld orientiert, aber konnte nie den Pulsbereich einhalten, der vorgegeben war. Naja, mit dem Plan von runnersworld habe ich trotzdem irgendwie die Verbesserung von 35 auf knapp 30 Minuten für die 5km geschafft. Wie genau, ist mir immernoch schleierhaft. Dennoch stieg ich um auf den FlexPlan.
In der Zeit traf ich mich regelmäßig mind. ein Mal die Woche mit Miss L. zum laufen. Diese Laufeinheiten haben mir immer am meisten Spaß gemacht, weil wir zwischendurch quatschten und uns so auch gegenseitig immer wieder auf den neusten Stand brachten. Was mich dabei immer nur deprimierte (und immer noch frustriert) ist, dass ihr Puls natürlich viel niedriger war als meiner. Aber nicht falsch verstehen - es deprimiert mich nicht, dass sie besser ist, sondern eher, weil ich die ganze Zeit befürchtete, dass es ihr irgendwann zu langsam wird und lieber ohne mich läuft. Schließlich möchte sie ja auch besser werden und da muss sie ihr Tempo laufen, nehme ich an. Momentan vermisse ich diese Läufe auch ziemlich, weil unsere Trainingspläne recht unterschiedlich sind. Aber ich hoffe, dass wir bald wieder zusammen laufen!


Nun ja, der November war dann ja auch geprägt von meinem Gesundheitscheck und so stieg ich mehr oder weniger gut trainiert in die Laufschuhe am 6. Dezember für den Nikolauslauf. Da Miss L. leider verwandtschaftlich verpflichtet war, sprang mein Freund netterweise ein und wir sagten uns, dass wir einfach locker durchlaufen würden. Geschmückt mit passenden Nikolausmützen und mit meinem Laufen gegen Leiden-Shirt standen wir leicht bibbernd (es schneite natürlich etwas) am Start. Wir hatten uns schon extra weit hinten angestellt, damit wir nicht zu schnell loslaufen würden - denn auch für meinen Freund waren die 10km Premiere. Aber das Tempo war anfangs auch im hinteren Feld ganz schön hoch und wir ließen uns ein wenig mitziehen. Es lief sich erstaunlicher weise recht leicht in der Menge. Meine Mützen nervten nur, weil sie mir vom Kopf rutschten. Also wurden sie kurzerhand entsorgt nach dem ersten Kilometer. Wir quatschten und scherzten und liefen mit den Leuten mit. Ich wunderte mich wirklich, dass ich noch nicht aus der Puste war.
Kurz vor der Hälfte überholten uns die Erstplatzierten. Und als wir darüber Witze machten, bedankte sich eine Läuferin hinter uns, dass wir sie die ganze Zeit so schön unterhalten und mitgezogen haben und fragte nach dem Hintergrund für das "Laufen gegen Leiden"-Shirt. Ich rief ihr nur kurz zu, dass das Shirt gegen Tierleiden und für Tierschutz ist und ab dann ging mir auch mehr und mehr die Puste aus. Die zweite Hälfte der Strecke wurde mit zunehmender Länge recht zäh. Da konnte mich mein Freund allerdings auch nicht mehr unterhalten. Toller weise standen ein paar hoch motivierte Trommler an der Strecke und das war super - so wurden wir etwas beflügelt und ich setzte mir das Ziel, auf den letzten Metern eigentlich noch (so gut es eben geht) sprinten… Ein weiteres Ziel war ein älterer Herr der die ganze Zeit ein paar Meter vor uns lief. Den wollte mein Freund unbedingt überholen, was wir auch etwa 1km vor dem Ziel schafften. Wie gesagt wollte ich dann vor dem Ziel sprinten, aber da hatte ich mich über- und den Hügel hinauf zum Zieleinlauf unterschätzt - da war nichts zu holen. Und prompt überholte mich der besagte ältere Herr auf der Zielgeraden. Nun gut - das gönne ich ihm. Dass mein Freund allerdings neben mir aus Spaß auf einem Bein durch das Ziel hüpfte muss ich ihm erst noch irgendwann verzeihen… Letzten Endes war es ein super Lauf, am Ende stand als Zeit 01:05 auf meiner Uhr und ich wäre gerne die anderen beiden Termine der Winterlaufserie im Olympiapark mitgelaufen, aber terminlich passte das dieses Jahr einfach nicht.

Eine Woche nach dem Nikolauslauf reisten Miss L., mein Freund und ich ins weit entfernte Ismaning, um dort an dem ersten Teil der dortigen Winterlaufserie teilzunehmen. Als wir die erste Asics Frontrunnerin in kurzer Shorts sahen (wohlgemerkt: ich trug eine lange Tight, zwei Schichten am Oberkörper, Mütze und Handschuhe) wurde mir doch etwas flau im Magen. Zumal es sogar Blockstarts gab - also alles sehr ambitioniert dort war. 13 Kilometer lagen vor uns - ich erwartete eine schöne Strecke entlang der Isar und war zunächst froh, dass es nur eine Runde war und nicht, wie beim Nikolauslauf, eine "acht", bei der man überrundet werden kann.

Der Startschuss fiel und begleitet von Musik machten wir uns auf den Weg (natürlich wohl platziert am Ende des Rudels). Ach ja - auch hier trug ich, genauso wie Miss L., mein "Laufen gegen Leiden"-Shirt. Wir liefen los und ich hatte das Gefühl, dass wir deutlich zackiger unterwegs waren als beim Nikolauslauf. Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass ich weniger Energie hatte. Erzählen ging gar nicht und nach etwa 2km stand da auf einmal ein Fotograf an der Seite: also Brust raus und Lächeln aufgesetzt. Schließlich wollten wir als vegane Läufer gegen Leiden nicht leidend aussehen ;-) Erst in der Auswertung hinterher bemerkte ich, dass wir viel langsamer unterwegs waren als beim Nikolauslauf.


Nun, als es so bergab und bergauf die Strecke entlang ging und uns immer mehr Läufer überholten, überkam es mich mit einem mal - ich fand es jetzt schon total anstrengend und wir liefen sogar flussabwärts! Also eigentlich bergab! Wie sollte ich denn die zweite Hälfte auf dem Rückweg überstehen? Miss L. neben mir schien total locker zu laufen - erst hinterher erfuhr ich, dass sie wahnsinnige Knieschmerzen hatte! In der Kurve zur Halbzeit gab es warmen Zitronentee, den ich dankend annahm. Der Rückweg wurde schwerer als erwartet - es ging auf einer Feldstrecke schnurstracks geradeaus. Man lief und lief und lief und lief… Wir konnten sogar noch ein paar Läufer dann überholen (auch wenn das jetzt nicht wirklich wichtig für uns war). Aber richtig enttäuschend war eigentlich auch, dass uns auf dem letzten Kilometer schon die Autos entgegen kamen von zurück fahrenden Läufern. Was sind das denn für welche? Warten die nicht mal ab, bis alle da sind? Nun, nach 01:29 liefen wir ins Ziel und ich war total erschöpft.
Wahrscheinlich waren diese beiden Rennen einfach zu dicht hintereinander. Oder ich hätte in der Woche dazwischen anders trainieren sollen. Auf jeden Fall waren beides gute Erfahrungen und ich bin gespannt wie das Rennsteigrennen wird!


Sonntag, 1. Februar 2015

Eine neue Arztwoche - aka Rennsteigtraining 2/16 und Vegan Wednesday #126

Eine neue Woche liegt hinter uns – und vorab möchte ich noch kurz das Umfrageergebnis präsentieren: Die Mehrheit ist also damit einverstanden, wenn ich hier weiter über Yoga und Laufen berichte! Natürlich werden auch weiterhin vegane Gerichte, Rezepte, Restaurants & Co. thematisiert werden! So wird der Beitrag jetzt auch ein Mix aus meinem Trainingsbericht für den Rennsteig und dem Vegan Wednesday-Beitrag für diese Woche. Ich hoffe ich bleibe für alle weiterhin verständlich ;-) Und natürlich hoffe ich, dass die beiden Sportmuffel weiter dabei bleiben - denn wie gesagt will ich natürlich auch weiterhin über veganes Kochen und Backen schreiben.

Nun - die letzte Woche war mal wieder voll gepackt mit einigen Arztterminen bei mir. Die Fehldiagnose bei meinem Gesundheitscheck bleibt zwar Fehldiagnose, aber dabei wurde erhöhter Blutdruck gemessen. Nach einem 24-Stunden-Check ist nun raus, dass ich Hypertonie, also erhöhten Blutdruck habe und jetzt werden die Ursachen erforscht. Und deswegen durfte ich diese Woche unter anderem keinen Tee und keinen Kaffee trinken. Nein, nicht einmal Früchtetee. Und keine Medikamente nehmen. Und prompt bekam ich natürlich Migräne. Suuuuper. Nun ja, aber genau deswegen brauchte ich ein warmes Frühstück am Morgen und so machte ich mir Quinoa-Müsli mit frischem Obst und warmen (!) Vanilleschaum. Auf die Idee kam ich bei einem Samstagsbrunch mit einer lieben ehemaligen Kollegin im Tushita Teehaus übrigens!


Für die Mittagspause am Mittwoch gab es dann eine Schüssel Salat mit einem fotoscheuen Brötchen. Damit war dann aber auch wieder Schluss, weil ich auch zwei Tage mehrere Früchte und Gemüsesorten wie Tomaten, Kiwi, Melone nicht essen durfte weil die Serotonin produzieren. Kulinarisch war das also ein ganz tolles Finale in dieser Woche.

Trotz Arztbesuche, keinem Kaffee und vor allem trotz des plötzlichen Wintereinbruches mit Schneegestöber, Blitz und Donner hier in München, habe ich meine drei Laufeinheiten absolvieren können.

Auf dem Plan standen - ähnlich wie letzte Woche - drei Einheiten: Intervalltraining, ein lockerer Lauf und ein langer Lauf. Als ich das Intervalltraining absolvieren wollte, begann besagter Schneesturm. Also nahm ich doch die U-Bahn nach Hause. Zuhause angekommen, hatte es aber irgendwie aufgehört zu schneien und von Donner und Blitz war auch nichts mehr zu sehen. Also entschied ich mich, wenigstens meine lockere Laufeinheit zu absolvieren. Diese Laufeinheit war mehr ein durch-den-Tiefschnee-stiefeln als ein lockeres Laufen, aber irgendwie war es auch voll toll, so durch den Schnee zu laufen (nach ca. 2 Minuten fing es wieder an stärker zu schneien...).

Für meine Intervalleinheit wählte ich dieses Mal eine neue Strecke die relativ eben ist und wo nicht so viele Menschen unterwegs waren. Das hat ganz gut geklappt. Aber das Intervall-Laufen muss ich noch üben - die ersten drei konnte ich mich gut steigern, aber für den vierten war dann die Luft einfach raus. Was mich dabei (oder generell beim Laufen im Schnee / Regen) etwas nervt ist meine Brille - einerseits ist die Sicht bei nasser Brille natürlich etwas schwach und dazu kommt bei steigender Körperwärme auch, dass die Brillengläser schön beschlagen. Mich würde interessieren, ob es sich lohnt, in eine Sportbrille oder Kontaktlinsen zu investieren... Schließlich möchte ich beim Rennsteig auch etwas von der Laufstrecke sehen können! Ach ja - das Intervalltraining hat mit übrigens wieder trotzdem Spaß gemacht.

Noch mehr Spaß hat mir der lange Lauf gestern gemacht - weil wir nämlich Freitagabend Besuch bekamen. Meine Eltern und der beste Freund von meinem Freund aka. Triathlet aka. mein Trainer aka. Mr. B. besuchen und über das Wochenende und so starteten wir gestern bei Kaiserwetter zu dritt in die Laufrunde - mein Papa, Mr. B und ich. Das Wetter war echt top - die Sonne schien am blauen Himmel und in der Nacht hatte es frisch geschneit. Mr. B. hat sich ein kleines Spiel für unsere Laufeinheit ausgedacht: Nach gemeinsamen Einlaufen suchten wir uns eine Runde mit etwa 1km-Länge. Das Spiel bestand darin, dass der Schnellste vorweg läuft und versucht, die anderen auf der gleichen Runde irgendwann einzuholen (quasi zu umrunden). Da mein Papa und ich etwa gleich langsam laufen, liefen wir mit etwas erhöhter Geschwindigkeit und Mr. B. versuchte eben, uns wieder einzuholen. Der lange Lauf wurde letzten Endes zu der längsten Einheit von uns dreien bisher in diesem Jahr. Am Nachmittag begann mein linkes Knie allerdings etwas zu zwicken. Das werde ich jetzt mal beobachten, aber bis Dienstagabend ist ja jetzt erst einmal wieder Regeneration angesagt.

Sonntag, 25. Januar 2015

Rennsteig-Training 1/16

Die erste von 16 Wochen meines Rennsteig-Trainings liegt in meinen Beinen. Doch bevor ich über das Rennsteig-Training schreibe, möchte ich noch kurz über meine letzten Laufwochen berichten. Nach dem Women's Run mit Vegan_and_Happy war ich ziemlich lange auf der Suche nach einem Trainingsplan. Weil wenn ich mir schon Ziele wie den Rennsteig setze, dann sollte das ganze auch System haben, damit ich auch gesund bleibe und Muskeln, Sehnen und Knochen mitkommen auf meine Laufreise. Durch mehrere Leute an verschiedenen Stellen wurde ich immer wieder auf die FlexPläne von lauftipps.ch aufmerksam gemacht und ich schaute mir die Seite genauer an. Dort kann man sich seinen eigenen, individuellen Plan erstellen lassen. Das erschien mir für meine Anfängerverhältnisse sinnvoller, als ein überhöhter Trainingsplan. Und so stieg ich irgendwann in den Plan "Flex 90: von 60 auf 90 min" ein, um für zwei Lauftermine im Dezember fit zu sein.

In den letzten vier Wochen habe ich dann nach dem "FlexRun - fit bleiben"-Plan trainiert, weil mein Ziel vor allem war, meine Grundlagenausdauer zu verbessern. Das wird auch weiterhin voranging mein Ziel sein und dazu möchte ich noch etwas an Tempo zu legen. Wer tiefer in die Theorien über eine Verbesserung der Grundlagenausdauer einsteigen möchte, dem kann ich die Artikel "Wie verbessere ich meine Grundlagenausdauer" sowie "Grundlagenausdauer" empfehlen.
So bin ich in den letzten Wochen wieder drei Mal pro Woche gelaufen und habe es im Dezember auf eine Gesamtdistanz von 80 km geschafft.
Besonders die Läufe über die Weihnachtsfeiertage haben mir dabei sehr viel Spaß gemacht - vor allem, weil ich da mal bei Tageslicht und im schönsten Winterschnee laufen konnte. Auch bin ich da immer mit anderen zusammen gelaufen - meinen Eltern und/oder meinem Freund. Das gemeinsame Laufen - auch mit Miss L. - gefällt mir besonders gut. Ich genieße zwar auch die "einsamen" Läufe, aber zu zweit etwas unternehmen wie Laufen ist einfach besonders.

Ja, und am 19. Januar fiel nun der Startschuss für mein Rennsteig-Training. Eigentlich wollte ich erst 12 Wochen vor dem Rennsteig mit einem speziellen Training (ich hatte an den Flex21-Halbmarathonplan gedacht) beginnen und bis dahin vor allem mit langen, langsamen Läufen weiter meine Grundlagenausdauer verbessern. Da irgendwie aber gerade alle mit Trainingsplänen beginnen und auch Miss L. bereits ihre Rennsteigvorbereitungen begonnen hat, wollte ich auch einsteigen.

Wie ich schon kurz erwähnte, hilft mir ein Freund beim Trainingsaufbau. Er selbst ist Triathlet und ich bin ihm total dankbar, dass er mir mit Trainingsplänen, Motivation und Hintergrundwissen digital beiseite steht.

Wir haben uns jetzt dafür entschieden, dass ich mit drei Laufeinheiten pro Woche weitermache. Dazu kommt eine "Workout"-Einheit in Form von Yoga, Kraft- oder Stabiübungen. Für die Laufeinheiten gibt es drei Arten (in dieser Reihenfolge):
1. Tempotraining (Intervalltraining / Bergtraining / Tempotraining)
2. Lockerer Dauerlauf (GA1/GA2-Bereich) mit Lauf-ABC
3. Langer Dauerlauf (GA1 Bereich)

Drei Wochen lang möchte ich die Zeiten/Distanzen jeweils etwas erhöhen und dann eine Ruhe mit geringeren Distanzen einlegen. Da ich in den letzten Wochen gemerkt habe, dass mein Körper noch lange Regerationszeiten braucht, möchte ich auf jeden Fall nach jeder Laufeinheit einen Tag Regenerationspause machen und eben nicht laufen. Vielleicht probiere ich es im Laufe der nächsten Wochen mal aus und füge vier Laufeinheiten in meinen Plan, aber das entscheide ich erst, wenn ich weiß, dass alles glatt läuft.

So, mein Trainingsprogramm sah diese Woche so aus:
Montag: Intervalltraining (10-15 min EL, IV = 3x500m mit 1.5min Gehpause, 20 min AL)
Mittwoch: Yoga zu Hause
Donnerstag: 40min locker DL + Lauf-ABC
Samstag: 90min langer DL (jeder 4. km schnell)

Mein erstes Intervalltraining! Davor hatte ich ganz schön Respekt… ich habe mir dummerweise (aber aus Fehlern lernt man ja) eine ganz unpraktische Strecke MITTEN durch die Stadt für die Intervallläufe rausgesucht. Fragt mich nicht, warum - ich dachte nicht, dass bei solchen Temperaturen so viele Menschen unterwegs sind. Entsprechend war es fast ein Hindernislauf. Zudem hab ich in meinem ersten 500m-Intervall auch einen schönen Hügel von 15m drin und danach war ich schon total k.o.. Entsprechend schwer waren meine Beine im zweiten und dritten Durchgang jeweils. Im letzten Intervall kam noch dazu, dass ein Fußgänger mich komplett zum bremsen brachte und ich danach überhaupt nicht mehr in die Gänge kam. Ich hab also erwartet, dass mein erstes Intervall das schnellste und das letzte entsprechend im Schnitt das langsamste war - aber weit gefehlt! Es ist genau anders herum (und soll ja auch so sein).


Als Fazit meiner ersten Woche: Es war auf jeden Fall eine witzige Woche - mit Sprints um Passanten herum, Lauf-ABC neben Autos die an roten Ampeln stehen und einem langen Lauf mit ganz schweren Beinen...
Auf geht's in die nächste Woche!

Mittwoch, 21. Januar 2015

293 m Anstieg auf 21,1 km

In genau 109 Tagen ist es soweit. Ich werde - wahrscheinlich mit rasendem Herz und schweißnassen Händen beim GutMuths Rennsteiglauf an den Start gehen. Ziel ist der Halbmarathon mit 293 m Anstieg auf dem ersten Drittel der Etappe. Am 9. Mai ist das Rennen. Wahrscheinlich werden wieder Tausende Läufer an den Start gehen. Vegan_and_Happy und ich mittendrin. Bis dahin habe ich noch 109 Tage Zeit, um laufen zu lernen, um meinen ersten Halbmarathon zu bestreiten. Mein Ziel dabei? Ankommen und genießen.

Aber wie komme ich darauf? Wenn man mir genau vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich im Mai einen Halbmarathon laufen werde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Ich und laufen? Ja, vielleicht mal ab und zu mit meinem Freund: Er leichtfüssig mit ein paar begleitenden Thaiboxübungen gegen die Langeweile und ich hechelnder Weise mit puterrotem Kopf.

Aber dann hat sich einiges verändert. Ich habe einen neuen Job begonnen und mit einem super Team haben wir uns für die 5km-Distanz beim Stadtlauf München Ende Juni angemeldet. Da ich bis dato keine 5km am Stück gelaufen bin, musste ich natürlich etwas trainieren - ich wollte schließlich nicht neben meinen neuen Kollegen total abloosen… Also steigerte ich meine Laufeinheiten von 0 (in Worten: Null) Laufeinheiten im Januar, auf jeweils insgesamt fünf im Februar und März. Im April lief ich schon fast zwei Mal die Woche und im Mai sogar neun Mal insgesamt. So schaffe ich die 5 km durchgängig laufend und in etwas über 35 Minuten. Und hatte Blut geleckt.




Der Halbmarathon ist also das nächste Ziel. Wieso, weshalb, warum ich mich für den Rennsteig als ersten Halbmarathon entschieden habe, habe ich ja bereits geschrieben. Und seit August laufe ich im Schnitt drei Mal die Woche (wenn mich nicht gerade Falschdiagnosen aus der Bahn werfen). Aber das allein reicht für den Halbmarathon wahrscheinlich nicht aus. Ein Plan musste her. Und ein befreundeter Triathlet bot nach meinem Hilferuf seine Unterstützung an. So haben wir jetzt einen Plan geschmiedet, der mich für den Crosslauf im Thüringer Wald fit machen soll und mit dem ich hoffentlich laufend (und lächelnd) ins Ziel komme.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe eigentlich vor, hier über meine Trainingserfahrungen zu berichten und hoffe natürlich, dass ich damit niemanden langweile. Falls doch, gebt mir doch bitte einfach die Rückmeldung und dann verschiebe ich meine Laufberichte allein auf Instagram. Deswegen auch die Umfrage (oben rechts), die ich euch bitte, kurz zu beantworten.

Freitag, 14. November 2014

Mein Ziel 2015: GutsMuths Rennsteiglauf

Nachdem ich den Teufelsberg-Crosslauf ausfallen lassen musste, mache ich mich jetzt motivierter denn je an meine weitere Laufplanung. So entsteht gerade ein Wintertrainingsplan, um meine Grundlagenausdauer zu verbessern. Und dafür brauche ich natürlich auch ein Ziel.
Ehrlich gesagt, ist die Entscheidung für mein nächstes großes Ziel schon vor dem Teufelsberg Crosslauf gefallen, aber durch den Stress der letzten Woche lag selbst das Ziel natürlich auf Eis.

Als ich meinen Eltern von meinen Laufplänen und  ersten -erlebnissen erzählte, kam so ganz nebenbei zur Sprache, dass mein Papa in seiner Studentenzeit bei DEM Volkslauf der 80er Jahre mitgelaufen ist: Dem GutsMuths Rennsteiglauf. Und das in der 45 km-Distanz. Und das drei Mal. Ach ja, und natürlich ohne großes Training vorab.


Bei ihrem letzten Besuch haben sie die alten Berichtshefte mitgebracht und wir haben natürlich erst einmal darin geschmökert und die Ergebnisse angeschaut. Mein Papa ist beim 8. Rennsteiglauf 1980 das erste Mal gestartet und hat da auch seine persönliche Bestzeit, wenn man es so sehen will, geschafft: Er lief die 45 Kilometer in 04:51:24. Puh! Bei meinem aktuellen Schneckentempo kann ich mir das für mich nicht vorstellen (geschweige denn von der Distanz und den Bergen...). Damals nahmen übrigens schon über 7.000 Sportler teil!



1981 und 1984, das Jahr in dem ich geboren wurde, nahm mein Papa jeweils noch einmal am Rennsteiglauf teil. Der Rennsteiglauf scheint mir also irgendwie im Blut zu liegen... Als ich dann auch noch hörte, dass mein Opa, also der Papa meiner Mama, ebenfalls mal an diesem größten Crosslauf Europas durch den Thüringer Wald teilgenommen hatte, da war klar, dass das mein nächstes, großes Ziel werden würde. Denn was kommt nach 5, bzw. 10 km? Genau, der Halbmarathon. Mittlerweile gibt es diese Distanz zum Glück beim Rennsteiglauf und zusammen mit vegan_and_happy habe ich mich doch tatsächlich zum 43. GutsMuths Rennsteiglauf 2015 angemeldet, so dass wir uns unter die 15.000 Läufer mischen werden. Zum Glück gab es bei der Anmeldung gleich eine Flasche Schwarzbier für jeden von uns...



Mittlerweile ist meine Anmeldung eingetroffen. Na dann, Prost und Sport frei!


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...