Sonntag, 7. August 2011

vegan lecker lecker ? mmh....

Um mein geplantes Teilzeit-Veganer-Dasein zu unterstützen wollte ich mir ein veganes Kochbuch bestellen. Ich schwankte lange zwischen "Meine Rezepte für eine bessere Welt" und "vegan lecker lecker!".
Nach einem Blick ins Buch von Alicia Silverstone in der Bücherei bemerkte ich, dass hier der Fokus scheinbar auf der veganen Lebensweise und nicht auf der Präsentation von Rezepten liegt (was ich mit Sicherheit auch irgendwann lesen werde). Also entschied ich mich, auch geleitet von den 31 Kundenbewertungen (4,5 von 5 Sterne), für "vegan lecker lecker".
Mit Spannung erwartete ich das Kochbuch, das zumindest mit dem Cover ein cooles, modernes Design sowie "raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine" versprach. Und auch die bisherigen Kundenmeinungen waren begeistert: "Das beste vegane Kochbuch, das ich kenne", "das beste vegane Kochbuch auf Deutsch" bis zu "wirklich sehr lecker, lecker"
Leider wurde ich irgendwie von diesem Buch enttäuscht - Hauptgerichte wie Kürbissuppe, Chili con Tofu oder Burritos werden als vegane Speisen vorgestellt - die Gerichte kenne ich auch von allein. Ich hatte dann doch mehr Kreativität erwartet. Und auch die Darstellung innen sieht eher nach Hobby-Kochbuch aus...Die Gerichte sind ohne Teller abgebildet und das Ganze sieht eher unappetitlich aus =( Mit "Cuisine" verbinde ich andere Sachen... Dass vegane Küche abwechslungsreich, kreativ und schön anzuschauen ist, beweist Sarah auf ihrem Blog vegan guerilla regelmäßig.

Jetzt bin ich immer noch auf der Suche nach einem veganen Kochbuch - alle Vorschläge sind herzlich willkommen: muc.veg(at)gmail.com

Freitag, 5. August 2011

Tagliatelle mit Zucchini

Nach einiger Zeit (ungeplanter) "Abstinenz", war die Lust auf Pasta mal wieder groß.

Da zur Zeit unter anderem auch Zucchini-Saison ist, wurden diese dünn geschnitten zusammen mit Zwiebeln und Frühlingszwiebeln in etwas Öl angebraten, mit Gemüsebrühe und Soja-Sahne abgelöscht, anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt und schließlich, mit der Gewürz-Blüten-Mischung "Gute Laune" getoppt, zu frischen Tagliatelle serviert.

Buon appetito!

Mittwoch, 3. August 2011

Nachhaltigkeit im Web2.0

Mittlerweile gibt es zahlreiche Blogs, Websites etc. zum Thema Nachhaltigkeit, Ökologie, Aktionismus etc. - Hier kommt jetzt also mal eine kleine Sammlung zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie im Web:

Die "jüngste" Website ist Bioheld. Auf der Seite sollen Aktionen & Events kommuniziert werden wie beispielsweise das Projekt pfandgeben.de. Weitere Rubriken von bioheld.de sind Design, Digitales, Essen & Trinken, Kosmetik, Mode und Umwelt. Ein Besuch der Site lohnt sich eigentlich immer, da die interessanten Meldungen meist auch noch witzig verpackt sind.


Eine "ältere" Website ist utopia, die sich mittlerweile zu einer anschaulichen Community gemausert hat. Gemeinsam wollen sie einen "globalen Turnaround" erwirken und kommunizieren dafür kräftig News und Infos rund um das Thema Nachhaltigkeit - für Einkauf, Studium, Reisen... Ein weiterer Aspekt dieser Website ist die Zusammenarbeit mit Firmen, die sich zur Nachhaltigkeit bereiterklärt haben und am Changemaker teilnehmen - beispielsweise Krombacher, tegut oder memo. Dabei arbeiten die Unternehmen zusammen mit utopia Unternehmensziele aus, die bindend sind. Beide Daumen hoch für so viel Aktionismus!

Wie man Unternehmen auch ohne direkte Zusammenarbeit beeinflussen kann zeigen die Macher von carrotmob (Die Website ist momentan unter Bearbeitung): Mit organisiertem Einkauf können die Einkäufer etwas bewirken, wie dieser Trickfilm schön veranschaulicht.

Betterplace.org ist eine gemeinnützige Plattform für soziale Projekte, die es ermöglichen möchte, dass weltweit jeder Menschen mit einem Hilfsprojekt unterstützt werden kann. Das Ziel dieser Plattform ist es, die Menschen miteinander zu verbinden die entweder Unterstützung brauchen oder jene, die besondere Projekte unterstützen und dabei sicher sein möchten, dass alles tatsächlich dort ankommt, wo es notwendig ist.

Ein ähnliches Ziel hat der save the children-Wunschzettel - Hier geht die Hilfe direkt an diejenigen, die unsere Zukunft gestalten werden: Kinder. Man kann auf der Website u.a. Geschenke für seine Lieben online bestellen und damit gleichzeitig etwas Gutes tun - beispielsweise verschenkt man "etwas zu essen für eine Woche", "25 Hühner" oder "Saatgut".

Dienstag, 2. August 2011

Pink Dream - oder Eiscreme, die Zweite

Nach dem erfolgreichen ersten Versuch mit der Eismaschine konnte ich es kaum erwarten, die nächste Eiscreme herzustellen: Vanilleeis mit Himbeer-Chili

Dafür mischte ich Eiszauber für Milch, Milch, das Mark einer Vanilleschote und Vanillezucker sowie gemahlene Chili zusammen und ließ es im Kühlschrank ein paar Stunden abkühlen. Dieses Mal hatte ich ja bereits dazu gelernt, also nutzte ich zum Mixen eine Form mit Ausguss, so dass ich die Masse dann durch den Schlitz der bereits laufenden Eismaschine ganz einfach füllen konnte. Irgendwie ist die Eismasse bei diesem Versuch aber nicht richtig "hoch" gegangen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich sie ja nicht, wie beim letzten Mal, noch mit Keksteig und Schokostückchen auffüllte... Auf jeden Fall sind es dieses Mal nicht 900 oder gar 1.000ml Eis geworden... eher nur 500ml schätze ich.
Nach dem Umfüllen in eine gefrierfähige Dose rührte ich vorsichtig Himbeersoße (mit ebenfalls ein bisschen Chili pürierte Himbeeren) unter die Eismasse und ließ das ganze dann über Nacht im Gefrierschrank.

Am Tag danach (bzw seitdem) hat das Eis die typische Eiskonsistenz. Man braucht etwas Kraft, um eine Kugel daraus zu formen, aber das Eis ZERGEHT regelrecht auf der Zunge, hat keine Eiskristalle oder so. Geschmacklich hat mich das Eis dann beim Kosten selbst überrascht - es schmeckt intensiv nach frischen, reifen Himbeeren und der Süße der Vanille. Erst im Abgang offenbart sich die Chili-Note. Aber es ist kein Scharf-Erlebnis wie bei Thai-Essen oder so, sondern man spürt nur eine gewisse Kälte oder Schärfe im Gaumen - ein absolut komisches Erlebnis!

Montag, 1. August 2011

Japanischer Purismus

So minimalistisch wie die Kaede-Website daher kommt, so ist auch das Interieur und auch das Essen auf das Wesentliche reduziert: Keine Geschmacksverstärker, ausschließlich natürliche Zutaten aus umweltbewusstem Anbau, alles Bio und vegetarisch bzw. vegan. Der japanische Purismus wird hier gelebt. Das spürt man schon beim Eintreten. Kaum der sonst so üblich überladene asiatische Kitsch (nur auf dem Weg zur Toilette entdeckt man ganz hinten im Restaurant ein paar Mini-Ausgaben der typischen Winke-Katze), einfache Holzstühle und -Tische, teilweise getrennt mit Raumteilern aus Holzstäben, die neben dem Chef einzig dem veganen Restaurant eine japanische Note verleihen.

Da wir zur späten Mittagszeit das Kaede in Untergiesing (Nähe Kolumbusplatz) besuchten, gab es zum Hauptgericht Vollkornreis und noch eine Miso-Suppe vorweg (7,80€). Wir wählten Wok-Gemüse mit Tofu - einmal süß-sauer und einmal "normal" für mich. Wir waren zunächst die einzigen Gäste, umhüllt von einer Stille, die nur vom Surren des Kühlschranks (oder der Lüftung?) etwas gestört wurde. Entgegen der gängigen Vorstellung, dass naturbelassenes Essen ohne Geschmacksverstärker entsprechend geschmacklos ist, war die servierte Miso-Suppe mit Miso-Paste, Frühlingszwiebeln, Tofu und Wakame heiß, aromatisch und so wie man sie aus jedem guten japanischen Restaurant kennt.

Wir waren noch nicht ganz fertig mit diesem japanischen Nationalgericht, da wurden bereits die Hauptgerichte serviert. Für mich war die äußerst sämige Soße eine Überraschung, da ich pures, angebratenes Wok-Gemüse erwartet hatte, aber ich kenne mich halt doch nicht so gut in der japanischen Küche aus. Das Gemüse schien quasi frisch aus dem Garten: Möhren, Zucchini, Brokoli, Kohlrabi und Paprika waren knackig frisch und gaben alle ihren eigenen Geschmack dazu. Die genannte Soße und der Tofu hatten irgendwie keinen Geschmack für mich. Dafür war der Vollkornreis würzig und hatte genau die richtige Konsistenz.

Nach meinem zweiten Besuch in einem japanischen Restaurant (ohne Sushi zu bestellen) muss ich feststellen, dass die japanische Küche - Sushi ausgenommen - keinen so großen Reiz auf mich ausübt... Das Essen im Kaede war auf jeden Fall gut und lecker, aber ich glaube meine persönlichen Geschmackhighlights erlebe ich in anderer Länder Küchen...

Zum Schluss erfuhren wir übrigens noch, dass Kaede nicht "käde" sondern "ka-ede" ausgesprochen wird und dies der japanische Begriff für Ahorn ist. Wieder was gelernt...
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