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Mittwoch, 11. März 2015

5 Tage Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel

Nun ist es soweit - Elisa von Vegan and Happy hat die fünf Tage Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel echt durchgezogen und es geschafft! Wie es ihr dabei erging, welche Säfte ihr geschmeckt haben und ob Sie Hungergefühl oder Kopfschmerzen hatte, berichtet sie in ihrem Beitrag hier - vielen Dank für deine Erfahrungen, liebe Elisa! 

Ein herzliches und happy Servus von der jungen, quirligen und mitreißenden Elisa ;-) Auch für mich ist nun das Saftfasten vorbei, wobei Regina bereits erwähnt hatte, dass wir eine sehr abgeschwächte Form davon gemacht haben. Bei mir gab es morgens immer ein Glas Sauerkrautsaft, vormittags auf Arbeit meinen obligatorischen Green Smoothie für unsere Challenge, mittags dann eine große Schüssel Salat und danach gab es nur noch Saft.


Für alle Interessierten hier mal kurz der „normale“ Ablauf vom Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel:

  • 1. Fastentag: gründliche Darmreinigung durch entweder 1 Glas Sauerkrautsaft oder bspw. Glaubersalz (bei etwas schlechterer Verdauung); alle zwei Tage wiederholen 
  • Täglich bis zu 1 Liter Gemüsesaft (verdünnt und/oder auch gern erwärmt) + mindestens 1,5 l Wasser oder Kräuter- und Fürchtetee 
  • Fastenbrechen: 1-2 Aufbautage nach dem eigentlichen Fasten, d.h. mit leichter Kost anfangen 


Der erste Tag lief erstaunlicherweise sehr gut. Ich hatte zwar in der Mittagspause ein Meeting, aber während die Kollegen ihre Bäuche schön mit Pasta vollschlugen, pickte ich genüsslich in meinen Salat rum. Man könnte jetzt denken, dass ich wahrscheinlich voller Futterneid war, aber Fehlanzeige. Es wurde zwar eine vegetarische Variante angeboten, die eventuell vegan hätte sein können, aber es waren sowieso Weizennudeln, und mit Beginn der Fastenzeiten verzichte ich auch auf Weizenprodukte (bisher sehr erfolgreich). Das Nachmittagstief wollte dann eigentlich wie gewohnt mit etwas zum Knabbern überwundern werden, stattdessen gab es aber einen halben Liter Fitness-Cocktail. Auf „Krass, schmeckt der gesund“ meinerseits folgte schallendes Gelächter von meinen Kollegen. Naja da muss ich jetzt wohl durch.
Der Fitness-Cocktail besteht aus Tomaten-, Rote-Beete-, Möhren-, Sellerie-, Brennnessel-, Löwenzahn-, Artischockensaft und Apfelessig. Getrennt sind es bestimmt super Säfte; vereint wollte mir diese Gemüsekomposition haben einfach nicht schmecken. Der Übeltäter, der den Saft bei mir durchfielen ließ, war bei dieser Zutatenliste natürlich schnell gefunden: der Tomatensaft. Ich bin leider kein Freund von Tomaten. Ich versuche es zwar immer wieder aufs Neue, aber rohe Tomaten bekomme ich einfach (noch) nicht runter.
Bis zum Feierabend hielt ich mich dann mit Tee und Wasser auf Trapp. Daheim angekommen, ruhte ich mich kurz aus und nebenbei lief „Das perfekte Dinner“. Logischerweise kam das bei mir weniger gut an, also hieß es TV aus, und erst einmal Instagram checken. Noch blödere Idee. So genehmigte ich mir dann das letzte Glas Saft für den Tag. In einem Atemzug schüttete ich es runter. So schmeckt es gar nicht mal so schlecht :-) Es war Dienstag und ich hatte mir am Wochenende gesagt, dass es mal höchste Zeit wird mich an meinen Trainingsplan zu halten und so ging es für mich raus auf die Laufstrecke. Geplant war eigentlich eine kurze, lockere, ruhige Runde, aber es wurden dann doch 10 km und das noch nicht einmal so langsam. Während des Laufens fühlte ich mich zu keiner Zeit schlapp und die Gedanken an Essen bzw. an das Nicht-Essen konnte ich auch wunderbar ignorieren. Nach einer Dusche und etwas Wellness verabschiedete ich mich relativ schnell ins Land der Träume.

So wie der erste Tag endete, startete ich auch in den zweiten Tag: Ohne jegliches Hungergefühl bereitete ich meinen Salat und Smoothie vor während ich Kokosöl in meinem Mund umherschuppste (noch eine Fastenzeitchallenge: das tägliche Ölziehen). Nach der Dusche gab es dann wieder ein Glas Sauerkrautsaft. Um ehrlich zu sein, hatte ich vor Beginn des Saftfastens den meisten Respekt vor dem Sauerkrautsaft. Ich esse zwar Sauerkraut, aber ein wirklich großer Fan davon bin ich nun auch nicht. Desto mehr war ich überrascht, wie gut er mir eigentlich schmeckt und auch der Geruch konnte mich nicht abschrecken.
Trotz den vielen Verführungen auf Arbeit, hielten mich mein Smoothie und der Salat sehr gut bei Laune und Kräften. Abends daheim trank ich dann meinen Rest Möhrenmost – sehr lecker. Im Gegensatz zu den gemischten Säften hat der Möhrensaft echt bei mir gepunktet. Vor paar Jahren hatte ich schon mal versucht Möhrensaft zu trinken, da ich ihn laut Aussage meiner Mutti als Kleinkind echt gern getrunken habe, aber ich hab ihn einfach nicht runterbekommen. Doch es heißt ja, dass sich auch die Geschmackszellen verändern und so war ich sehr gespannt – Möhrensaft kommt jetzt wieder öfters ins Haus :-) Leider suchten mich am Abend dann noch starke, pochende Kopfschmerzen in der rechten Kopfhälfte heim, die ich allerdings nicht auf das Fasten schob, und so ging ich rasch ins Bett.

Der dritte Tag fing durchaus positiv an: Kopfschmerzen waren weg und in die Tasche wanderte für die Arbeit ein großer Green Smoothie, Pomelo und Weintrauben für die Mittagspause und der Gemüsemost. Die erste Hälfte vom Smoothie, die Pomelo und Weintrauben hatte ich tatsächlich schon vor dem Mittagessen verputzt. Leider bekam mir daran irgendwas nicht so gut – auf einmal zog sich mein ganzer Magen zusammen. Doof. Vielleicht hilft ja ein bisschen Bewegung und frische Luft. So ging ich dann in die Mittagspause zum Denn’s um mir eine neue Flasche Sauerkrautsaft zu kaufen und spazierte noch ein bisschen durch die Münchner Innenstadt. Da meine Magenkrämpfe aber nicht besser wurden, beschloss ich wieder ins Büro zu gehen. Ab jetzt sah mich die Toilette, wenn auch eher erfolglos, nicht mehr im 30-Minuten-Takt sondern alle 10 Minuten. Anscheinend wollte so langsam die Wirkung vom Sauerkrautsaft einsetzen. Dies hat sich dann leider noch bis zum Abend hingezogen, aber nach einer erfolgreichen Sitzung ging es mir dann endlich wieder besser :-) Nichtsdestotrotz habe ich den geplanten Gemüsemost gegen Kamillentee eingetauscht. Eigentlich hatten wir das Fasten nur für drei Tage geplant, aber da Regina sich richtig entschieden und vorzeitig das Handtuch geworfen hat, haben wir gesagt, dass ich versuche noch bis Samstag zu fasten, schon alleine deswegen, damit wir die Säfte auch aufbrauchen :-)

Nachdem ich am Donnerstag keinen Saft getrunken hatte, bekam am 4. Tag endlich der Gemüsemost seine Chance. Er besteht aus Rote-Beete-, Möhren-, Sellerie-, Kartoffel-, sowie Rettichsaft und Acerolakirschmark. Wie schon erwartet, konnte auch er mich nicht wirklich überzeugen, aber er schmeckt mir um ein Vielfaches besser als der Fitness-Cocktail – enthält halt keinen Tomatensaft ;-) Zusammen mit meinem Green Smoothie und meinem Salat brachte er mich erfolgreich durch den Freitag, auch wenn ich mir am Abend schon ausmalte, was ich am Sonntag alles essen würde :-)
Den Samstag startete ich dann wieder mit einem Glas Sauerkrautsaft bevor ich mich dann mit Regina in der Stadt traf. Wir legten einen kurzen Stopp im Tushita Teehaus ein. Während sie genüsslich einen Matcha-Latte trank, bestellte ich mir einen Detox-Tee. FRECHHEIT!!! Aber der Gedanke an meinen selbstgemachten Matcha-Latte, der ungelogen tausendmal besser schmeckt, konnte mich innerlich besänftigen :-) Die Zeit verging am Samstag wie im Fluge und so reichte mir mein Green Smoothie am Nachmittag und abends trank ich zum Abschluss des Fastens den Rote-Beete-Saft, selbstverständlich aus einem Weinglas ;-) Glücklich und zufrieden über meinen Erfolg bin ich dann auch erst einmal auf der Couch eingeschlafen J


Mein Fazit: 
Ich befasse mich schon seit längerem mit dem Fasten (Heil- und Saftfasten) und war auch immer am Überlegen, ob ich es nicht auch endlich mal ausprobieren soll. So kam mir es natürlich sehr gelegen als Regina mich fragte, ob wir es nicht gemeinsam machen wollten. Auch wenn wir es nicht „ordnungsgemäß“ durchgeführt haben, so habe ich doch einen Einblick bekommen, auf was ich mich einlassen würde. Klar hatte ich die ersten zwei Tage ein sehr großes Verlangen nach Essen, doch gerade der Freitag und Samstag waren rückblickend gesehen ein echter Klacks :-) Für mich steht aber jetzt schon fest, dass ich mir beim nächsten Mal definitiv Urlaub nehmen und eventuell, wie meine Arbeitskollegin auch, extra dafür in ein Hotel mit Wellnessangebot fahren werde :-)

Ich denke, dass, wie bei alle Dingen, die wir uns im Leben vornehmen, beim Fasten v.a. die Motivation und die Einstellung für das Durchhalten am wichtigsten sind. Wäre ich, die als Kind schon immer unter Verstopfungen litt, nicht davon überzeugt, dass es gut ist seinen Darm mal zu reinigen und eine Auszeit zu gönnen, so hätte ich ganz bestimmt noch nicht einmal einen Tag geschafft, denn dafür esse ich auch einfach zu gerne :-) Ich habe gemerkt, wie gut es mir doch eigentlich tut mal einen fast leeren Magen und Darm zu haben und kann es eigentlich nur weiterempfehlen, natürlich sollten einige Menschen vorher einen Arzt konsultieren, am besten allerdings einen Arzt, der das Fasten nicht kategorisch ablehnt :-)

Anmerkung: 
Der Fastenkasten von Voelkel wurde uns von der Agentur sieben&siebzig freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Was wir darüber schreiben und wie lange wir fasten, ist davon nicht abhängig gewesen. Danke!

Mittwoch, 4. März 2015

1,3 Tage Saftfasten oder: Warum gerade alles ganz doll blöd ist

Hui, das Saftfasten ging schneller vorbei als gedacht. Ich war eigentlich hoch motiviert, die drei Saftfasten-Tage zu überstehen. Dachte ich zumindest. Vielleicht war die Motivation doch nicht so hoch. Oder ich unterschätzte meine aktuelle Auslastung was Job, Freund und meine "Psyche" betrifft – vor allem letzteres ist, ganz ehrlich gesagt, ziemlich unter Stress derzeit, weil ich gefühlt bei 100zwanzigmillionen Ärzten war in den letzten Monaten.
Aber zuerst zum Saftfasten – die liebe Elisa von Vegan and Happy und ich wollten uns ja den Fastenkasten von Voelkel teilen und drei Tage "lockeres" Saftfasten durchführen (Locker, weil wir unseren täglichen grünen Smoothie aus der #letsbesmooth2015-Challenge nicht vernachlässigen und genug Energie für unser Laufpensum mit Salat tanken wollten). Aber bereits gestern, nach meiner eigentlich lockeren Laufeinheit, die sich dank Hungergefühl überhaupt nicht locker anfühlte zweifelte ich, ob ich es viel länger schaffen werde.

Meine ersten (und letzten) anderthalb Saftfasten-Tage
Morgens gab es ein Glas Sauerkrautsaft – am besten man riecht nicht an ihm, aber schmecken tut er eigentlich ganz gut (ich muss dazu sagen, dass ich Sauerkraut ganz gern esse).
Für den Vormittag hatte ich mir einen grünen Smoothie gemacht (der leider eher a-a-braun aussah durch die TK-Beeren – deswegen nur ein Bild der ursprünglichen Zutaten), aber der hielt irgendwie auch nicht lange vor. So trank ich über den Tag verteilt eine Flasche Voelkel Gemüsekomposition – welche mir echt gut geschmeckt hat! Die werde ich sicherlich auch wieder kaufen, weil ich immer Gemüsesaft im Büro habe (falls der kleine Hunger kommt). Trotzdem nahm ich total dankbar ein Stück Apfel in der Mittagspause von einer Kollegin an.
Am Abend lief ich dann heim – wie gesagt tat mein Bauch richtig weh vor Hunger. Zuhause angekommen gab es dann erst einmal einen Salat – wie neidisch habe ich da auch noch auf das Brötchen von meinem Freund geschielt! Und mit welcher Begierde ich an den Humus im Kühlschrank gedacht habe! Mit einer Tasse Gute Nacht-Tee im Bauch ging es dann ins Bett.


Tja, und heute morgen bin ich mit Hunger aufgewacht. Ganz ganz blödes Gefühl. Ich hatte nicht einmal Appetit auf einen Grünen Smoothie. Und da fragte ich mich: Warum eigentlich? Ich faste ja nicht einmal "richtig" – also nur mit Saft, meine ich. Es ist also egal, ob ich jetzt normal weiter esse und den Saft einfach nur so nebenbei trinke. Aber dann dachte ich mir: Du schaffst das! Ich stand also auf, mixte mir einen richtig leckeren (!) grünen Smoothie, machte mir eine große Schüssel Salat für die Arbeit und dann saß ich da. Und war irgendwie deprimiert. Ich hatte Hunger. War schlecht gelaunt. Und das kann ich meinen lieben Kolleginnen im Büro doch wirklich nicht antun, oder?!

So kurz vor halb zwölf war es dann soweit – ich MUSSTE etwas kauen. Also schnappte ich mir die Tüte Pistazien und gab auf. Und gleich danach machte ich mir einen Cappuccino mit Sojamilch. Und wisst ihr was? Danach fühlte ich mich unendlich erleichtert!
Deswegen bin ich eigentlich ganz froh, dass ich das Saftfasten probiert habe – ich bin zwar beim Saftfasten gescheitert, aber ich habe mir "erlaubt" zu Scheitern. Und ich für mich habe das akzeptiert. Das ging vor ein paar Jahren noch gar nicht – ich und scheitern? Ich schaffe etwas nicht, was ich mir vorgenommen habe? Niemals! Aber jetzt geht es mir gut. Ich habe nämlich etwas über mich gelernt. Und ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und der Kopf hat nachgegeben. Und das tut erstaunlich gut. Elisa zieht die Saftfasten-Tage weiter durch. Und ich konnte erfreulicher weise Elisa überreden, dass sie über ihre Saftfastentage einen Gastbeitrag für meinen Blog schreibt! Also werdet ihr auch davon lesen können!

Überlastung? Falsche Laufschuhe? Läuferknie? Alles ganz doll blöd.
So, und nun, warum ich alles gerade eigentlich total blöd finde und warum ich glaube, dass ich mental einfach gerade keine Fastentage durchhalten kann: Mich nervt mein Körper. Speziell alles, was irgendwie weh tut. Namentlich genannt: mein Herz – weil es mit zu viel Druck pumpt. Mein linkes Knie, obwohl es zu seiner Verteidigung her jetzt nur noch ab und zu weh tut. Mein rechtes Knie, das jetzt in der Kniekehle weh tut, seitdem der Schmerz im linken Knie nachgelassen hat. Und mein Nacken (weil ich jetzt seit letztem Donnerstag mein rechts Ohr nicht mehr zur Schulter beugen kann ohne Schmerzen).
Seit der Fehldiagnose im EKG beim Leistungstest war ich seit Januar gefühlt bei einer Trillion Ärzten – von einem werde ich zum nächsten geschickt, weil ein 24h-Test Bluthochdruck bei mir anzeigte und so ein Bluthochdruck in meinem Alter (und ich als angehende Leistungssportlerin *husthust*, noch dazu Nicht-Raucherin mit gesunder Ernährung und mäßigem Alkoholkonsum) scheinbar etwas total seltenes ist (bitte überzeugt mich eines Gegenteils!). So ging es beispielsweise zum Gefäßchirurgen, der mich ins MRT schickte – beide Resultate positiv, also in dem Sinne, dass meine Gefäße alle ganz toll und intakt sind. Es nervt. Wirklich. Und bisher kam also noch nichts raus, was meinen Bluthochdruck verursachen konnte. Und das frustriert mich. Alle tippen auf "Vererbung". Tja, und nächste Woche nun muss wieder zum Internisten und werde wohl auf Tabletten eingestellt. Das nervt. Nicht nur, weil ich ständig auf Arbeit fehle und mich entschuldigen muss, sondern weil diese Odyssee kein Ende zu haben scheint und keine Ursache gefunden wird.


Und dann fingen ja auch die nervigen Schmerzen im linken Knie auf einmal an. Nicht beim Laufen sondern immer danach. Und das, obwohl ich extra darauf geachtet habe, das Lauftraining vernünftig zu führen – mit empfohlenen Schuhen von der Laufbandanalyse und so. Also fing ich an, Kräftigungsübungen für die Beine zu machen (Squats & Co) und alle paar Tage die Beine mit der Blackroll zu bearbeiten – vor allem Wade, hintere und seitliche Oberschenkel. So ließen die Schmerzen im linken Knie nach und schwups am nächsten Tag schmerzte auf einmal mein rechtes Knie in der Kniekehle. Und das tut es immer noch – zwar zum Glück nicht beim Laufen, aber dafür dann in der Nacht anschließend und tagsüber, wenn ich beim Sitzen das Bein Strecke. Das nervt alles. Vor allem weil ich das Gefühl habe, dass ich nur noch Beschwerden habe seitdem ich mit dem Laufen begonnen habe. Ich fühle mich wie eine Oma :-( Aber ich hoffe, dass mich die junge, quirlige und mitreißende Elisa morgen bei unserem Intervalltraining motivieren und mitziehen kann (die Arme).

Es tut mir wirklich leid, dass ich mich hier so auskotze, aber Vegan and Happy kann ich ja nicht ständig die Ohren voll jammern (was ich ohnehin tue)… Ich hoffe aber, dass das nur eine Phase ist und ich bald wieder ganz ungestresst sein und ohne Schmerzen laufen kann.

Zu Guter Letzt vielen Dank an sieben & siebzig, dass ich den Fastenkasten probieren durfte! Die beiden Säfte, die ich bisher probiert habe (Sauerkrautsaft und Gemüse-Komposition) habe mir recht gut geschmeckt. Die weiteren Säfte werde ich noch probieren und berichten!). Zu einem anderen Zeitpunkt hätte ich vielleicht durchhalten können, aber Elisa wird dies ja hoffentlich schaffen und dann darüber hier berichten! 

Dienstag, 3. März 2015

Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel

Kaum habe ich von der Biofach und darin von dem Fastenkasten von Voelkel berichtet, schrieb mich deren Agentur sieben & siebzig an, ob ich den Fastenkasten nicht einmal testen möchte. Das wollte ich. Und so sitze ich hier mit einem Glas Sauerkrautsaft vor mir. Drei Tage Saftfasten liegen vor mir. Zum Glück mache ich das nicht allein wie Kalinka, denn ich habe moralische Verstärkung von Elisa. Wir haben die Säfte aufgeteilt und werden also nun beide drei Tage Saftfasten. Elisa wird übrigens auch auf ihrem neuen Blog veganandhappy.com über ihr Saftfasten berichten, denke ich - also schaut doch mal vorbei!

Was passiert die nächsten Tage? 
Heute ist Tag 1 - in den nächsten drei Tagen möchte ich täglich 1 Liter Saft aus dem Fastenkasten trinken. Eigentlich sollte das alles sein, aber da ich keinen Urlaub habe und auch weiterhin meinen Trainingsplan befolgen und natürlich auch bei unserer #letsbesmooth2015-challenge weiter machen möchte, werde ich zusätzlich einen (ganz großen) grünen Smoothie trinken und zur Not zum Salat greifen - schließlich möchte ich weiter laufen, wie gesagt.
Nebenbei werde ich auch auf Koffein verzichten - also kein Kaffee oder grüner Tee für mich die nächsten drei Tage. Davor habe ich fast am meisten Angst... ;-) 

Der Voelkel Fastenkasten - was ist das? 
Der Fastenkasten enthält sechs verschiedene Gemüsesäfte, die nach einer Empfehlung von Rüdiger Dahlke (Peacefood) von Voelkel zusammengestellt wurden. Darin enthalten sind je eine 0,7l Flasche milchsauer vergorenen Rote-Bete-Saft, Möhrensaft und Gemüsesaft, sowie je eine Flasche Sauerkrautsaft, Gemüsekomposition und Fitnesscocktail. Teil des Kastens ist auch eine kurze Anleitung für die Fastentage.


Das Besondere an diesen Säften ist, wie ich finde, dass sie die heimischen "Superfoods" präsentieren - statt Superfoods aus exotischen Ländern einzufliegen, bilden Vitamin-B-reiche Möhren, eisenhaltige Rote Bete Knollen oder die Vitamin-C-Bombe Sauerkraut Grundlage der Säfte. Und natürlich sind alle Säfte vegan :-)
Ein weiterer wichtiger Pluspunkt: Mehrwegflaschen aus Glas anstatt Plastikflaschen.

P.S.: Der Sauerkraut-Saft war ganz okay - man darf ihn nur nicht riechen ;-) 

Donnerstag, 26. Februar 2015

Vegane Smoothie Rezepte

Damit vielleicht noch einige andere zu Grünen Smoothies angeregt werden, möchte ich euch auch meine Lieblingslinks zu diesem Thema nicht vorenthalten:

  • Björn schreibt auf seinem Blog Grüne Smoothies über leckere vegane Gerichte und natürlich kann man hier auch tolle Smoothie-Rezepte finden
  • Auch auf Grüne Smoothies.de findet man ganz viele Rezepte
  • Jan und Jadah's Website Simple Green Smoothies ist auf Englisch, enthält aber sehr viele kreative Smoothierezepte. Hier kann man sich auch für eine 30tägige Challenge anmelden

So, genug aber von anderen Blogs und Websites - hier folgen meine weiteren grünen Smoothies aus der ersten Fastenwoche:


Cremiger Smoothie
- 3-4 Blatt frische Minze
- 1 geh. TL Kakao (stark entölt)
- 1 ML veganes Proteinpulver
- 1 Birne
- 1 Banane
- 1 handvoll Spinat
- 1 Glas Wasser

Dieser Smoothie ist durch das Proteinpulver (ich nutze derzeit übrigens Sunwarrior Vegan Blend Chocolate), den Kakao und die Birne eher cremig-schokoladig als gesund-grün, aber manchmal braucht man so etwas auch. Mit dem Proteinpulver bin ich übrigens nicht wirklich zufrieden - es schmeckt künstlich süß, aber mit Kakaopulver ist es ganz okay. 


Fruchtiger Kokos-Smoothie
- 3-4 Blatt frische Minze
- 1 Kaki
- 1 Banane
- 1 handvoll Babyspinat
- 1/2 TL Kokosöl
- 300ml Kokoswasser

Kokosöl entsteht bei der Pressung von Kokosfleisch und wird bei Zimmertemperatur flüssig. Kokosöl ist aufgrund seiner Bestandteile auch gut gegen Viren und Bakterien - also genau das Richtige jetzt in der Grippezeit! Kokoswasser hingegen hat einen sehr hohen Kaliumgehalt und eignet sich dadurch sehr gut nach sportlichen Aktivitäten beispielsweise. 


Karotte-Ingwer-Smoothie
- 3 Karotten
- 1 Apfel
- Saft von 1 Zitrone
- 1 TL Chiasamen
- 1-2 cm Ingwer
- 1 TL Hagebutten-Pulver 
- 1 Glas Wasser

Ich glaube zu dieser Zusammenstellung muss ich nicht viel sagen - jeder weiß, wie viele gesunde Stoffe in den Wurzeln Karotten und Ingwer stecken. Auch die Hagebutte wird schon seit Jahrhunderten für die Heilung verwendet, denn der Vitamin C-Gehalt in Hagebutten wird nur noch durch Sanddorn getoppt. 


Simple Green Smoothie
- 3-4 Blatt frische Minze
- 1 ML veganes Proteinpulver
- 1 Kaki
- 1/2 Mango
- 1 Banane
- 1 handvoll Babyspinat
- 300ml Kokoswasser

Pfefferminze ist auch besonders wichtig für unsere Gesundheit - wird sie doch oft gegen Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Erkältungen verwendet. Ich finde, dass frische Minzblätter einem Smoothie immer eine gewisse Frische geben. 

Dienstag, 24. Februar 2015

7 Tage grüne Smoothies

Sieben Tage der Fastenzeit sind bereits geschafft! Wer ist alles noch mit dabei udn wie ergeht es euch? Wie ich ja bereits geschrieben habe, möchte ich in der Fastenzeit bis Ostern jeden Tag einen grünen Smoothie trinken (check) und jeden Tag etwas Sport machen (check). Beides habe ich jetzt in der ersten Woche geschafft und nun möchte ich auch meine  ersten drei Smoothie-Rezepte der Woche mit euch teilen!

Wer noch einsteigen will, ist natürlich jederzeit willkommen! Wenn ihr instagram nutzt, könnt ihr gern eure Smoothies mit #letsbesmooth2015 markieren, @vegan_and_happy und mich (@mucveg) verlinken und schon landet ihr im Lostopf.

Ja, und wie geht es jetzt bei mir weiter? Nach den sieben Tagen mit Smoothies, werde ich den Fastenkasten von Voelkel, gemeinsam mit Vegan_and_Happy testen. Aber wir werden beide nicht 100% Saftfasten machen, da wir ja beide weiterhin Vollzeit arbeiten und auch im Trainingsplan für den Rennsteig bleiben wollen. Deswegen ist die Idee, morgens mit einem grünen Smoothie weiterhin zu starten und über den Tag dann Saftfasten zu machen und uns aber auch mit Salat zu stärken. Mein Ziel dabei ist es, einfach einen größeren Rohkostanteil in drei Tagen zu mir zu nehmen. Ich bin gespannt wie sich das anfühlt und wie mir die Gemüessäfte von Voelkel schmecken werden!


Der Fastenkasten ist übrigens für fünf Tage angelegt - Vegan_and_Happy und ich haben uns noch Gemüsesaft dazu gekauft und die Säfte aus dem Kasten aufgeteilt. In den nächsten Tagen stehen uns also drei Smoothie-Saft-Fasten-Tage bevor. Na dann mal Prost!


Beginner-Smoothie
-1 TL Chiasamen
- 1 TL Kakao (stark entölt)
- 1 ML veganes Proteinpulver
- 1/2 Mango
- 1 handvoll Babyspinat
- 300ml Kokoswasser

Durch den schokoladigen Anteil, die Süße der Mango und des Kokoswassers eignet sich dieser Smoothie besonders für Einsteiger. Chia sind energiespendene Samenkörner, vollgestopft mit wertvollen Närhstoffen: Beispielsweise enthalten Chiasamen zehnmal mehr Omega-3 als Lachs.


Rote-Bete-Smoothie aka. Vitamin-Boost
- 1 TL Chiasamen 
- Saft einer Zitrone
- 1-2cm frischer Ingwer
- 2 große Knollen vorgegarte Rote Bete
- 1 große handvoll Babyspinat
- 1 Glas Wasser

Rote Bete hat einen sehr hohen Vitamin-B, Kalium und Eisengehalt und ist deswegen vor allem im Winter sehr zu empfehlen. Zudem soll der tägliche Verzeht von Rote Bete den Blutdruck senken. Wer keine frische rote Beete parat hat, kann auch Rote Beete Pulver von Lebepur zum Mixen verwenden.


Wachmacher-Smoothie
- 1 TL Chiasamen
- 1 TL Grüner Tee (z.B. von Lebepur)
- 1 cm Ingwer
- 1 Kiwi
- 1/2 Mango
- Saft von 1/2 Zitrone
- 1 Banane
- 1 große handvoll Spinat
- 1 Glas Wasser

Dank des Matcha-Hypes weiß mittlerweile jeder, dass grüner Tee gesund ist - man kann ihn in Smoothies als Flüssigkeitsbasis verwenden; also erst grünen Tee aufkochen, abkühlen lassen und im Smoothie mit verarbeiten. Wem das zu lange dauert, kann auch grünen Tee als Pulver in den Smoothie geben (bitte dabei auf die Bio-Qualität achten!).

Freitag, 20. Februar 2015

Vegan Wednesday #129 - Start der Fastenzeit

Mittwoch war ja nicht nur unser Vegan Wednesday #129 sondern auch der Start der diesjährigen Fastenzeit. Wie macht ihr das? Fastet ihr? Wenn ja, was und wie lange?
Es gibt dieses Jahr tolle Projekte - kein Zucker, kein Koffein ...
Ich begann am Mittwoch mit meiner kleinen #letsbesmooth2015 Challenge, die ich zusammen mit vegan_and_happy durchführe: Jeden Tag einen grünen Smoothie trinken und jeden Tag Sport treiben - beispielsweise mindestens drei Sonnengrüße machen.Wer mitmachen möchte, kann noch jederzeit einsteigen und auf instagram seine "Beweisstücke" tagen und uns verlinken. Unter allen Teilnehmern werden wir sogar etwas verlosen!

Mit der Challenge begann also auch mein Mittwoch, also mit einem grünen Smoothie, mittags hatte ich dann Brot und abends, nach einer Runde Yoga ging es indisch essen. Leider hab ich für euch keine Fotos - sowohl Mittags als auch Abends, deswegen zeige ich euch heute meinen gestrigen Donnerstag. Der Tag startete auch hier mit einem Smoothie - dieses Mal Rote Beete.

Donnerstags ist bei uns ja immer Wochenmarkt und da ist immer so ein Stand von einer Holzofenbäckerei mit total leckeren Brötchen. Mein liebstes derzeit ist ein Tomatenlaible, welches schön groß ist ;-) Vormittags und Nachmittags werden dann derzeit noch fleißig Pistazien genascht, wenn der kleine Hunger kommt.


Nach der Arbeit traf ich mich zum Intervalltraining mit vegan_and_happy - 4 x 5min Intervalle standen auf dem Plan - Puh! So langsam merke ich winzige Fortschritte, oder es war einfach nur die Laufbegleitung... ;-) Jedenfalls erwartete mich Zuhause dann was ganz tolles: rotes Curry mit Süßkartoffel, Karotte, Brokkoli und Tofu.

Und ab jetzt ist Wochenende angesagt! Ach so - gesammelt wird noch bis Samstagabend bei Frau Schulz, die übrigens auch vorbildlich fastet - und zwar ganz schön ambitioniert!


Dienstag, 17. Februar 2015

Und jährlich lockt die Fastenzeit... Fasten mit Säften, Smoothies und Sport!

Irgendwie renne nicht nur ich momentan, sondern und vor allem auch die Zeit rennt scheinbar grad richtig schnell! Und zwar davon! War gerade noch Silvester und Geburtstag und überhaupt und schon steht die Fastenzeit wieder bevor. Im letzten Jahr wollte ich möglichst eine Rohkostmahlzeit am Tag integrieren und ein Mal in der Woche zum Yoga bzw. Laufen gehen. Für 2015 haben Vegan_and_Happy und ich uns aber etwas viiiiel besseres vorgenommen: unsere #letsbesmooth2015-Challenge!

Wir wollen dabei täglich:
  • 1 Grünen Smoothie trinken 
  • 1 Mal Sport treiben (Yoga & Laufen)
Beim Sport liegt mein Fokus natürlich vor allem beim Laufen und beim Yoga. Beim Laufen verfolge ich weiterhin meinen Trainingsplan (Woche 1, Woche 2), aber Yoga soll auch wieder stärker in mein Leben integriert werden. Das habe ich ja schon länger vor und auch angekündigt, aber irgendwie fehlte mir bisher immer noch der nächste Schritt. Und deswegen möchte in während der Fastenzeit bis Ostersonntag jeden Tag mindestens drei Sonnengrüße machen. Lieber wäre mir natürlich auch noch eine Einheit bei yogaeasy pro Woche... Wenn die Zeit und Kraft es zulässt, möchte ich auch Sachen wie HIIT oder Crosstraining probieren - aber das ist eher zweitrangig.

Der Smoothie-Part sollte mir (hoffentlich) leicht fallen – in diesem Rahmen werde ich auch endlich mal das Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel probieren. Darauf bin ich schon gespannt! Worüber ich mir nur noch Gedanken mache, sind die Zutaten für die Smoothies. Für die ersten Tage habe ich Grünzeug und Obstiges, aber dann muss ich wieder einkaufen. Und wenn man möglichst wenig CO2 verbrauchen möchte, dann ist die Auswahl schon ziemlich eingeschränkt jetzt im Winter.

Das Ganze könnt ihr natürlich auch auf instagram (mucveg und vegan_and_happy) mitverfolgen. Und wer selbst bei unserer Fasten-Challenge mitmachen, also jeden Tag mind. einen grünen Smoothie trinken und ein Mal Sport treiben möchte und darüber auf instagram berichtet kann sich gern mit #letsbesmooth2015 zu erkennen geben! Unter allen Mit-Fastenden, die wir mit dem Hashtag #letsbesmooth2015 nach der Fastenzeit auf instagram finden, werden wir etwas Hübsches verlosen - natürlich passend zum Thema ;-)

Hier (ganz unten) findet ihr einige bereits erprobte Smoothie-Rezepte von mir. 

Sonntag, 13. Juli 2014

15.000 ml Saft später...

Jetzt ist es vorbei. Fünf Tage Frank Juice Saftkur liegen hinter mir. Ich habe jeden Tag fünf 500ml Flaschen Saft und eine Flasche Cashewmilch getrunken. Und nun? Fühle ich mich entschlackt? Fühle ich mich gereinigt? Entgiftet? Die Fragen kann ich irgendwie nicht beantworten. Aber was ich weiß: Ich fühle mich auf jeden Fall gut. Und mir ging es die vergangenen Tage auch zum größten Teil sehr gut. Aber fangen wir von vorne an.

Vor dem Cleanse (klingt ja mehr sexy als "Saftkur") dachte ich, ich würde das Kauen vermissen, oder würde mittags im Büro neidisch auf die Brote der anderen starren oder überhaupt Hunger und Kopfschmerzen haben und mich schlapp fühlen. Ich habe für die Saftkur keinen Urlaub genommen oder so. Der Juicecleanse  startete am Dienstag und gestern, Samstag war mein letzter Tag. Ich habe während der fünf Tage meinen Vollzeitjob normal weiter geführt. Ich hatte schon die Woche zuvor angefangen, auf Koffein zu verzichten und auch kaum Alkohol getrunken. So hatte ich mit Entzugserscheinungen dafür nicht so gerechnet. Ich begann schon zwei Tage vor dem Cleanse jeden Morgen mit einer heissen Zitrone und habe mich an die Ernährungsempfehlung vor dem Cleanse gehalten.

Der erste Tag war im Rückblick mein schwerster Tag. Da musste ich ab dem dritten Saft echt kämpfen. Ich hatte keinen Hunger, aber ich konnte irgendwie den Saft nur ganz langsam trinken - um nicht sogar zu sagen, dass ich ihn mir fast reinquälen musste. An diesem Tag habe ich mich an die feste Reihenfolge gehalten: Grün, Gold, Grün, Gelb, Grün, Weiß. Am Abend hab ich mir da schon ein paar Sorgen gemacht, ob ich den nächsten Tag durchhalten werde.

Die erste Nacht schlief ich tief und fest und als ich dann den ersten Schluck des grünen Saftes am zweiten Tag trank, hat er mir erstaunlich lecker geschmeckt - da war ich wirklich überrascht. Da habe ich mir gedacht, dass ich am besten gleich die grünen Säfte hintereinander trinken sollte (natürlich über den Vormittag verteilt) - der Körper kann am Vormittag ja die ganzen Nährstoffe am besten aufnehmen bekanntlich. Das habe ich dann auch gemacht und nach Rückfrage beim FrankJuice-Team wusste ich dann auch, dass man hauptsächlich den Tag mit dem grünen Saft starten und dem weißen beenden soll. Daran habe ich mich gehalten. Am Abend ging ich dann ins Yoga. Zum Glück war es eine entspannende Anfängerstunde, denn nach kurzer Zeit fing ich an zu schwitzen.

Trotz Yoga schlief ich die Nacht zum dritten Tag schlecht - da zeigt sich der Detox-Effekt, dass man weniger Schlaf braucht. Mir wäre es allerdings lieber, wenn ich (noch) früher wach werden würde, anstatt abends nicht einschlafen zu können. Nachts kann man ich einfach nichts machen und morgens hätte ich ja eine Runde laufen gehen können oder so. Aber nachts waren meine Augen einfach auch schon zur gewohnten Bettzeit müde, während mein Körper komplett aufgedreht war. Ich konnte eine Ewigkeit nicht einschlafen, wälzte mich im Bett hin und her und fühlte mich am nächsten Tag entsprechend schlapp und gerädert. Dies änderte sich aber schlagartig mit den ersten Schlücken von dem grünen Saft - auch hier war ich mega überrascht. Ansonsten folgte ich "meinem" Plan: Grün, Grün, Grün, Gold, Gelb, Weiß und fühlte mich gut. Ich hatte keinen Hunger, hatte keine Kopfschmerzen, konnte meine gewohnte Arbeit absolvieren und auch in der Mittagspause mit den Kolleginnen am Tisch sitzen und nebenbei meinen Saft oder Kräutertee trinken.

Der vierte Tag lief nach einer ebenfalls recht schlaflosen Nacht dann nicht so toll. Ich wachte mit leichten Kopfschmerzen auf. Diese verzogen sich dann zum Glück bis zur Mittagszeit, aber am späten Vormittag bekam ich Hunger und der hielt sich hartnäckig. Da las ich noch einmal die Cleanse-Erkärungen und sah, dass man bei seiner ersten Saftkur mit drei Tagen starten sollte. Nun ja, da war der vierte Tag also der Knackpunkt. Aber ich bin stolz auf mich, denn ich blieb standhaft und habe mich an Wasser, Kräuter- und Ingwertee und natürlich die sechs Säfte gehalten.

Mein fünfter und letzter Tag (gestern) war auch etwas schwieriger. Es war Samstag, ich verbrachte den ganzen Tag mit meinem Freund und seiner Mama - wir sie frühstückten, wir kochten Marmelade, sie aßen zu Mittag und Kuchen und tranken Wein. Da hätte ich wegen dem Gefühl her schon gern mitgegessen und mitgetrunken, obwohl ich (zum Glück) keinen Hunger verspürte! Ich bin gespannt wie der heutige Tag - der erste Tag nach dem Juicecleanse wird. Denn wir haben zum WM-Spiel Freunde eingeladen und es wird Pizza und Bier geben - allerdings nur Apfelschorle und Suppe für mich...

Mein persönliches Fazit: Ich bin stolz auf mich, dass ich diese fünf Tage Konsequenz durchgezogen habe. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es mir überraschend leichter fiel, als ich es erwartet hatte. Ich hatte bis auf den vierten Tag nie Hunger, mir schmeckten bis am ersten Tag alle Säfte sehr gut und mir fehlte auch das Kaugefühl nicht. Ich hatte auch nur einen Vormittag lang leichte Kopfschmerzen. Allerdings war mir sehr oft kalt - vor allem immer nachdem ich einen (kalten) Saft getrunken habe. Ich versuchte dann also auch oft warmen Tee zu trinken und packte mich Zuhaus in einen dicken Pulli.
Dass mein Körper sich trotzdem irgendwie verändert hat, habe ich einerseits an meiner Verdauung wahrgenommen und andererseits an meinen Zähnen. Die haben sich tagsüber recht pelzig angefühlt - wohl laut FrankJuice ein Zeichen, dass die Mundschleimhaut entgiftet.
Ich würde gerne testen, wie "fit" ich jetzt, nach fünf Tagen Saftfasten bin und eine Runde laufen - allerdings gießt es mal wieder wie aus Kannen und bei dem Wetter ziehe ich nur für besondere Anlässe (wie den Stadtlauf) meine Laufschuhe an ;-) Also werde ich das erst morgen testen können!

Den einzigen Wermutstropfen sehe ich darin, dass bei dieser Saftkur ziemlich viel Plastik verwendet wird - 30 Plastikflaschen und 30 Plastikstrohhalme habe ich erhalten (von denen ich drei verwendete). Leider kann man sie nicht an Frank Juice zurück schicken, wie ich auf Nachfrage erfahren habe: "Leider können wir die Flaschen nicht wieder verwenden, da man sie aus lebensmittelrechtlichen Gründen so spülen müsste, dass sie keimfrei sind. So eine Maschine ist leider wahnsinnig teuer und lohnt sich nur für große Getränkekonzerne. Im Moment ist das dünne Plastik die einzige, sinnvolle Lösung. Glas wäre so viel schwerer und das ist dann beim Verschicken wieder energieaufwendiger. Wir freuen uns aber wenn Du sie weiter benutzt um zum Beispiel einen Smoothie reinzufüllen. Oder man kann sie mit Goldspray besprühen und kleine Blumenvasen daraus machen. :) Sonst einfach im Recyclingmüll entsorgen!"
Ein paar der Flaschen werde ich mir also aufheben, aber der Rest wanderte zwangsläufig in den Recyclingmüll.
Eine Saftkur werde ich auf jeden Fall spätestens nächstes Jahr noch einmal machen - eine Mitstreiterin im Büro habe ich schonmal gewonnen.

Und wie mir die einzelnen Sorten geschmeckt haben? Dazu gibt es morgen mehr :-)

Samstag, 15. März 2014

Fastenbericht & Vegan Wednesday #81

Eigentlich wollte ich euch einen wöchentlichen Status Quo über die Fastenzeit geben, aber irgendwie hat es nicht ganz geklappt - so berichte ich euch jetzt also von meinen ersten neun Tagen - und natürlich vom Vegan Wednesday, der bei mir (dank vergessenem Foto) Vegan Thursday heißen sollte...

Aber von vorn: Ich hatte mir ja vorgenommen, keinen Alkohol zu trinken und morgens Rohkost zu frühstücken. Beides hat - bisher - ganz gut geklappt. Aber gestern gab es nach meiner ersten Arbeitswoche im neuen Job und einer kleinengroßenmega-Überraschung von meinem Freund ein Glas Weißwein (vegan natürlich). Sonst hatte ich mit beiden Punkten eigentlich nicht so die Probleme. Nur am Wochenende ist es irgendwie komisch, mich mit einem Smoothie oder Obstsalat an den Frühstückstisch zu setzen, wenn der Freund sein Brötchen mampft... ich glaube für's Wochenende (quasi heute und morgen) werde ich das Rohkostfrühstück einstellen. Alles andere zählt aber weiter. Dazu wollte ich ja mindestens ein Mal pro Woche ins Yoga (hab sogar zwei Mal Yoga praktiziert - einmal daheim morgens auf der Matte und einmal endlich wieder bei Ashtanga Yoga München) und ein Mal laufen. Letzteres war eine gemeinsame Joggingrunde mit meinem Freund vergangenen Sonntag. Dazu war ich sogar einmal mit dem Radl zur Arbeit gestrampelt. Ich muss mir nur noch einmal die Rückfahrt genauer auf ner Karte anschauen - dank Einbahnstraßen habe ich mich voll verfahren :(

Oben seht ihr mal meine morgendlichen Smoothies und Obstsalate. Am Vegan Donnerstag gab es bei mir die Papaya, gefüllt mit Kiwi. Hätte nicht gedacht, wie lecker das ist! Donnerstag ist in der nähe meiner neuen Arbeitsstelle immer Wochenmarkt - da habe ich mir ein riesiges Walnuss-Brötchen, Humus und (fotoscheuen) Gemüsesalat geholt und mit meinen neuen Kolleginnen in die Sonne gesetzt. Nachmittags gab es meine Einstands-Schoko-Kirsch-Muffins und am Abend unser übliches belegtes Brötchen.



Donnerstag, 6. März 2014

Vegan Wednesday #80 - und der erste Fastentag

Da war er, der erste Fastentag. Dazu muss ich ja sagen, dass ich ja nicht richtig faste-faste. Ich habe mir ja "nur" vorgenommen, morgens nicht mein übliches Brötchen zu verspeisen, sondern bis Ostern (und das sind noch 46 Tage) Rohkost zu genießen. Dies vor allem angeregt durch Claudi's Buch "Rohvegan. Mein 4-Wochen-Selbstversuch", weil sie darin schreibt, dass dies ihr erster Einstieg in die rohveganen Selbstversuch war (und nein, liebe Eltern, keine Bange! Das plane ich nicht - ich möchte nur etwas mehr rohvegan essen ab und an. :-) ) Und damit das Rohvegane etwas mehr Routine bekommt, "faste" ich jetzt bis Ostern rohvegan zum Frühstück - in Form von Obstsalat oder Smoothies oder was es da sonst noch alles geben kann (für Tipps und Rezepte bin ich dankbar!).

So weit zum Hintergrund - jetzt zum gestrigen Vegan Wednesday. Diese Woche sammelt übrigens die zauberhafte Cookies auf ihrem Blog bis der Arzt kommt. Und da ich irgendwo gelesen hatte, dass Ananas gegen Halsschmerzen hilft und da wir gaaaanz zufällig eine Ananas Zuhause hatte, gab es die Hälfte plus Banane zum Frühstück. Die andere Hälfte der Ananas naschte ich dann während des Tages auf.

Mittags traf ich mich mit einer lieben, ehemaligen Arbeitskollegin zum Essen im Prinz Myshkin, wo ich mich für die veganen Nudeltaschen (gefüllt mit Kartoffel-Trüffel) und Tomatensauce entschied.


Abends aßen mein Freund und ich dann wie meist zusammen Abendbrot - und wie meist gab es Brötchen (die letzte Hälfte hab ich ganz vergessen zu knipsen) und dazu eine Chorizo:


Mittwoch, 5. März 2014

Es ist soweit - Fastenzeit!

47 Tage. Von Aschermittwoch bis Ostermontag. Das sind sieben Wochen. 1.008 Stunden. Was ursprünglich aus religiösen Gründen initiiert wurde, nutzen mittlerweile viele zum Fasten moderner "Krankheiten". Da hört man auf der einen Seite - kein Internet, kein Smartphone, kein Fast Food, kein Fleisch oder Fisch, weder rauchen noch Alkohol und dafür mehr Sport und weniger Süßigkram.
Frau Schulz schreibt in einem Gastbeitrag bei Werner Lampert dazu: "Fasten macht den eigenen Konsum bewusst. Es bietet die Chance, sich mit den Gewohnheiten auseinanderzusetzen und besonders liebgewonnene Marotten – ganz gleich, ob diese die Ernährung oder andere Bereiche betreffen – auf den Prüfstand zu stellen."
Ich habe lange darüber nachgedacht. Aus religiösen Gründen würde ich jetzt nicht fasten (dank meiner Kindheit an der Ostsee bin ich ziemlich unreligiös aufgewachsen). Süßkram und Rauchen fällt bei mir schon weg, da ich zum einen nicht rauche und selten Süßkram esse. Smartphone und Internet gehören bei mir berufsbedingt (leider) dazu - hier kann ich also beim Fasten nicht ansetzen. Was mir aber gerade in die Hände gelegt wurde, ist das Buch von der lieben Claudia: Rohvegan. Mein 4-Wochen-Selbstversuch. Das brachte mich auf die Idee, etwas Fasten in meinen Alltag für die nächsten sieben Wochen zu integrieren.

So habe ich mir, beginnend mit heute, folgende (wenige) Dinge vorgenommen bis Ostern:

  • Morgens Rohkost frühstücken (in Form von Smoothies oder Obstsalat...) und (wenn möglich), einen ganzen Rohkosttag pro Woche einbauen. 
  • Kein Alkohol. Nada. Niente. 
  • Einmal die Woche zum Yoga.
  • Einmal die Woche Laufen gehen.

Die liebe Frau Schulz fastet übrigens auch - ihre Liste könnt ihr hier anschauen. Und hier gibt es ein paar Tipps zum Durchhalten. Wie macht ihr das? Fastet ihr oder ist das nichts für euch? Wie sind eure Gedanken hierzu?
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