Montag, 27. Februar 2012

Fast Soul-Food

Eventblogging macht Spaß. Das habe ich jetzt schon einmal gelernt. Und damit ich nicht aus der Übung komme, stürze ich mich gleich ins nächste Blog Event - dieses Mal von Alex von mein-i-tüpfelchen. Das Motto: Speed Cooking.

Nachdem ich immer noch nicht ganz im Vollzeitarbeitsmodus angekommen bin und abends viel zu faul, etwas aufwendiges zu kochen, ist dieses Motto genau das Richtige für mich - denn schnell muss es gehen und einfach muss es sein. Und vor allem lecker. Soul-Food auf die schnelle Tour eben.
Die wichtigste Spielregel dabei: Das Gericht muss schneller auf dem Tisch sein, als der Pizza-Lieferdienst. Hier bei uns braucht der teilweise ne Stunde... Aber Limit sind 30 Minuten. Pizza ist allerdings genau das Richtige für mich nach einem Arbeitstag - vor allem "gesoult" mit Trüffelöl, Süßkartoffeln und Ruccola...

Der Startschuss
Also auf die Töpfe, fertig, los!

Zutaten (für zwei Hungrige)
- Fertigpizzateig (Kühlregal)
- 100g Tomatenmark
- 1-2 EL Trüffelöl
- 1 kleine Zucchini
- 1 Möhre
- 1 Süßkartoffel
- geriebener Mozzarella
- Sonnenblumenkerne
- Salz, Pfeffer
- Ruccola

Zwischenstand
Zubereitung
Ofen auf 200°C anheizen, Pizzaboden auf dem Blech ausbreiten und anschließend das Tomatenmark mit Salz, Pfeffer und dem Trüffelöl für den extra-Soul-Faktor vermischen und auf der Pizza verteilen. Darauf den Mozzarella (wer mag, kann den Käse natürlich nach oben tun) geben und das Gemüse mit dem Sparschäler in Streifen schneiden, dann ebenfalls auf der Pizza verteilen und darüber die Sonnenblumenkerne streuen. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen - beim Stand von 12:13 Minuten kommt die Pizza für 15 Minuten in den Ofen. Vor dem Servieren Ruccola darauf verteilen und - der Seitenblick auf die Stoppuhr verrät: 29:56 Minuten.
Mission Fast-Soul-Food geschafft!


Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

Samstag, 25. Februar 2012

Chocolate-Cheesecake-Cupcakes

Zum Jubiläum dieses Blogs (und dem von meinem Freund und mir) wollte ich mal wieder Cupcakes machen. Der bisherige Favorit von meinem Freund sind die Cheesecake-Cupcakes, aber ich wollte etwas neues probieren. Dazu mag er außerdem noch Schokolade - das müsste doch zu verbinden sein, dachte ich mir! Orientiert habe ich mich an diesem Kuchen-Rezept von joy of baking, allerdings habe ich die Zutaten teilweise halbiert und etwas geändert.
Das Ergebnis: ein knusprig-schokoladiger Boden und darauf eine cremig-weiche Chocolate-Cheesecake-Füllung, die frisch und nicht zu süß ist und auf der Zunge zergeht, getoppt mit frischen Himbeeren, deren Säure sich gut mit dem Cupcake ergänzt.

Zutaten: 
Boden
- 150 g Schokokekse (zerkrümelt - am besten mit dem Mixer)
- 75 g Butter

Füllung
- 180 g Schokolade
- 340 g Frischkäse
- 100 g Zucker
- 2 Eier
- 1 Pck. Vanillezucker
- 120 ml Schmand

Schoko-Überzug
- 120 g Schokolade (klein gehackt)
- 80 ml Schlagsahne
- 10 g Butter

Deko (nach Belieben)
- Himbeeren
- Brausepulver

Zubereitung
Die Butter schmelzen lassen und mit den Kekskrümeln verbinden. In die Papiermuffin-Förmchen verteilen und in den Kühlschrank stellen.
Für die Füllung die Schokolade schmelzen lassen und beiseite stellen, um etwas abzukühlen. Währenddessen mit dem Mixer den Frischkäse weich schlagen (langsame Geschwindigkeit) und den Zucker nach und nach hinzufügen. Anschließend die geschmolzene Schokolade vorsichtig unterrühren und danach die Eier. Die Masse in die Förmchen füllen (Bei mir ergab es zwölf Muffin-Förmchen und eine Herzform) und im vorgeheizten Backofen (180°C) ca. 20 min. backen (die Mitte sollte noch etwas nass aussehen). Die Cupcakes abkühlen lassen (am besten im Kühlschrank) und nach einer Weile vorsichtig aus dem Muffinblech heben.
Für den Schokoladen-Überzug die Sahne mit der Butter kurz aufkochen lassen und über die gehackte Schokolade gießen. Kurz ruhen lassen und anschließend verrühren, bis sich beides gut verbunden hat. Die Masse etwas abkühlen lassen und dann über die Cupcakes gießen und wieder alles im Kühlschrank kühlen lassen (am besten über Nacht).
Für die mögliche Dekoration frische Himbeeren in etwas Brausepulver wälzen und auf den Cupcakes platzieren.

Donnerstag, 23. Februar 2012

LOS im Tonbräter

Immer mal wieder fielen mir kleine Banner zu speziellen Koch- oder Backthemen auf - Blogevents. Und immer mal wieder dachte ich mir, dass ich da mal mitkochen könnt. Und endlich nun ist es auch soweit, ich nehme an meinem allerersten Blogevent von Zorra (vom Blog 1x umrühren bitte) teil. Das Motto: Tonbräter Revival.
Tja, für die einen ist es ein Revival, für die anderen (mich) die Jungfernfahrt des Römertopfes. Diesen habe ich nämlich schon letztes Jahr geschenkt bekommen, aber irgendwie noch nicht geschafft zu verwenden. Also lohnt es sich doppelt.
Ich kann mich dran erinnern, dass meine Mama einmal einen mit Kartoffeln bedeckten Hackbraten in so einem Keramiktopf gemacht hat als ich Kind war. Es war zwar letztendlich lecker, aber wir mussten Stuuuuden warten, hatte ich damals das Gefühl. Ansonsten steht dieses Gerät nur in ihrem Küchenschrank, glaube ich. Tja und dieses Schicksal galt bisher auch meinem unberührten Tonbräter...Bis jetzt.

Aber natürlich wollte ich keinen Fleischbraten machen - man kann schließlich (angeblich) auch sehr gut Gemüse darin dünsten oder Aufläufe machen. Da mein Freund bei Gemüse etwas mäkelig ist (beispielsweise isst er kein Fenchel oder Paprika, was ich mir im Römertopfes sehr gut vorstellen könnte...) war die Gemüseauswahl etwas schwierig. Zum Schluss fanden Süßkartoffeln, Romanesko, Möhren, Lauch und Basilikumtofu seine Zustimmung. Letzteres habe ich scharf angebraten und anschließend mit dem Gemüse im Römertopf verteilt (somit ist das Rezept sogar vegan).
Die wichtigste Zutat jedoch: LOS - Lots Of Shit von unseren Freuden in Texas, eine selbstgemachte Gewürzmischung die es in sich hat - wir wissen leider nicht, was genau darin ist, aber mit Sicherheit ganz viel Chili... Diese mischte ich in die Kokos-Soße. Darüber kamen gehackte Cashewkerne und anschließend stieg der Topf für eine Stunde in die Röhre.

Zutaten (für 2-3 Personen)
- 1 Romanesko
- 1 mittelgroße Süßkartoffeln
- 2 Möhren
- 1 Stange Lauch
- 1 Basilikumtofu
- handvoll Cashewkerne
- 1 kleine Dose Kokosmilch
- LOS




Zubereitung
Zunächst den Römertopf ausreichend wässern. Währenddessen den Tofu und die Cashewkerne in einer Pfanne scharf anbraten. Den Romanesko in Röschen teilen und das restliche Gemüse in Scheiben, bzw. die Süßkartoffel in Stücke schneiden. Alles zusammen im Römertopf verteilen. Die Gemüsebrühe mit der Kokosmilch vermischen, mit LOS (oder anderen Gewürzen oder Kräutern) würzen und über die Gemüsemischung geben. Anschließend die gehackten Cashewkerne darüber verteilen und im geschlossenen Tonbräter bei 180°C (im nicht-vorgeheizten Backofen) ca. 40-50 Minuten backen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Afghanisches Experiment

Man könnte fast meinen, ich lebe nur noch von Cupcakes und Yoga, wenn ich meine letzten Einträge Revue passieren lasse... Dem ist natürlich nicht so. Zwar kommt das Kochen momentan zu kurz (irgendwie muss ich mich noch an den Vollzeitarbeitsrythmus gewöhnen), aber dennoch schaffen wir es ab und an, Essen zu gehen. Letztes Wochenende wollten wir dann mal etwas ganz Anderes probieren (außerdem waren wir im letzten Monat insgesamt drei Mal im Max Pett mit unseren Besuchen). Bei unserem Besuch im Prinz Myshkin im Januar fiel uns auf dem Rückweg ein kleines, afghanisches Restaurant in der Dultstraße auf: Nigin. Wir erinnerten uns daran, dass wir im Vorbeigehen einige vegetarische Gerichte auf der Speisekarte entdeckt hatten und entschieden uns für dieses Experiment.

Pinke Wandfarbe scheint momentan "in" zu sein - so auch im Nigin. Dazu verleihen Shihas, glitzernde Wandornamente, Spiegel und zahlreiche Kissen dem Raum ein orientalisches Ambiente. Genau die richtige Menge an Kitsch für meinen Geschmack. Die Speisekarte ist übersichtlich und so entschieden wir uns nach einem kurzen Moment für den Vorspeisenteller Pekaure Tarkari (Gemüse in Gewürzteig gebacken mit Quark, 5,90€). Ich wählte als Hauptgang Sabsi Tschalau (Spinat nach afghanischer Art und dazu gebackener Basmatireis für 11,50€) und mein Freund wählte Samarod Palau (Lamm mit Auberginen und Spinat-Basmatireis für 15,00 €).

In dem kleinen Restaurant waren fast alle Tische reserviert und nach kurzer Zeit waren die wenigen freien Tische bereits besetzt - es scheint also ein sehr beliebtes afghanisches Restaurant zu sein...

Die Vorspeise bestätigte jedenfalls die Anzahl der Gäste - auf einem bunt-gemusterten Teller waren Kartoffeln, Blumenkohl, Pilz und Aubergine zusammen mit einem Klecks Quarkcreme angerichtet. Dazu wurden eine grüne (scharfe) und eine rote (süße) Soße gereicht. Die Grüne, so wurde uns erzählt, ist eine Pfefferminzsoße mit Pfeffer... Auf jeden Fall passten beide zu dem Gemüse.
Die Hauptgerichte kamen und überraschten mich optisch. Im Gegensatz zu "moderner" Küche sind die Speisen sehr schlicht angerichtet. Doch dafür stieg bereits ein aromatisch-süßer Duft von den Tellern auf.
Auf meinem Teller (im Bild vorne) fanden sich ein großer Haufen Reis und Spinat. Der afghanische Spinat war leicht scharf und schmeckte sehr würzig (Kardamon???), aber das eigentliche Highlight war der gebackene Basmatireis, der eine leichte, süße Kruste obenauf hatte.
Auf dem Teller von meinem Freund waren ebenfalls zwei Haufen: Auberginen und die Spinat-Reis-Mischung, in der sich das Lamm befand. Und von dem Lamm war er total begeistert - so zart, dass es ohne Messer auseinander fiel. Oder in seinen Worten: "Absolut geil."

Insgesamt war es geschmacklich definitiv mal etwas anderes - und das überhaupt nicht im negativen Sinn. Dementsprechend war dies für uns ein gelungenes Experiment.

Brief Review in English
Although you might think that because of my recent posts, that I only live of Cupcakes and Yoga, it isn't like that. We still manage to eat something else... Last weekend, we decided to try something totally new and remembered a little afghan restaurant in the centre of Munich: Nigin.
It is a small, cozy restaurant; neatly decorated with pink walls, glitter-ornaments, mirrors, pillows and some shishas. There aren't that many tables and almost all of them were reserved.
We decided to order a mixed vegetable plate as a starter and got a colorful plate with potatoes, mushrooms, califlower and eggplant, all fried in a seasoned batter. Those two sauces (green and red), that came along with the dish matched perfectly - the green mint-sauce was spicy and the red sauce was sweet-spicy. I ordered afghan spinache and baked basmati-rice as main course (in the picture in front) and was very satisfied. Although the dishes aren't arranged like the modern cuisine-customs, but the smell and the taste of the food was interesting (in a good way) and that's what's important. The rice had a sweet crust on top and was my personal highlight.
My boyfriend ordered lamb with spinache-rice and eggplant and was satisfied as well. He kind of fell in love with the lamb, which, as he said, was so soft and tender that it fell apart by itself.
All in all it was a nice experiment and we were glad that we dared.

Montag, 20. Februar 2012

Faschings-Cupcakes

Helau, Kölle Alaaf und Narri Narro! Oder wir auch immer die ganzen Begriffe heißen... Ich bin zwar kein Fastnacht-Faschings-Karnevals-Gänger, aber Cupcakes für den Fasching backen geht natürlich immer.
Bunt müssen sie sein. Wie der Fasching. Also viele bunte Smarties in den Teig mixen. Und am liebsten hätte ich Masken obenauf gemacht. Aber das geht wohl nur mit Rollfondant und den habe ich leider nirgends im Geschäft gefunden (muss ich also mal online bestellen). Also einfach fertig-Tiergesichter gekauft und damit die Cupcakes verziert. Passt auch, denke ich. Und jetzt: Narrenfreiheit!

Zutaten
Cupcakes
- 125 g weiche Butter
- 125 g Zucker
- 2 Eier, verquirlt
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 1/2 Tl Natron
- 125 g Mehl
- 1-2 El Milch
- 100 g Smarties

Creme
- 150 g weiche Butter
- 1 Pck. Vanillezucker
- 280 g Puderzucker
- 1 El Milch
- 2 El Kakaopulver
- etwas heißes Wasser

Zubereitung
Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren (ca. 3-4 min. mit dem Handrührgerät) und anschließend langsam die verquirlten Eier unterrühren. Vanillezucker, Mehl und Natron dazusieben und ebenfalls gut verrühren. Anschließend Milch dazu geben und Smarties unterheben.
Den Teig auf zwölf Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 23 min. backen. Abkühlen lassen.
Für die Creme 2 El Kakao mit etwas heißem Wasser zu einer Paste verrühren und abkühlen lassen. Währenddessen die weiche Butter mit dem Vanillezucker schaumig schlagen und anschließend nach und nach den Puderzucker dazu sieben. Zwischendurch immer wieder gut verrühren. Zum Schluss 1 El Milch dazu und die Hälfte des Teiges in eine neue Schüssel geben. In eine Hälfte der Creme die Kakaopaste dazu rühren. Wenn die Creme zu flüssig wird, Puderzucker dazu geben.
Anschließend eine Spritztüte zur Hälfte mit der Kakao- und der Vanillecreme füllen. Dafür nach und nach die Creme einfüllen und dann auf die Cupcakes spritzen. Die Creme abschließend nach Belieben verzieren.
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