Samstag, 2. Juni 2012

Die Sache mit dem Pflug...

Ausschnitt vom Yoga-Poster
"Nice to meet yourself"
Als Kind war ich eigentlich recht sportlich, denke ich. Turnen, dann Leichtathletik und schließlich Volleyball.
Einen schnellen Start beim Sprint, ausdauerkräftige Beine für den 800m-Lauf, tief in die Knie beim Zuspiel und rasant von links nach rechts hechten bei der Annahme - meine Stärken beim Sport waren eindeutig. Obwohl ich seit dem Abi nicht mehr regelmäßig Sport trieb und auch eher selten mit dem Radl in München unterwegs bin, hielt ich mich dennoch nicht für total unsportlich - joggte ich doch ab und an mit meinem Freund, probierte den ein oder anderen Kurs an der Volkshochschule und ging ab und zu schwimmen (ok, letzteres eher selten...).
Gelenkig war ich hingegen noch nie so richtig. Und genau das merkte ich bereits bei meiner ersten Yogastunde - Vorwärtsbeugen? Lotussitz? Wie soll das gehen?  Mit den Händen die Füße erreichen? Wie, bitte, soll ich das denn schaffen?

Ich merkte schnell, dass ich gut in den Stehübungen bin - standhafter erster und zweiter Krieger, tief im Knie. Und auch mein Schulterbereich ist extrem flexibel - bei dem Drehsitz Marichyaasana konnte ich von Beginn an meinen Arm locker um den Oberschenkel schwingen. Aber aus dem einfachen Schneidersitz in den Lotussitz wechseln? Oder gar in den halben? Schier unmöglich. Genauso unbequem ist der Pflug für mich. Bei jeder Stunde hoffe ich irgendwie, dass wir nach dem Schulterstand nicht die Beine in den Pflug sinken lassen müssen. Mit wird extrem heiß in dieser Pose. Die gesamte Rückseiten meiner Beine ziehen. Meine Bauchfalten quetschen sich zusammen und schieben sich auf mein Kinn zu. Ich könnte mir hundert bessere Aussichten für diese unzähligen Atemzüge vorstellen... Die Zehen auf den Boden mit durchgedrückten Knien und die Versen Richtung Boden schieben? Autsch... Diese Position ist für mich einfach ungemütlich. Ich verweile darin und warte. Hoffe auf die Erlösung durch die Fisch-Position. Aber Yoga ist nun mal nicht gemütlich.

Ausschnitt vom Yoga-Poster
"Nice to meet yourself"
Aber ich spüre seit kurzem manchmal eine kleine Veränderung - das Ziehen ist etwas weniger, mir wird nicht ganz so warm oder die Zeit vergeht schneller im Pflug. Mein Yoga verändert sich und ich mich dadurch auch, gaube ich. In einer Zeitschrift habe ich vor kurzem gelesen, welche Eigenschaften man benötigt, um sich bewusst gegen die Norm und für Veränderungen entscheiden zu können: "Selbstsicherheit und eine starke innere Haltung" (Myself, Juni/2012) - beides wird durch regelmäßige Yogapraxis gefördert, finde ich. Wer weiß, vielleicht ändert sich meine Sichtweise gegenüber dem Pflug auch irgendwann... ich werde weiter üben.

Nachtrag: Dieses Foto von "meinem" Pflug hat mich dann
doch ziemlich überrascht...

Mittwoch, 30. Mai 2012

Selbstgemachter Baileys

Kürzlich stellten eine liebe Freundin von mir und ich fest, dass Baileys zwar lecker, aber leider auch sehr teuer ist... Zum Glück fand ich kurz darauf eine Anleitung, wie man diesen Irish-Cream selbst anrühren kann!
Den Geburtstag besagter Freundin nutzte ich als Anlass, dieses Baileys-Rezept vom Cupcake Project auf die Probe zu stellen.
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Alle Zutaten in einen Mixer geben und das Ganze 30 Sekunden gut durchmixen lassen. Anschließend kalt stellen und schließlich (gut geschüttelt) genießen!
Das Resultat sieht dem Original zum Verwechseln ähnlich - "mein" Baileys schmeckte allerdings etwas mehr nach Kaffee (da ich die im Rezept angegebene Menge verdoppelte) und dadurch etwas weniger süß. Mir persönlich schmeckt der Whiskey zu stark durch (ich fand leider nur einen Bourbon im Vorrat meines Freundes...), aber ich denke, wenn man Irish Whiskey nimmt, sticht dieser weniger markant hervor. Und jetzt: Cheers!

Zutaten (für ca. 750ml)
- 400 ml gesüßte Kondensmilch (=1 Dose Milchmädchen)
- 230 ml Sahne (fettreduziert)
- 380 ml Irish Whiskey
- 2 TL löslicher Kaffee
- 2 EL Schokosauce
- 1 TL Vanillenmark

Montag, 28. Mai 2012

Mal ganz ohne Fleisch - mein erstes Veggie-Kochbuch

Mein allererstes vegetarisches Kochbuch war das Buch "Mal ganz ohne Fleisch" (aus der Reihe Kochen und genießen im Moewig Verlag). Meine Mama hatte es gekauft, als sie ihrer 13jährigen Tochter (mir) diese vegetarische "Phase" erst einmal nicht ausreden konnten... Das liegt nun kaum zu glaubende 15 Jahre zurück. Ich bin immer noch Vegetarier und das Buch immer noch ein geliebtes Utensil meiner Küche.
Ich nutze dieses Buch vor allem auch heute noch sehr gern, da die Rezepte einerseits abwechslungsreich und doch simpel und andererseits die Zubereitung samt Aufwand und Zeit ausführlich und verständlich dargestellt sind. Die Rezepte, die eher an der traditionellen Küche orientiert sind, werden in Zubereitungs-Rubriken wie "Menüs für Genießer", "Leckeres aus der Pfanne" oder "Pikante Plätzchen, Bratlinge & Co." eingeteilt. Vorweg gibt es eine ausführliche Erläuterung über die Grundlagen der vegetarischen Ernährung sowie Tipps für Einkauf, Lagerung und die wichtigsten Zubereitungsmöglichkeiten. Insbesondere für Vegetarier- oder Kochneulinge ist dies Buch deswegen gut geeignet, finde ich.
Mein Lieblingsrezept daraus ist die "Spinat-Tomaten-Lasagne", die wir bereits unzählige Male zubereitet und genossen haben (bald mehr über diese Lasagne). Ich kann mich noch an das erste Mal erinnern - da sagte sogar mein Papa, dass ihm bei dieser Lasagne das Fleisch gar nicht fehlt...

Freitag, 25. Mai 2012

Apfel-Cupcakes mit Grappa


Da eine sehr gute Freundin von mir Geburtstag hatte und sie am liebsten eine Apfel-Zimt-Mischung mag, war es an der Zeit, ein neues Apfel-Cupcake-Rezept zu probieren. Und da es sich hierbei nicht um einen Kindergeburtstag handelte, spendierte ich dem Teig einen Schuss Grappa...
Ach ja, und das restliche pink-blaue Frosting fand auch Verwendung!



Zutaten (für 12 Cupcakes)
- 2 Äpfel
- etwas Zitronensaft
- 250g Mehl
- 2 TL Natron
- 1 TL Zimt
- 70g Rohrohrzucker
- 1 Päck. Vanillezucker
- 50g weiche Butter
- 150ml Apfelsaft
- 1 guter Schuss Grappa
- 1 Ei


Zubereitung
Die beiden Äpfel waschen und entkernen (ich habe so einen Apfelspalter benutzt). Einen Apfel grob reiben und den anderen in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in Zitronensaft wälzen und beiseite legen. Mehl, Natron und Zimt in eine Schüssel sieben, geriebenen Apfel und Zucker hinzu geben und vermischen. Butter (ganz ganz weich!), Apfelsaft, Grappa und das Ei verrühren und zu der Mehl-Apfel-Mischung geben. Alles gut verrühren und auf die Papierförmchen verteilen. Je zwei Apfelscheiben darauf verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 20 Minuten backen. Anschließend gut auskühlen lassen.

Da noch Reste von pinken und blauen Keylime-Frosting im Kühlschrank lagerten, wollte ich die Apfel-Cupcakes damit dekorieren. Um ein zweifarbiges Frosting zu bekommen legte ich je eine Farbe auf ein Stück Frischhaltefolie und wickelte die Folie dann zu einer "Wurst". Das eine Ende wurde jeweils dicht an dem Frosting abgeschnitten. Diese beiden "Wurste" kamen dann in eine Spritztüte und so entstanden die zweifarbigen Sternchen auf den Cupcakes (ich hoffe das war verständlich...?).

Mittwoch, 23. Mai 2012

Keylime-Cupcakes "Pretty in Pink" (& blue)

Über den Abschied meiner Kollegin in den Mutterschutz habe ich ja bereits geschrieben und die grünen Baby-Cupcakes vorgestellt. Da ich nicht wusste, wie viel Gebäck notwendig sein wird (am Ende hatten wir natürlich viel zu viel...), entschloss ich mich dazu, zusätzlich noch Keylime-Cupcakes zu backen. Keylime-Pie ist in Florida ein typischer Sommerkuchen und soll frisch und locker sein - also ideal für die "Farewell-Baby-Party" an den ersten heißen Tagen diesen Jahres, dachte ich.
Das Rezept fand ich beim Cupcake Project und wandelte es etwas um. Das Frosting bekam eine pinke und blaue Färbung (ich entdecke immer mehr,dass mit "Motto"-Cupcakes sehr viel Spaß machen... deswegen freue ich mich auch schon riesig auf den Cupcake-Workshop im Juli bei "Wir machen Cupcakes" *grins*). Herausgekommen sind 24 Mini-Cupcakes die mit einer leichten Limetten-Note frisch schmecken und an die Cheesecake-Cupcakes erinnern (ohne dabei so mächtig zu sein). Leider wird der zweigeteilte Teig nicht so deutlich, da die Vollkornkekse recht hell waren... Im Original soll man Graham-Cracker benutzen und die sind glaube ich etwas dunkler...

Zutaten (für 24 Mini-Cupcakes)
Keylime-Cupcakes, Teig 1:
- 50g Butter (Zimmertemperatur)
- 115g Zucker
- 1 Ei
- 120ml Milch
- 60g Mehl
- 85g Vollkornkeks-Krümel
- 1/2 TL Natron
- 1 Prise Salz
Teig 2:
- 2 Eigelb
- 200ml Kondensmilch (gezuckert)
- 60 ml Limettensaft

Keylime-Frosting
- 235g Frischkäse (Zimmertemperatur)
- 50g Butter (Zimmertemperatur)
- 480g Puderzucker
- 1 TL Limettensaft
- evt. Lebensmittelfarbe

Zubereitung
Für den ersten Teig Butter und Zucker schaumig schlagen, Zucker hinzufügen und 3 Minuten weiter mixen. Dann das Ei unterheben. Vollkornkekse am besten mit einem Multizerkleinerer zu Pulver verarbeiten (mit meinem alten Pürierstab hat das ewig gedauert bzw. war meist aussichtslos. Mit dem neuen Multizerkleinerer geht das ratzefix und ist sogar siebfähig). Mehl, Vollkornkrümel und Natron sieben und 1/4 davon in den Buttermix geben. Etwas von der Milch dazu und alles umrühren. Trockene Zutaten und Milch abwechselnd zum Teig hinzu geben und alles gut vermischen.

In einer separaten Schüssel für den zweiten Teig Eigelb, Kondensmilch und Limettensaft mixen. Die Limettenmischung vorsichtig zum ersten Teig hinzugeben und nur ganz leicht verrühren. Es sollte ein Mamor-effekt bleiben. Den Teig auf die Papierförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 176°C ca. 20 Minuten backen. Anschließend vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Für das Frosting Frischkäse und Butter kurz zusammen mixen und vorsichtig den Puderzucker und den Limettensaft hinzugeben. Eventuell Lebensmittelfarbe hinzu geben, in eine Spritztülle geben und auf den Cupcakes verteilen.
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