Donnerstag, 16. Januar 2014

Mein Vegan Wednesday

Mein erster vegan Wednesday im Jahr 2014 begann eigentlich auch wie die letzten in 2013: mit einem Frühstücksbrötchen, belegt mit dem neuen Daiya-Scheibenkäse (irgendwie schmeckt er mir aber kalt nicht so gut - geschmolzen auf einem Sandwich passt er ganz gut, aber kalt... mmhhhh, da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das Geld noch einmal dafür ausgebe...) bzw mit PJ-Aufstrich (Peanutbutter-Jam).


Nach einer sanften, mittäglichen Yoga-Session genoss ich dann meinen ersten grünen Smoothie in diesem Jahr: aus Spinat, Ananas, Banane und Reis-Kokosmilch. Schließlich will ich ja auch irgendwie an der detox-Challenge teilnehmen. Bisher hat das eher weniger gut funktioniert muss ich zugeben. Aber ich hebe mir alle Detox-Mails von yogaeasy auf und vielleicht hole ich die Tage dann einfach nach...


Am Nachmittag gönnte ich mir ein Stück Karotte-Ingwerkuchen vom Tushita Teehaus (soweit zum Thema detox... öhm... hüstl) und abends machten mein Freund und ich dann Pizza. Der Dinklelteig ist von Bauck und gelingt eigentlich immer. Belegt haben wir mit einer Tomaten-Paprika-Sauce, veganic-Streukäse, zermanschte Lotuswurzel, frischen Tomaten, Pilzen, Mais, Karotten, Ananas und Gewürzgurken.




Mittwoch, 15. Januar 2014

Mein erster HappyCow-Eintrag


Wie ich ja bereits geschrieben habe, habe ich viel bei HappyCow nach veganen Lokalitäten auf Phuket recherchiert. Dabei fand ich einen Eintrag für das Oil Vegetarian. Dieses wollten wir nach einem Strandtag am Kamala Beach besuchen und fuhren mit dem Roller los. Irgendwie fanden wir das vegetarische Restaurant aber nicht und landeten irgendwann mitten in der Wildnis. Dort trafen wir wenigstens auf ein paar nette Thais, die wir gleich nach einem "vegetarian restaurant" fragten. Erst suchten sie ganz eifrig Stift und Papier und wollten uns die Route aufmalen, aber schnell wurde klar, dass wir so weit weg von großen Straßen waren, dass die Route zu umständlich war. Also schwang sich ein nettes Mädchen auf ihren Scooter und machte uns deutlich, dass wir ihr folgen sollen. Ohne sie hätten wir wohl auch ewig gebraucht, bis wir überhaupt wieder auf einer Hauptstraße waren... Wie dem auch sei, sie führte uns nach Choeng Thale zu "Vegetarian Food" (4025 Road).


Dieser kleine vegetarisch-vegane Essensstand scheint noch recht neu zu sein. Wir waren letzten Endes mehrfach dort, weil die Betreiber sehr nett waren (auch wenn sie kein Wort Englisch sprachen) und das Essen sehr sehr lecker war.  Bei unserem ersten Besuch hatten wir noch den Vegan Passport dabei und zeigten einfach die Seite mit der thailändischen Übersetzung. Die Betreiber lachten und nickten ganz eifrig.







Dienstag, 14. Januar 2014

Vegan Wednesday #73 - hier wird gesammelt!

Wow, der letzte Vegan Wednesday an dem ich selbst beteiligt war, scheint so lange her! Was so ein Urlaub so alles ausmacht... Aber jetzt ist es wieder so weit - der zweite Vegan Wednesday im Jahre 2014 wartet darauf, eure Beiträge zu sehen! Und ich bin auch mal wieder an der Reihe und darf eure Berichte und Bilder sammeln und das Board erstellen - ich freue mich!

Wer die Regeln noch nicht kennt, kann alles hier nachlesen. Ansonsten halte ich mich zurück und bin gespannt auf eure Beiträge!

Montag, 13. Januar 2014

"Man wird alt wie ein Haus...

...und lernt nie aus." sagte meine Oma immer wieder. Und recht hatte sie mit diesem Spruch. Gestern feierte ich nun meinen runden Geburtstag und hab so einiges neues gelernt:

1. Eltern können ganz schön verrückt sein.
2. Überraschende Familienfeiern am Geburtstag können einen weitaus mehr freuen, als man es zuvor gedacht hat.
3. Es gibt (neue) vegane Restaurants / Essmöglichkeiten, die man echt kennenlernen muss!
4. Guinness ist (wahrscheinlich) tatsächlich vegan.

Aber nun von Anfang an. Eigentlich waren wir offiziell mit lieben Freunden zum Brunchen verabredet, aber als wir im Hotel Louis ankamen, saßen da nicht unsere Freunde Katja und André, sondern meine verrückten Eltern, die acht Stunden Autofahrt auf sich genommen haben - für ein Frühstück! Im Anschluss sind sie dann wieder acht Stunden zurück nach Hause gefahren... Die Eltern von meinem Freund Thomas waren auch dabei und wir überlegten gemeinsam, wann wir (also vor allem meine Eltern und ich) den letzten Geburtstag von mir zusammen gefeiert haben. Das müsste schon so mindestens fünf oder sechs Jahre her sein. Auf jeden Fall war ich total platt, sie alle dort zu sehen und habe mich riesig gefreut. Ich war allerdings so überrascht, dass ich vollkommen vergaß, Fotos von dem veganen Frühstücksbüffet im Hotel Louis zu machen! Ich muss also noch einmal hin irgendwann und dann werde ich ausführlich über das leckere Frühstück mit einer sehr schönen, feinen veganen Frühstücksauswahl hier berichten.

Am Abend trafen wir dann tatsächlich unsere Freunde zum Essen. Sie hatten uns während des Urlaubs von einem neuen veganen Restaurant in München berichtet: Bodhi (Westend, Ligsalzstr. 23). Und dort trafen wir uns. Und ich muss sagen - das Restaurant kann sich echt sehen lassen! Ich hatte vorher schon ein wenig recherchiert - der Koch, Serkan Tunca, stand bereits im Münchner Max Pett und im Viasko in der Hauptstadt in der Küche - und das liest man auch auf der Karte: so gibt es (natürlich rein vegane)  Hauptspeisen wie Kässpatzn, Flammkuchen, Burger und auch Sojarouladen oder Seitanmedailons. Die Einrichtung ist urig-gemütlich - ganz typisch alte Münchner Wohlfühlkneipe mit dunklen Holzmöbeln und weißen, bzw. roten Wänden. Dazu ein Glas Bier oder einen Whisky und der Abend kann bestimmt lang werden...

Die Auswahl fiel uns total schwer, aber am Ende wählten wir alle vier verschieden Gerichte: Auf Empfehlung hin bestellte Thomas die Sojarouladen mit Bratensoße an Apfelrotkohl und (glutenfreien) Kartoffelknödeln. Er war restlos begeistert - die Konsistenz der Roulade war saftig und nicht zäh, dazu war sie würzig und diese Bratensoße war der Hit.


Katja bestellte sich den Flammkuchen nach "Elsässer Art" und ihr Freund wählte die Tagliatelle mit Kürbisragout und Basilikumpesto - beide waren von ihrem Essen ebenfalls begeistert. Vor allem das Pesto war super.


Ich selbst entschied mich zur Feier des Tages für die gegrillten Seitanmedailons mit Schwarzwurzelgemüse auf Champagnerschaum und Kartoffel-Trüffelgratin. Die Seitanmedailons waren echt supersaftig-lecker-aromatisch mit angenehmen Biss. Und das Schwarzwurzelgemüse war durch die leicht süßliche Note extrem lecker. Den Trüffel im Kartoffelgratin schmeckte ich nicht heraus - den könnte man auch weglassen und das Gericht dafür 3 Euro weniger kosten lassen, aber insgesamt war ich supersatt und mein Bäuchlein mehr als zufrieden.


Wir waren zwar alle pappsatt, aber mussten natürlich die weiße und dunkle Mousse au Chocolat mit Portweinkirschen probieren - zum Glück! Denn das hat das Essen total abgerundet. Den Abend aber perfekt gemacht hat der sympathische Service und die Tatsache, dass offen und ehrlich nach unserer Meinung gefragt wurde. Da merkt man richtig, dass es den Betreibern ernst ist und sie ihr "baby" richtig fahren lassen wollen. Super finde ich auch die Bemühungen, dass sie heraus finden wollen, ob Guinness tatsächlich vegan ist oder eben nicht - das würde zumindest meinen Freund tooootal interessieren...


Ich freue mich, dass mit dem Bodhi ein neues veganes Restaurant in München seinen Sitz gefunden hat und die vegane Küche in München noch einen Stepp höher bringt - die Anforderungen an kommende Lokalitäten steigen damit enorm! Wir werden auf jeden Fall bald wieder hingehen und den Whisky genießen...

So und nun genug von dem München-Zwischenbericht. Demnächst geht es weiter mit den Berichten von Phuket!

Mittwoch, 8. Januar 2014

เจ (Jay / Jeh)

Bevor ich euch einige der vielen veganen / vegetarischen Stände auf Phuket vorstelle, möchte ich euch etwas zum Thema vegan Essen in Thailand erzählen. Als wir das letzte Mal in Thailand (auf Ko Pangan) waren, war ich ja noch Vegetarier und hab mit großen Gewissensbissen einfach "vegetarisch" (also zwangsweise mit Fisch- oder Austernsauce) gegessen. Das sollte aber dieses Mal nicht so sein und so habe ich mich vor Abflug informiert. Bei Happy Cow fand ich eine Liste mit veganen Restaurants auf Phuket und bei Rika von vegan miam fand ich sehr interessante Berichte über ihren Aufenthalt auf Phuket während des Vegetarian Festivals. Bei Rika las ich auch das erste Mal von เจ (Jay / Jeh).


เจ (Jay / Jeh)
Wenn man als Vegetarier oder Veganer Urlaub in Thailand macht, sollte man sich an dieses gelb-rote Zeichen halten. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet. Das Essen, das hinter diesem "Jay" steht, kommt der veganen Ernährung am nächsten, denn es bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch, keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Da das Essen zudem auch noch Körper und Kharma reinigen soll, enthält es auch keinen Knoblauch und keine Zwiebeln.

Diese Ernährungsform stammt von einer östlichen Religion, die wohl schon uralt ist, ab: "Jainismus". Die Jain-Nonnen und -Mönche folgen fünf großen Gelübden - unter anderen dem Ablassen von Töten und Verletzten von Lebewesen und Pflanzen. Wegen dieses Ideals der Nichtverletzung ernähren sich die Jains ausschließlich pflanzlich. Und auch nur von solchen Pflanzen, die beim Verzehr nicht zerstört werden (wie Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln) - quasi wie Fruktarier.
Früher wurde im Jay-Essen wohl viel Öl und Fett verwendet, aber an den Ständen auf Phuket hatte ich nicht den Eindruck. Dafür wird viel "Fake" ("Mockmeat", also Tofu und Soja) und natürlich auch Obst und Gemüse genutzt - was aber sehr interessant ist.

Nachdem wir ein paar Mal das Zeichen auf unseren Erkundungstouren mit dem Scooter gesehen hatte, sprang es uns anschließend immer wieder ins Auge - und ich war letztendlich überrascht, wie viele solche Jay-Stände existieren. Sie sind aber meist auch plakativ mit dem Jay-Zeichen und eben gelb-roten Plakaten, Wimpeln und Flaggen ausgestattet, so dass sie leicht zu erkennen sind. An solch gekennzeichneten Ständen gibt es dann auch nur Jay- also veganes Essen.

Und auch auf Produktpackungen lässt sich das Zeichen finden:

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